Wieder ein interessantes Stück aus dem Aachener Stadtarchiv.
Das Archivale des Monats zeigt eine Mehrbild-Postkarte des Postkartenverlags Krapohl. Zu sehen ist in der Mitte das Neue Kurhaus, rund herum sind das Foyer sowie die Roulette-, Poker und Black-Jack-Tische des Spielcasinos im Jahr 1977 abgebildet.
Auf eine kleine Karte möglichst viele Bilder draufpacken, so dass man am Ende eigentlich nichts richtig erkennen konnte: so dachte man in den 1970er Jahren. Hauptsache effektiv und sparsam, niemals großzügig.
Vor 50 Jahren, am 8. März 1974, genehmigte der Landtag für Aachen eine von damals insgesamt vier Spielbanken für Nordrhein-Westfalen. Sie sollte im neuen Kurhaus angesiedelt werden. Das Internationale Spielcasino Bad Aachen wurde am 2. Juli 1976 mit rund 1.000 Gästen eröffnet. Gerechnet wurde mit ungefähr 250.000 Besucher*innen pro Jahr. Es war nicht die erste Spielbank in Aachen, es hatte seit dem 18. Jahrhundert bis Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Vorläufer gegeben.
Für das Spielcasino waren die Räume des neuen Kurhauses an der Monheimsallee vollkommen neugestaltet worden, die Westdeutsche Spielbanken-Gesellschaft hatte 12 Millionen DM investiert. Es entstanden 220 Arbeitsplätze, davon 150 allein für die Croupiers.
Der Abend erlebte auch Proteste: Vor dem Neuen Kurhaus pfiffen und buhten Jugendliche die ankommenden Feiergäste aus. „‘Bonzen‘ und ‚Jugendheime statt Casino‘ lauteten die Parolen. Die Protestierer harrten aus bis in die späten Abendstunden“, das wussten die Aachener Nachrichten damals zu berichten.
Stadt informiert über die Aktivitäten des vergangenen Jahres
Fahrradunterstand im Frankenberger Viertel. Ein ähnliches Teil steht jetzt in der unteren Jakobstraße, es ist aber noch nicht in Betrieb. Foto: AachenNews Archiv
Die Stadtverwaltung informiert am Dienstag, 19. März, über die Entwicklungen zur Förderung des Radverkehrs und der Radverkehrskultur in Aachen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Depot, Talstraße 2, und endet gegen 19.30 Uhr. Parallel wird sie auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen live ausgestrahlt: www.aachen.de/jahresdialog2023
Unterdessen meinen nicht wenige Aachener*innen, fahrradtechnisch habe sich 2023 ziemlich wenig getan. Der Ausbau sicherer Radwege scheint zu stagnieren, desgleichen der Ausbau der Unterstände, es läuft mit diesen schwarzen Kisten nicht wie erwartet. In der unteren Jakobstraße wurde jetzt wieder eine aufgestellt. Zuständig ist die APAG. Man bekommt einen Chip (Transponder) und kann dann sein Rad in allen diesen Boxen parken. Hier klicken.
Referat, Kurzfilm, Anmeldung
Am kommenden Dienstag im Depot wird Professor Helge Hillnhütter von der Universität Trondheim ein Einführungsreferat halten. Die Verwaltung wird einen speziell für den Jahresdialog produzierten Kurzfilm uraufführen. Zudem werden die Gäste dann erfahren, welche vom Radentscheid in Aachen geforderten Maßnahmen eigentlich inzwischen umgesetzt werden konnten.
Wer an der Veranstaltung im Depot vor Ort oder auch digital teilnehmen möchte, kann sich per Mail anmelden: veranstaltungen-mobilitaet@mail.aachen.deWer sich aber nicht anmeldet, wird vermutlich auch nicht weggeschickt. Das Programm des Jahresdialogs, den Radverkehrsbericht 2023 in digitaler Fassung sowie weitere Informationen unter: www.aachen.de/radverkehr.
Wenn man bedenkt, wie leicht man Menschen dazu bringen kann, ihr Hab und Gut Unbekannten auszuhändigen, dann wundert man sich gar nicht mehr, dass enorm viele Menschen sich von Putins Drohungen so sehr beeindrucken lassen. Sie hören die absurden Behauptungen dieses Russen und seiner Kumpane und Presseleuten, glauben alles und bekommen Angst.
Hunderte sitzen in Russland in Büros an Computern und verfassen Meldungen in den sozialen Medien um Menschen in Deutschland zu ängstigen, sie um die Orientierung zu bringen, Falschinformationen in die Welt zu setzen und vieles mehr. Wer sich oft im Internet tummelt merkt: Es wird immer mehr und immer schlimmer. Alles hat nur ein Ziel: Die Menschen in Deutschland zu verwirren.
Hier wieder mal ein Text über einen Enkeltrick, wobei AachenNews.org längst aufgehört hat, jede diesbezügliche Polizeimeldung zu übernehmen. Die Polizei teilt mit:
Eine Frau ist am Dienstag, 5. März, mittags Opfer des Enkeltricks geworden. Kurz nach 13 Uhr hatte ein Mann bei der Frau angerufen und sich als ihr Enkel ausgegeben. Schluchzend schilderte er, dass er einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine Kaution hinterlegen müsse.
Die 89-jährige Würselenerin glaubte diese Geschichte und übergab keine zwei Stunden später eine Tasche mit Geld, Schmuck und anderen Wertgegenständen an eine Frau, die sich als Anwältin des vermeintlichen Enkels ausgab.
Erst später bemerkte die Rentnerin, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen war. Der Schaden: fast 140.000 Euro.
Und wieder der Hinweis der Polizei: „Bitte sprechen Sie gerade mit Ihren älteren Bekannten, Verwandten und Freunden über die Betrugsmasche und warnen Sie sie. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, versuchen Sie, ruhig zu bleiben, die Nerven zu bewahren und gehen Sie auf gar keinen Fall auf die Forderungen ein.“
Beenden Sie das Telefonat und informieren Sie umgehend die Leitstelle der Polizei Aachen unter der 110. (sk)
In der Mataréstraße gibt es ab sofort ein Lastenrad, das wartet drauf, sich nützlich zu machen. Unter Aachen.de/lastenrad muss man sich anmelden, die Anmeldung hat es in sich. Man muss diverse Daten angeben und seinen Personalausweis bereithalten sowie die Personalausweis-Nummer eingeben und dann noch mehr.
Nach einem umfangreichen Anmeldeverfahren kann man losfahren.Wenn es nicht gerade regnet wie verrückt, macht das bestimmt Spaß.
Ein erster Versuch, sich anzumelden, provoziert folgende Reaktion: „Die Seite dazu ist leider grottenschlecht programmiert. Eine online-Verifizierung meines Ausweises hat nur zur Sperrung meines Accounts geführt, weil die Seite zur Verifikation es nicht geschafft hat, ein Bild aufzunehmen… Veraltete Infos gibt’s noch obendrauf. Sehr schade!“
Eine 65-jährige Frau hat gestern am Abend viele Stunden lang die Polizei samt LKH aus Köln, die Feuerwehr und die Spitze der Aachener Stadtverwaltung in Atem gehalten. Die Frau hatte sich mit einer Schusswaffen-Attrappe im Luisenhospital am Aachener Boxgraben in einem Raum verschanzt. Sie soll versucht haben, in einem Bettenraum ein Feuer zu legen. Kurz nach 22.30 Uhr konnte sie überwältigt werden.
Einzelheiten wurden gestern Abend nicht bekannt, und auch heute ist das allermeiste unklar. Die Frau wurde mit Schüssen schließlich außer Gefecht gesetzt, sie soll danach schwer verletzt in einem Krankenwagen behandelt worden sein. Sie soll auch in Eschweiler in ihrer Wohnung versucht haben, ein Feuer zu legen.
Infos, die im Internet kursierten, dass es eine Geiselnahme gegeben habe, haben sich als falsch erwiesen.
Vor Ort waren selbstverständlich Journalist*innen der örtlichen Zeitung und des WDR präsent. Seriöse Infos bitte vorerst dort einsehen: Hier klicken.
Kleingärtner*innen sind ganz besondere Zeitgenossen. Sie sind unendlich fleißig und können viel verkraften, nur eins darf man ihnen nie antun: Ihnen ihre Parzellen wegnehmen und alle Gärten planieren. Es ist wie eine Vertreibung aus dem Paradies. Aus dem Paradies der Herzen.
Genau das wird bald mit einer Kleingartenanlage in Forst geschehen. Ihr Ende ist besiegelt, das Gelände wird in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Es geht hier um die Anlage Eifelbahn, das sind etwa 45 gepachtete Idyllen. Offenbar 1923 am Stadtrand errichtet, überstanden sie den Wahnsinn der Hitlerzeit, den 2. Weltkrieg, Nachkriegsnot, Wirtschaftswunder und Krisen ohne Ende. Das muss reichen, denn jetzt ist Schluss.
Ein Refugium für Menschen, die aus der Erde Lebensmittel ziehen können. Eine bewundernswerte Kunst, die dem Autor dieser Zeilen vollkommen abgeht.
Es gibt schon ein Ersatzgebiet in der Nähe einer anderen Schrebergarten-Anlage (Standort Sonnenscheinstraße, von den Eifelbahn-Gärtnern seinerzeit aus drei Möglichkeiten ausgesucht.) Schon seit 2018 hängt die Möglichkeit eines Umzugs über den Kleingärtnern. Manche haben daraufhin aufgegeben, pflegen ihre Parzelle jetzt nicht mehr, andere bleiben dran. Die konnte man am Samstag noch bei der Gartenarbeit antreffen.
In der Sonnenscheinstraße sollen (gerüchteweise) die Anwohner wenig erbaut sein von dem schon fest verabredeten Zuzug neuer Nachbarn. Vielleicht finden sich diese Personen ja am kommenden Dienstag im Bürgerforum in der 4. Gesamtschule zur Gesprächsrunde ein. Los geht es um 18 Uhr.
Etwa 35 Parzellen soll es in der Sonnenscheinstraße geben und einen Parkplatz, sofern diese Angaben noch aktuell sind. Die Stadt will kein neues Vereinsheim finanzieren, wohl aber eine Toilettenanlage. Ob das gutgeht? Eine Schrebergartenanlage ohne Vereinsheim? Schwer vorstellbar.
Foto: Das alte Vereinsheim der Anlage Eifelbahn, Brandenburgweg 11. Wird es nach dem Umzug kein neues Vereinsheim geben?
Die Lebenskünstler auf schmalem Grund wissen, dass Idyllen kein Geschenk, sondern ein Produkt menschlicher Arbeit sind. Sie seien stark verunsichert, sie würden einen Vertrauensverlust in alle bisherigen städtischen Ansprechpartner*innen beklagen (weil die Sache sich seit 2018 hinzieht) und „haben verständlicherweise große Sorgen um die zurückgehenden Mitgliedschaften, denn wer tritt einem Verein bei, dessen Anlage dem Erdboden gleich gemacht wird“.
Das steht so im Protokoll eine Versammlung der Kleingärtner mit Mathias Dopatka (SPD), die Anfang Dezember 2023 stattfand.
Vielleicht kommen schon Ende diesen Jahres die Bagger, vielleicht zieht sich der Abriss der Anlage Eifelbahn noch weiter hin. Wer weiß? Und was soll eigentlich auf diesem Flecken Erde einmal errichtet werden? Wird womöglich eine Kaltluftschneise zerstört?
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Beete, Sträucher, Hecken und Häuschen, ein Gehweg, ein Stück Heimat werden die Kleingärtner vermissen. Es gibt einen Abschied und einen Aufbruch in eine neue Ecke von Aachen: vom Brandenburgweg zur Sonnenscheinstraße.
Die Tagesordnung zur öffentlichen Sitzung des Bürgerforums (Dienstag, 5. März, 18 Uhr, in der 4. Gesamtschule, Zugang Rochusstraße) gibt es hier. Bitte TOP 5 sowie dort, unten, die beiden Anlagen anschauen.
UPDATE (08. 03.): Wie es beim Bürgerforum war, lest ihr hier.
Zu viele Menschen denken heute immer noch so: Hauptsache, wir haben schöne Brücken und breite Autobahnen. Und für ökonomisch und ökologisch nicht sinnvolle Einfamilienhäuser ( in späteren Zeiten dann jeweils zu groß) muss stets zuvor nicht versiegelte Fläche zur Verfügung stehen.
Aber in diesen Zeiten leben wir nun mal. Spektakulär war die Sprengung der Haarbachtalbrücke, viele hatten ihre Freude an den Bildern und Videos, die entstanden. Für Naturschützer stellen sich die Dinge etwas anders dar.
„Die Verwüstungen an der A544 sind viel größer als anfänglich gedacht“, teilte Hans Falk vom Aachener Baumschutzbund mit. Allerdings: Falk ist davon überzeugt, dass die Vernichtung sogar „viel größer als notwendig“ für eine neue Brücke ist. Die alte Brücke wurde am 30. Januar gesprengt. Dort wurden nun, weil die Autbahnbrücke erneuert werden muss, schätzungsweise 50 bis 60 Jahre Biotopentwicklung dem Erdboden gleichgemacht.
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Von dem traurigen Ende der Baumhasel an der Lütticher Straße/Ecke Hohenstaufenallee wurde hier schon oft berichtet (s. Abschied von einem Prachtexemplar). Direkt am Tag der Fällung hat es eine Neupflanzung gegeben. Der neue Baum ist so klein, man sieht ihn kaum. Ehe er den alten Baum ersetzen kann, werden Jahrzehnte vergehen.
Der alte Baum hatte den Neubau des nebenstehenden Wohnblocks (ab April 2020) nicht überlebt. Jetzt darf ein neues Bäumchen wachsen. Alle Fotos: Hans Falk
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Bei Spaziergängen steht man plötzlich vor kahlen Bahndämmen. Die Bahn hat in Aachen bis Ende Februar (ab März ist es verboten), noch gerodet. Nicht immer ist ersichtlich, wie die Bäume die Verkehrssicherheit hätten gefährden können.
Auf der Hüls gesehen.Diesen Kahlschlag verantwortet die Deutschen Bahn.
Die Aachener Balltreter sind auf dem besten Weg, von der 4. in die 3. Liga aufzusteigen. Und während die anderen Mannschaften in der 4. Liga höchstens mal vor maximal 5000 oder 6000 Zuschauer*innen spielen, bringen die Aachener Kicker regelmäßig 20.000 Menschen in ihr Stadion. Darunter viele Kinder.
Letzten Samstag waren es sogar 20.800. Darunter soll eine beachtliche Anzahl Fans mit rechter Gesinnung sein. z. B. auf der Stehtribüne hinter einem der Tore.
Auf ZEIT-online haben sich aktuell – hinter einer Bezahlschranke – zwei Autoren die Alemannia vorgeknöpft. Was wird berichtet? Es geht um die rechtsradikale Szene von vor 10 Jahren, vor 20 Jahren und dass sich heute wieder Rechtsradikale im Stadion einfinden würden. Auf den Stehplätzen, in der Geschäftsstelle, sogar beim Training im türkischen Belek sollen sie dabei gewesen sein.
„Wie Alemannia Aachen mit Rechtsextremen kooperiert“. Der Text beschreibt wahrscheinlich vieles korrekt, mit Sicherheit versaut er den Spielern die Stimmung. Das ist schade. Man könnte die Ansicht vertreten, dass allzu einfach von der Vergangenheit auf die Gegenwart geschlossen wird. Aber in der Gegenwart glänzte der Verein auch nicht gerade mit einem klaren Bekenntnis zur Demokratie.
Bundesweit machte die Vereinsspitze nämlich kürzlich Schlagzeilen, als man sich von einer Anti-Rechts-Demo in Aachen distanzierte. Das war voll daneben und brachte den Pennern bei der Alemannia-Spitze Beifall von der AfD ein. Image-mäßig war es eine Katastrophe.
Man gestand aber einen „Fehler“ ein, entschuldigte sich im Stadion und anhaltend in den Sozialen Medien.
„Gegen Rassismus, gegen Extremismus, Zesame.“
Vorwurf von ZEIT-online: Es seien drei altbekannte Hooligans im Stadion, und der Vereinsvorstand arbeite sogar mit ihnen zusammen. In dem Zusammenhang wird der Umgang des Vereins mit rechter Gewalt in den Neunzigern kritisiert – also vor mehr als 20 Jahren. Ohne das alles hier nacherzählen zu wollen, sei nur erwähnt, dass damals Fans verprügelt wurden, die sich gegen Rassismus, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit aussprachen.
Vor dem Spiel eine Choreo, die mancher Bundesliga-Verein so nicht zustande bringt. Nach einem gewonnen Spiel: Zuschauer und Spieler singen voller Freude zusammen.
Bei 20.800 Zuschauern haben jetzt also 200 oder 300 Hooligans dem großen Rest der Fans die Freude verdorben. Danke Hooligans.
Und das in einer Stadt, wo bei Demonstrationen einmal 10.000 Leute auf die Straße gingen und danach nochmal fast 20.000. Eine Stadt, wo bei einer fragwürdigen Abschiebung eines Asylbewerbers sofort 1000 Menschen vor dem Ausländeramt stehen und protestieren. Wo die AfD bei der Kommunalwahl deutlich unter 5 Prozent bleibt (und selbst in der StädteRegion implodiert ist). Wo es für Geflüchtete mehr Hilfseinrichtungen und Engagement gibt als in anderen Städten. (Und wo „Au Hur“ kein Schimpfwort ist.)
Nicht streng genug
„Laxer Umgang mit Problemfans“ und an den Eingängen würde nicht streng genug kontrolliert. Das werfen die beiden ZEIT-Online-Autoren Westerkamp und Fritsch dem Verein, der nach 10 Jahren endlich Chancen hat, aus der Regionalliga West rauszukommen, vor. Und: Bei jedem Spiel sei (seit Mai 2023) eine schwarze Fahne mit der Aufschrift „Boxstaffel Hooligans“ zu sehen. Diese Staffel treffe sich zu Prügeleien. Und auf Instagram sei auch was gefunden worden. Dazu Hakenkreuz-Tattoos und Reichsadler-Tattoos bei Fans.
Das mag alles stimmen. AachenNews.org (die letzten 7 Heimspiele immer im Stadion anwesend) hat alles, was vorgeworfen wird, dort noch nie gesehen und erlebt. Hat aber vielleicht auch keine Ahnung von der Fanszene, das kann tatsächlich sein. Deshalb gilt: Wer wissen will, was los ist bei der Alemannia, muss zum Tivoli gehen und sich selbst ein Bild machen. (Platz auf der Haupttribüne einnehmen, da kann man die Fans aus sicherem Abstand beobachten.) Die Stimmung ist einzigartig, und selbst bei Auswärtsspielen hat man das Gefühl, bei einem Heimspiel zu sein. So viele Fans fahren mit.
Die Polizei hatte auf Nachfrage bis jetzt nichts zu beanstanden, will sich aber noch äußern.
Chemo berichtet über sich. Er wird in dem ZEIT-online Text genannt. Ein Podcast mit schwierigen Aussagen. Chemo verkörpert alles, was „normalen Menschen“ Angst macht.
Durch Zufall kam Peter Bahnen morgens um 8 Uhr an dem Baum (Ecke Lütticher Straße/Hohenstaufenallee) vorbei, als die Demontierung der Baumhasel begann. Bahnen schreibt, was er sah, habe ihn zu einem an Bert Brechts „Pflaumenbaum“‘ angelehnten Gedicht inspiriert.
Einiges wurde versucht, nichts brachte Erfolg. Der Baum hat vermutlich wegen des Neubau nebenan nicht überlebt. Er wurde gefällt.Es gab bei AachenNews.org viele Zuschriften, in denen der Umgang mit Bäumen betrauert wird. Mehr Infos hier
Der Haselbaum
Am Straßenrand der Haselbaum
der war groß, man glaubt es kaum
Der Stadt war es zu dumm:
Sie sägt ihn einfach um.
Das Stadtgrün sollte dichter wer’n
ja, grüner hätt’s der Bürger gern.
’s ist keine Red‘ davon:
Man haut es in die Tonn‘.
Das grüne Aachen sieht man kaum,
weil es so wenig Bäume hat.
Die Zeitung jübelt’s trotzdem hoch,
das subalterne Blatt.
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BERTOLT BRECHT
Der Pflaumenbaum
Im Hofe steht ein Pflaumenbaum Der ist klein, man glaubt es kaum. Er hat ein Gitter drum So tritt ihn keiner um.
Der Kleine kann nicht größer wer’n. Ja größer wer’n, das möcht er gern. ’s ist keine Red davon Er hat zu wenig Sonn.
Den Pflaumenbaum glaubt man ihm kaum Weil er nie eine Pflaume hat Doch er ist ein Pflaumenbaum Man kennt es an dem Blatt.
Mit eurer Hilfe entsteht ein kompletter Lärmaktionsplan
Die aktuelle, neu berechnete Lärmkarte für die Stadt Aachen wurde jetzt erstellt. Die detaillierte Karte ist auf www.aachen.de/laermschutz zu finden. In Kürze ist sie auch auf dem Umgebungslärmportal des Landes NRW unter www.umgebungslaerm.nrw.de abrufbar.
Am morgigen Freitag, 1. März, startet die frühzeitige Bürger*innenbeteiligung zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans der Stadt. Das teilte das Presseamt mit. Bis zum 24. März 2024 könne jeder Hinweise und Anmerkungen zu belastendem Lärm in seiner Umgebung geben. Ein Link zum entsprechenden Fragebogen – online ausfüllbar oder zum Download – ist unter www.aachen.de/laermschutz in der Bekanntmachung zur Lärmkarte hinterlegt.
Die Beteiligung fließt konkret in die Fortschreibung des aktuellen Lärmaktionsplans ein, der Maßnahmen zur Eindämmung und Verringerung von Umgebungslärm für die nächsten Jahre beschreibt. Lärmaktionspläne der Kommunen müssen, genau wie die Lärmkarten, nach EU-Recht und Umsetzung im Bundesimmissionsschutzgesetz, regelmäßig alle fünf Jahre aktualisiert werden.
Ansprechpartner*innen und Infos
Ansprechpartner*innen und Informationen zur Lärmaktionsplanung und zu Lärmfragen allgemein findet man im Fachbereich Umwelt, Abteilung Immissions- und Klimaschutz. Die Kontakte sind ebenfalls auf www.aachen.de/laermschutz hinterlegt.
Am Donnerstag, 23. April, 18.30 Uhr, imLudwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Str. 97–109, Veranstaltung mit dem Titel: Dabei sein ist alles? – Verbindet der Sport Europa? Fördern Breiten- und Leistungssport die europäische Integration und die Verständigung? Nach den Olympischen Winterspielen in Italien, vor der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko und der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen steht dieses Thema im Mittelpunkt. Stärkt Sport die Verständigung oder behindern die zunehmende Kommerzialisierung und das zum Teil problematische Fan-Verhalten diesen Prozess?
Gäste:
Michael Mronz, IOC-Mitglied
Almuth Schult, Fußball-Olympiasiegerin
Frank Busemann, Silbermedaillen-Gewinner im Zehnkampf von 1996
Rica Reinisch, dreifache Schwimm-Olympiasiegerin
Prof. Jürgen Mittag, Deutsche Sporthochschule
Moderation: Carina Dilg, Reporterin der ARD Sportschau bei den olympischen Winterspielen 2026
Eintritt: frei | Anmeldung unter https://karlspreis.events Veranstalterinnen und Veranstalter: Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen.
Funde am Theater
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr. Die Ausstellung „Spuren der Geschichte. Historische Funde am Theaterplatz“ läuft bis zum 1. Juli.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Baden für 1 Euro
Bis Freitag, 24. April, erhalten alle Studierenden gegen Vorlage ihres Studierendenausweises für nur 1 Euro während der regulären Öffnungszeiten Eintritt in die Elisabethhalle. Dort können sie sich vom einmaligen Flair dieses Kleinods der Badkultur im Jugendstil verzaubern lassen. Die aktuellen Öffnungszeiten sind unter www.aachen.de/schwimmen abrufbar.
Critical Mass
Die Critical Mass fährt am Freitag, 24. April, eine lockere Runde durch Aachen: friedlich und verkehrskonform aus Freude am Radfahren. Treffpunkt 18 Uhr, los geht es um 18.15 Uhr ab Elisenbrunnen. EIN Radfahrer fällt kaum auf, einhundert RadfahrerInnen dagegen schon. Egal, ob du das Fahrrad als Fahrzeug, Sportgerät, Lebensweise, Transportgerät oder ähnliches siehst, bist du eingeladen, mitzufahren. Dazu der passende Film. Sehenswert. https://www.youtube.com/watch?v=R5jQc1jXLAU
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.