Karlspreis für 3 Aktivistinnen. Festrede: Annalena Baerbock. Rahmenprogramm mit 40 Veranstaltungen beginnt morgen.

Erstmals steht in diesem Jahr der Karlspreis im Zeichen von Frauen-Power. Drei Aktivistinnen aus Belarus werden ausgezeichnet, die Laudatio hält Außenministerin Annalena Baerbock. Am Himmelfahrtstag, 26. Mai, stehen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Weronica Tsepkalo im Mittelpunkt des Geschehens im Aachener Krönungssaal. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Putins Krieg gegen das ukrainische Volk, seine brutalen Angriffe gegen ein friedliches Land, unschuldige Menschen, die Souveränität eines Staates und sein Angriff auch auf die europäischen Werte sowie Lukaschenkos schamlose Unterstützung, die Beihilfe zum Überfall auf die Ukraine, die Unterdrückung des belarussischen Volkes und die Verachtung von Recht und Humanität hätten die Karlspreis-Verantwortlichen dazu veranlasst, den Internationalen Karlspreis 2022 als Aufruf der Europäer für Frieden, Freiheit, Demokratie und Recht zu gestalten.

Von der Idee, dem Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr einen außerordentlichen Karlspreis zu verleihen ist man wieder abgekommen.

Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Weronica Tsepkalo erhalten den Karlspreis „für ihren mutigen und ermutigenden Einsatz gegen die brutale staatliche Willkür, Folter, Unterdrückung und die Verletzung elementarer Menschenrechte“, so teilte es Alt-OB Dr. Jürgen Linden vom Karlspreisdirektorium mit. Es sei eine Wahl des Aufbruchs, denn die drei politischen Aktivistinnen würden für das eintreten, was den Kern des europäischen Projekts ausmacht: Menschenrechte, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Solidarität.

Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms, das in Aachen normalerweise auf großes Interesse stößt, beziehen sich auf Persönlichkeit und Wirken der Preisträgerinnen. Wichtige Themen, die auch bei ihrer Wahl und in der Begründung des Direktoriums eine zentrale Rolle gespielt haben, werden aufgegriffen. Themenschwerpunkt ist vor allem die aktuelle Situation in Osteuropa.

Zum Umdenken gezwungen

Das aktuelle Programm beginnt am Dienstag, 26. April, und endet am 29. Mai. Es umfasst rund 40 Veranstaltungen, Projekte und Auftritte aus unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, Workshops, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Lesungen und Preisverleihungen.

Jürgen Linden betonte, dass der aktuelle Karlspreis ein ganz besonderer Karlspreis ist, der direkt unter dem Einfluss und unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine stehe. „Was wir dort momentan erleben, zwingt uns zum Umdenken und lässt den Krieg und seine ‚gute Kehrseite‘, den Frieden, in den Mittelpunkt des gesamten Karlspreises und damit auch des Rahmenprogramms rücken.“ 

Karlspreisträgerinnen an der RWTH

Im Hörsaalzentrum der RWTH werden die designierten Karlspreisträgerinnen am 25. Mai über die aktuelle Situation in Belarus und Osteuropa sprechen und diskutieren. Gerade diese lebhaften Gespräche insbesondere mit den Studierenden sind vielen Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträgern sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis und www.karlspreis.de sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt. Den altehrwürdigen Karlspreis gibt es neuerdings auch auf Twitter @KarlspreisAC und auf Facebook @IntlKarlspreis .

Olaf Müller vom Kulturbetrieb, Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, Bernd Vincken, Geschäftsführer der Stiftung Internationaler Karlspreis und die städtische Protokollchefin Claudia Wellen-Spix (von links), stellten das Programm zur Karlspreisverleihung 2022 vor. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

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