Heute um 17.15 Uhr: Mahnwache auf der Krefelder Straße. Mit Update.

Wandbild des Aachener Wandmalers Klaus Paier, das sich einst in der Gördelerstraße befand. Im Ludwig Forum für internationale Kunst gibt es ein Foto von dieser eindrucksvollen Arbeit, die vor über 30 Jahren entstand. Schon damals war das Radfahren in Aachen überaus gefährlich.

Auf der Krefelder Straße ist am gestrigen Sonntag kurz vor 10 Uhr ein Radfahrer von einem Wagen zu Boden gerissen worden. Der Radfahrer (70) wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Einzelheiten zu dem Unfall, der sich auf der stadteinwärts führenden Fahrspur ereignete, sind noch nicht bekannt.

Es ist dies nicht der erste und bestimmt leider auch nicht der letzte Unfall mit tödlichem Ausgang. Radfahrer*innen leben gefährlich in Aachen, davon zeugen mehrere Weiße Fahrräder, unter anderem an der Vaalser Straße, am Hansemannplatz und an der Schanz. Unfälle mit Radfahrer*innen registriert die Polizei über 300 mal im Jahr. Verkehrspolitiker*innen fordern schon lange separate, baulich getrennte Fahrspuren für Fahrräder und Kraftfahrzeuge.

Die Aachener Gruppen von VCD, ADFC und die Gruppe „Radentscheid Aachen“ laden ein zu einer Mahnwache am Unfallort (Kreuzung Krefelder Straße/Merowingerstraße/Passstraße). Heute um 17.15 Uhr. Traurig denken wir auch an die Angehörigen des getöteten Radfahrers, an die Rettungskräfte und natürlich auch an den Fahrer des beteiligten Transporters. Eine schlechte Verkehrspolitik macht sie alle zu Opfern.

UPDATE:

Zur Unfallstelle kamen heute viele Radfahrerinnen und Radfahrer. Allein: Mehr als traurig beisammen zu stehen bleibt einem nicht übrig.
Was für eine schreckliche Vorstellung: Man ist 70 Jahre alt, hält sich fit, steht sonntags früh auf und schwingt sich aufs Rad . . . und stirbt elend auf der Straße im Rinnstein. Was genau geschah, das ist noch immer nicht bekannt. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, Telefonnummer 0241 – 9577 / 42101. War der Fahrer abgelenkt, dass er nach rechts auf den Bürgersteig geraten ist? Man weiß es nicht. Die Polizei lässt sein Handy untersuchen. – Zu sehen ist auf dem Foto oben, dass man sich auf dem Rad bedrohlich nah an den Kfz befindet. Radfahrer*innen sollten auf der Krefelder Straße besser auf dem Bürgersteig fahren.

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