Alles „leider unvermeidlich“

Zurück aus der Winterpause steht jetzt die Frage im Raum: Was erwartet uns im neuen Jahr? Nur kurz bleiben wir vor Ort.

Wir sehen hier einer gewaltsamen Räumung des Örtchens Lützerath unter Leitung der Aachener Polizeibehörde entgegen. Eine Katastrophe, wie jede/r weiß, denn die Kohle unter Lützerath wird gar nicht mehr gebraucht, kann sowieso frühestens in 3 Jahren abgebaggert werden, wenn man das denn gegen alle Notwendigkeit doch noch tut. Die gewaltsame Räumung schadet dem Ansehen der Polizei, denn die Bilder werden häßlich sein. Und die Beamten würden zu 100 Prozent auch lieber was anderes tun als sich mit Umweltschützern zu prügeln.

Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach schreibt in einem offenen Brief an die Klimaaktivisten unter anderem: „. . . . eine persönliche Anmerkung: Ich wünschte, die Räumung von Lützerath hätte sich vermeiden lassen. Aber sie ist – nach allem was ich weiß – leider unvermeidlich.“ Hätten die Grünen im Landtag mal besser verhandelt!

In Aachen am Vennbahnweg gesehen.


Und sonst?

Im Februar geht der Krieg in sein 2. Jahr. Wir sehen Menschen, die sich unglaublich hartnäckig wehren. Wahnsinn. Die Russen sprechen viel von Verhandlungen, und genau das ist es, was sie nicht wollen. Sie wollen sich neu aufstellen und neu und erfrischt wieder losschlagen. 2023 werden viele Menschen in Aachen abstumpfen und sich an den Krieg gewöhnen. Und ganz Deutschland wird 2023 über weitere Waffenlieferungen (Panzer) diskutieren und diese am besten schnell schicken, damit die Kämpfe flott zu Ende gehen. Wann das der Herr Bundeskanzler endlich mal kapiert??? – das dauuuuuert. 

Gewählt wird 2023 auch. In Tschechien, in Finnland und in Griechenland und im Juni in der Türkei. Dort werden 600 Abgeordnete des Parlaments neu gewählt, Erdogan will sich ein letztes Mal, sagt er, zur Wahl stellen. Letztes Mal? Das glaubt ihm auch kein Mensch. Solche halten sich für unersetzlich und können von der Macht zu Lebzeiten nicht lassen. Dabei: 80 Prozent Inflation in der Türkei . . . Erdogan ist gerade nicht beliebt in seinem Land. 

Am 12. Februar gibt es die Wahl-Wiederholung in Berlin (Briefwahl hat gestern schon begonnen). Nach grandiosen, zuvor noch nie erlebten Wahlpannen ist aber weiterhin nicht sicher, ob die Wahl überhaupt stattfindet. Sollte das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde von 43 Berlinerinnen und Berlin gegen die Wahlwiederholung annehmen, ist es wahrscheinlich, dass die Wahl zunächst ausgesetzt wird. Prognose: So oder so wird Franziska Giffey  abgewählt. 

Im Mai wird sodann in Bremen gewählt, da wird wohl Rot/Rot/Grün bestätigt. Bayern im Oktober wählt wieder CSU und Söder. Hoffentlich wiederholt er die Aktion, in öffentlichen Gebäuden Kreuze an Wände zu nageln. Dann gibt es nur 37 Prozent für die CSU. Söder möchte im Grunde Bundeskanzler werden. Hessen wird 2023 vielleicht mit der derzeitigen Innenministerin antreten, mal sehen. Das werden alles spannende Wahlkämpfe.

Ach ja, was wird eigentlich aus der Cannabis-Legalisierung? Prognose: auch 2023 nichts.

Was uns noch erwartet: 53 Euro mehr für Hartz-VI-Empfänger, die Gas- und Strompreisbremse, das 49-Euro-Ticket, steuerliche Entlastungen (kalte Progression) und die Tabaksteuer wird erhöht (7,70 Euro pro Packung). Wie sich die Inflation und der Krieg in der Ukraine entwickeln, weiß kein Mensch. Die Russen gewinnen nicht und verlieren nicht. Europäische Union und NATO halten zusammen wie noch nie. Sagenhaft, das zu erleben.

Klar ist: Wir brauchen 2023 starke Nerven.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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