Peng! Umstrittene Aktion gegen Polizeigewalt

Das Künstler-Kollektiv Peng!, das erst kürzlich mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wurde, ist weiter kreativ und hat sich eine neue Aktion ausgedacht. Für diese Aktion wird das Kollektiv aus Berlin in der Presse teils umfassend beschimpft.

In Aachen konnte man die Leute kennenlernen, die von sich sagen, sie machen politische Kunst. Die Aktivitäten von Peng! ziehen Menschen, die nicht viel nachdenken, den Boden unter den Füßen weg. Manch einer lässt sich zu Morddrohungen hinreißen.

Peng! forderte zum Beispiel alle Zeitgenossen auf, Geflüchteten Mitfahrgelegenheiten über eine europäische Grenze anzubieten. Beatrix von Storch, prominente Politikerin der AfD, klatschten die Aktivisten von Peng! eine Sahnetorte ins Gesicht. Storch hatte sich kurz zuvor für den Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze ausgesprochen. Peng! fordert immer zu zivilem Ungehorsam auf, so auch mit der Aktion „Deutschland geht klauen“.

Jetzt wird es aber erst recht Morddrohungen hageln, denn die „Meister des zivilen Ungehorsams“ (Selbstbezeichnung) fordern uns auf, uns an der Erstellung einer „Cop Map“ zu beteiligen. Zusammen mit einem Kollektiv aus München prangern die Berliner die geplante Ausweitung der polizeilichen Befugnisse an. Wie jeder weiß, darf die Polizei in Bayern bald jeden und jede festnehmen nur mit dem Hinweis, es sei „Gefahr im Verzug“ (unbegrenzte präventive Haft ohne Pflichtverteidiger). Wann Gefahr im Verzug ist, entscheidet die Polizei selbst vor Ort. Schön, nee?

So werde, laut Peng!, die Polizei selbst zur Gefahr. Und deshalb sollten auf einer Karte im Internet alle Polizisten, die irgendjemand auffallen, verzeichnet werden. Ob man das so wörtlich nehmen soll? Einige tun es schon. „Drohende Gefahr“ lautet der Titel der Aktion, und hier könnt ihr euch selbst ein Bild machen. https://www.drohende-gefahr.de

Eine „Drohende Gefahr“ waren Polizisten ja zuletzt für die Waldbesetzer*innen im Hambacher Forst. Aber auch Illegale, Prostituierte, Obdachlose, Dunkelhäutige, Hausbesetzer oder andere Minderheiten mögen Polizisten als eine Gefahr betrachten. Schau nach bei amnesty

Mehr Infos (hier auf: gerade nicht   klicken) in der TAZ. 

Tosenden Applaus gab es am 1. September 2018 in Aachen in der Aula Carolina für die Aktivisten-Gruppe Peng!. Die Berliner wurden mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

 

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