Nach der Wahl, I

Die Schlacht ist geschlagen. Ich gratuliere den Grünen und den Spaßvögeln von Die Partei und auch Volt, ihr habt in Aachen sehr viele Stimmen geholt. Die Partei sogar fast viermal so viel wie die Piraten.

Dass so wenige Menschen die Piratenpartei gewählt haben, macht mich – ganz ehrlich – etwas sehr traurig. Obwohl die Piratenpartei jetzt, verstärkt durch drei Kollegen aus Tschechien, mit insgesamt vier Personen im Europäischen Parlament vertreten ist. Vorher eine (Julia Reda), jetzt vier. . . . seufz,  na ja.

Nur wenige Aachener Stimmen für die Piraten! Und wenn man das jetzige Ergebnis auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr übertragen würde: Dann wären Piraten statt mit drei nur noch mit einem Sitz im Rat der Stadt vertreten. Sie wären praktisch – weil keine Fraktion mehr – ohne Einfluss und abgeschnitten von den wichtigen Infos, dazu ohne Fraktionsbüro und Fraktionsgeschäftsführer. Ehrenamtliche Arbeit ohne einen einzigen Hauptamtlichen – das geht gar nicht, wie am WE im SuperSonntag richtig zu lesen war.

Danke allen, die zur Wahl gegangen sind. Jetzt, wo das Klima so hart abschmiert, ist es natürlich kein Wunder, dass Klimaschutz-Parteien gewählt werden. Obwohl die Grünen ja – zusammen mit der SPD in der NRW-Landesregierung – den Kahlschlag im Hambi höchstselbst beschlossen haben. Und man auch hier in Aachen schon Bäume vor den Grünen retten musste (Templergraben, Super-C).

Bei Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp liegt immer noch der offene Brief auf dem Tisch, in dem er aufgefordert wird, den jungen Erwachsenen die Turnhallen zu öffnen, wenn Freitag, 21. Juni, der europäische Klimastreik in Aachen stattfindet und tausende Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa erwartet werden. Da hat der OB nur ausweichend geantwortet, er werde sich schon irgendwie kümmern. Dann hat er für Übernachtung und Kundgebung den Tivoli angeboten. Wurde abgelehnt.

Bei dem Wahlergebnis (in Aachen: 32,25 % für die Grünen) dürfte sich der Chef der Stadtverwaltung jetzt etwas zugänglicher zeigen. Die Piraten stellen jedenfalls ihr Büro zum Übernachten zur Verfügung. Was machen diesbezüglich eigentlich Die Partei und Volt? Nichts? Ach so.

 

So wählte die Charlottenstraße, Aachen.

Mit großem Abstand die meisten GRÜNEN-Wähler hat unserer Region in der Stadt Aachen (32,25 %). Die meisten AfD-Wähler gibt es in Alsdorf (12,11 %).

Zahlen von allen 35 Städten und Gemeinden im Großraum Aachen, Düren, Heinsberg ausgewertet.

***

Unterdessen beunruhigt ein Vorhaben unseres Innenministers. Seehofer will Messengerdienste zum Entschlüsseln zwingen. So werden WIR umfassend belauscht, wobei es  gleichzeitig cleveren Kriminellen und Extremisten gelingt, unerkannt im Netz aktiv zu sein. Wem Seehofer alles schadet, lest ihr hier.

 

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