In der Stau-Stadt-Aachen: Zwei Fahrradstraßen, eine ist fertig, eine geplant.

Die eine Fahrradstraße ist fertig, die nächste muss erst noch gebaut werden . . . und kann zuvor von den Bürgerinnen und Bürgern begutachtet werden.

Wir sind zunächst in Nähe des Aachener Tierparks. Wo der Krautmühlenweg auf die Obere Drimbornstraße trifft, da trifft der motorisierte Zeitgenosse auf eine neue Fahrradstraße und muss folglich langsam werden. Das Stück ist Teil der Rad-Vorrang-Route Brand.

Der Krautmühlenweg (nur nutzbar für Radler*innen und Fußgänger*innen) wurde verbreitert. Autos dürfen in der Oberen Drimbornstraße mit zwei Reifen auf dem Bürgersteig parken. Damit die Pkw langsamer fahren, wurde eine sogenannte Engstelle (ganz vorne im Foto) eingerichtet.

5 Parkplätze sind weggefallen, doch das sonst übliche Lamento hat sich diesbezüglich nicht erhoben.

Was zwischen Rothe Erde und Frankenberger Viertel verändert wurde, steht der Breslauer Straße in weit größeren Dimensionen noch bevor. Dabei hatten bisher die Fraktionen von CDU und FDP jede nur mögliche Gelegenheit genutzt, um sich einer Änderung des Straßenraums zugunsten der Aachener Radfahrer*innen in die Quere zu stellen. Krass ätzend! Die Ratsvertreter beider Parteien scheinen nichts mehr zu hassen, als sogenannte Protected Bike Lanes. Es ist zum Verzweifeln.

Infos zur Breslauer Straße

Entlang der Breslauer Straße soll der Radverkehr zukünftig baulich geschützt werden: Auf einer Breite von 2,30 Meter wird eine baulich geschützte Radverkehrsanlage (aka: Protected Bike Lane) angelegt. In der ersten Ausbaustufe wird der geschützte Radweg zwischen Stolberger und Dresdener Straße auf einer Länge von etwa 700 Meter eingerichtet.

Die Bürgerinnen und Bürger werden noch bis 21. Februar über die nach endlosen Diskussionen politisch beschlossene Planung informiert.

Live-Veranstaltungen sind in diesen Zeiten immer noch keine gute Idee. Aber es gibt Ersatz: Bürger*innen können auf eine Präsentation zugreifen, die aufrufbar ist unter www.aachen.de/baustellen  (Stichwort Breslauer Straße). Zum anderen stellt die Stadtverwaltung die Unterlagen im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Am Marschiertor“ bereit. Das Verwaltungsgebäude an der Lagerhausstraße ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. 

Wer Hinweise, Anregungen und Bemerkungen zum Thema einbringen möchte, kann das schriftlich bis zum 21. Februar tun u. a. unter: breslauerstrasse@mail.aachen.de. Bitte Betreffzeile „Bürger*innen-Information Breslauer Straße“ verwenden.

Anmerkung: Aachen ist eine der Städte, wo die Menschen in ihren Autos die längste Zeit im Stau stehen. Aachener*innen und die Besucher der Stadt verbringen im Jahr so viele Stunden im Stau, dass sich alles zu Tagen (pro Jahr 64 Stunden Lebenszeit) und Wochen summiert. Wir liegen deutschlandweit beim Stau auf Platz vier. Schlimmer sind nur z. B. Wiesbaden und Hamburg.

Dabei wäre es nun naheliegend, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass möglich viele Menschen vom Pkw auf das Fahrrad umsteigen können, wenn sie es denn möchten. Allerdings fürchten nicht wenige die Gefährlichkeit der Aachener Straßen, zu Recht. Außerdem sind viele bestehende Fahrradwege so dermaßen holprig, dass man mit Fug und Recht von einer Katastrophe sprechen kann. Insofern ist es beim besten Willen nicht nachvollziehbar, warum sich Teile des Aachener Rates quasi mit Händen und Füßen gegen eine Neuaufteilung des Straßenraumes sperren. CDU und FDP, hört endlich auf damit!

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Eine Antwort zu In der Stau-Stadt-Aachen: Zwei Fahrradstraßen, eine ist fertig, eine geplant.

  1. Anonymous schreibt:

    Die Neuaufteilung des Straßenraums ist dringend notwendig, es würde eine gerechtere Aufteilung für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer*innen bedeuten. Fraglich finde ich, was viele Anwohner*innen der Salierallee für ihre Straße jetzt wünschen. Ich vermute: Weniger einen Radentscheid-konformen Umbau und mehr den Erhalt der Parkplätze für ihre Autos im öffentlichen Raum…

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