Stahlbeton-Fertigteile werden am Napoleonsberg verlegt

Auf nach Kornelimünster, wo man am Napoleonsberg auf eine Vollsperrung samt Monsterbaustelle trifft.

Fotos: Stadt Aachen/Katharina Isabel Franke

Was für viele Verkehrsteilnehmer für kurze Zeit – noch bis Samstag, 11. Juli – zur Entschleunigung führt, bedeutet für die verantwortliche Brückenbauingenieurin Barbara Siodmok vom Aachener Stadtbetrieb, für Jonas Fuhrmann als Projektleiter des Ingenieurbüros Kempen und Krause Ingenieure und für den Bauleiter Nils Fouquet der ausführenden Firma Eurovia „Vollgas!“ – Auf der Baustelle geht es in großen Schritten voran.

Die Pressestelle der Stadtverwaltung informiert:

Die Vollsperrung ermöglicht es, seit Montag, 29. Juni, täglich acht zwischen zwei und vier Tonnen schwere Stahlbetonplatten einzupassen. Per Krankwagen werden die vorgefertigten Betonteile an die richtige Stelle gehoben und dann mit vereinten Kräften exakt eingefasst. „Schon ein Versatz von wenigen Millimetern kann auf der Länge von 90 Metern große Maßabweichungen verursachen“, sagt Bauleiter Fouquet. Der nicht schnurgerade Verlauf der Mauer entlang der Inde mache die Sache nicht einfacher.

Kragarmplatten lassen spätere Aufteilung schon erahnen

Am Mittwochmorgen lagen die ersten 16 Platten schon am richtigen Ort und die nächste hing bereits am Haken des Kranwagens. Die etwa fünf Meter langen Stahlbetonteile liegen auf der Mauerkrone der Inde-Stützmauer auf und werden in der Mitte der Straße an einen zuvor betonierten Tragbalken angeschlossen. 

Die Neugestaltung der Fahrbahn inklusive Gehwegverbreiterung nimmt durch das Verlegen der Kragarmplatten schon erste Formen an. Durch die über die Mauer herausragende Platte wird der Gehweg später 2,5 Meter breit und kann für Radfahrer freigegeben werden, um eine sichere Radverkehrsführung am Napoleonsberg zwischen Korneliusmarkt und Steinkaulplatz herzustellen.

Parallel zur Verlegung der Fertigteile gehen die Bewehrungsarbeiten weiter. Wenn alle 62 Fertigteile liegen, wird – wieder per Teilsperrung – der Aufbeton auf die Fertigteile aufgebracht. Damit wären die Betonarbeiten zur Herstellung der Kragarmkonstruktion beendet.

Die Sanierung der Ufermauer ist dagegen bereits abgeschlossen: Von Anfang Februar an wurden Injektionen eines speziellen Zementgemischs durch 130 Bohrlöcher in bis zu mehr als sechs Meter Tiefe gesetzt, um das alte Mauerwerk zu verfestigen. Im April wurde die Stützmauer am oberen Ende des Napoleonsbergs, angrenzend zur Treppenanlage am Steinkaulplatz, um mehr als einen Meter erhöht.

Das ist für die geplante Gehwegverbreiterung erforderlich. Die weiteren Maßnahmen inklusive der finalen Asphaltierung werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen. sein.

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