Es stürmt und es zeigt sich wieder, dass die Art der Abfall-Entsorgung, die wir praktizieren, nicht die beste Lösung ist. Das muss anders gehen. Appelle, den Abfall in stürmischen Zeiten gar nicht erst an die Straße zu stellen, fruchten nichts. Damit sollte man den Leuten nicht mehr kommen. Es hat keinen Zweck. Es muss eine gänzlich andere Lösung her. Sturmfolgen, die Zweite: Bäume fallen um, dicke Äste brechen ab. Bäume sind im Laufe des Tages auf Straßen gefallen, die Feuerwehr musste Straßen sperren, und es ist nicht klar, ob am Montag, 17. Februar, alle Schäden schon beseitigt und alle Straßen wieder frei sein werden. Derzeit sieht es so aus, als habe der Sturm von diesem Wochenende noch mehr Schäden angerichtet als Sturm Sabine. (s. hier)
Brücke Erzbergerallee ist freigegeben
Das hat lange gedauert, aber jetzt ist der erste Abschnitt der Sanierungsarbeiten an der Brücke Erzbergerallee abgeschlossen. Nach der Bauabnahme ist die Brücke seit Freitag, 14. Februar, für den Straßenverkehr wieder frei. Sie soll 1,2 Millionen Euro gekostet haben.
Die im 2. Weltkrieg zerstörte und im Jahr 1952, auf alten Widerlagern wieder aufgebaute Brücke war so stark sanierungsbedürftig, dass ein Neubau erforderlich war. In den nächsten Wochen werden noch die Arbeiten im umliegenden Bereich der Brücke fertiggestellt, unter anderem wird die von Kindern heftig vermisste Rutsche in den Osterferien auch wieder eingesetzt. „Diese Restarbeiten können bei Aufrechterhaltung des Verkehrs stattfinden“, teilt die Stadtverwaltung mit.
Nicht schlecht: Ganz oben (links) liegen Gleise für die Züge, über die Brücke fahren Autos und die Aseag, unten spazieren Menschen über den Vennbahnweg. Es ist ein „überschüttetes Rahmenbauwerk“. Mehr Infos hier.Erzbergerallee. Ganz schön farbenfroh. Sprayer haben den farblich eher langweiligen Beton der neuen Brücke schon als Leinwand benutzt.
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Die Kosten der Unterkunft („KdU“) für Bezieher von ALG II sind in der entsprechenden Kategorie brandaktuell nach zwei langen Jahren angepasst worden: von 424,50€ auf ganze 435€. (Die Zahl ist berechnet für eine Brutto-Kaltmiete.) Dazu wurden Daten und Ergebnisse, die für das Schlüssige Konzept für das Jahr 2018 erhoben wurden, mittels Verbraucherpreis-Index hochgerechnet.
Link zum PDF über die aktuelle Fortschreibung des Konzepts auf den Seiten der Städteregion:
Die KdU basierte die längste Zeit auf der Wohngeldtabelle. Zu dieser Zeit war die Tabelle schon hoffnungslos veraltet, eine Erneuerung der Zahlen fand höchstens mit mehreren Jahren Verzögerung statt. Erst jetzt mit dem aktuellen Wohngeldstärkungsgesetz wird eine Anpassung alle zwei Jahre versprochen. Und jetzt da die Tabelle aktuell und erneuert dasteht, tja, da basiert die KdU nicht mehr darauf. Sie liegt jetzt knapp 50€ darunter.
In meinen Augen wird sogar eine Anpassung des Wohngeldes und der KdU alle zwei Jahre den verrückten Geschehnissen auf dem Wohnungsmarkt nicht gerecht. Insbesondere kann man sich nicht auf ein Hochrechnen der Zahlen anhand eines Indexes verlassen.
Weiterhin stelle ich anhand des Beispiels KdU fest, dass ein Willen zum Kleinrechnen vorliegt. So vermutete z.B. die Agentur, die das Schlüssige Konzept 2018 erstellte, Mietabsprachen, die auf dem öffentlichen Anzeigenmarkt nicht zu finden sind, und die selbstverständlich alle viel billiger sind als das, was wir sehen. Ergo war die Zahl 2018 schon nicht ausreichend und wenn man die hochrechnet, kommt dasselbe dabei heraus.
Nach meiner persönlichen Erfahrung kann man mit den 435€ aus der KdU keinen Blumentopf gewinnen oder besser gesagt: höchstens in einem sprichwörtlichen Blumentopf leben. Da bleibt nur Abstellkammer oder Gentrifizierung (z.B. der Bereich um die Elsassstrasse, Stichwort Ent-polizei-risierte Zone oder auch generell der östliche Bereich um den Adalbertsteinweg).
Die entsprechende Kategorie ist gedacht für schlichte Wohnungen bis zu 50 Quadratmeter. Es ist praktisch unmöglich, mit diesen Grenzen etwas über 40 zu finden. Mitte-30 Wohnungen finden sich dann vereinzelt wie erwähnt in den Brennpunkten.
Ich möchte hinzufügen, dass es Angebote für geförderten Wohnraum gibt. Die sind allerdings sehr rar, extrem nachgefragt und schnell „vergriffen“. Dem gegenüber steht die verbreitete Einstellung vieler Vermieter, Studenten und Berufstätige quasi alleinigst zuzulassen und somit wirksam Leistungsempfänger auszugrenzen.
Abschließend möchte ich einräumen, dass ich nicht weiß, ob die Zahlen aus der Wohngeldtabelle und die KdU miteinander vergleichbar sind. Ich weiß hingegen, dass sie es mal für die längste Zeit waren und so auch verstanden worden sind. Für öffentliche Zahlen allerdings, die in ihrem Anwendungsbereich so nahe beieinander liegen, ist eine Diskrepanz im unteren Bereich, bei so kleinen Zahlen, von 50€ sehr auffällig.
Ich möchte es als einen kleinen, heimlichen Skandal bezeichnen.“
10 Tage Urlaub sind genug. AachenNews.org ist aus den Sommerferien zurück, landet jetzt wieder öfter in eurem Postfach!
Kultur in der Stadt
Vom 11. bis zum 23. August werden anlässlich der Reit-WM viele kulturelle Veranstaltungen und künstlerischen Interventionen angeboten. Für alle ist etwas dabei. Im Hof werden in Kooperation zwischen dem Kulturbetrieb und dem Verein „Hofkultur“ diverse Konzerte, ein Graffiti Workshop und Improvisationstheater stattfinden. Auch die VHS bietet Veranstaltungen für internationales Publikum an. Das wird alles hier auf AachenNews.org angekündigt.
Heiraten im Stadion
Auch im nächsten Jahr bietet das Standesamt wieder Trauungen auf dem Tivoli an. Am 29. Mai 2027 können sich fünf Paare im besonderen Ambiente des Stadions das Ja-Wort geben. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Das Standesamt schaltet die Termine am 10. August um 8 Uhr online im Traukalender frei.
Klettern imPark
Eine künstliche, freistehende Kletteranlage in Form eines Boulderblocks mit einem Torbogen und Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade wird im Moltkepark am Bahndamm errichten. Der neue Boulderblock ergänzt die Palette der vielen frei zugänglichen Sportangebote in Aachen.
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Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org(Mailbox ist 24/7 geöffnet).
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
In der 24. Folge des GFF-Podcasts spricht Janina Zillekens-McFadden mit dem Leiter des Gutachtenteams Bijan Moini und Rechtsextremismus-Expertin Helen Greiner. Es geht um die Hauptergebnisse des Gutachtens zur Verfassungswidrigkeit der AfD. Es ist ein gut verständlicher Deep Dive zu Demokratiefeindlichkeit, zum ethnisch-kulturellem Volksverständnis, zur Menschenwürde und zur Entwicklung der AfD. Hier geht es zum Podcast der Gesellschaft für Freiheitsrechte.
Es ist euer Geld
Die Europäische Zentralbank bittet um eure Mithilfe. Ab sofort können 350 Millionen EU-Bürger*innen mitentscheiden, wie die neuen Euro-Banknoten aussehen sollen. Weil es Streuselbrötchen und der Tivoli nicht in die engere Auswahl geschafft haben, stehen die Motivserien „Flüsse und Vögel“ und „Europäische Kultur“ zur Auswahl. Hier entlang.
Hier einige Zeilen aus einer Mail zum Thema Wohngeld, die zugeschickt wurde. Vielen Dank für die Zusendung, der Leser schreibt:
„Die aktuelle Wohngeldtabelle 2020 weist für eine einzelne Person in Mietstufe IV (Aachen(Stadt) ist MS IV) ein Wohngeld in max. Höhe von 478€ aus.
Einzusehen z.B. hier:
https://ratgeber.immowelt.de/a/wohngeld-wer-es-bekommt-und-wie-es-berechnet-wird.html#c29958
Die Kosten der Unterkunft („KdU“) für Bezieher von ALG II sind in der entsprechenden Kategorie brandaktuell nach zwei langen Jahren angepasst worden: von 424,50€ auf ganze 435€. (Die Zahl ist berechnet für eine Brutto-Kaltmiete.) Dazu wurden Daten und Ergebnisse, die für das Schlüssige Konzept für das Jahr 2018 erhoben wurden, mittels Verbraucherpreis-Index hochgerechnet.
Link zum PDF über die aktuelle Fortschreibung des Konzepts auf den Seiten der Städteregion:
Klicke, um auf 501_KdU_schluessiges_Konzept_Fortschreibung_2020.pdf zuzugreifen
Die KdU basierte die längste Zeit auf der Wohngeldtabelle. Zu dieser Zeit war die Tabelle schon hoffnungslos veraltet, eine Erneuerung der Zahlen fand höchstens mit mehreren Jahren Verzögerung statt. Erst jetzt mit dem aktuellen Wohngeldstärkungsgesetz wird eine Anpassung alle zwei Jahre versprochen. Und jetzt da die Tabelle aktuell und erneuert dasteht, tja, da basiert die KdU nicht mehr darauf. Sie liegt jetzt knapp 50€ darunter.
In meinen Augen wird sogar eine Anpassung des Wohngeldes und der KdU alle zwei Jahre den verrückten Geschehnissen auf dem Wohnungsmarkt nicht gerecht. Insbesondere kann man sich nicht auf ein Hochrechnen der Zahlen anhand eines Indexes verlassen.
Weiterhin stelle ich anhand des Beispiels KdU fest, dass ein Willen zum Kleinrechnen vorliegt. So vermutete z.B. die Agentur, die das Schlüssige Konzept 2018 erstellte, Mietabsprachen, die auf dem öffentlichen Anzeigenmarkt nicht zu finden sind, und die selbstverständlich alle viel billiger sind als das, was wir sehen. Ergo war die Zahl 2018 schon nicht ausreichend und wenn man die hochrechnet, kommt dasselbe dabei heraus.
Nach meiner persönlichen Erfahrung kann man mit den 435€ aus der KdU keinen Blumentopf gewinnen oder besser gesagt: höchstens in einem sprichwörtlichen Blumentopf leben. Da bleibt nur Abstellkammer oder Gentrifizierung (z.B. der Bereich um die Elsassstrasse, Stichwort Ent-polizei-risierte Zone oder auch generell der östliche Bereich um den Adalbertsteinweg).
Die entsprechende Kategorie ist gedacht für schlichte Wohnungen bis zu 50 Quadratmeter. Es ist praktisch unmöglich, mit diesen Grenzen etwas über 40 zu finden. Mitte-30 Wohnungen finden sich dann vereinzelt wie erwähnt in den Brennpunkten.
Ich möchte hinzufügen, dass es Angebote für geförderten Wohnraum gibt. Die sind allerdings sehr rar, extrem nachgefragt und schnell „vergriffen“. Dem gegenüber steht die verbreitete Einstellung vieler Vermieter, Studenten und Berufstätige quasi alleinigst zuzulassen und somit wirksam Leistungsempfänger auszugrenzen.
Abschließend möchte ich einräumen, dass ich nicht weiß, ob die Zahlen aus der Wohngeldtabelle und die KdU miteinander vergleichbar sind. Ich weiß hingegen, dass sie es mal für die längste Zeit waren und so auch verstanden worden sind. Für öffentliche Zahlen allerdings, die in ihrem Anwendungsbereich so nahe beieinander liegen, ist eine Diskrepanz im unteren Bereich, bei so kleinen Zahlen, von 50€ sehr auffällig.
Ich möchte es als einen kleinen, heimlichen Skandal bezeichnen.“
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