Mord in der Geisterbahn. Olaf Müller hat einen Krimi geschrieben.

Das Buch von Olaf Müller: „Rurschatten“ ist lesenswert, besonders wenn man sich in Aachen oder Düren auskennt. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen seien übrigens „rein zufällig“, schreibt der Autor vorweg.

Mit allerhand Vergnügen habe ich den Kriminalroman „Rurschatten“ von Olaf Müller gelesen. Das Buch habe ich mir in der Stadtbibliothek in Aachen ausgeliehen.

Die Lektüre hat mächtig Spaß gemacht, obwohl ich gar nicht gerne Krimis lese. Aber Olaf Müllers Buch ist sehr spannend, flott geschrieben, mit teils echt humorvollen Dialogen, die die im Raum Aachen gesprochene Sprache verwenden. Die Handlung spielt in Aachen, Düren, Lüttich und am Rursee, und es geht – was die Ortswechsel betrifft – mächtig hin und her. Die Kommissare sind ständig unterwegs.

Worum geht es in dem Krimi? Um einen Mord natürlich. In der Geisterbahn in Düren wird während der Annakirmes ein betagter, sehr wohlhabender und angesehener Mann ermordet. Jeder in Düren fragt sich nun, was der alte Herr in der Geisterbahn zu suchen hatte und wer ihn vom Leben zum Tod beförderte? Besonders lange hätte der Greis ohnehin nicht mehr gelebt. . .

Am Anfang kommen die Aachener Kommissare mit ihrer Recherche nicht vom Fleck. Hat der Mord etwas mit einem Atomunfall, einem Beinahe-GAU in Jülich zu tun? Oder mit dem Pumpspeicherkraftwerk am Rursee, das einige bauen, andere aber unbedingt verhindern wollen? Oder doch mit der dunklen Vergangenheit des Opfers zur Nazizeit? Oder wollte sich eine frühere Angestellte rächen? Und was hat es mit den „Rurschatten“ auf sich?

Die im Buch vorkommenden Personen scheint man irgendwie alle zu kennen. Mir jedenfalls kamen sie bekannt vor. Außerdem ist es ja amüsant, wenn man die Örtlichkeiten genau kennt und im Kopf die Straßen und Lokalitäten  abschreitet, die da aufgesucht werden. Die Kommissare sind von Lüttich begeistert (klar) und vom Reitturnier  genervt (warum?). Und da ich den Autor persönlich kenne, musste ich wirklich gelegentlich lachen: Der Autor ist Sozialdemokrat, und die Szene, in der zwei grüne Kommunalpolitiker aus der Eifel vorkommen, fand ich zum Schreien komisch.

Auf 248 Seiten entspannt sich eine Geschichte um den Mord an einem alten Papierfabrikanten, die sich im Urlaub schön lesen lässt. Die Handlung mit viel Lokalkolorit spielt im Jahr 2008, sie ist spannend und leicht nachvollziehbar. Das Buch bringe ich heute noch in die Stadtbibliothek zurück, es kann ab Montag dort ausgeliehen werden.

***

Olaf Müller ist in Düren geboren, wo er auch wohnt. Er arbeitet in Aachen und leitet seit 2007 mit großem Engagement den Kulturbetrieb der Stadt Aachen. Zuvor hat er Germanistik und Komparatistik studiert und davor sogar noch eine Ausbildung als Buchhändler absolviert.

Save the date: Am Mittwoch, 26. 09., gibt es in der Stadtbibliothek in Aachen, Couvenstraße 15, eine Lesung mit Olaf Müller. Sie findet statt im Rahmen der Aachener Krimitage und beginnt um 19 Uhr.

Olaf Müller, „Rurschatten“, Gmeiner-Verlag GmbH, ISBN 978-3-8392-2331-4. Preis: 12 Euro.

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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