Nicht schlecht: Auf dem Musikbunker-Dach wird bald Strom erzeugt

Experten des Gebäudemanagements sind einer städtischen Immobilie aufs Dach gestiegen und haben sie fit für die Zukunft gemacht: Über 401 Quadratmeter erstreckt sich die neue Photovoltaikanlage mit ihren 264 Modulen, die nun auf dem Musikbunker an der Goffartstraße im Frankenberger Viertel steht. 

Auf dem Dach des Musikbunkers im Frankenberger Viertel. Foto: Stadt Aachen/Stefan Herrmann

Die Stadtverwaltung teilt mit, sie wählte ein innovatives System, mit dem Strom ins Netz einspeist werden soll. Erste größere PV-Anlagen wurden und werden derzeit installiert, viele weitere sollen in den kommenden Monaten und Jahren folgen.

Zum Klima-Bauprojekt gehörte vorab auch die Sanierung des Musikbunker-Flachdachs. Auf einer Fläche von rund 1.700 Quadratmeter wurde die in die Jahre gekommene Dachabdichtung überarbeitet und mit einer sogenannten Regenerationsbahn auf Bitumenbasis saniert. Es wird mitgeteilt:

Die Leistungsfähigkeit der darauf installierten neuen PV-Anlage Musikbunker liegt bei knapp 98 Kilowattpeak (kWpeak). Fachleute gehen von einer jährlichen Stromproduktion von 100.400 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr aus – das entspricht ungefähr dem Verbrauch von 25 Einfamilienhäusern. Allein durch diese Anlage werden künftig über 47 Tonnen CO2pro Jahr eingespart. In Kürze wird der finale Anschluss hergestellt. Dann wird auf dem Musikbunker-Dach Strom erzeugt.

Über das System einer „regionalen Direktvermarktung“ wird der regenerativ erzeugte Strom, der über Anlagen wie nun auf dem Musikbunker-Dach bei Tageslicht kontinuierlich fließt, stets dorthin „geleitet“, wo er gebraucht wird. So können zum Beispiel am Ende auch Verkehrsampeln oder andere Gebäude der Stadt mit Strom vom Musikbunker versorgt werden. Die Idee zur regionalen Direktvermarktung ist vom Gebäudemanagement entwickelt worden. Sie ist vor allem ein äußerst wirtschaftliches System und optimal für die CO2-Bilanz der Stadt. Denn: Der Strom, der vor Ort regional produziert wird, bleibt in Aachen. Mittlerweile interessieren sich sogar andere Kommunen in Deutschland für das Aachener System.

Was sind die Ziele?

Das Ziel der Stadt lautet: In den kommenden drei bis vier Jahren sollen auf allen geeigneten Dächern kommunaler Gebäude Photovoltaikanlagen installiert und selbst betrieben werden, um so den Strom in Form der regionalen Direktvermarktung zu nutzen. 

Eine Analyse belegt nämlich: Die Stadt könnte in naher Zukunft eine Leistung von 14.000 kWpeak ermöglichen. Dies entspricht angeblich einer jährlichen Stromproduktion von 12.500 Megawattstunden (MWh). Damit würden 5600 Tonnen CO2  eingespart! Zum Vergleich: Der Stromverbrauch aller städtischen Gebäude liegt bei rund 24.000 MWh pro Jahr. Die Hälfte des kommunalen Stromverbrauchs soll die Stadt also in einigen Jahren über eigene PV-Anlagen abdecken. Allein im Jahr 2025 sollen deshalb weitere 22 PV-Anlagen mit einer Anschlussleistung von circa 1.600 kWpeak auf kommunalen Dächern errichtet werden.

Weitere Infos über die Aktivitäten der Stadt Aachen im Rahmen der Kampagne „Aachen packt die Zukunft an“ auf www.aachenklima.de.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing


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