Nichts bleibt, wie es ist: Ein Palais, ein Modehaus und eine Skaterbahn

Sagenhaft schön, steht aber seit 13 Jahren leer: das Suermondt-Palais an der Theaterstraße.

Was wird aus dem Bankhaus Suermondt an der Theaterstraße? Derzeit geht dort fast nie jemand rein oder raus. Schon seit über 10 Jahren. Kürzlich soll es die Aachener Stadtmarken GmbH gekauft haben, und die will es jetzt wiederbeleben, wie hier zu erfahren ist.

Das Bankhaus mit der kunstvollen, alten Fassade wurde – laut Wikipedia – 1900 von dem Aachener Architekten Eduard Linse (der auch das heutige Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße, baute) errichtet. Es ist ein monumentales, neobarockes Gebäude. Jahrelang hieß es, dort würden Wohnungen entstehen, jetzt sollen es elegante Büros sein. Dort gibt es Räume mit bis zu 4 Meter hohen Decken.

Wann mit dem Umbau, in den auch der hintere Teil in Borngasse und Wirichsbongardstraße einbezogen werden soll, begonnen wird, ist nicht bekannt. Alles in allem soll es sich um eine Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern handeln. Das Grundstück selbst ist laut Immobilienmanager.de circa 2.700 Quadratmeter groß.

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Lässt sich der Schwund der Geschäfte und der Niedergang der Adalbertstraße noch aufhalten? Oder ist der Zug längst abgefahren und man muss sich umstellen? Lassen sich die Ladenlokale und teils mehrstöckigen Verkaufshallen zu Wohnungen umbauen?

Eingekauft wird immer. Immer mehr sogar, besonders Textilien. Nur nicht in Geschäften und Kaufhäusern, sondern im Internet. Wer das ignoriert und zu alten Zeiten zurück will, reitet ein totes Pferd. Kann man machen, wäre aber doof. Die neuesten Abgänge in der Adalbertstraße sind: in Hausnummer 29 bis 31 das Damenmodenhaus Gerry Weber und das Schuhhaus Görtz. Ob es für die Ende des Jahres leerstehenden Hallen schon Nachmieter gibt, ist nicht bekannt.

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Im November 2023 müssen Eltern entscheiden, an welche Grundschule sie ihre Kinder im Schuljahr 2024/2025 anmelden möchten: Soll die zukünftige Schule in der Nähe des Wohnorts oder lieber in der Nähe der Arbeit liegen? Zwischen dem 2. und 15. November 2023 müssen alle Kinder, die zum 1. August 2024 schulpflichtig sind, an einer Grundschule in Aachen angemeldet werden.

Wichtig: Die Anmeldung bedeutet noch nicht automatisch, dass ein Kind auch wirklich aufgenommen ist. Darüber entscheidet die Schulleitung nach Abschluss des Anmeldeverfahrens. Kann die Schule aus Kapazitätsgründen nicht alle angemeldeten Kinder aufnehmen, findet ein Auswahlverfahren nach gesetzlichen Vorgaben statt. Infos dazu unter www.aachen.de/schulen, rechte Spalte. Wir schauen wieder erwartungsvoll auf Aachens beliebteste Grundschule, die Montessori Grundschule in der Mataréstraße. Jedes Jahr müssen dort mit Abstand die meisten Kinder abgewiesen werden.

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Was hat es eigentlich mit dieser Anlage auf sich? Das Gelände zwischen Rothe Erde und Brand (direkt am Vennbahnweg) ist neu gestaltet worden. Wozu, fragt sich mancher.

Via Twitter drauf aufmerksam geworden: Die neue Skaterbahn am Vennbahnweg wird fein. Der 1. Aachener Skateboard Club e.V. (1.ASC) erwartet offenbar jede Menge Radfahrer*innen auf seiner Anlage, denn Abstellplätze für Räder sind zu Hauf vorhanden. Dazu Pkw-Parkplätze und eine Art Unterkunft mit Behindertentoilette.

Das Gelände liegt ziemlich weit außerhalb vom Frankenberger Viertel, wo sich einmal die erste Skaterbahn des 1.ASC befand. Es ist quasi in 2 Teile geteilt und hat 2 Eingänge: einen am Vennbahnweg und einen am oberen Eisenbahnweg. Die Stadt Aachen hat die Anlage soweit hergerichtet, dass jetzt der Club mit dem Bau der neuen Bahn beginnen kann.

Das wird bestimmt riesig. Am Vennbahnweg stören die Skaten*innen niemand, und man wird sogar nachts bei Flutlicht und lauter Musik . . . skaten können. Ein Blick nach Münster lohnt sich.

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Morgen, Samstag, 8. Juli, endet die Eingabefrist für den Bebauungsplan, der den Stadtpark/ das Knappschaftsgebäude/ die Monheimsallee betrifft. Die Problematik wird hier hier angedeutet.

Wer also noch Kritik an der Bebauung anbringen möchte, hier schreiben . . . https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/planen_bauen/bauleitplanung/verfahren/monheimsallee_knappschaftsgebaeude_bp_1004/index.html

Auch zum Bebauungsplan BP 1009 Haaren Mitte können Einwendungen gemacht werden. Eingabefrist bis 4. August 2023: https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/planen_bauen/bauleitplanung/verfahren/BP_1009_Haaren_Ortsmitte_Stadthaeuser/index.html


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