Was wird, wenn wir auf Impfstoff jahrelang warten müssen?

Seit zwei Monaten bestimmt das Corona-Virus jetzt schon unser Leben. Vor vier Monaten wussten wir noch nicht mal, dass SARS-CoV-2 existiert. Das Virus springt von Mensch zu Mensch, es hat weltweit 3,1 Millionen Menschen in weniger als vier Monaten infiziert. Man entkommt ihm nur, wenn man sich isoliert. Wir werden uns auf absehbare Zeit in großen Arenen, Theatern und Stadien gar nicht mehr treffen können/dürfen. 

Es ist eine Krankheit, gegen die es keinen Impfstoff und kein Medikament gibt. Man weiß noch nicht mal, ob man nach ausgeheilter Lungenentzündung tatsächlich immun ist. Und wenn ja: für wie lange? Geheilte Personen haben  Spätfolgen, das zeigt sich langsam. Und warum werden manche Personen sterbenskrank, andere überhaupt nicht, obwohl sie mit Infizierten zusammenleben?

Was ist eigentlich, wenn es in den nächsten zwei, drei Jahren KEINEN Impfstoff gibt gegen das Corona-Virus? Und auch kein Medikament, das den Ausbruch der Krankheit unverzüglich erträglich macht und zur Heilung beiträgt?  Brauchen wir dann noch das Stadttheater, wo 900 Menschen – eng an eng – sitzen? Müssen wir tatsächlich jetzt eine Halle  bauen, wenn die Aachener Volleyballerinnen sowieso nur wenige real anwesende Zuschauer haben dürfen und die Spiele (wie Theateraufführungen und Konzerte) hauptsächlich im Internet stattfinden? Brauchen wir noch das Stadion der Alemannia? Wozu? Und was ist mit dem Reitstadion in der Soers? 40.000 hocken da dicht an dicht zusammen, da freut sich das Virus. 

Was, wenn auf Jahre hinweg Menschenansammlungen untersagt werden müssen? Das Zusammensein wird man uns nicht erlauben. Die Folgen kann nämlich kein Gesundheitssystem verkraften. Sollten wir uns da nicht mal langsam Gedanken machen?

***

Schon jetzt erkennt man, dass unser Leben einen 5-Jahres-Schritt nach vorne getan hat. Innerhalb weniger Wochen sehen die Zeitungen aus, als seien sie aus 2025, dünner, noch weniger Werbung, fast alle im Homeoffice usw. Auch der Schulunterricht ist schlagartig „moderner“, digitaler geworden. Die ersehnte digitale Transformation des Schulsektors ist plötzlich da. Und die in der Arbeitswelt natürlich ebenfalls: So viel Homeoffice hatte ich erst in 5 oder 6 oder sogar 7 Jahren erwartet, nicht so schnell (sieht schon fast wie eine überstürzte Flucht ins Digitale aus).

Wir sind mit einem Schlag in die Zukunft versetzt worden. Es wird sogar ein Parteitag (Grüne) virtuell stattfinden. Aber manchen wird schlecht und schwindelig, sie können nicht mehr. Das Leben hat sich plötzlich ins Internet verlagert: Konferenzen, Unterricht, Treffen mit Freunden, sogar Partys, Konzerte und Verwaltungsarbeit – finden (endlich) in neuer Form statt.

Und die „neue Normalität“ wird Bauwerke überflüssig machen, z. B. Stadien, Arenen und Theater. Nebenbei – alles Gebäude, in denen man sich rein zum Vergnügen einfindet. Schön, wenn man’s hat und nutzen kann, aber: Keine Stadt braucht zum blanken Überleben ihrer Bürger ein Fußballstadion, ein Theater oder eine Konzertarena wie die Lanxess Arena in Köln.

Hättet ihr an Silvester gedacht, dass ihr euch im April diesen Jahres brennend für das, was Virologen sagen, interessieren würdet?

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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