Israel nachts vom Mullah-Regime beschossen

Iran hat nachts 185 Drohnen, 36 Marschflugkörper und 110 Boden-Boden-Raketen auf Israel gefeuert. Der Angriff dauerte – soweit via Ex-Twitter zu sehen war – mehr als 5 Stunden. 99 Prozent aller Raketen wurden abgefangen. Drei Dutzend Menschen sollen verletzt, ein Kind getötet worden sein.

Es gingen ungeheuer viele Kurzmeldungen ein, in denen Menschen im Iran erklärten, dass dieser Angriff überhaupt nicht in ihrem Sinne geschieht und dass sie auf der Seite von Israel stehen. Wenn man also schreibt „der Iran hat Israel beschossen“, dann ist das Mullah-Regime gemeint.

Den Beschuss abgewehrt haben US-Streitkräfte, die Briten von Zypern aus, Jordanien (hat sogleich mitgeteilt, es werde alles abschießen, was im jordanischen Luftraum auftaucht), auch Saudi Arabien hat Israel beschützt. Das ist wichtig, natürlich hat vorrangig der Iron Dome in Israel sehr gut funktioniert.

Das Mullah-Regime ist beeindruckt und hat mitgeteilt, es werde vorerst keine weiteren Angriffe starten. Der Iran, aus dem heraus letzte Nacht zum ersten Mal gegen Israel gefeuert wurde, ist heute der engste Partner sowohl von Putins Russland als auch der Hamas. Alle Revolten in Iran hätten von Europa viel deutlicher unterstützt werden müssen. Wer vor 10 Jahren dachte, von Iran gehe keine Kriegsgefahr aus, hatte die Lage falsch eingeschätzt.

Biden muss nun erreichen, dass Israel auf einen Gegenangriff verzichtet.

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In Aachen: Kolleg*innen gesucht

Unter dem Slogan „Zukunft.Sozial.Mitgestalten.“ sucht die Stadt Aachen ab sofort neue Kolleg*innen.

Aachen bietet als familienfreundliche, soziale und integrative Stadt „ein spannendes Arbeitsumfeld für Sozialarbeiter*innen, pädagogisches Fachpersonal und Erzieher*innen, die die Zukunft sozial mitgestalten wollen und Lust auf neue Herausforderungen haben“, sagt Personaldezernent Dr. Markus Kremer. Er betont, dass es bei der Kampagne primär darum gehe, Absolvent*innen und Arbeitskräfte, die neu auf dem Arbeitsmarkt sind, zu akquirieren. Es soll keinesfalls Personal aus anderen Einrichtungen weggenommen werden.

Wer einen neuen Job im sozialen Bericht sucht, ist in Aachen richtig.

Was machen Mitarbeiter*innen in sozialen Berufen?

Im Bereich Wohnen, Soziales und Integration stellen die Mitarbeiter*innen die soziale Grundversorgung sicher und sorgen dafür, dass andere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dazu gehören die Themen bezahlbarer Wohnraum und Sozialhilfe sowie die Integration und Arbeit mit Geflüchteten.

In den Bereichen Jugend und Schule sowie Kindertagesbetreuung dreht sich alles um das Wohl der Kinder und deren Familien: vom Baby bis über das 18. Lebensjahr hinaus. Es geht um Themen wie Prävention, Kinderschutz, Inklusion, Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe im Strafverfahren, Schulentwicklung sowie Offener Ganztag. Aber auch um die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kleinsten sowie Beratung und Begleitung der Familien.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Flaggen vor dem Rathaus. Wo sind sie geblieben?

Vor über zwei Jahren sah man plötzlich vor dem Rathaus von Aachen eine Ukraine-Flagge, danach eine Ukraine-Flagge mit Friedenstaube drauf. Letztere Flagge verschwand anlässlich des Weihnachtsmarktes.

Im Oktober 2023 schockte der grauenhafte Angriff der Hamas auf Israel die Welt. Damals drückte Aachen seine Solidarität mit Israel auch dadurch aus, dass die Flagge vor dem Rathaus gehisst wurde. Nicht ganz Aachen war solidarisch, die Flagge wurde erst beschädigt, dann gestohlen.

Warum wurden die beiden Flaggen nicht wieder aufgehängt? Das möchte nun die Fraktion Die Zukunft von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen wissen. Denn manchmal sind Symbole eben doch wichtig. Hier die Ratsanfrage.

Zwei Nationen sind in fürchterlicher Bedrängnis und hoffen auf unserer Hilfe und Solidarität. Die Flaggen waren Zeichen dafür. Foto: AachenNews Archiv
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In 2023 weniger Räder geklaut. Besser: Immer an einen festen Gegenstand ketten

Fahrräder wurden bis Anfang 2022 in Menge geklaut, dann gründete die Polizei in Aachen die „Ermittlungsgruppe Bike“ und das Blatt wendete sich. Jetzt können die Beamten vermelden: Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist stark rückläufig. Dazu beigetragen hat aber vermutlich auch die Tatsache, dass die Radler*innen ihre Stahlrösser besser sichern und GPS-Tracker verwenden.

Die Polizei blickte dieser Tage auf 2023 zurück und registrierte gegenüber dem Vorjahr nur noch 1251 Fälle von Radklau, das sind 26,5 Prozent weniger als 2022. Die Zahlen haben sich im Vergleich zu 2013 sogar halbiert. Räder werden überall gestohlen, nicht selten sogar aus Garagen sowie um Haltestellen herum und um Bahnhöfe.

Riskant ist es, sein Rad – nur weil man ganz kurz was einkaufen möchte – unabgeschlossen vor einem Laden abzustellen. Wie folgender Fall zeigt:

Das Rad abstellen und mal eben in den Laden reinspringen, das ist keine gute Idee. Tipp der Polizei: Fahrrad unbedingt immer an einen festen Gegenstand anschließen. Foto: AachenNews Archiv

Diesen Dienstag gegen 17 Uhr stellte ein Aachener sein Pedelec vor einem Geschäft in der Kleinmarschierstraße ab. Weil das Rad nur wenige Minuten unbeaufsichtigt sein sollte, lies er es unverschlossen vor dem Laden stehen. Nur eine Minute später sah er einen Unbekannten auf seinem Fahrrad davonfahren. Er rief die Polizei.

Mittels GPS-Tracker konnte das Pedelec samt Sporttasche im Bereich Kaiserplatz gefunden und dem Eigentümer zurückgegeben werden. Von dem Täter gab es jedoch keine Spur. „Dank der Videobeobachtung am Kaiserplatz wurde allerdings videografisch festgehalten, wie der Täter das Rad dort abstellte und davonging“, so teilt die Polizei mit. Man erkannte den Täter, er hatte nicht zum ersten Mal zugeschlagen. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungsgruppe Bike ist auch 2024 aktiv, neuerdings sogar in der ganzen StädteRegion. Die Polizei will die Zahlen weiter drücken und arbeitet daran, Strukturen zu zerschlagen. Räder werden in der hiesigen Region oft von Gruppen bzw. Banden gestohlen, die z. B. gezielt Schulen abfahren und von da Räder mitnehmen. Der Schaden geht in die Millionen, obwohl auch in der StädteRegion immer öfter Räder an die Eigentümer zurückgegeben werden können.

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Warum glauben Menschen den letzten Quatsch?

Fake Facts – True Facts?! – Wie Verschwörungserzählungen unser Denken bestimmen“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Katharina Nocun.

Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Welche Rolle spielt das Thema in der rechtsextremen SzeneUnd wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene „Wahrheit“ entdeckt zu haben?

Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihren Büchern „Fake Facts“ und „True Facts“ geben sie Tipps, wie man Verschwörungsanhängern im eigenen Umfeld aus dem Kaninchenbau eines geschlossenen Weltbilds helfen kann.

Katharina Nocun ist Publizistin. Sie hat Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Münster und Hamburg studiert. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Spannungsfeld Digitalisierung und Demokratie sowie den Folgen von Desinformation. Ihre Texte erschienen u.a. in der SZ, bei Zeit-Online, Spiegel-Online und dem Handelsblatt. Der von Nocun produzierte Podcast Denkangebot war 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Ihr erstes Buch „Die Daten, die ich rief“ (2018) behandelt das Thema Datenschutz und Digitalisierung.

Die Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen findet statt am Donnerstag, 11. April. Sie wird moderiert Ali Daccour. Beginn ist um 18 Uhr.

https://eventfrog.de/de/p/politik-gemeinde/politik/fake-facts-true-facts-mit-katharina-nocun-7183376825900295617.html

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Steinreich

Heute eine neue Folge in der Serie: Wir beobachten Baustellen. Gestern haben wir uns noch mal an der Lothringerstraße umgesehen. Und zwar auf dem Platz, der – wenn man penibel ist – zum Steffensviertel gehört, gefühlt aber ganz klar zum Frankenberger Viertel. Der Platz (ohne Namen) wird gerade umgebaut, nachdem dort elf gesund aussehende Bäume gefällt wurden.

Nachdem dort jetzt alles einsehbar ist, wundert man sich, wie da überhaupt etwas wachsen konnte.

Ein neuer Platz entsteht, aber zuerst muss im Untergrund massiv aufgeräumt werden. Die ganzen Steine aus dem Grundstück konnte man nicht alle auf ein Foto draufkriegen. So viele sind/waren es.
Kellermauern zeigen sich, darauf sind Bäume gewachsen. Da sieht man mal wieder, wie stark Natur sein kann. Beton, Pflastersteine, Ziegelsteine – alles vorhanden.
Die Platte soll mittlerweile gefunden worden sein. Wobei die Bezeichnung „Platte“ wohl nicht ganz korrekt ist. Es müssen Teile gewesen sein. Wie auch immer: Hier sieht man einen Haufen Pflastersteine, die aus dem Grundstück ebenfalls rausgeholt wurde. Foto: Marc Teuku
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E-Bike-Ausleihe: Velocity erhöht die Preise

Strom und Ersatzteile sind teurer geworden, neue Fahrräder wurden angeschafft und neue Stationen eröffnet. Die Velocity Mobility GmbH, Aachens einziger E-Bike-Verleiher, hat die Preise erhöht.

Kostendeckend hat das Unternehmen ohnehin nie gearbeitet. Etwa 336.000 Euro pro Jahr bekommt Velocity aus der Kasse der Stadt. Eine Erhöhung dieser Förderung ist vorerst nicht geplant.

Die Preise steigen überall. Auch das Ausleihen eines E-Rades in Aachen und in der StädteRegion ist teurer geworden.

Das Unternehmen war für Dennis Brinkmann (damals noch Student) eine Möglichkeit, ein in die Zeit passendes Mobilitätskonzept zu unterstützen. Nach seinem Abschluss an der RWTH ging es ans Gründen. Seitdem setzen zahlreiche Städte und Gemeinden auf Velocity. In Aachen gibt es 100 Stationen mit 330 Rädern.

Auf den Rädern konnte man immer gut ausprobieren, ob man mit einem E-Bike überhaupt klarkommen würde. 30 Minuten kosteten nur 1,50 Euro, und in einer halben Stunde kommt man ganz schön weit und muss keinen Parkplatz suchen. Gerade Älteren wurde klar: „Ein e-Bike ist genau das Richtige für mich.“ Ab ging’s zum Fahrradhändler, wo man sich ein eigenes Rad zulegte.

Neuerdings kosten 30 Minuten 2,69 Euro. Gegenüber einer 30-Minuten-Fahrt mit der ASEAG lohnt sich das immer noch, auf bestimmten Strecken muss im Bus für ein Einzelticket mehr bezahlt werden. Sparfüchse müssen sich das selbst ausrechnen: Es kann auch sein, dass die Fahrt mit einem E-Scooter von Tier preiswerter ist.

Die Aachener Zeitung hat hier mal intensiv gerechnet und verglichen.

E-Scooter: Jetzt kommt RideMovi

Unterdessen kommt zu den beiden E-Tretroller-Verleih-Anbietern (Tier und Voi) noch ein neuer, dritter Anbieter hinzu. Mehr als 2000 E-Roller dürfen es in Aachen nicht sein. Deshalb, weil jetzt ein Dritter hinzukommt, müssen die beiden anderen reduzieren. In der Vorlage der Verwaltung für den Mobilitätsausschuss liest sich das so:

„Derzeit sind die Anbieter VOI und TIER mit jeweils 1.000 E-Tretrollern vor Ort präsent, nachdem Anfang Oktober 2023 der Anbieter Lime seinen Betreib eingestellt hat. Die aktuell festgelegte Obergrenze liegt bei 2.000 E-Tretrollern insgesamt. Die Ankunft eines dritten Anbieters erfordert eine Anpassung der pro Anbieter zugelassenen E-Tretroller. Demnach können je Anbieter zukünftig 666 E-Tretroller im Stadtgebiet Aachen zur Verfügung gestellt werden.“

Der neue E-Tretroller-Verleihanbieter heißt RideMovi, wurde 2017 in Mailand gegründet und wird ab Juni im Stadtbild von Aachen zu sehen sein. Wie dort die Preisgestaltung sein wird, ist AachenNews nicht bekannt. 

s. hier RideMovi

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Gestern im Krönungssaal: Weltberühmter Pianist Igor Levit diskutiert mit Politikern

Sie sagen „Ja zu jüdischem Leben in Europa“. Zum Konzert mit Dialogrunde strömten gestern viele Menschen in den Krönungssaal des Rathauses.

Die Karlspreis-Verleihung mit ihrem Rahmenprogramm beschert Aachen wieder reihenweise prominenten Besuch. Den Beginn machte am gestrigen Sonntag der weltberühmte Pianist und politische Aktivist, der überaus sympathische Künstler Igor Levit.

Es gab ein Konzert und eine Dialogrunde mit vielen klaren Aussagen zum Antisemitismus in Deutschland und in Europa. 800 Anmeldungen zum Konzert waren innerhalb weniger Stunden vergeben, der Krönungssaal war voll, vor dem Rathaus bildete sich schon lange vor Beginn der Veranstaltung eine Schlange.

Mit Igor Levit diskutierten u. a. Bundesminister Cem Özdemir und Ex-Ministerpräsident Armin Laschet. Igor Levit spielte Beethoven und Brahms, er schien die Tasten des Flügels zu streicheln, man hätte ihm noch viel länger zuhören können. Die Diskussion leitete Podcasterin Tanit Koch

Erst zum Schluss wurde erklärt, was man sich während der ganzen Veranstaltung fragte: Warum wurden im Rücken der Diskutanten drei ungerahmte Bilder (auf Staffeleien) aufgestellt? Armin Laschet erklärte, es seien Werke von Hans-Günther Kaufmann und sie stellten dar, was in allen drei abrahamitischen Religionen von Bedeutung sei: Wüste, Wasser und Bäume.

Das Konzert gestört hat leider die Berichterstatterin des WDR, die vor Ort sprach und zwar im Saal während des Konzerts. Die Reporterin wurde hinausgedrängt, was man sich hier (bei 36,07) ansehen kann.

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Uff, es gibt Leute, die nicht wissen, was der Karlspreis ist und wer ihn dieses Jahr bekommt. Machtnix, man kann nicht alles wissen: Hier klicken

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Krasser Fail: Die Produktion von ungeheuer viel Abfall und das dann folgende Einsammeln

Sorry für dieses Foto, muss leider sein sofern man möchte, dass jede/r weiß, wovon hier die Rede ist. Foto: Sedanstraße
Wenn man diese Flaschen sieht, denkt man gleich: „Ups, da wurde aber gut gefeiert“ und muss lachen. Nur wohnen möchte man neben solchen Glascontainern lieber nicht.Eine Windbö – und die Straße ist voller Scherben. Foto: AachenNews Archiv
Am Neumarkt wünschte eine Bürgerin die Entfernung dieser Kisten. Sie richtete sich mit ihrem Anliegen an das Bürgerforum. Doch das konnte nicht weiterhelfen.

Mehr als 200 Glascontainer stehen in den Straßen und Plätzen von Aachen rum, sehr zum Ärger der Menschen, die in der unmittelbaren Nähe wohnen. Die Kisten sind verdreckt und beschmiert, daneben stehen fast immer aufgeplatzte Plastiktüten mit nassen Textilien und vom Regen aufgeweichte Kartons. Der Stadtbetrieb muss alle Nase lang einen der über 200 Glascontainer aufsuchen und für Sauberkeit sorgen.

Foto: „Bitte nehmen Sie Rücksicht . . . “

Im Bürgerforum bat eine Anwohnerin vom Neumarkt neulich um Unterbringung der Container unter die Erde. So genannte Unterflurcontainer gibt es tatsächlich in Holland, in der Schweiz und in Spanien. 40.000 bis 60.000 Euro würde so ein Teil kosten. Zu teuer, musste die Verwaltung mitteilen, obwohl sie sich selbst solche Unterflur-Teile wünscht.

Das Duale System (auch verantwortlich für den Gelben Sack) habe eine Kostenbeteiligung abgelehnt, so wurde mitgeteilt. Dabei: Wenn man bedenkt, was die Reinigung der Container-Umgebung an Personal kostet . . . hat das mal jemand gegengerechnet? Nebenbei: Das Duale System gehört zu den Dingen aus Militär, Technik und Computer, die immer wieder krachend in die Hose gehen. Eine misslungene Erfindung.

Dieses Container-System macht dem Stadtbetrieb viel Arbeit, bis hin zu den Postern, die entworfen werden, um auf den korrekten Gebrauch der Boxen hinzuweisen. Alles weitgehend vergebene Liebesmüh. Mataréstraße: „Hier nicht!“.
Händler und Gastwirte laden ihren Abfall ebenfalls an den Glascontainern ab. Beverstraße vorne: lauter Plastik-Kleiderbügel. Klar ist, diese Art der Entsorgung funktioniert einfach nicht.

Wer es sich auch sonst immer einfach macht, sagt nun: Die Leute in Aachen sind einfach Umweltsäue, sie geben nichts auf eine saubere Umwelt, die muss man anzeigen. Der Fehler liegt allerdings nicht bei den Einzelpersonen, sondern im Entsorgungs-System, das ein derartiges Verhalten provoziert. Die Boxen für Abfall aufzustellen und dann zu erwarten, dass nur Glas eingeworfen wird – das funktioniert einfach absolut nicht, wie man seit Jahren und nach allen Info-Kampagnen sieht. Man wird verleitet zu denken: „Das wird schon jemand abholen!“, und stellt seinen Müll neben den Container.

Wir halten fest:

Gelber Sack funktioniert nicht, der Inhalt verteilt sich über die Straßen.

Biotonne funktioniert nicht, der Inhalt ist zu über 90 Prozent nicht bio.

Glascontainer funktionieren nicht, sie ziehen Müll an, versauen die Optik.

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Link korrigiert. Ein Podcast über Sachen, die vollkommen in die Hose gehen/gingen, von Sven Uckermann.

Zu dem Bericht gibt es 2 Leserbriefe, außerdem wurde freundlicherweise dieses Foto zugeschickt:

Unterirdische Glascontainer gibt es offensichtlich in dem kleinen holländischen Dörfchen Oud Lemiers, dort hat man also das Geld dafür. Diese Container wären vor allem an Innenstadt-Standorten eine bessere Lösung. „Das Problem liegt im Dualen System, welches andere Interessen verfolgt, als die Reinhaltung unserer Umwelt“, so teilt der Leserbriefschreiber mit. 

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Vom ShoppingCenter zum Behördenbau, eine Filiale der Sparkasse zieht ebenfalls ein

In die Räume auf der linken Seite wird bald die Sparkasse Aachen einziehen. Die roten Logos des Geldinstituts sind schon da. Foto: aktuell

Gebrummt hat der Laden in den Aachen Arkaden eigentlich nie. Seit Monaten wird innen umgebaut. Zuletzt wurden die Räume in dem ShoppingCenter an der Trierer Straße – gegenüber vom Bahnhof Rothe Erde – als Pop-up-Store angeboten. Jetzt steht es fest: Das komplette Ausländeramt zieht von der Hackländerstraße in die Arkaden. Und nicht nur das.

Man hätte dort kurzfristig reihenweise provisorische Einzelhandelsgeschäfte (Pop-up-Store) eröffnen können. So ein Store ist ein Marketinginstrument, das vielleicht in Großstädten wie Düsseldorf funktioniert, in Aachen aber lächerlich wirkte. Die Werbung war nicht zu übersehen, kein einziger „Store“ öffnete dort jemals seine Tore. Als Impfzentrum schafften es die Arkaden dann ins Fernsehen, tausende Menschen ließen sich dort in der Coronazeit impfen.

Aber jetzt: Die Räume im Verwaltungsgebäude in der Hackländerstraße sind längst zu klein, der Umzug ist beschlossene Sache. Wie man hört, wird „günstig“ gemietet, eine konkrete Summe wurde AachenNews.org nicht mitgeteilt. Menschen, die Geflüchtete beim Gang zur Behörde begleiten oder seit 2015 begleitet haben, kennen die unendlich langen Wartezeiten und die noch viel längeren Bearbeitungszeiten dieses Amtes. Das soll ab 2025 alles besser werden.

Übrigens: Das Ausländeramt ist zuständig für 120.000 Personen in der StädteRegion Aachen. Auf – alles in allem – 13.400 Quadratmetern werden die Mitarbeiter*innen der StädteRegion dort nach dem Umbau arbeiten können. Jetzt befinden sich in den Arkaden schon das Gesundheitsamt der StädteRegion und das Kommunale Integrationszentrum. Der Publikumsverkehr hält sich aber in Grenzen, wie man dort als Anwohner*in beobachten kann.

Genau vor den Arkaden gibt es eine Bushaltestelle der ASEAG (u.a. Linie 5) und innen bald eine geräumige Filiale der Sparkasse. Dafür werden am Adalbertsteinweg und in Schönforst insgesamt zwei Filialen geschlossen. Die Umbauarbeiten an der Trierer Straße sind nicht zu übersehen. Derzeit gibt es in den Arkaden noch eine Netto-Filiale, einen weiteren Discounter und ein Fitnessstudio.

Foto: AachenNews Archiv

Wem die Immobilie gehört? Das weiß man nie genau, ziemlich oft wechselten in der Vergangenheit der/die Eigentümer, Konzerne mit Sitz in Zypern, Luxemburg, Lichtenstein oder auf den Malediven kommen infrage. Zur Zeit soll diese Gruppe Eigentümer sein, hat aber niemand bestätigt. 2008 wurde das Gebäude errichtet, angeblich für 70 Millionen Euro. Jetzt wird es ein Dienstleistungszentrum.

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Wo hier gerade vom Ausländeramt die Rede ist: Ein Podcast von ZEIT online: „Schiebt Deutschland die Falschen ab?“ Hier klicken und etwa eine halbe Stunde zuhören.

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