LVR-Bilanz und „100 jahre bauhaus im westen“

Eine schöne Bilanz: Im zurückliegenden Jahr interessierten sich etwa 3,2 Millionen Menschen für die Kultur-Angebote des Landschaftsverband (LVR).

Davon haben rund 1,35 Millionen Gäste die 14 Museen des LVR besucht, so teilte die LVR-Pressestelle jetzt mit. „Damit liegen wir über den Zahlen des Vorjahres“, bilanziert Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Landschaftliche Kulturpflege. 2017 lag die Zahl bei 1,23 Millionen.

Doch nicht nur mit seinen eigenen Museen und Kulturdienststellen leistet der LVR einen Beitrag zum Erhalt des rheinischen Kulturerbes. Auch in den sieben vom LVR geförderten Einrichtungen im LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe können sich die Zahlen sehen lassen: Knapp 1,9 Millionen Menschen interessierten sich für das Welterbe Stiftung Zollverein, das Energeticon Alsdorf, den Zinkhütter Hof in Stolberg, die Römerthermen in Zülpich, das Rote Haus in Monschau, das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen oder Vogelsang IP in Schleiden.

Neben der fachlichen Beratung leistet der LVR hier mit insgesamt über 3 Millionen Euro wichtige finanzielle Unterstützung.

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2019 ist Bauhaus-Jahr. Mit dem Verbundprojekt „100 jahre bauhaus im westen“ zeigt der LVR gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bis 2020, welche gesellschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Impulse das Bauhaus auch in NRW gegeben hat. Unter der Überschrift „Gestaltung und Demokratie“ erinnert es gleichzeitig auch an die Gründung der Weimarer Republik. Schade nur, dass es in Aachen zum Bauhaus-Leiter und Architekten Ludwig Mies van der Rohe keine Ausstellung gibt. Mies war Aachener und zu seiner Zeit ein ultra-cooler Typ.

Nach dem offiziellen Start auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen finden nun bis ins Jahr 2020 zahlreiche Ausstellungen, Tagungen, Vorträge, Vorführungen, Exkursionen statt. So ist ab dem 23. Januar die Ausstellung des LVR und LWL „Weimar im Westen – Republik der Gegensätze“ im Düsseldorfer Landtag bis 10. Februar zu sehen.

Auch die LVR-Museen beteiligen sich mit Ausstellungen am Bauhaus-Projekt, zum Beispiel zeigt das LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller in Euskirchen ab dem 17. Februar „Mythos Neue Frau. Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ und beschäftigt sich mit dem Frauenbild und der Genese eines neuen Kleidungsstils in den 1920er Jahren.

Weitere Informationen zu dem umfangreichen Programm unter: www.bauhaus100-im-westen.de

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In den LVR-Museen erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem diese Ausstellungen:

Bis Ende Februar zeigt das Max Ernst Museum Brühl des LVR die bereits viel beachtete Ausstellung „Dream Lover“ mit Werken von Ruth Marten. Ab Herbst sind visionäre Bildwelten des französischen Comiczeichners Jean Giraud zu sehen, der unter dem Namen „Mœbius“ international bekannt geworden ist.

Immer stärker wird das LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler als touristisches Ausflugsziel und Veranstaltungsort wahrgenommen und besucht, im vergangenen Jahr von knapp 90.000 Menschen. Für die kommenden Jahre ist ein weiterer Ausbau der Angebote vorgesehen.

Auch das Groß-Projekt „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln„in der Kölner Innenstadt schreitet weiter voran. Dieses Kooperationsprojekt des LVR und der Stadt Köln stellt einen Rundgang durch 2.000 Jahre Stadtgeschichte vor und unter dem Kölner Rathaus in den Mittelpunkt. Künftig werden hier die bedeutendsten archäologischen Zeugnisse der Kölner Stadtgeschichte, das römische Praetorium, das mittelalterliche jüdische Viertel und das Goldschmiedeviertel gezeigt. Die bauliche Verantwortung trägt die Stadt Köln, der LVR erarbeitet die Konzeption und übernimmt die Trägerschaft.

Hunderte Gebäude im Bauhaus-Stil (in Tel Aviv, wohin viele Architekten in der Nazi-Zeit geflüchtet waren) hat die Aachener Fotografin Irmel Kamp dokumentiert und die Fotos ausgestellt. – 30 Jahre nach den Aufnahmen hat sie sich wieder nach Tel Aviv begeben und ermittelt, was aus den Gebäuden geworden ist. Ihre neuen Fotos sollen demnächst in Düsseldorf und in Aachen (!) zu sehen sein.

Arndt Lorenz hat für den WDR einen Beitrag gefertigt. Sehenswert. #

(Nur noch zu sehen bis 22. 11. 2019)

 

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