Was ist uns wertvoll? Was wollen wir erhalten?

Wertvoll in Aachen sind nicht allein die in Rathaus, Dom und Centre Charlemangne ausgestellten Kostbarkeiten. Zu dem, was in Aachen wertvoll ist, gehört auch dieses Bild von Klaus Paier. Kann es gerettet werden?

Wertvoll in Aachen sind nicht allein die in Rathaus, Dom und Centre Charlemagne ausgestellten Kostbarkeiten. Zu dem, was in Aachen wertvoll ist, gehört auch dieses Bild von Klaus Paier. Kann es gerettet werden?

 

Wer einen Text über Klaus Paiers Bild „Zwischen den Tagen“ sucht, dem wird ein Klick auf diesen Link schon weiterhelfen:

https://www.unserac.de/initiativen/i/initiative/219.html

Hier gibt es ebenfalls sehr interessante Infos. Ein schöner Text:

http://www.unser-aachen.com/beiträge/zwischen-den-tagen/

Klaus  Paier  ist natürlich ebenfalls in der Wikipedia vertreten

http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Paier_(Graffiti-Künstler)

So sah das Bild kurz nach seiner Fertigstellung aus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Paier_(Graffiti-Künstler)#mediaviewer/Datei:Ac_zwischen_den_Tagen.jpg

Wer weitere Graffiti sehen möchte, muss hier klicken:

http://dieter-weinkauf.jimdo.com/klaus-paier-aachener-wandmaler/

Klaus und sein Freund Josef sind hier abgebildet:

http://www.falschnehmung.de/fotografisches/wandmalerie-graffiti/klaus-paier/

Heute, 12. August, ist um 17 Uhr ein Treffen vor dem Bild. Dort wird überlegt, was zu tun ist. 🙂

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Jetzt habe ich zu Übungszwecken eine Galerie gebastelt

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Vom saftigen Grün zum matten Braun

Mein Freund,  der Baum . . . ;-)

In der Jakobstraße: Mein Freund, der Baum . . . wird dieses Jahr schon früh braun.

Beim Blick aus dem Fenster wird klar: Es sind nun nicht mehr alle Innenstadt-Bäume grün. Einen hat es dieses Jahr besonders früh erwischt, seine Krone ist schon weitgehend rot/braun.

Eine Kastanie auf der Ecke Templergraben/Eilfschornsteinstraße. Auch schon recht bräunlich.

Eine Kastanie auf der Ecke Templergraben/Eilfschornsteinstraße. Auch schon recht bräunlich.

Die Innenstadtbäume haben es aber auch schwer. Man hat den Eindruck, es fehlt in diesem Sommer das Wasser. Für die Innenstadt-Bewohner ist jeder einzelne Baum enorm wichtig. Das saftige Grün wirkt wohltuend auf das Gemüt, der Schatten der Bäume und die Blätter mildern die schwülwarme Hitze, eine Straße wirkt weniger wie eine Steinschlucht, wenn es Bäume gibt.

Etwas ganz anderes: Wer heute noch viel Hausarbeit erledigen muss, kann sich vielleicht nebenbei diesen Podcast von Philip Banse anhören. Es geht um die USA, einen deutschen Richter, der dort ein Jahr studiert hat und es geht um die Möglichkeit, die Menschen dort etwas besser zu verstehen. Viel Spaß.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Was nehmen die Kameras auf dem Klinikum-Parkplatz auf?

Kommt dieser Autofahrer auf den Parkplatz vom Klinikum rauf und anschließend wieder runter? Was macht die Kamera?

Kommt dieser Autofahrer auf den Parkplatz vom Klinikum rauf und anschließend wieder runter? Was macht die Kamera? Einige Neugierige wollten es gestern wissen.

Wer mit einem Auto auf den großen Parkplatz des Aachener Klinikums fährt, dessen Autokennzeichen werden seit einigen Monaten „erfasst“, wie es heißt. Also fotografiert oder gefilmt oder gescannt. Man fährt mit dem Wagen bis zur Schranke, drückt auf den Knopf und heraus kommt das Parkticket. Auf dem Parkticket ist das Auto-Kennzeichen aufgedruckt.

Löschen wird zugesagt. Na, da sind wir aber beruhigt.

Löschen wird zugesagt. Na, da sind wir aber beruhigt.

Das geschieht laut Mitteilung an der Schranke „aus Servicegründen“. Aus Servicegründen fotografiert werden? Nicht aus Gründen der Überwachung von irgendetwas? Bin ich eigentlich die einzige, die das mit den Servicegründen nicht versteht?

Gestern konnte ich zufällig 😉 eine Gruppe offenbar sehr neugieriger Menschen beobachten. Die wollten jetzt mal genau wissen, was die Kamera da eigentlich alles erfasst. Nur das Kennzeichen oder mehr? Von welchem Zeitpunkt an? Wie viel wird sonst noch vom Auto „erfasst“? Auch das Konterfei vom Fahrer, auch das des dahinter Sitzenden?

Da sieht man eine der Kameras. Alle wurden für teures Geld "aus Servicegründen" angeschafft. Vielen Dank.

Da sieht man eine der Kameras. Alle wurden für teures Geld „aus Servicegründen“ angeschafft. Vielen Dank.

Was fotografiert die Kamera, wenn das Kennzeichen mal von innen hinter die Windschutzscheibe geklemmt ist? Was macht sie, wenn es sich um ein Kennzeichen handelt, das es so nicht geben kann? Zum Beispiel „FU – CK – 1984“ oder „DAF – UQ – 1984“? Gleicht sie das, was sie „sieht“ ab und erkennt, dass es sich um ein erfundenes Kennzeichen handelt? Oder wie?

Fragen über Fragen, die sich alle beantworten lassen. Denn was die Kamera erfasst, wird ausgedruckt . . . auf dem Parkticket.

Das Erfasste wird bei der Ausfahrt wieder gelöscht, so wird versprochen. Tja, bin ich die Einzige, die daran Zweifel hat? Die von mir beobachtete Gruppe will ihre Ergebnisse öffentlich machen. Vielleicht steht ja bald was in der Zeitung.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Fruchtfliegen-Alarm

Lag es an der Hitze, am vielen Obst in der Küche, am Saftrest im Glas, an den ungespülten Plastikjogurtbechern? Ich weiß nicht, wie es kam: Aber plötzlich war ich in meiner Küche nicht mehr allein. Erst waren es etwa 10 Fruchtfliegen, dann 20, dann auf einmal schätzungsweise 30. Ich musste etwas unternehmen.

Klar. „Aushungern werde ich die Biester“, dachte ich. Wer so etwa 2 oder 3 Millimeter groß ist, der lebt bestimmt auch nur wenige Tage, legt sich dann hin und stirbt. Aber vielleicht war die Lebensdauer dieser hässlichen  Mitbewohner ja doch länger . . . was weiß denn ich über Tiere? Ich fand irgendwo noch ein Insektenspray, schaffte alles mögliche aus der Küche raus und nebelte dieselbe – wie auf der Dose vorgeschrieben – mit mehreren längeren Spraystößen total ein. Nach 20 Minuten fing ich an, alle Schränke abzuwaschen.

Was soll ich sagen? Es hat fast nichts genützt. Die Fruchtfliegen wurden nicht weniger. Ich versuchte es mit Alkohol, stellte ein Tellerchen mit leckerem Likör auf. Es starben auch drei oder vier Fruchtfliegen den Säufertod, die anderen schienen sich aber regelrecht zu freuen, vermehrten sich, und ich hatte den Eindruck, dass ich mit dem Likör das Gegenteil von dem erreiche, was ich eigentlich will.

Ich ärgerte mich jetzt sehr und kaufte original Fliegenfänger. Darauf festzukleben und dann langsam dahinzuscheiden . . . das muss furchtbar sein, dachte ich noch, und dass Fruchtfliegen bestimmt  hochkomplexe Wesen sind. Egal, Brutalität und Lust am Töten waren erwacht und entwickelten sich.

Ich packe also heute morgen den ersten Fliegenfänger aus, komm mit drei Fingern an die klebrige, braune Oberfläche und merke: Alles klebt. Und wie.

Abbruch der Aktion und intensives Händewaschen waren eins. Aber man muss jetzt nicht denken, dass das Klebzeug sich leicht abwaschen lässt.  Oh nein, gar nicht. Ich musste mit echtem Olivenöl nachhelfen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt hängt in meiner Küche ein Fliegenfänger, und die winzigen Tipfelchen daran zeigen klar, das schon vielen Fruchtfliegen das letzte Stündlein geschlagen hat. Unterdessen habe ich mich via Wikipedia mal sachkundig gemacht. Fruchtfliegen sind wirklich . . . Zum Beispiel die Balz vor der Paarung läuft bei ihnen in 4 (!) Phasen ab. Irre, die lassen sich wirklich Zeit, und nach Phase 2 kann es sogar vorkommen, dass sie sich doch lieber anders entscheiden und es lassen. Wahnsinn. Da steht übrigens auch: „Wenn das Weibchen nicht paarungswillig ist, flieht es.“  Das überrascht mich jetzt allerdings nicht besonders. 

Und so hochkomplexen Wesen trachte ich nach dem Leben! Ich darf gar nicht lange drüber nachdenken. Denn jetzt, 6 Stunden später, hängt die ganze Fruchtfliegen-Großfamilie am Fliegenfänger und ich bin wieder allein in meiner Küche.  Gottseidank.

http://youtu.be/uLXXeb4xp8s

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Fastrada und Tilpin

 

Hier sind Namen zu erkennen: Fassade in der Oppenhoffallee.

Fassade in der Oppenhoffallee.

Hier sind viele Buchstaben zu sehen. Unter anderem erkennt man an dieser Fassade in der Oppenhoffallee die Namen Tilpin und Fastrada. Fastrada war die 4. Ehefrau von Karl dem Großen. Und Erzbischof Tilpin von Reims soll Fastrada und Karl gekannt haben. Von Fastrada soll Tilpin/Turpin sogar, der Sage nach, nach ihrem Tod einen Ring mit magischen Kräften an sich genommen haben.

Graffiti sind normalerweise Zeichen, die plötzlich und wie von Geisterhand an Wänden erscheinen. Es sind Menetekel. Normalerweise weiß niemand, wer sie angebracht hat und was sie genau bedeuten. Nicht selten künden sie von kommendem, unausweichlichem Unglück. Etwas läuft schief und zwar unaufhaltsam. Die Graffiti des Aachener Wandmalers Klaus Paier waren fast alle Menetekel.

Graffiti-Forscher gehen davon aus, dass Graffiti eine Menetekel-Funktion erfüllen. Doch all das ist in der Oppenhoffallee nicht gegeben. Dieses Graffiti wurde in Auftrag gegeben, und der Name des Künstlers ist bekannt. Es ist kein Unheil erkennbar, das hier angedeutet wird. Gleichwohl ist es ein schöner Wandschmuck.

„Writing“ ist heute die am weitesten verbreitete Form von Graffitis. Beim „Writing“ bildet Schrift die Basis der Bildkomposition und die Akteure stellen an sich einen künstlerischen Anspruch. Oft geht es darum, auf nicht gewaltvolle Weise einen Wettbewerb auszutragen, wie dies ja für die HipHop-Kultur insgesamt bezeichnend ist.

 

1. Update:

Das Presseamt der Stadt Aachen teilt heute, 6. August, mit:

Graffiti zum Karlsjahr 2014

Karl der Große als gespraytes Kunstwerk

 „Im Rahmen der Karlsjahr-Veranstaltungsreihe „Erinnerung an die Zukunft – Die Generation Charlemagne“ nehmen der bekannte Aachener Graffitikünstler Lars Kesseler alias LAKE13 und sein Heerlener Kollege Sidney van den Berg alias DESH am kommenden Wochenende den zweiten Teil des Projekts „Karl der Große als gespraytes Kunstwerk“ in Angriff. Nach der Umwandlung der Unterführung am Eschweiler Hauptbahnhof im Juli in ein farbenfrohes Karls-Kunstwerk, steht jetzt die  Gestaltung des von der STAWAG freigegeben Umspann-Häuschens an der Ecke Krefelder Straße/Rolandstraße in Aachen, an. Dies wird am Samstag, 9. und Sonntag, 10. August, jeweils in der Zeit von 11 bis 18.30 Uhr der Fall sein.

Die Aktion ist eine Kooperation des Aachener Kulturbetriebs mit der DB Station & Service AG, der Stadt Eschweiler/Max Krieger Kulturmanagement GmbH sowie der STAWAG und wird gefördert vom Land NRW. Interessierte und Besucher sind herzlich eingeladen, bei der Entstehung der Graffitis zuzuschauen, etwas mehr über die Kunst aus der Dose zu erfahren und sich mit den Künstlern über die umstrittene Kunstform auseinander zu setzen.“

 

2. Update

Hier kann heute, 10. August,  mitgeteilt werden:

Aachen ist um ein vierteiliges Graffiti reicher

Karl, sein Reichsapfel, sein Charakterkopf , ein Schriftzug, der Dom

Zwei Graffitikünstler haben anlässlich des Karlsjahres zur Sprühdose gegriffen und mit Billigung des Eigentümers ein Umspannhäuschen als Leinwand benutzt. Seit heute ist das Häuschen (Ecke Krefelder Straße/Rolandstraße) von allen vier Seiten bemalt. Das sieht gut aus.

Karls Charakterkopf, ein Schriftzug, sein Reichsapfel und der Hinweis auf Aachen sind zu sehen. Alles in Gold und Gelb auf Lila. Graffiti, diese einst so umstrittene Kunstform, wird im Stadtbild von Aachen geduldet, sogar gefördert. So ändern sich die Zeiten.  Was aber wird aus der Arbeit von Klaus Paier („Zwischen den Tagen“), vor der sich übermorgen, 12. August, um 17 Uhr einige Leute treffen um zu überlegen, wie das Bild gerettet werden kann?

umspann_7437

umspann_7446

umspann_7443

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein ganzes Stadtviertel soll schöner werden

Jetzt ist traditionell die Zeit, in der man sich als Journalist um Bauprojekte kümmern kann. Denn: Die Politik macht Ferien, es finden keine Rats- und Ausschuss-Sitzungen statt, man hat Zeit. 

Und wie jeder auf dieser Seite unschwer erkennen kann, geht es auch hier plötzlich verstärkt ums Bauen. Aquis Plaza (aka Kaiserplatz Galerie), Lousberg-Bunker, Aachen Mitte Mitte, Hotelneubau Sandkaulstraße, Markhalle am Büchel und so weiter. 

Wer sich nicht für Bauprojekte interessiert, möge nicht verzweifeln. Es werden bald auch wieder andere Themen angepackt.

Bevor ein größerer Gebäudekomplex oder sogar ein ganzes Stadtviertel in Aachen neu- oder umgebaut werden, gibt es einen langen Entscheidungsprozess. Investoren und Einwohner/Anwohner, Politiker und Experten aus der Stadtverwaltung treffen sich mit eigens beauftragten und bezahlten Sachverständigen zum Brainstorming, zum Austausch von Argumenten und Interessen. Und das ziemlich oft. 
 
Es ist heute nicht mehr üblich, still und leise bauliche Veränderungen größeren Ausmaßes in der Stadt vorzunehmen. Trotzdem geschieht auch das noch hin und wieder (Lousberg-Bunker) und ruft regelmäßig Empörung bei der Bevölkerung hervor. Solches Vorgehen macht die Menschen misstrauisch gegenüber Politik und Verwaltung, das Vorgehen hat von diesen noch nicht erkannte verheerende Folgen. 
 
Hier soll jetzt aber von einem weiteren Umgestaltungs-Projekt die Rede sein. Erstmals – weil sie jetzt als Fraktion im Rat der Stadt vertreten sind – durfte auch ein Mitglied der Piratenpartei an den Beratungen teilnehmen. Marc Teuku hat wegen der Transparenz auch gleich einen (subjektiven) Bericht verfasst. Der könnte die Öffentlichkeit interessieren und wird im Folgenden wiedergegeben. 
Sieht in Teilen echt scheußlich aus: die Aachener Großkölnstraße. Es gibt eine hässliche  Baulücke, Leerstand und Billigläden im unteren Teil.

Sieht in Teilen echt scheußlich aus: die Aachener Großkölnstraße. Es gibt eine hässliche Baulücke, Leerstand und Billigläden im unteren Teil.

 
 
Wie das Nikolausviertel einmal aussehen soll
 

„Als Fraktion – das haben wir in den letzten Wochen gemerkt – werden wir zu wesentlich mehr Veranstaltungen eingeladen. Veranstaltungen, von deren Existenz wir trotz 5 Jahre Ratsmitgliedschaft rein nichts wussten. Jetzt kann man sagen: Wir waren eben unwissend oder nicht informiert oder auf der anderen Seite herrschte blanke Intransparenz. Die erste Veranstaltung an der wir teilgenommen haben, war der Workshop zum Nikolausviertel. Dieses Viertel ist besser bekannt als Büchelviertel oder aber als “der Bereich zwischen Mefferdatisstraße, Möbelhaus Matthes und Kleinkölnstraße“.

Diesen 1. Workshop, bei dem es um die Gestaltung eines ganzen Viertels ging, hatte die Stadtverwaltung organisiert. Es waren die Investoren vertreten, sowie jeweils ein Vertreter der CDU, der Linken und der Piraten. Das große Ziel des Workshops war es, einen Wettbewerb zu ermöglichen. Der sollte definieren, was genau mit dem Viertel passieren soll und welche Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind. Der erste Workshop gliederte sich in mehrere Themenpräsentationen. Die Blöcke waren Archäologie, Verkehr, und Thermalwasser.

Archäologie:

Im Bereich des Büchelviertels gibt es sehr viele denkmalgeschützte Gebäude. Es wird als wichtig angesehen, dass man die Kleinteiligkeit, die Parzellisierung bewahrt und die vorhandenen Sichtbeziehungen, sowie den historischen Straßengrundriss bewahrt. Bei Tiefbauarbeiten ist damit zu rechnen, dass man auf jeden Fall auf archäologische Funde aus der Römerzeit trifft. In diesem Fall würden die Investoren dazu gezwungen sein, die Bauarbeiten sofort zu stoppen und auf eigene Kosten Fachfirmen zu beauftragen, die dann die Ausgrabungen vornehmen müssten. Von diesen Infos waren die Investoren wenig begeistert.

Verkehr:

Der Verkehr ist ein wichtiges Thema. Es wurden diverse Konzepte vorgestellt, wie der Verkehr laufen könnte. Die Konzepte, die vorgestellt wurden, waren noch Konzepte, die damals für die Bel Etage entwickelt wurden. Interessant bei den darauf folgenden Diskussionen war jedoch, dass die Investoren großen Wert darauf legen, dass man möglichst viel Straßenraum für den motorisierten Verkehr öffnet. So war beispielsweise eine Forderung, die untere Grosskölnstraße (jetzt Fußgängerzone) wieder für den Autoverkehr zu öffnen.

Eine Diskussion gibt es wohl aktuell zwischen Politik/Verwaltung vs. Investoren bezüglich der Parksituation. Fakt ist, dass das Parkhaus Büchel weg soll. Die Investoren würden gerne eine große Tiefgarage bauen oder anderweitig Parkplätze an gleicher Stelle schaffen. Man möchte sich jedoch nicht genau festlegen über wieviele und wie, da man den Wettbewerb möglichst offen gestalten möchte. Politik und Verwaltung würden sehr gerne eine dezentrale Lösung realisiert sehen und sind der Meinung, dass man die Parkplätze auch über die umliegenden Parkhäuser abfedern kann.

Thermalwasser

Thermalwasser ist ein wichtiges Thema in dem Viertel. Es gibt 4 Thermalquellen in dem Bereich. 2 Quellen sind ungenutzt. Problematisch wird es beim Bau einer Tiefgarage an der Stelle, da man durch die Thermalquellen schnell begrenzt ist. Ein weiteres Problem ist, dass das Grundwasser in dem Bereich nicht sehr tief ist. So liegt beispielsweise ein Kanal in der Antoniusstrasse teilweise im Grundwasser, so dass man dort nicht noch tiefer gehen kann. Im Zuge der Umbauarbeiten soll das bereits vorhandene Thermalwasserüberwachungssystem ausgebaut werden.

2. Workshop

Beim 2. Workshop wurde es dann etwas interaktiver. Geladen hatten diesmal die Investoren, und thematisch sollte es um Einzelhandel, Wohnen und Gastronomie gehen. Zunächst gab es 5 kleine Vorträge von externen Beraterfirmen aus dem Bereich Stadtentwicklung.
Alle Vorträge haben den Rotlichbezirk der Antoniusstraße kritisiert und eher als Schandfleck des Viertels bezeichnet. Aktuell würden die Fussgängerströme einen großen Bogen um den zentralen Innenstadtbereich machen. Das Viertel ist sehr isoliert, trotz attraktiver Lage.
Jeder Vortrag formulierte eigene Ideen, wie man das Viertel hip gestalten könnte und dort sogar ein „Szeneviertel“ etablieren könnte. Interessant war, dass ein Vortrag sogar die Option der Markthalle aufgegriffen hat und so das Viertel aufwerten wollte.

Im Anschluss an die Vorträge gab es dann den eigentlichen Workshop, bei dem es um Ideen sammeln und diskutieren ging. Dies geschah in 3 Gruppen mit den Hauptthemen Style, Parken und Prostitution, welche nach einer gewissen Zeit wechselten.

Was wird aus der Antoniusstrasse?
Die Investoren und Berater haben intensiv betont, dass eine Aufwertung mit Rotlichtviertel an der Stelle nur schwer vorstellbar ist. Auf der anderen Seite gibt es einen Ratsbeschluss, welcher sich für den Verbleib des Rotlichtviertels an der Stelle ausspricht. Geplant ist, dass das Rotlichtviertel um rund ein Drittel verkürzt wird. Dies bedeutet jedoch keine Verkleinerung. Die Anzahl der Betten soll dabei gleich bleiben. Das wird bedeuten, dass man einige Häuser neu bauen wird oder gar, dass das Konzept eines Laufhauses umgesetzt wird.

Abschließend kann man sagen: Die Ergebnisse waren eine Art Brainstorming mit vielen Wünschen für das Viertel. Im nächsten Schritt wird nun die Verwaltung aus diesem Wunschkonzert einen Wettbewerb stricken. Ich hätte es interessant gefunden, in dem nächsten Schritt auch noch mitzuarbeiten oder gar diese Runde auch mit Bürgern zu organisieren. Man kann jetzt nämlich zusammenfassen: nette Idee, aber für wirkliche Beteiligung ist noch Luft nach oben.Genauso wäre es informativ gewesen, alle Vorträge gesammelt zur Verfügung zu stellen, um so auch die Öffentlichkeit am Informationsfluss zu beteiligen.“

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Statt dem Häuschen im Grünen lieber eine Stadtwohnung

Wohnen in der Innenstadt, das wird auch in Aachen  immer beliebter.

Wohnen in der Innenstadt, das wird auch in Aachen immer beliebter.

Ein Trend zeichnet sich in deutschen Städten ab, und das auch in Aachen. „Wohnen Sie doch nicht irgendwo dort draussen!“ rät ein Unternehmen großflächig (s. Foto oben).

Wer es sich leisten kann, kauft sich kein Häuschen im Grünen, sondern eine schicke Stadtwohnung. Da, wo jetzt noch ein ziemlich geräumiges 50er-Jahre-Bürogebäude steht, in der Nähe vom „Last Exit“, sollen über 30 neue Wohnungen errichtet werden.

„An den Frauenbrüdern“ heißt die Adresse. Noch steht das alte Gebäude da, es soll komplett abgerissen werden. Vom Neuen gibt es bisher nur Pläne. Aber der  Verkauf läuft bereits. Und ich vermute, dass die Wohnungen schnell weg sind.

Mehr dazu unter: http://www.aachen-mitte-mitte.de

Die Wohnungen sind nicht gerade preiswert. Wie Interessenten erfuhren, wird eine kleine Wohnung (52 qm) 166.000 Euro kosten. Tiefgarage ist nicht dabei. Eine Wohnung zu 66 qm gibt es für 236.000 Euro. Und wer ganz oben im Penthouse wohnen möchte, muss für 119 qm genau 497.485,80 Euro hinlegen.

Hau weg das Teil, äh. Dieses Gebäude wird einem Neubau weichen.

Hau weg das Teil. Dieses Gebäude wird einem Neubau weichen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Neues über die Pläne für die untere Adalbertstraße

Nach Rücksprache mit wohlinformierten Kreisen ist es endlich gelungen, bezüglich des zweiten Einkaufszentrums in der unteren Adalbertstraße etwas Klarheit zu erhalten.
Die gute Nachrichte: Es ist bei weitem noch nichts endgültig geregelt. Und von einem zweiten Einkaufszentrum kann beim besten Willen auch nicht die Rede sein. Höchstens von ein paar mehr Geschäften, als zuvor da waren.
Da, wo einmal Geschäfte waren, dürfen allerdings auch wieder Geschäfte hin. Diese Regel gilt quasi überall in NRW. Und daran wird man, soweit ich weiß, auch schwerlich etwas ändern können.
Klar ist, dass in der unteren Adalbertstraße gegenüber vom neuen Aquis Plaza eine ansprechende Häuserzeile hin muss. Und die Bezirksregierung ist dem Vernehmen nach nicht bereit, zum Abriss von drei außergewöhnlichen Fassenden dort „ja“ zu sagen.
Nach meiner jetzigen Einschätzung der Situation wurde lediglich eine Studie angefertigt, die Vorschläge macht, was man alles mit der linken Straßenseite (vom Kugelbrunnen aus gesehen) eventuell anfangen kann.
Immerhin: Ein paar Leute sind wach geworden und werden die Situation dort im Auge behalten. Es gilt vor allen Dingen darauf zu achten, was zu der Angelegenheit im Planungsausschuss zur Sprache kommt. Und zwar sowohl im öffentlichen wie im nichtöffentlichen Teil.

Wem Vorabinformationen fehlen, der lese hier: https://uebergangshymne.wordpress.com/2014/07/10/zwei-neue-einkaufszentren-das-verkraftet-aachen-nicht/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Randvolles Museumsdepot und andere Probleme

Blick ins Depot des Suermondt-Ludwig-Museums: Hier finden sieben Katzen keine Maus mehr.

Blick ins Depot des Suermondt-Ludwig-Museums: Hier finden sieben Katzen keine Maus mehr.

Wenn Peter van den Brink von den Problemen, mit denen er sich als Chef des Suermondt-Ludwig-Museums herumschlägt erzählt, schlägt ihm eine Welle der Sympathie entgegen. Besonders von Menschen, die sich bisher mit den Freuden und Leiden der Kuratoren noch nicht sonderlich intensiv beschäftigt haben.

Da ist das übervolle Depot, das tatsächlich so zugestopft ist, dass man schon nicht mehr weiß, was eigentlich drin ist. Da ist die Stadtverwaltung, also jedenfalls Teile davon, die angeblich auf die Anfragen, Ideen und Vorschläge des Museumsleiters gar nicht oder nur sehr zögerlich reagieren. Da sind die Politiker, die Gelder kürzen und keine 20.000 Euro rausrücken, um von Stiftungen das Vielfache zu erhalten. Da ist die Kunstszene, die jedes Konzept überflüssig macht, indem sie von den Aachener Museen die Präsentation ihrer Arbeiten verlangt. Und da sind die Mitarbeiter, also zumindest einer, der den Geburtstag eines wichtigen Aachener Künstlers verpennt. Peter van den Brink kann einem leid tun, es hat sich alles gegen ihn verschworen.

Kulturpolitiker haben jüngst eine Strukturkommission gegründet, um zügig Vorschläge zu machen: Wie sollen die Aachener Museen funktionieren, was wird erwartet, was müssen sie leisten, welche Konzepte sind sinnvoll? Was muss sich ändern?

Lauter Objekte, an die man nicht mehr rankommt. In einem Depot des Suermondt-Ludwig-Museums.

Lauter Objekte, an die man nicht mehr rankommt. In einem Depot des Suermondt-Ludwig-Museums.

Sicher ist, dass sich etwas ändern soll. Denn die Kunstszene der Region ist unzufrieden. Es gibt hier Künstler und Künstlerinnen von internationalem Rang, deren Arbeiten man als Aachener nur noch auswärts sehen kann. Außerdem haben die beiden großen Museen allem Anschein nach einen Teil ihres angestammten Publikums verloren. Diese Menschen muss ein (von der Öffentlichkeit finanziertes) Museum in einer Stadt mindestens erreichen: Die Kunstlehrer in den Schulen, die Studierenden und Dozenten der Fachhochschule für Design und der einschlägigen Studiengänge der RWTH, die Künstler und Künstlerinnen der Region und ihre Freunde, die hiesigen Galeristen und Sammler, die Kulturpolitiker und -kenner und die Kritiker (um nur einige zu nennen). Kurz alles, was sich normalerweise angesprochen fühlt, wenn es um die Perspektive geht, aus der heraus Künstler die Welt betrachten und beurteilen.

Und obwohl jetzt mit den drei großen Karls-Ausstellungen besonders viele Kunstinteressierte nach Aachen kommen, war das Suermondt-Ludwig-Museum doch leer während mehrerer Stunden, als sich beispielsweise drei Piraten und eine weitere Kulturpolitikerin dort jüngst vom freundlichen Museumschef informieren ließen.

Vergangenheit, bye bye

Ein zu kleines Depot allein kann nicht die Ursache sein für ein nachlassendes Interesse. Aber es ist natürlich ein Klotz am Bein. Nur: Die Depots fast aller Museen in Deutschland quellen über, es wird einfach zu viel Krempel gesammelt. Möglichst viel Zeug aus der Vergangenheit aufzubewahren, das ist ein Trend. Und irgendwann sind sicher auch die Ikea-Möbel museumsreif, so etwa in 500 Jahren. Aber müssen wir deshalb alles konservieren? Museumsleute müssen in der Lage sein, die Spreu vom Weizen zu trennen, das Wertvolle vom weniger Wertvollen. Laien sind damit selbstverständlich überfordert.

Im Depot befinden sich auch Bilder, doch nicht wenige sind zugestellt.

Im Depot befinden sich auch Bilder, doch nicht wenige sind zugestellt.

Im klimatisierten Depot des Suermondt-Ludwig-Museums befinden sich jedenfalls zu (schätzungsweise 30 Prozent) Objekte, die ohne Klimatisierung auch erhalten bleiben, oder die wertlos sind oder die zu unseren Lebzeiten niemals ausgestellt werden. Von Wohnzimmerstühlen aus den 70er Jahren, von gusseisernen Bügeleisen und alten Schränken und Kommoden kann sich das Museum trennen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Suermondt-Ludwig-Museum

https://uebergangshymne.wordpress.com/2014/03/12/was-ist-mit-lufo-und-suermondt-ludwig-museum-los/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar