Kleine Ausstellung, großes Thema

Eine kleine Wanderausstellung mit Fotos von Pulitzerpreisträger Daniel Etter ist jetzt im DEPOT in Aachen, Talstraße 2, eröffnet worden. Zu sehen sind Fotos von Flüchtlingen. „41.000 Kilometer“, so lautet der Titel der Schau.

Daniel Etter aus Solingen, Jahrgang 1980, ist ein international renommierter Fotograf und Autor. Er arbeitet unter anderem für den Stern, den Spiegel und die New York Times. Einzelne Fotos von ihm wurden verwendet, um die Flüchtlings-Berichterstattung zu illustrieren. Sie wurden tausendfach in den Sozialen Netzwerken geteilt und gingen so um die Welt.

 Die abgebildeten Menschen sind sozusagen in einem Zwischenstadium angekommen: Nicht mehr zu Hause und auch noch nicht am Ziel. Sie befinden sich an den Rändern Europas, etwa in Istanbul in einem Keller als Textilarbeiter, wo sie das Geld für die nächste Fluchtstrecke verdienen, oder an einem Strand in Griechenland, wo sie nicht bleiben können.

Gezeigt werden 18 Farbfotos, die unter die Haut gehen. „Bedenke, Betrachterin, wie gut es dir geht, dass du nicht von Krieg, Bürgerkrieg und religiösem Fanatismus betroffen bist.“ Das riefen mir die Bilder zu. Und: Glück gehabt!

Zur Eröffnung der Ausstellung gab es ein Rahmenprogramm, das mir sehr gefallen hat. Es gab kurze Vorträge und einen Auftritt der Musikgruppe „Babylon Tamam“. Ab dem 2. März sind die Fotos bis zum 7. März im Westpark-Viertel ausgestellt. Dort ist im Westend Pavillon, Altenheim St. Elisabeth, Welkenrather Straße 69-71, Eröffnung am Freitag, 2. März, um 18.30 Uhr. Später ist die Schau noch in Richterich zu sehen.

 

Bis zum 1. März sind die Bilder im DEPOT in Aachens Ostviertel zu sehen. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 12 bis 15 Uhr. Dienstag und Donnerstag, 10 bis 14 Uhr. Montags geschlossen.

 

***

Unten: 3 Fotos vom DEPOT (innen). Die Ausstellung habe ich nicht fotografiert. Fragen des Urheberrechts müssen – unabhängig von dieser Schau  – generell einmal geklärt werden. Daran arbeitet in Brüssel im EU-Parlament mit unvorstellbar viel Energie Julia Reda . Daniel Etters eindrucksvolle Fotos seht ihr hier.

Die Räume des DEPOT in der Talstraße, wo die Ausstellung zu sehen ist, sind außergewöhnlich schön hergerichtet geworden. Dort hält man sich gerne auf.

Es ist noch deutlich zu erkennen, dass das DEPOT einmal eine Garage für die Straßenbahn war.Was auch kaum jemand weiß: Es gibt dort auch ein Café, wo sich Arbeitsgruppen gut treffen können.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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