Gastronomie, Hotels und ein Shopping LAB

Der Pastorplatz. Personen wurden bei der Versammlung mal lieber nicht fotografiert – wegen der DSGVO. Die Redaktion wartet mal ab, wie sich die Sache entwickelt.        Foto: Archiv

Zwischen Oppenhoffallee und A’weg befindet sich ein häßlicher Platz, der Pastorplatz. Dort gab es eine Bürger*innenversammlung. Die Stadtverwaltung hatte eingeladen, wollte mit den Leuten vor Ort absprechen, wie der Platz zu verschönern sei.

Es kamen zwischen 50 und 60 Menschen aus der Nachbarschaft, die die Pläne der Verwaltung schon mal ziemlich gut fanden. Es gab viel Feedback, was auch aufgenommen wurde. Es kommen schöne Bänke auf den Platz, ein Bücherschrank und eine neue Bepflanzung sowie Wege und neue Bäume. Was genau in die Mitte hin soll, ist noch unklar, es gab aber Vorschläge: Springbrunnen, Denkmal an Verwandte von Anne Frank, die dort mal gewohnt haben, eine Möglichkeit zum Grillen . . . Es gab auch die Idee, dass z. B. für die Bepflanzungen Patenschaften vergeben werden sollen, damit sich dann auch jemand kümmert. Und für den Bücherschrank hat sich ebenfalls gleich jemand gemeldet. (Infos: hen.b.).

Alles wird erst frühestens Ende 2019 fertig. Das ist noch so lang hin, weil die jetzt noch nötigen, bürokratischen Abstimmungsprozeduren so langatmig gestaltet sind, wie es vielleicht in den 1980er Jahren mal gut war, heute aber nicht mehr. Da besteht Reform-Bedarf.

***

Die Gastronomen von Aachen sind sauer, weil der Rat beschlossen hat, dass bezüglich der Außengastronomie den Fußgängern (und nicht den Tischen und Stühlen) mehr Platz eingeräumt werden muss. Die Angelegenheit wurde lang und breit und kontrovers im Bürgerforum diskutiert. Das war sehr informativ.

Die Gastwirte meinten, viele Gaststätten in Aachen seien nur deshalb rentabel zu betreiben, weil mit den Außengastronomie-Einkünften eines guten Sommers die Defizite von Winter und verregnetem Frühling ausgeglichen werden könnten. Schließlich: Die Aachener*innen sitzen tatsächlich nicht mehr so gern und oft in ihren Kneipen rum wie in früheren Zeiten. Aber draußen zu sitzen und Bier/Kaffee/Kakao (überteuert) zu trinken, und das beim ersten Sonnenstrahl, das ist sehr beliebt. Entsprechend vollgestellt sind die Bürgersteige.

„Gegen den Verlust der Außengastronomie“, ist da zu lesen.   Foto: Nadine van der Meulen

Doch die Fußgänger dürfen nicht aus Platzmangel vom Bürgersteig runter auf die Straße getrieben werden, von Eltern mit Kinderwagen und Behinderten gar nicht erst zu reden. Die Gastronomie ist enttäuscht, sieht sich vor dem Ruin und das Aachener Flair schwinden. Die Lösung: Parkplätze am Straßenrand in Freiflächen für Tische und Stühle umwandeln. Aber das wollten CDU und SPD natürlich nicht. Schade.

***

Kommenden Dienstag, ab 17 Uhr, geht es bei der öffentlichen Sitzung des Bürgerforums um die Frage: „Welche Einflussmöglichkeiten hat die Stadt zukünftig bei der Sammlung von Kunststoffabfällen? Gibt es Alternativen zum Gelben Sack?“. Außerdem wird über die Forderung einer wöchentlichen Leerung der Biotonnen, über die Optimierung der Reitwege, über die Umgestaltung der Straße Im Johannistal und über die Verkehrssituation in der Junkerstraße gesprochen.

Ganz zuletzt auf der Tagesordnung: Das aktuell stark diskutierte Thema „Neues Kurhausneben dem Eurogress. Dabei geht es um das passende Sanierungs- und Nutzungskonzept. Man sieht sich im Ratssaal vom Rathaus.

***

Der WDR schockte mit der Meldung, die Hotels in Aachen seien nicht ausgelastet, seien „kaum gefragt“, weil nur zu 40 Prozent belegt. Dabei konnte man nicht erfahren, dass es sich um Zahlen aus dem 1. Quartal 2018 handelt, wo es in der Aachener Hotelbranche immer eine Flaute gibt. 40 Prozent halte ich da, ganz ehrlich, für einen ziemlich guten Wert. Wenn man bedenkt, dass im Januar und Februar so gut wie kein Tourist nach Aachen kommt.

Das Hotelgewerbe mahnt an, es müssten mehr große Kongresse in Aachen stattfinden. Das wäre aber nur möglich, wenn das Eurogress auch die Hallen des Neuen Kurhauses bespielen könnte. Kann das sein, dass die Hotelbranche schon mal ihre Wünsche bezüglich es Neuen Kurhaus öffentlich macht? Wäre zu wünschen, dass auch die Kulturszene diesbezüglich auf die Hufe kommt.

***

Ein „Zukunftsforum für den lokalen Einzelhandel“ hat in der Komphausbadstraße 10 (einst Café Alex im ehemaligen Lust for Life) seine Tore geöffnet. Was sich da mal abspielen wird? Wir wissen es nicht.

Die Veranstalterinnen schreiben: „Fakt ist, dass die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft auch das Kaufverhalten der Menschen ändert. Darauf muss der lokale Einzelhandel reagieren. Welche Chancen stecken darin? Welche Möglichkeiten bieten neue Technologien? Welche Lösung past für welches Unternehmen? Die Antworten zu diesen und weiteren Fragen geben wir im Shopping Lab Aachen.“

Offen jeden Mittwoch bis Freitag von 11.30 bis 16.30 Uhr.

s. auch shopping-lab-aachen.de

 

Advertisements

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Gastronomie, Hotels und ein Shopping LAB

  1. Pingback: Gastronomie, Hotels und das Neue Kurhaus – Piratenpartei Aachen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.