Aachen am Abend

Hier ist um 22 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße. In wenigen Wochen wird das ganz anders sein. Da werden wieder die Nachtschwärmer die Innenstadt bevölkern.

Hier ist um 22 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße. In wenigen Wochen wird das ganz anders sein. Da werden wieder die Nachtschwärmer die Innenstadt bevölkern. Und ein Magnolienbaum wird blühen und 1000fach fotografiert werden.

 

Rund um den Dom, das architektonische Zentrum der Stadt, herrscht angenehme Ruhe. Nur die Schritte einer "Spätheimkehrerin" hallen ein wenig.

Rund um den Dom, das architektonische Zentrum der Stadt, herrscht abends angenehme Ruhe. Nur die Schritte einer „Spätheimkehrerin“ hallen ein wenig.

 

Am Fischmarkt angekommen.

Am Fischmarkt angekommen. Wer seine Wohngegend auch am Abend interessant findet, kann sich freuen. Wer nicht, muss in die Innenstadt von Aachen oder Monschau ziehen. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Drei Anmerkungen

Es schrieb: Dr. Heiner Berger (CDU), Ex-Oberstadtdirektor der Stadt Aachen (in der Zeit, als der Oberbürgermeister noch fast nichts zu sagen hatte) zum plötzlichen Abgang von Brigitte Franzen, der Chefin des Ludwig Forums:
 
„Fürwahr, es gibt noch tätige Nächstenliebe sogar unter Institutionen. Diese Deutung der beruflichen Karriere der Direktorin des Ludwigforums, die zur benachbarten Ludwigstiftung wechselt, ist ebenso plausibel wie die Vermutung, sie habe ein Angebot angenommen, zu dem sie nicht nein sagen konnte.“         (auf FACEBOOK)
 
*
 
 
Es schrieb: Armin Laschet, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von NRW, zu TTIP: (auf TWITTER) 
 

 

Und ein Dietmar Lux (9 Follower) trompetete auf TWITTER gleich hinterher: „Richtig so – Ein Vorteil für unser Land“

*

 

Es schrieb am 20. Februar: Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel in seiner täglichen Kolumne „Checkpoint“: 

„Am 11. Februar wurde im Auftrag von Senat und Berlin Partner eine Olympia-Anzeige im Tagesspiegel gebucht, die eine Woche später erscheinen sollte. 
Am 12. Februar wurde im Tagesspiegel der Senat für die Besetzung des Bürgerforums Olympia kritisiert
Am 13. Februar wurde die Anzeige storniert
Am 17. Februar erschien die Anzeige in vier von fünf großen Tageszeitungen Berlins.“ 
 
Dann fragte der Abgeordnete Klaus Lederer den Regierenden Bürgermeister im Parlament, wer nach welchen Kriterien über die Anzeigenschaltung entschieden hat. Antwort Müller: „Es gibt kein Belohn- oder Bestrafungssystem.
 
 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

OpenSource-Software einsetzen und sparen

Die Fraktion Freie Wähler/Piraten im Parlament des Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat einen äußerst kreativen Sparvorschlag gemacht. Konkret wurden ein Antrag formuliert und danach eine Pressemitteilung verfasst. Es geht um OpenSource-Software, durch deren Einsatz sich erhebliche Summen  sparen lassen. Lest hier die PM im Wortlaut: 

Noch immer hat Microsoft die Nase vorn, wenn es darum geht, welche Software auf dem Rechner genutzt wird, sei es privat oder im Betrieb. Auch der LVR setzt auf die kostenpflichtigen Produkte von Microsoft. Dass es auch eine kostengünstigere Lösung gibt, die dabei zusätzlich die individuellen Anforderungen der Nutzerin und des Nutzers berücksichtigt, zeigte vor zehn Jahren die Stadt München, als sie unter dem Namen LiMux – eine Zusammensetzung der Worte Linux und München – in der Verwaltung OpenSource-Software einführte.

Die Stadt München rechnet vor, dass sie durch das Projekt LiMux 10 Millionen Euro eingespart habe, die sie ansonsten für Lizenzen der Microsoft-Produkte hätte ausgeben müssen.

Die erfolgreiche Umstellung auf OpenSource-Software in München ist beispielhaft, findet die Fraktion FREIE WÄHLER/ Piraten. Daher beauftragt sie die Verwaltung des LVR, zunächst die Kosten für die Microsoft-Lizenzen des LVR in den vergangenen fünf Jahren darzulegen, um im nächsten Schritt einen Umstieg der EDV des LVR auf OpenSource-Software zu prüfen.

„Wir gehen davon aus, dass es mit einer Umstellung auf OpenSource-Software zu erheblichen Kosteneinsparungen kommen wird“, so Kai Hemsteeg stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Neben dem wichtigen Punkt der Kostenersparnis steht OpenSource, wie der Name schon sagt, für Software mit offenliegendem Quelltext. So ist es jeder Nutzerin und jedem Nutzer erlaubt, die Software den eigenen Ansprüchen gemäß zu verändern sowie weiterzugeben.

Für die InfoKom, das ist der IT-Service des LVR (395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), böte dies den Vorteil, völlig eigenständig Erweiterungen und Anpassungen der Software vornehmen und so dem LVR geradezu maßgeschneiderte Software bereitstellen zu können.

*

INFO:
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 17.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland.

Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Förderschulen, zehn Kliniken und drei Netze Heilpädagogischer Hilfen sowie elf Museen und vielfältige Kultureinrichtungen. Er engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen.

Der LVR lässt sich dabei von seinem Motto „Qualität für Menschen“ leiten. Die 13 kreisfreien Städte, 12 Kreise und die StädteRegion Aachen im Rheinland sind die Mitgliedskörperschaften. Sie tragen und finanzieren den LVR, dessen Arbeit von der Landschaftsversammlung Rheinland mit 128 Mitgliedern aus den rheinischen Kommunen gestaltet wird.

Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu OpenSource

Kompetenzzentrum OpenSouce der Bundesstelle für Informationstechnik

Fragen und Antworten zu OpenSource Software

Was das Fraunhofer IAO zu OpenSource meint

LiMux

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Abzocke . . . und das Staunen am Gleis

Abzocke: 1- und 2-Cent-Münzen habe ich gesammelt, weil sie schwer sind und mir die Geldbörse zerbeulen. Insgesamt waren es 10,48 Euro, mit denen ich zur Sparkasse ging und um Einwechslung bat.

„Können wir machen, kostet aber 4,50 Euro“, musste ich hören. Ich regte mich ein bisschen auf, die Dame schaute peinlich berührt, und sagte, es müsse neuerdings jede Münze auf Echtheit überprüft werden. (In Handarbeit?)

Was blieb mir anderes übrig? 10,48 Euro eingezahlt und nur 5,98 Euro auf dem Konto gutgeschrieben bekommen. Das nenn ich . . . s. oben.

*

Für Piraten: Die VHS und das Büro für Ehrenamt in Aachen bieten einen Workshop zum Thema „Kommunikation im Ehrenamt“ an. Unter dem Motto „Gespräche führen – erfolgreich kommunizieren“ erarbeitet eine Trainerin für Gesprächsführung anhand konkreter Übungen mögliche Reaktionsformen und geht der Frage nach „Was möchte mein Gegenüber jetzt von mir?“ Die Pressestelle der Stadt schreibt: „In diesem Seminar lernen Sie, die Bedeutung von Aussagen besser zu verstehen und bekommen ein praktisches Werkzeug an die Hand, schwierige Gesprächssituationen einfacher zu meistern.“

Samstag, 7. März, 10 bis 17 Uhr in der VHS, Peterstraße, Raum 313. Gebühr 40 Euro. Kostenfrei für Inhaber/innen des Aachener Ehrenamtspasses. Anmeldung  unter Tel.: 0241-4792-111. Seminar (03042)

*

Kunst begegnen: Die Malerin Johanna Buchholz stellt aus. Und zwar auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Ortsverein West, im AWO-Begegnungszentrum Preuswald, Reimser Straße 84. Zu sehen sind ihre

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Arbeiten noch bis 15. Mai. Mir haben ihre Bilder immer sehr gefallen, und seit Juli 1983 hängt eins bei mir in der Wohnung (s. Foto). „Ästhetik im sozialen Raum“ heißt die Ausstellung in Preuswald. Johanna Buchholz hat sich unter anderem von einer italienischen Landschaft inspirieren lassen, die Künstlerin lebt in Belgien und in Italien.

*

Mind The Gap: Morgen befassen sich Politiker mit dem Bahnhof von Eilendorf. Ja, doch, Eilendorf hat tatsächlich einen „Bahnhof“. Es sind aber nur zwei Bahnsteige. Ich bin dort sogar mal aus dem Zug gestiegen, war dann sehr allein. Aber das kann sich ja geändert haben. Die CDU kam schon 2012 mit der Idee um die Ecke, der Bahnhof könnte für mehrere Millionen Euro attraktiver gemacht werden. Und gefördert werden könnte alles über das EU-Projekt Citizens Rail.

Ein niederländisches Unternehmen hat 2013 eine Machbarkeits-Studie angefertigt. Ergebnis: Umbau ist machbar. Die Niederländer schlagen 4 Varianten vor, die auch morgen im Ausschuss dargestellt werden (18 Uhr, Bezirksamt, Heinrich-Thomas-Platz 1 ).

Weil man an dem Umbau irgendwie auch die Bevölkerung beteiligen wollte, wurden im Juni 2014 in Eilendorf 15.000 Flyer mit Fragen verschickt. Nur 101 Fragebögen wurden ausgefüllt.  Die Bürgerversammlung sei aber gut besucht gewesen, heißt es, einen Tunnel (Variante 3 und 4) hätten die Bürger allerdings nicht gewollt. Klar, wer geht schon gern freiwillig unter die Erde?

Was die Bürger am liebsten wollten: Günstigere Fahrpreise. So steht es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung, die jeder im Netz einsehen kann (bitte selber nachschauen). Das ganze Projekt wird schätzungsweise zwischen 4 und 6 Millionen Euro kosten. Selbstverständlich gehört zu dem Ganzen auch eine Videoüberwachung, denn es erhöht das Sicherheitsgefühl wenn ich weiß, ich kann mir nach einem Überfall die Maskierten und mich im Fernsehen ansehen (Ironie aus).
Das Tollste kommt aber noch: Eine Variante, die Chancen hat, sieht zwei Fahrstühle vor. Fahrstühle! Wie man sie schon in Stolberg und in Düren am dortigen Hauptbahnhof immer und ewig defekt vorfindet.
Schade fürs Geld, aber es ist ja von der EU und muss wohl verbraten werden.  Wenn nur wenigstens eine attraktive Lösung vorhanden wäre!
Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Die Studierenden und drei Ehrungen

Starteten zum Rundgang durch das Frankenberger Viertel: eine große Gruppe mit Dr. Holger Dux. Foto: Henning Brinkmann

Starteten in der Zollernstraße zum Rundgang durch das Frankenberger Viertel: eine Gruppe mit Dr. Holger Dux.                  Fotos: Henning Brinkmann

Tolle Sache: In eisiger Kälte und bei Regen haben jetzt Aachener einen geführten Spaziergang durch das Frankenberger Viertel gestartet. Eingeladen hatte die Volkshochschule. Dr. Holger Dux hatte so viel zu berichten, dass man es vom Haus der Städteregion in der Zollernstraße nur bis zur Burg Frankenberg schaffte. Die Führung dauerte zwei Stunden, die sich aber gelohnt haben. Der Regen ließ später ganz nach.

Im Herbst soll es eine weitere Führung geben. Dieses Gebäude (s. Foto links) frankenberg_05wurde unter anderem ausführlich betrachtet. Es wurde von Eduard Linse entworfen, der auch die Villa Casalette entworfen hat, in der sich das Suermondt-Ludwig-Museum befindet. Das hier abgebildete Haus war Linses eigenes Wohn- und Atelierhaus in der Bismarckstraße 65.

Die geführte Gruppe war recht groß, doch der Referent konnte laut sprechen, so dass niemand etwas verpasste.

*

Verhunzte Sprache: Die Hochschule ist eine kleine Stadt für sich – mit Heerscharen von Studenten und einer übersichtlichen Schar von Dozenten. Aber halt: Die jüngeren Mitglieder der Hochschul-Gemeinde soll man „Studierende“ nennen. Der akademische Nachwuchs heißt nicht mehr Student oder Studentin, es ist ein Studierender oder eine Studierende. Dabei glaubt man, ein Problem zu lösen, das nur bei oberflächlicher Betrachtung existiert. Das Wort „Studierende“ soll die Menschen geschlechtsneutral stellen, so will es die Landesregierung. Und das Studentenwerk soll sich ab Herbst auch in Aachen in „Studierendenwerk“ umbenennen. Die „Studentenwohnanlage“ wird dann wohl bald eine Studierendenwohnanlage. Lauter Wortungetüme.

Kaum jemand scheint noch zu wissen: Der Begriff der lateinischen „studentes“ umfasst Männer und Frauen gleichermaßen. Der Begriff vereint alle, die sich „um etwas bemühen“ und „streben, trachten, suchen“, um sich fortzubilden. Er ist schon geschlechtsneutral und braucht gar nicht ersetzt zu werden.

Als „Studierende“ wird die Menschengruppe allein nach dem Vollzug der Tätigkeit benannt, die sie auf unterster Ebene auszeichnet. Analog werden wohl bald die Wähler in die Wählenden umbenannt, die Bewohner in die Bewohnenden und so immer weiter.

*
Kleine Sensation: In Euskirchen hat ein Mann mit türkischen Wurzeln das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Der dortige Landrat überreichte es. Hat man von derartigem jemals gehört? Ich nicht. Naci Sahin (gesprochen: Schein) hat sich jahrzehntelang für die Integration seiner türkischen Mitbürger und Mitbürgerinnen engagiert. Der Mann ist eine Institution in Euskirchen, als „türkischer Bürgermeister“ bekannt. Sahin kam 1972 nach Deutschland, 2005 erwarb er den deutschen Pass, er arbeitete von 1990 bis 2007 als Erzieher in einer Jugendeinrichtung, im Ausländerbeirat war er Vorsitzender.

Es ist wichtig, dass in den Gremien, auch in denen des LVR, ausländische Mitbürger mitarbeiten dürfen. Es ist wichtig, dass sie dazu dezidiert eingeladen werden. Auch Sahin war in Fachausschüssen tätig und konnte sein Wissen an die türkische Gemeinde weiterreichen.

*

90 Jahre alt: Am kommenden Donnerstag gibt es im Weißen Saal des

Blick in den Weißen Saal, wo Empfänge stattfinden.

Blick in den Weißen Saal, wo Empfänge stattfinden.

Aachener Rathauses einen Empfang. Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) ehrt ab 13 Uhr Professor Dr. Waltraud Kruse (CDU), die 90 Jahre alt wird. Waltraud Kruse war in Aachen Bürgermeisterin und ist Ehrenringträgerin.

Heute, Montag, gibt es ebenfalls einen Empfang. Der Oberbürgermeister trifft die Ladies in Black. Um 16 Uhr stehen bei ihm die Volleyballerinnen auf der Matte.

*

Mit einem Schweigemarsch haben in Moskau viele tausend Menschen des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow gedacht. Viele hielten Transparente und Plakate mit dem Hinweis „Helden sterben nie“ hoch. Nemzow wurde am Freitag auf einer Moskwa-Brücke in Kreml-Nähe mit vier Schüssen getötet. Auch in Aachen auf dem Markt gab es am Wochenende einen stillen Protest (s. Foto unten).

putin_1

*

Selten erlebt man so etwas Unangemessenes wie im Fall Sebastian Edathy. Der Sozialdemokrat wurde für seine Aktivitäten im Internet mit einer 5000-Euro-Strafe belegt. Eine Farce. Die Summe ist ungeheuerlich, empörend, so niedrig. Ein Schlag ins Gesicht aller, die Opfer von Kinderpornografie wurden.

Und, welch‘ nie gesehene Frechheit, Edathy hat gleich nach dem Urteil großkotzig behauptet, ein Geständnis liege nicht vor. Dabei hatte er gerade erst vor dem Richter erklärt: Die Vorwürfe treffen zu. Ich habe mir auf dem Dienst-Laptop Kinderpornografie bestellt.

Wir haben es mit einem raffiniert angelegten Lügenstück zu tun, vor Gericht und im Untersuchungsausschuss des Bundestages, wo eine Parteifreundin von Edathy den Vorsitze innehat. Da bekommt der Angeklagte Zeit, „zufällig“ seinen Laptop zu verlieren, da wird anderen „zufällig“ das Handy geklaut. Wer glaubt an diese Zufälle?

Die Edathy-Affaire ist im Grunde eine SPD-Affaire. Höchste SPD-Ämter standen auf dem Spiel, deshalb musste getrickst und gelogen werden, wie es gerade passt. Und das von denjenigen Personen, die die Gesetze machen, nach denen wir uns alle zu richten haben. Warum soll man diese Leute noch wählen?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Patenprojekt für junge Flüchtlinge vor dem Aus. Folge VII

Die beiden Sozialpädagoginnen Sarah Ulbrich und Carla Rodrigues haben das Projekt aufgebaut und schon für rund 50 Flüchtlinge den passenden Paten gefunden. Den Auswahlprozess haben sie mit Fingerspitzengefühl vollzogen. Ihre 75-Prozent-Stellen sind befristet.

Sarah Ulbrich und Carla Rodrigues haben das Projekt aufgebaut und schon für rund 50 Flüchtlinge die passenden Paten gefunden. Den Auswahlprozess haben sie mit viel Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl vollzogen.

Die Woche ist erst zwei Tage alt, aber ich habe schon so viele schlechte Nachrichten erhalten, dass es für drei Wochen reicht. Die allerschlechteste Nachricht hier: Das Projekt für junge alleinreisende Flüchtlinge vom SKM (das ist ein katholischer Sozialdienst) bekommt kein Geld mehr. Nur noch bis Ende Mai reicht die Finanzierung. Danach wird die EU es nicht mehr unterstützen. Auch das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge kann nicht helfen. Ein schwerer Schlag.

Die jetzt rund 50 Paten werden natürlich ihre Patenkinder weiter betreuen, aber die Beteuung neuer Jugendlicher steht vor dem Aus. Das Projekt ist ein Riesenerfolg, davon sind alle Paten überzeugt. Knapp drei Dutzend trafen sich Montag beim Paten-Stammtisch. Was wir den Jungs schon alles erklärt haben und helfen konnten . . . da staunen wir (in aller Bescheidenheit) selber drüber. Und das soll jetzt nicht ausgedehnt werden? Wer die Situation dieser Jungen kennt, möchte sich lieber nicht vorstellen, was passiert, wenn die in Aachen völlig sich selbst überlassen bleiben.

Ich habe in der Kürze der Zeit noch nicht mitbekommen, wie viel Geld fehlt. Erst meinte ich, 160.000 Euro gehört zu haben. Das war aber falsch. Jetzt denke ich, es war von 60.000 Euro die Rede. Klar ist: Es müssen 2 befristete Stellen (je 75 Prozent) bezahlt werden, Material und ein Büro. Dazu gibt es für die Paten mehrere

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Fortbildungen („Fit für Vielfalt“). Ich werde aber bald genauer berichten. Der SKM hat in finanziellen Dingen volle Transparenz unaufgefordert zugesagt.

Diverse öffentliche „Geldgeber“ wurden sofort, als die Meldung vom Ende der Finanzierung kam, angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Politiker,  Abgeordnete und Unternehmen in Stadt und Land werden Briefe erhalten. Es ist vom SkM an alles gedacht, so hatte ich den Eindruck. Wer in dieser Situation eine zündende Idee hat, wende sich an den SKM, Tel.-Durchwahl 413 55 – 531 in Aachen.

Schaut auch in eure Aachener Tageszeitung. Dort soll ebenfalls in Kürze umfassend informiert werden.

Wer etwas spenden möchte: Pax Bank Aachen, 

IBAN: DE 61370 6019 30000 1501 50, 
BIC: GENODED1PAX 
Verwendungszweck: Aachener Hände. 

————————————

(Wird trotzdem fortgesetzt. Folge VIII ist hier)

Folge VI der Serie über das Patenprojekt für junge Flüchtlinge findet ihr hier 

Video: „Ohne Eltern auf der Flucht“ http://www.ardmediathek.de/tv/Gott-und-die-Welt/Mujib-Ohne-Eltern-auf-der-Flucht/Das-Erste/Video?documentId=26804710&bcastId=2833732

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Aus der Rubrik: „Sparen am falschen Ende“

Mit den Ausstellungen (des Jahres 2015) im KuK in Monschau ist die Städteregion endgültig auf der Überholspur angekommen. Um auch wirklich verstanden zu werden: Die Städteregion zieht mit dem KuK in die Bundesliga, die Liga der absoluten Spitzenvereine ein. Im KuK wird Kunst von so enormer, weltweit anerkannter Qualität präsentiert, wie man sie sonst nur in großen Städten Europas und Amerikas zu sehen bekommt.

Und was macht die Städteregion jetzt, da endlich auch überregionale Medien auf diese Ausstellungs-Stätte und ihr Programm aufmerksam werden? Die Städteregion reduziert das Programm. Das ist kein Witz.

Im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion Aachen, das sich in Monschau befindet, wird in diesem Jahr und 2016 vorzugsweise Fotokunst gezeigt, die nach einhelliger Einschätzung von Experten zum Besten gehört, was es gibt auf der Welt. Gleichzeitig werden der Einrichtung  Mittel und Personal gekürzt.

Im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) wird in 2015 und 2016 vorzugsweise Fotokunst gezeigt, die nach einhelliger Einschätzung von Experten zum Besten gehört, was es gibt. Gleichzeitig werden der Einrichtung Mittel und Personal gekürzt. Im Foto: hauptsächlich Einladungen aus 2014

Geld und Personal sind 2015 so verknappt, dass statt neun (9) nur noch fünf (5)  Ausstellungen stattfinden können, und 2016 sind nurmehr vier (4) Ausstellungen drin. Eine Dummheit und Hornochsigkeit, die ins Guinnessbuch der Rekorde gehört.  Ein Vorgehen, das nicht sehr klug zu sein scheint. Oder ins ehemalige Nachrichtenmagazin „Spiegel“ passt – unter der Überschrift „Wie eine Städteregion ihr eigenes Erfolgsprojekt platt macht“.

In Aachen behaupten Freunde von Kunst und Kultur, Monschau (!) zeige ja kontinuierlich gute Kunst. Das erzählt man sich mit dem Unterton (den ich hier schlecht wiedergeben kann), dass man sich so etwas für Aachen auch vermehrt wünschen würde.

Es mag ja sein, und das kann man auch niemand vorwerfen, dass den  Kommunalpolitikern im Städteregionstag Namen wie Cartier-Bresson und Roger Ballen, Elliott Erwitt und Axl Klein unbekannt sind. Oder Namen wie Ara Güler, Viviana Maier, Jürgen Klauke und Gina Lee Felber. Dann ist es Aufgabe gutgezahlter Kultursachverständiger in den Verwaltungen der Kommunen, Aufgabe der Museumschefs, Ex-Museumschefs, Kulturredakteure und Kuratoren aktiv zu werden. Warum machen die das nicht?

Sicher, es muss überall gespart werden. Aber hier haben wir ein gelebtes Beispiel aus der Rubrik „Sparen am falschen Ende“. Der Ausstellungsmacherin des KuK  werden Geld und Personal reduziert. Dabei schafft sie es seit Jahren, mit einem Etat von sagenhaften 5000 Euro auszukommen, den sie durch Anträge bei der EU, beim Landschaftsverband (und ich weiß nicht, wo noch) sehr clever kräftig hochschraubt.

Symbolbild: Blick auf den Gebäudekomplex der Verwaltung der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Blick auf den Gebäudekomplex der Verwaltung der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Am vergangenen Mittwoch, 18. Februar, wurde das KuK-Ausstellungsprogramm 2015 von Dr. Mika-Helfmeier vorgestellt. Und zwar im zuständigen Ausschuss für Tourismus und Kultur in der Zollernstraße. Seitdem habe ich den Verdacht, dass dort die Politiker, insbesondere die Mehrheit aus CDU und Grünen unter Förderung des Tourismus einzig und allein verstehen: Ausbau von Rad- und Wanderwegen.

Ich habe mich in dem Gremium auch zu einem Wortbeitrag aufgeschwungen und in einer (leider etwas struddeligen Rede) darauf hingewiesen, dass mit der Kunst ein ganz anderer Menschenschlag in die Eifel kommen wird. Mal keine Wanderer oder Fahrradfahrer, sondern Kunstinteressierte. Monschau steht kurz davor, sich für die hiesige Kunstszene als ein „place to be“ in ganz NRW bekannt zu machen. Dem sollte man nicht durch kleinliches Sparen im Wege stehen.

 

———— Anmerkungen ———

Wenn ihr euch mit Kunst nicht auskennt, schaut einfach im Netz nach Vivian Maier, Ara Güler oder Jürgen Klauke. Dann wisst ihr prototypisch, was in Monschau abgeht. Die Güler-Ausstellung wird am kommenden Sonntag, 22. Februar, um 12 Uhr eröffnet. Man sieht sich.

Weil bei den Vernissagen immer so viele Leute erscheinen, dass man fast die Bilder nicht mehr sieht, besuche ich Ausstellungen meistens nicht zur Eröffnung, sondern später. Eine Vernissage ist eigentlich ein gesellschaftliches Ereignis, wo man Leute trifft, mit denen plaudert und hat da auch ihre Berechtigung. Mit der Kunst setzt man sich besser dann auseinander, wenn man nicht abgelenkt werden kann.

Hier wird – aus Gründen – nicht davon ausgegangen, dass dieser Bericht noch irgendetwas bewirken kann.

Das war meine dritte Städteregions-Sitzung des Ausschuss für Tourismus und Kultur ever. Ich bin noch nicht gänzlich mit allen Feinheiten von Tourismus und Kultur in der Städteregion vertraut. Für Infos und Korrekturen benutzt bitte die Kommentarfunktion (s. unten).

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge VI

Mit meinem afghanischen Patenkind gehe ich zur Arbeitsagentur, zur AOK, zum Ausländeramt und zum Jobcenter. Demnächst werde ich seine Lehrerin kennenlernen und einen Sozialarbeiter/Betreuer.

Nach den Behördengängen muss zumindest ich mich erholen, und wir trinken etwas im Café Egmont. Dort kann ich wunderbar die ein oder andere Tageszeitung anschauen. Dem Patenkind zeige ich die Fotos und erkläre ihm, was darauf zu sehen ist. Das Patenkind ist geradezu extrem interessiert.

Ich zeige ein Foto von einem Schiff mit Flüchtlingen. Und das Patenkind weiß: Es kommen auch Menschen „aus Europa nach Deutschland“, aber das sei falsch, in Europa sei nämlich „alles gut“. Es stellt sich raus, dass der Junge wohl etwas von den Roma gehört hat, die aus dem Kosovo zu uns kommen. Er ist überzeugt davon, dass diese Leute hier nichts zu suchen haben.

Ich melde Zweifel an und muss innerlich lachen: Das Patenkind ist wie alle Flüchtlinge. Selbst im gelobten Land angekommen wollen sie nicht, dass weitere hierher kommen. Wie gewisse konservative Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien, die – obwohl einst selbst Flüchtlinge – jetzt keine weiteren hier haben möchten.

*

An einem anderen Tag schauen wir in einer Zeitung ein Foto an, das Neonazis zeigt.
„Was sagen die Neonazis?“, fragt das Patenkind.
„Ausländer raus“, antworte  ich.
Das Patenkind blickt erschrocken, überlegt kurz. „Was sagt Frau Merkel?“, fragt der Junge jetzt.
„Frau Merkel sagt: Die Flüchtlinge sollen bei uns bleiben“, antworte ich.
„Frau Merkel ist wirklich eine gute Frau“, äußert tatsächlich jetzt das Patenkind.

Ich erzähle noch, dass es in Aachen auch Neonazis gibt, 130 sage ich, und dass das Patenkind (165 cm, Kleidergröße S) diesen Leuten nicht mutig entgegentreten, sondern schnellstens weggehen soll, sobald sich diese Leute auch nur in weiter Ferne blicken lassen.

*

An verschiedenen Reaktionen merke ich, dass das Patenkind denkt, ich sei ein Mensch, der viel weiß („Frau Vallot, du weißt alles“) und als Journalistin, die so viel im Internet schreibt, sei ich auch noch sehr mächtig.

Ich arbeite hart daran, diesen Eindruck zu korrigieren. Wir gehen zum Aachener Ausländeramt, ich schau mich suchend um und sage: „Hier. war. ich. noch. nie!“ Das Patenkind schaut erschrocken, schweigt lange . . . und ringt sich dann zu der Frage durch: „Frau Vallot, du warst hier noch nie???

„Nö“, sag ich und schau mich (betont) nochmal um, ob wir wohl richtig sind??? Ich weiß genau, was der Junge denkt, man sieht es ihm förmlich an. Ich bin sehr zufrieden. Ich möchte, dass er sich keine Illusionen macht. Im Leben eines Flüchtlings ist es am besten, wenn man die Dinge klar und unverblümt sieht.

Nach einer Dreiviertelstunde kommen wir dran, ich habe ein Dutzend Fragen auf einen Zettel geschrieben, die Fragen alle gestellt und sehr freundlich Antwort bekommen. Jetzt blicke ich etwas besser durch. Das Patenkind auch.

*

Wir müssen beim Jobcenter warten und nutzen die Zeit zum Lernen. Ich kritzele die Buchstaben BRD auf einen Zettel und frage: „Was bedeuten diese Buchstaben?“ Langes intensives Überlegen. Ich: „Es ist etwas, was du schon kennst.“ Man sieht ihn denken.

Das aufgelöst frage ich: Was bedeuten die Buchstaben „AC“? Wieder keine Ahnung. Ich:  „Es ist etwas, was du sehr magst.“ Das hat er mir schon zweimal gesagt, dass er Aachen schön findet.

Neben dem Aufzug stehen die Buchstaben „EG“. Ich frage nach der Bedeutung und sage, diese Frage sei jetzt schwer. Dann sage ich langsam: „Es bedeutet Erd-ge-schoss.“ Dann erkläre ich, was ein Erdgeschoss ist.

An der Wand stehen auch die Buchstaben „KL“. Ich frage, was das bedeutet? Der Junge sagt „Ich weiß es nicht.“ Ich sage: „Ich weiß es auch nicht.“  Wir lachen.

*

Einmal die Woche treffen wir uns: das Patenkind und ich. Wir geben uns zur Begrüßung die Hand, der Junge hat jedes Mal eiskalte Finger. Eine Mütze hat er auch nicht auf dem Kopf und eine dünne Jacke an, die er auch innen nicht auszieht.

„Sollen wir mal nach Handschuhen, Mütze, einem Schal und einem dicken Winterpullover für dich schauen?“, frage ich das Patenkind. „Nein, Frau Vallot, das habe ich alles.“  Das sagte der Junge bereits mehrfach. Ich bezweifle das allmählich und bin ratlos.

Dem Patenkind ist sein Aussehen nicht egal. Gar nicht, das merke ich. Er fragt nach Sportmöglichkeiten, weil er gern kräftiger aussehen möchte, sagt er. Ich habe keine Ahnung, mit welchen Klamotten solche Jungs gern rumlaufen. Im Zweifel kaufe ich haargenau das Falsche, das weiß ich von meinen Nichten. „Voll peinlich“ war immer das, was ich ihnen an Textilien kaufte.

Schon zwei Mal musste der Junge eine Verabredung absagen, weil er krank war. Auf Nachfrage zeigt er mir die Medikamente, es ist alles gegen Erkältung. Mich wundert das nicht. Ich habe Angst, dass er sich eine Lungenentzündung holt.

Mit Folge VII geht es weiter

Folge V der Serie findet ihr hier.

(Wird fortgesetzt)

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Aus der Abteilung Ekstatik und Frohsinn: Chronik einer Massenparty

Rosenmontag. Erst fängt es ganz langsam an . . . Es ist 13 Uhr. Ein paar Leute versammeln sich,  mehr und mehr kommen hinzu.

rosen_1Bald sind es Hunderte, und der Zug geht auch schon los, bzw. er ist aus dem Frankenberger Viertel über Elisenbrunnen und Markt endlich in der Jakobstraße angekommen. Dort ist alles in bester Stimmung, Kinder halten große Beutel parat, um sich für den Rest des Jahres mit Süssigkeiten einzudecken.

rosen_2Vier Stunden lang geht es nun ununterbrochen rund: Fußgruppe folgt auf Musikkorps folgt auf Narrenschiff folgt auf Pferdestaffel folgt auf ichweißnichtwas. Die ersten drei Stunden sind die Zuschauer noch fit und aktiv, singen, tanzen, rufen „Alaaf“ so laut sie können. Und aus den Wagen regnet es Printen, Popkorn, Rosen, Süßes, Schokotaler, Stofftiere und was sonst kein Mensch braucht.

letzte_14

So geht es immer weiter, manche Gruppe ist nett anzuschauen und marschiert zur Freude der Zuschauer mal vorwärts, mal rückwärts. Politische Themen werden unterdessen in Aachen nicht aufgegriffen. Schade, aber so ist es eben.

IMG_0402Schließlich, es ist längst 17 Uhr durch, tut sich eine größere Lücke auf im Zug, und es erscheint – tadaaa – der Prinzenwagen. Die jeweilige Tollität, diesmal Axel II., schleudert die Bonbons gleich kistenweise unters Volk. Der Prinz hat immer den prächtigsten Wagen.

rosen_3Ist der Prinz erstmal durch, zerstreut sich die völlig erschöpfte Menge schnell und hinterlässt die Gegend, die dann aussieht wie Sau.

rosen_4

Doch man muss nicht lange warten, denn eine starke Truppe nähert sich unter Höllenlärm. Spätestens um 19 Uhr, es ist inzwischen schon fast dunkel, wird die Straße gefegt.  – Das hat uns jetzt wieder Spaß gemacht.

rosen_5

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Im Glitzerkostüm durch die Innenstadt

Die Sonne knallte vom Himmel, als sich in Aachen der Kinderzug durch die Innenstadt schlängelte. Morgen schauen wir uns den Rosenmontagszug an.

Die Sonne knallte vom Himmel, als sich in Aachen der Kinderzug durch die Innenstadt schlängelte. Morgen schauen wir uns den Rosenmontagszug an.

Das war ein wunderbarer Kinderzug 2015 – mit vielen Fußgruppen, Wagen, Pferden  und Musikkorps in schönem Wechsel. Die Sonne knallte vom Himmel maerchenprinz_48und brachte die Farbenpracht zum Leuchten. Die Gruppen waren in diesem Jahr sehr groß, kleine Grüppchen gab es kaum. Mir ist erstmals aufgefallen, dass in vielen Gruppen auch dunkelhäutige Kinder dabei waren und Süßigkeiten verteilten. Im Gegensatz zum vorigen Jahr, wo man viele Kaiser Karle sehen konnte, gab es dieses Jahr jede Menge Pferde (wegen der Europameisterschaft). Außerdem standen Glitzerkostüme hoch im Kurs. Geradezu wie edle Theaterkostüme wirkten die Gewänder der Musikgruppen. Offenbar muss 2015 niemand an Material sparen.

Mitten in das fröhliche Zugschauen und Winken platzte die Nachricht, dass in Braunschweig der Zug ausfallen musste. Terrorwarnung. Die Verantwortlichen wollten kein Risiko eingehen. 250.000 enttäuschte Narren mussten die Innenstadt meiden.

Die Musikgruppen sehen wir bestimmt morgen im Rosenmontagszug wieder. Ich freu mich.

Die Musikgruppen sehen wir bestimmt morgen im Rosenmontagszug wieder. Ich freu mich.

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar