Mode und Melancholie

Hier unten die wunderschöne Präsentation einer neuen Kollektion von Dior. Die Mode muss ins Digitale ausweichen, und was die Darstellung betrifft, ist das ein Gewinn an Phantasie und Einfallsreichtum in der Vorführung. Die Looks sind meist schön schlicht, ein Hauch von Krankenschwester ist überall dabei. Das war in dieser Pandemie nicht anders zu erwarten.

Die Kleider und Röcke sind lang, meist bodenlang und liegen nicht mehr eng an. Mini ist ganz weg, Schuhe alle praktisch und flach. Krönender Schlusspunkt beim Walk ist eine Dunkelhäutige, sehr passend wegen Black Lives Matter.

Die allgemeine Traurigkeit und Niedergeschlagenheit (es gibt eine Beerdigungsszene), die uns wegen der latenten Todesdrohung durch das Corona-Virus befallen hat, versucht die Darstellung durch enorme Farbigkeit zu verscheuchen. Das klappt gut.

Ein Rest an Melancholie bleibt erhalten. Man fühlt sich verzaubert und von der Musik gut unterhalten. Insgesamt eine gelungen Angelegenheit. Mode, Tanz, Gesang, Architektur und mehr: ein sogenanntes Gesamtkunstwerk. Seht selbst:

Das Motto: We rise by lifting others hat in Deutschland auch noch kaum jemand kapiert. Viele sind vom Gegenteil überzeugt. Sie erheben sich, indem sie andere niedermachen.

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