Mein Freund der Baum . . . steht in Forst

Es gibt Bäume, von denen geht etwas Magisches aus. So einen Baum gibt es auch in Aachen, die „Forster Linde“.

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Diese Linde steht im Ortsteil Forst und ist wohl 1000 Jahre alt. Die „Forster Linde“ war, als sie erstmals in Urkunden erwähnt wurde, eine Gerichtslinde. In ihrem Schatten fanden Gemeindeversammlungen, öffentliche Gerichtstage und angeblich auch Feste statt. Bei Wikipedia gibt es einen aufschlussreichen Text über diese Linde. https://de.wikipedia.org/wiki/Forster_Linde

Sicher war der Platz, wo die Linde steht, auch schon zu Zeiten der alten Germanen ein heiliger Bezirk. Gut, dass offenbar Kaiser Karl keine Kenntnis von dem Baum hatte. Er hätte ihn anzünden lassen, um diesen neumodischen Glauben aus dem Orient (Christentum) durchzusetzen, wie er auch „Irminsul“ niederbrennen ließ, den heiligen Baum der Sachsen. Karl hatte einfach was gegen Andersgläubige.

Die „Forster Linde“ beeindruckt, der Umfang des Stammes misst an der schmalsten Stelle mehr als 10 Meter. Und obwohl Stürme und Blitze den Baum mächtig zerzaust haben, ist er immer noch 23 Meter hoch. Das steht sinngemäß auf einem Hinweisschild in Nähe des Baumes, der heute ein geschütztes Naturdenkmal ist und mit dessen Erhalt und Pflege sich die Stadtverwaltung die größte Mühe macht.

Direkt neben dem Baum befindet sich ein uraltes Häuschen, ein Schöffenhaus, in dem vor mehreren hundert Jahren Gerichtsverhandlungen stattfanden. Zwei Gefängniszellen und die Wohnung des Gerichtsdieners gibt es ebenfalls in dem Häuschen. Alles muss winzig sein, man kann es aber leider nicht betreten. In der Nähe ist eine alte Gemarkungsbezeichnung, die Galgenplai lautet.

Klar, dass neben die Linde in alter Zeit eine katholische Kirche gebaut wurde. Auch das, so vermute ich, um den Leuten den neuen monotheistischen, schwerst patriarchalischen, körperfeindlichen Glauben leichter aufzwingen zu können.  GOTT sei dank musste sich die Kirche dann doch in den letzten Jahrzehnten ein wenig wandeln, sonst wäre sie wohl aus unseren Breitengraden verschwunden.

Zum Weiterlesen s.  https://de.wikipedia.org/wiki/Baumkult

Moderne Heimatpflege ist online: http://unser-aachen.eu/das-ding-unter-der-linde/

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Auch Kleinkindbetreuung sollte gerecht bezahlt werden

 

Protest der Tagesmütter und Mütter vor dem Rathaus. Foto: Tagesmutter

Protest der Tagesmütter und Mütter vor dem Rathaus. Foto: Tagesmutter

Es war kalt, es regnete, Sturmböen fegten über den Markt und es war Aschermittwoch: Eine Handvoll Tagesmütter, Mütter und Kleinkinder hatte sich gestern vor dem Rathaus zu einer Mahnwache eingefunden.

Der Grund für ihren anhaltenden Protest ist die mangelhafte finanzielle Ausstattung der Tagesmütter und -väter. Tagespflegepersonen sind für die Stadt Aachen im Einsatz, damit der Oberbürgermeister (OB) seiner Pflicht nachkommen kann und einer gewissen Zahl an (berufstätigen) Eltern einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind zur Verfügung stellen kann. Dazu ist er – wie erwähnt – verpflichtet.

Die Dienste nimmt der OB gern in Anspruch, anständig bezahlen will er sie nicht. Den Eindruck haben jedenfalls die Betroffenen und die Eltern der Kleinkinder. Wenn zum Beispiel ein Kind ein paar Tage länger nicht zur Tagespflege gebracht wird, gibt es für die Tagespflegeperson kein Geld mehr. So als würde die Erzieherin in der Kita weniger Geld bekommen, wenn ein Kind eine Weile nicht in den Kindergarten kommen kann.

Dazu muss man die Abläufe in einer Familie kennen: Wenn z. B. Vater oder Mutter freie Tage haben, wollen sie fast immer das Kleinkind gern bei sich behalten. Auch im Urlaub wollen sie es mitnehmen, und wenn die Oma zu Besuch kommt, bleibt es vielleicht auch mal einen Tag oder zwei zu Hause. Schon bald ist dann das Kind zu lange weg von der Tagesmutter, die merkt das prompt auf ihren Konto.

Der bürokratische Aufwand, den die Tagespflegepersonen neuerdings betreiben müssen, ist im übrigen so gewaltig, dass ich hier mit der Schilderung niemanden langweilen oder Kopfschmerzen zufügen möchte. Unvorstellbar. Wer hat sich so etwas ausgedacht?

Übrigens: Der Protest dauerte nur kurz, aus dem Rathaus ließ sich derweil niemand auf dem Marktplatz blicken.

(Bitte schaut heute in eure „Aachener Nachrichten“. Da ist die Problematik viel besser erklärt, als ich das hier machen kann.)

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Bäume und Kino: Plötzlich muss es schnell gehen

Die Elisabethstraße in Aachen. Ein Abrissbagger leistet ganze Arbeit.

Die Elisabethstraße im Zentrum von Aachen: Ein Abrissbagger leistet derzeit ganze Arbeit.

Von wegen: nach Karneval! Genau über Karneval wird ein altes Kino in Aachen abgerissen. Dem Elysée rückt derzeit ein Bagger an der Rückfront zuleibe. Diese Straße (s. Foto oben vom 24. 02.) werdet ihr bald nicht mehr wiedererkennen.

Müssen Bäume oder ein Gebäude fallen, so geschieht dies oft – sofern die Angelegenheit umstritten ist – über Weihnachten, über Karneval oder wenn gerade eine Fußballweltmeisterschaft ihre spannende Phase erreicht. Vorne stürmen die Jecken das Rathaus, hinten setzen die Arbeiter die Abrissbirne/Kettensäge ein.

Wie dem auch sei. Wenn etwas Neues entstehen soll, muss eben etwas Altes zerstört werden. So auch beim Aufstellen von Windrädern. Um sieben überdimensionierte Windräder (200 Meter hoch) im Wald von Aachen zu errichten, werden derzeit 10.000 Bäume (hauptsächlich Fichten) gefällt. 60 Jahre lang gewachsen, in 2 Minuten niedergelegt und von allen Ästen befreit. Die örtliche Presse berichtet ausführlich. Eifelon.de kommentiert hier.

Wie hier schon öfter mitgeteilt, muss das Elysée-Kino einem Hotel (Motel One, 270 Zimmer, 7 Etagen) weichen. Insgesamt soll das Areal  3400 Quadratmetern groß sein, das frei wird und auf dem außer dem Hotel u. a. noch ein Appartementhaus für 85 Studierende hochgezogen wird. Zwei Aachener Architekturbüros haben die Pläne erstellt.

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Lila Gebäude an der Krefelder Straße

 

Krefelder Straße/Merowingerstraße: ein Gebäude in Lila.

Krefelder Straße/Merowingerstraße: ein Gebäude in Lila.

Huch, da steht ein Bauwerk und das ist lila. War das nicht so geplant, dass das Gebäude pink gestrichen werden sollte?

Egal, jetzt zieht es krass die Blicke aller auf sich, die die Krefelder Straße (Aachen) runterfahren. Nach den grauen Bauten an der Kronprinzenstraße jetzt also Lila. Ist das nicht ein bisschen dunkel? Aber okay, Lila ist besser als Grau. Und im Gegensatz zu den grauen Gebäuden zwischen Adalbertsteinweg und Frankenberger Viertel handelt es sich hier (s. Foto) um ein Hotel (3 Sterne).

22 Millionen Euro soll es gekostet haben, noch diesen Sommer sollen die ersten Gäste dort übernachten. Das Haus hat 5 Stockwerke, soweit  ich sehe. 164 Zimmer waren geplant, dazu eine Tiefgarage und ein feiner Wellness-Bereich. Nebenan wird übrigens ein Wohngebäude errichtet mit 34 Wohnungen, wenn sich an den Plänen von 2015 nichts geändert hat.

Das Hotel ist ein Haus der Kette „Hampton by Hilton“, als Architekten zeichnen Benthem/Crouwel (Amsterdam) verantwortlich. Man kann sich wirklich freuen, dass Aachen bald hotelmäßig gut ausgestattet sein wird.

 

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Abriss beginnt nach Karneval

Hier werden 3 Gebäude abgerissen und ein Hotel gebaut. Die Dreiteilung der Fassade soll erhalten bleiben.

Hier werden 3 Gebäude abgerissen und ein Hotel gebaut. Die Dreiteilung der Fassade soll erhalten bleiben.  Foto: Archiv

Drei Gebäude in Aachens Innenstadt werden abgerissen, ein neues wird hochgezogen. Schräg gegenüber vom Stadttheater, an denkbar prominentem Ort sozusagen, wird ein neues Hotel (270 Zimmer) errichtet. Für das Projekt verantwortlich zeichnet die Landmarken AG, also Entwickler Norbert Hermanns.

Die Häuserzeile sieht schon lange wenig repräsentativ aus. Und Hotels kann Aachen gut gebrauchen: Die Zahl der Übernachtungsgäste steigt und steigt. Es soll dem Vernehmen nach direkt nach Karneval mit den Abrissarbeiten begonnen werden, und zwar von der Elisabethstraße aus. Die Anwohner werden nicht zu beneiden sein.

Errichtet wird nicht nur ein 8-stöckiges Hotel der Kette „Motel one“, es werden auf dem Areal auch ein Studenten-Appartementhaus und Büroflächen entstehen. Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn nicht die Fassade des alten Elysée-Kinos ebenfalls dran glauben müsste. Zugesagt wurde lediglich, dass die Wellenform in der neuen Fassade aufgegriffen wird. Das müssen wir abwarten.

Ein halbes Jahr, so schätze ich, werden die Abrissarbeiten zwischen Kapuzinergraben, Elisabethstraße und Kleinmaschierstraße wohl dauern. Das Gebäude der Dresdener Bank (Kapuzinergraben) soll in das Ensemble einbezogen werden.

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„Kanal Trivial“ fragt nach dem Geld

Marc Teuku (Wort) und Andreas Müller (Bild und Ton) machen in Aachen den „Kanal Trivial“, und mit dem sind sie jetzt bei Folge 12 angekommen. Sehr toll. Sie haben sich mit der Kämmerin der Stadt Aachen getroffen und von ihr erfahren, wie es um die Finanzen der Stadt steht.

Es geht – unterhaltsam – um Schulden, Einnahmen und Ausgaben. Schaut es euch an, die Kämmerin ist eine resolute Dame, die – wie ich finde – ganz gut auf die Kasse der Stadt aufpasst. Aachen wirtschaftet sparsam, sollte aber mehr Einnahmen machen. Nur wie? Höhere Gebühren, höhere Gewerbesteuern erheben oder die Leute bei der Grundsteuer abzocken? Eine Bettensteuer für Touristen einführen oder eine Steuer für alle, die mit dem Pkw in die Stadt fahren?

 

Alles keine guten Ideen. Aber zunächst wird ja auch Karneval gefeiert.

Im Krönungssaal ist viel Platz, dahin lädt der Oberbürgermeister am Mittwoch, 22. Februar, zum „närrischen Rat“ ein. Ab 18.11 Uhr wird gefeiert, der Eintritt ist frei. Die Hauptakteure werden neben den Größen des Öcher Fastelovvends die Damen und Herren Ratsvertreter sein. SPD und CDU, Grüne, Linke und auch die FDP haben Programmpunkte vorbereitet. Auch wenn man nichts versteht: Den wunderschönen, imposanten Krönungssaal zu erleben, das allein ist schon einen Besuch im Rathaus wert.

Also dann: Man sieht sich.

 

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Aachen braucht Plätze für die U3-Kinder

In der Mataréstraße entsteht eine Kita für Menschen die noch keine 3 Jahre alt sind. Die Plätze werden dringend gebraucht. Aachen erfüllt sein selbst-gesetztes Soll nicht.

In der Mataréstraße entstehen Kitaplätze für Menschen, die noch keine 3 Jahre alt sind (U3). Die Plätze werden dringend gebraucht. Aachen erfüllt sein selbst-gesetztes Soll nicht.

U3 – damit sind Kinder gemeint, die unter 3 Jahre alt sind. Auch für diese ganz Kleinen muss die Stadt Aachen Betreuungsplätze bereithalten. 50 Prozent aller U3-Kinder, so hatte man sich fest vorgenommen, sollten auch einen Platz bekommen. Geschafft wurde das nicht.

44,42 Prozent sind versorgt. Und viele Eltern äußern erst gar nicht den Wunsch nach einem Platz für ihr Kind, weil sie dann am anderen Ende der Stadt irgendwo vielleicht was angeboten bekommen, was ihnen nicht zumutbar erscheint. So helfen sie sich privat weiter, wenn aus Geldmangel Vater und Mutter, also beide, arbeiten müssen. Nebenbei gesagt: Das MÜSSEN bedauerlicherweise viele.

Der Neubau einer Kita dauert vier Jahre und ist sehr teuer, so wurde jetzt im zuständigen Ausschuss mitgeteilt. Und vom Brandschutz bis zu den Hygienevorschriften gebe es außergewöhnlich viel zu beachten. Auch wurden schon Plätze für Über-3-Jährige in solche für U3-Kinder umgewandelt. Endlos ist das aber nicht machbar, die Grenze ist erreicht.

So könnte die Stadtverwaltung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze auf Tagespflegepersonen (früher Tagesmütter genannt) zurückgreifen. Die sind gut ausgebildet, stellen ihre eigene Wohnung zur Verfügung, sind flexibel und hochmotiviert . . . wenn man sie denn einigermaßen korrekt bezahlt, mitsamt Urlaub, Krankheitstagen und Weiterbezahlung, falls das Kind mal ausnahmsweise nicht gebracht wird.

Doch daran fehlt es in Aachen auf ganzer Linie. Die Tagespflegepersonen haben sogar vor Gericht bescheinigt bekommen, dass sie von der Stadt nicht gerecht bezahlt werden. Die Finanzierung wurde umorganisiert – mit keinem Erfolg. Wer hat da noch Lust, Tagesmutter oder -vater zu werden?

Jetzt bin ich gespannt, wie Aachen kinderfreundlich bleiben will und die Versorgung der U3-Menschen geregelt bekommt.

Es sieht nicht gut aus.

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Win Braun geht

Liebe Leute,

alles deutet darauf hin, dass der Künstler Win Braun im Sterben liegt . . .

Das ist wirklich unendlich traurig, denn dass Win Braun in seinem Heimatort Breinig seine farbenfrohen, wilden Bilder malt und malt ohne Ende, Reden schwingt und säuft und raucht und Ausstellungen eröffnet . . . das würde sich niemals ändern, dachte ich.

Falsch gedacht, er geht, und wir werden ihm alle folgen, früher oder später. Wie traurig ist das denn! Von ihm bleiben die Bilder, so viele Bilder. Ich hatte auch eins, es hing an meinem Arbeitsplatz und ist mir weggekommen. Aber das ist kein Unglück, denn Win Brauns Bilder sind in so vielen Häusern, ich werde sie immer wieder sehen, man kommt nicht daran vorbei und das ist doch tröstlich.

In den letzten Jahren habe ich Win aus den Augen verloren. Ich lese aber, dass er gut betreut wurde und seine letzte Zeit keine schlimme Zeit für ihn gewesen ist. Danke Win, für all die Bilder, die du uns um die Ohren gehauen hast. Es hat so unendlich viel Spaß gemacht, dich zu kennen.

Margret Vallot

Ein Video „Die letzte Ausstellung“. 

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Musikfest der StädteRegion in Gefahr?

Heute habe ich mich auf die nächste Sitzung des Kultur- und Tourismusausschuss der StädteRegion vorbereitet und war überrascht. Es gab allerhand zu lesen, wie immer. Und ich glaube, den Vorlagen für den kommenden Tourismus- und Kulturausschuss am Mittwoch (15. 02., 17 Uhr, Mediensaal, Zollernstraße, Gäste willkommen) entnehmen zu können, dass das Musikfest der Städteregion nur knapp dem Sparwahn entkommen ist.

An diesem Musikfest hängt die ganz Eifel mit Herzblut. Also jedenfalls alle Eifeler, die ich kenne, und das sind nicht gerade wenige. Das Fest findet immer im Sommer statt, immer in einem anderen Dorf, diverse Orchester treffen sich und üben vorher wochenlang. Es ist Kultur pur, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt, aufeinander achten und zusammenwirken beibringt.

Ein besseres Hobby kann man Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen fast nicht empfehlen. Die StädteRegion unterstützt das Musikfest seit Jahren mit 4000 Euro plus 100 Euro für jeden teilnehmenden Verein. Es nehmen zwischen 10 und 20 Vereine teil. Das Fest gibt es schon seit etwa 60 Jahren, früher hieß es Kreismusikfest.

Hier ein Video, das ich im Netz gefunden habe, vom Fest von 2013:
https://www.youtube.com/watch?v=-C7f5gmLm_0

Es ist natürlich nicht jedermanns Lieblingsmusik, aber die Musik vieler Eifeler, die mit Begeisterung teils seit Jahren immer zu den Proben rennen. Neulich waren diese Leute geschockt, dass ihr Musikfest platt gemacht werden soll. Anfangs hatte es nämlich noch geheißen, das Fest müsse ganz ausfallen. Es sei dafür kein Geld da.

Derzeit stellt sich mir die Sache so dar, als würde das Fest weniger Zuschüsse bekommen, es wird deshalb verändert und bekommt ein wenig den Charakter einer Bildungsveranstaltung. Wenn man bedenkt, was alles bei Baumaßnahmen rausgehauen wird an Geld. . .  Und was für Radwege ausgegeben wird. . .  Auf die kommende Sitzung bin ich gespannt.

Hier noch ein typisches Eifeler Orchester. Ihr erkennt, wie wertvoll den Leuten ihre Musik ist.     www.lyra-hoefen.de

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Im Fokus: Das Wohnen und die Mobilität in Aachen

Neue Wohnungen in Aachen, hier Mataréstraße. Die Stadt kann viel tun um mehr Wohnungsbau in Aachen möglich zu machen. Dabei greift sie regulierend in den Markt ein. Das mag nicht jeder.

Neue Wohnungen entstehen in Aachen, hier Mataréstraße. Die Stadt kann viel tun um mehr Wohnungsbau möglich zu machen. Dabei greift sie regulierend in den Markt ein. Das mag nicht jeder.   Foto: September 2016

Wir sind mitten in der 5. Jahreszeit. Die meisten Kommunalpolitiker sind wahrscheinlich (mehr oder weniger) Lokalpatrioten und stürzen sich mit Mann und Maus ins heimische Brauchtum (hier: Karneval). So kommt die Politik fast gänzlich zum Erliegen, es finden nur zwei Ausschüsse statt. Beide allerdings mit wichtigen Themen.

In Zeiten von Wohnungsnot ist EIN Ausschuss von besonderer Bedeutung: der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss (Die., 14. 02., 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschietor, Lagerhausstraße). Dort geht es unter Punkt Ö 3 um den Mietspiegel.

Was ist ein Mietspiegel? Der Mietspiegel bietet eine Übersicht über die in Aachen üblichen Mieten (im frei finanzierten Wohnungsbau). Er wird zusammengestellt mit Daten vom Verein „Haus und Grund“ (Hauseigentümer) und vom Mieterschutzverein. So etwa 10.000 Daten werden zur Verfügung gestellt, aus denen dann eine Durchschnittsmiete ermittelt wird, die gültig ist, an der sich alle orientieren müssen und die nicht erheblich überschritten werden darf. Das Verfahren hat Mängel, und dauernd treffen sich deshalb irgendwelche Mieter/Vermieter-Parteien vor Gericht. Jetzt soll die Stadtverwaltung (von den Politikern beauftragt) Vorbereitungen treffen für einen deutlich korrekteren, nachvollziehbareren und ausführlicheren Mietspiegel.

So ein qualifizierter Mietspiegel muss „nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen“ erstellt werden, und er muss natürlich von allen Betroffenen und von der Stadtverwaltung anerkannt werden. Die Daten müssen repräsentativ sein. Dazu müssen dann umfangreiche Dokumentationen geführt werden. Ganz schön viel Arbeit (und Kosten: 200.000 Euro) für die Verwaltung mal wieder.

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Nächster Punkt in diesem Ausschuss: die Wohnraumschutz-Satzung. Damit kann man die Zweckentfremdung von Wohnungen untersagen oder bestrafen. Vermieter dürfen dann z. B. ihre Wohnungen nicht mehr monatelang leerstehten lassen, sie dürfen nicht mehr gezielt Leerstand produzieren und sie dürfen keine Wohnungen in Ferienwohnungen umwandeln. Hier lesen.

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Schließlich wird noch ein Antrag zur Bodenvorratspolitik diskutiert, und es wird ein Antrag zur Präzisierung der „Quote für öffentlich geförderten Wohnungsbau“ behandelt. Bei der Bodenvorratspolitik nimmt die Stadtverwaltung Einfluss auf die Menge an Grundstücken, die es in Aachen für Wohnungen und Gewerbe gibt. Die Verwaltung teilt in ihrer Vorlage mit: „Grundsätzlich ist Stadtentwicklung ohne Grundstücke nicht möglich, steigende Wohn- und Immobilienpreise sind direkte Folge hoher und steigender Bodenpreise. Durch bodenpolitische Aktivitäten der Kommune ist der Bodenmarkt beeinflussbar. Wesentliche Vorteile einer aktiven Bodenvorratspolitik:

1. Die Implementierung der Flächen in ein passendes Bebauungsplanverfahren ist gewährleistet.
2. Bodenspekulation ist nicht möglich.
3. Planungsbedingte Bodenwertsteigerungen verbleiben bei der Gemeinde.
4. Die Kommunen haben erheblichen Einfluss auf das Bodenpreisniveau und seine Entwicklung.
5. Bei der Grundstücksvergabe können wohnungspolitische Ziele optimal umgesetzt werden.“
Hier die Vorlage zu dem Thema: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16270

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Beim Mobilitätsausschuss (Do., 16. 02., 17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße) geht es unter anderem um die Ermittlung der Verkehrssituation am „Aquis Plaza“, wo nicht alles rund läuft. Es geht sodann um die wegweisende Beschilderung des Radverkehrsnetzes der Stadt Aachen und um den Baubeschluss für die Erneuerung des Gasborn nachdem die Stawag dort gearbeitet hat.

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