Turmstraße: Brücke bröckelt. Sie soll erneuert werden.

Die Turmstraßen-Brücke, ein schlichtes Bauwerk, ist in einem sehr schlechten Zustand. Im Hintergrund: Zwei Parkhäuser.

Eine Brücke im Hochschulviertel (Turmstraße, auf der sich zu Silvester immer viele Menschen das Feuerwerk ansehen) ist in einem sehr schlechten Zustand. Laut Experten-Gutachten macht es keinen Sinn sie zu sanieren, sie soll abgerissen und erneuert werden. 

Die Brücke ist vierspurig, sie verbindet Pontor und Junkerstraße, und das seit dem Jahr 1975. Man fragt sich heute, warum damals nicht ordentlich gearbeitet wurde? Jetzt gibt es jedenfalls Betonabplatzungen, feuchte Stellen, durchgerostete Lager usw. 

Beginn der Abrissarbeiten könnte Ende 2021 sein. Im Frühjahr 2024 könnte dann alles fertig sein. Das wäre eine lange Phase, in der eine wichtige Passage in Aachen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht. Tausende Autos, hunderte Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nutzen das Bauwerk jeden Tag. Unten drunter fahren ständig Züge, dort führt auch eine Straße entlang. Die Rede ist von insgesamt 6 Wochen Vollsperrung. In der restlichen Bauzeit soll der Verkehr einseitig über die Brücke geleitet werden, phasenweise auch über eine Behelfsbrücke. 

Die Brücke von unten. An der Decke, z. B. rechts oben, hat der Zahn der Zeit genagt.

Die Baukosten für solch ein Projekt liegen im zweistelligen Millionenbereich. An den Kosten muss sich die Bahn AG leider nicht beteiligen, zahlen muss die Stadt Aachen. 

Abriss und Neubau: Das würde für alle Aachenerinnen und Aachener eine schwere Zeit. Ein noch gewaltigeres Verkehrschaos als wir es in Aachen sowieso schon gewöhnt sind, droht. Ausweichrouten? Mir nicht bekannt. Als ich erstmals davon hörte, dachte ich gleich, ich verzieh mich für die intensivste Bauphase (schätzungsweise 6 Monate) in die Eifel. Denn: In der gleichen Zeit wird die Stadt Aachen weitere Baustellen eröffnen müssen. Und das Schlimmste: Die Ludwigsallee, die auch erneuert und lange gesperrt sein wird, wird dann noch nicht ganz fertig sein, wenn es an der Brücke losgeht.  

Brücken zu erneuern, das geht üblicherweise gewaltig ins Geld.

Der Vorgang wurde in den „Aachener Nachrichten“ am 29. Mai im Lokalteil schon ausführlich dargestellt. Hier. Die Baubehörde kann das Bauprojekt im Westen von Aachen übrigens nicht so einfach um ein Jahr verschieben. Das hat mit der Bahn zu tun, die jeden Eingriff, der ihren Zugverkehr beeinträchtigt, zwei Jahre im Voraus mitgeteilt bekommen muss. – Die Fotos hier sollten euch einen kleinen Eindruck vermitteln.

Oben Autos in großer Zahl, unten Züge und eine Straße. Wird die Brücke abgerissen, droht ein Verkehrschaos. Politik und Verwaltung müssen Lösungen finden.
Unter der Brücke: Kunst, durchaus nicht niedlich und süß, wie man sie ansonsten zuhauf in Aachens Innenstadt findet.

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