Architektur, Arkaden, Alemannia und Angst

Waren Samstag, 23. Juni,  zu besichtigen: Häuser in der Zeppelinstraße 23-29.

Heute lohnt sich ein Gang in die Aachener Zeppelinstraße. Dort befindet sich eine Wohnanlage samt Supergarten, alles kann anlässlich des „Tag der Architektur“ von 11 bis 19 Uhr besichtigt werden. Übrigens NICHT am morgigen Sonntag, 24. Juni, wie ich irgendwo gelesen habe. Es gibt Führungen, bei denen die Architekten die Besonderheiten der Wohnanlage erklären.

Hier habe ich bereits einmal über die sehenswerte Anlage in meiner Nachbarschaft berichtet. https://aachennews.org/2017/07/23/wer-sehen-kann-ist-klar-im-vorteil/

Ein Gang ins Shopping-Center Aachen-Arkaden lohnt sich indes bald nicht mehr. Ab September wird es dort viel Leerstand geben. So gut wie alle Mieter ziehen aus. Zu denen, die bleiben wollen, gehören Netto, H & M, das Gesundheitsamt und der DM-Drogeriemarkt. Da stimmen offenbar die Umsätze.

Seit zehn Jahren gibt es die Aachen-Arkaden mit ihren 16.000 Quadratmetern Verkaufsfläche jetzt, viele Mietverträge laufen im September aus. Wer oder was die leeren Räume einmal füllen wird, ist noch völlig unklar, es ist von einem Umbau die Rede. Ob man aus dem Gebäude auch einen großen Hörsaal als Ableger des neuen Campus oder ein Wohngebäude machen kann? Schön wäre es.

Die Arkaden gehören einem Immobilienunternehmen mit Sitz in Berlin. Schon oft wechselte der Besitzer, zuletzt im April 2017.

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Unser aller Lieblings-Fußballverein, die Alemannia, hat jetzt eine E-Sport-Abteilung gegründet. Das erste Turnier ist bereits geplant, es soll am 1. und am 21. Juli stattfinden. Meldet euch an über Facebook  https://www.facebook.com/AlemanniaAachenFutsal
oder unter esports at alemannia-aachen-futsal.de Kontakt aufnehmen. Hoffen wir mal, dass die Alemannia demnächst mit e-Sport in die Bundesliga gelangt, unwahrscheinlich ist das nicht.

Wer von Sport nichts hält und Literatur mag, kann ins Ludwig Forum (LuFo) gehen. Im Hof des Forums heißt es bald wieder: „Sag’s durch die Blume!“ Die Fachschaft Kommunikationswissenschaft & Psychologie der RWTH Aachen lädt zum Poetry Slam unter freiem Himmel ein – am Mittwoch, 27. Juni, ab 19Uhr. Schon ab 18 Uhr trifft man sich an der LuFo-Bar (Jülicher Str. 97-109) Eintritt: 4 Euro. Der Slam findet im Hof statt, bei schlechtem Wetter in der Loggia.

Ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit, bei dem neue und alte Poeten ihre Texte vortragen. Das können Gedichte oder Kurzgeschichten, lustige oder nachdenkliche Texte sein – die Hauptsache ist, sie sind selbst geschrieben und werden innerhalb der vorgegebenen Zeit von 5 Minuten vorgetragen. Die Entscheidung darüber, wer der Sieger des Abends wird, liegt allein beim Publikum.

Wer ins Rathaus geht, kann was erleben: Zuletzt bei der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Dort diskutierten Aachens Kommunalpolitiker über die „Terrorpoller“ genannten Pilomaten, die uns vor Terrorattacken und Angst-Attacken bezüglich Terroranschlägen schützen sollen. Die Pilomaten sind so gut wie nie ausgefahren, nie zu sehen, wieso wurden sie dann eigentlich angeschafft?

Bei der Karlspreisverleihung, beim Handwerkermarkt: Fehlanzeige. An Tagen, wo hunderte Menschen (angstlos) in der Innenstadt vor Cafés rumsitzen und

Vor dem Rathaus von Aachen: Dort sitzen oft hunderte Menschen. Schützen Pilomaten sie vor Terrorattacken? Haben sie denn gar keine Angst? Foto: Archiv.

sich des Lebens freuen, bleiben die Pfosten unter der Erde. Und weitere sollen eingebaut werden. Wozu? Bei Stadtfesten immer die Zufahrtsstraßen zum Marktplatz mit Lkw zuzustellen, das sei teuer und umständlich, war zu erfahren.

Was Ängstliche sich fragen: „Funktionieren die Pilomaten überhaupt?“- All diese Infos sollen möglichst Terroristen nicht erhalten, weshalb der Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung auch in öffentlicher Sitzung nichts genaues mitteilte. Nur, dass weitere Anti-Terror-Pfosten aufgestellt werden: Markt-Büchel/Rethelstraße, Markt-Größkölnstraße, Ursulinerstraße/Buchkremerstraße. Alles wird im Laufe diesen Jahres realisiert. Kosten 450.000 Euro.

Ausfahrbare Poller – wie seit eh und je vor der Synagoge befindlich – sind gefragt und teuer. Es gab niemanden in der Sitzung, der die Teile als „wirkungsarmen, teurer Schwachsinn“ bezeichnet hätte. Schlüssel zum Hoch- und Runterfahren der Poller haben angeblich z. B. Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt.

Poetry Slams im Hof des Ludwig Forums, Jülicher Straße, sind meistens gut besucht und ein Riesenspaß.        Foto: Stadtverwaltung/Presseamt

Über uebergangshymne

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Eine Antwort zu Architektur, Arkaden, Alemannia und Angst

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