Was es in Aachen geben sollte. Folge 1: Nacht-Bürgermeister

Den Björn Jansen, der jetzt in Aachen Oberbürgermeister-Kandiadt der SPD ist, kenne ich nicht, aber mit seiner Kandidatur steht er komplett auf verlorenem Posten.

Nur: Auch als von vornherein feststehender Loser kann er natürlich die Finger in die Wunden legen und es mit ein paar Vorschlägen bei bestimmten Bevölkerungsschichten krachen lassen. Piraten versuchen das auch so, wenn sie irgendwo als chancenlose Bürgermeister kandidieren.

Der Aachener OB hat sich beispielsweise in Sachen Club-Szene klar auf die Seite der Anwohner gestellt. Die sollen ihre Ruhe haben, nicht aus der Innenstadt wegziehen – in ruhigere Wohngebiete. Ich bin ja selbst Innenstadt-Bewohnerin (wie etwa 40.000 andere) und für uns wird wirklich viel getan.

ABER: Der Gegenkandidat kann sich, da ohnehin Verlierer, auf die Seite der vielen Studenten und jungen Menschen stellen. Auch die vielen Singles in der Single-Hochburg Aachen sind ja eher feierfreudige Leute. Und warum sollte Björn Jansen die Wiederbelebung der Party-Szene nicht zu einem seiner Hauptthemen machen?

Es ist doch tatsächlich so, dass es mit der Szene-Kultur in der alten Kaiserstadt seit etwas mehr als zehn Jahren krass abwärts geht. Wo will ich denn, wie noch vor Jahren beispielsweise im Westbahnhof, bis 4 Uhr morgens tanzen und abfeiern? Wo, verdammt noch mal? Ich erinnere mich noch sehr gut, wie die Leute in der Jakobstraße sonntags gegen 4 Uhr morgens nach Hause kamen, in fast jedes Haus einer/eine. Heute sind dort ab 22 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt.

Wiederbelebung des Aachener Nachtlebens könnte eine Forderung sein, von wem auch immer. Demnächst folgt hier ein kleiner Text über die nächste mögliche Forderung im Wahlkampf, die da lautet „Kein Kind ohne Mahlzeit“.

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Eine Antwort zu Was es in Aachen geben sollte. Folge 1: Nacht-Bürgermeister

  1. feuertinte schreibt:

    Geschlossen haben – was mir spontan einfällt – bisher: Westbahnhof, Malteserkeller, Fifty Five, Stairs und bald auch Jakobshof und Aoxomoxoa. Es sind aber noch mehr.
    Das bedeutet: Verlust an Lebensqualität und an Möglichkeiten für ein soziales Miteinander. Ein Verlust an Kultur-Gastronomie.
    Ein Beispiel für Soziales: Dass und warum man eine Lokation boykottiert, wenn dort eine rassistische Einlasspolitik betrieben wird, das weiß man nicht automatisch, das setzt einen Lernprozess voraus. Da müssen Diskussionen stattfinden und Aktionen, in deren Rahmen man sich dann zum Beispiel über Rassismus Gedanken macht.

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