Letzte Infos vor der Auszählung . . . und eine Erinnerung

Im Oktober 1994 gewann Armin Laschet das Direktmandat für den Wahlkreis Aachen-Stadt. Seine Gegenkandidatin von der SPD war Ulla Schmidt. Das Foto mit der skeptisch blickenden Berichterstatterin (r.) hat am Wahltag im Krönungssaal des Rathaus Andreas Herrmann gemacht.

Im Wahlamt am Blücherplatz werden heute die Ärmel hochgekrempelt. Über 77.600 Bürger*innen haben per Brief gewählt – so viele wie noch nie – und deren Stimmen  gilt es heute zu zählen. Das wird dauern.
176.364 Wahlberechtigte gibt es, so berichtet die örtliche Presse, nicht alle beteiligen sich an der Wahl. Vermutlich sind es diesmal mehr als bei der letzten Bundestagswahl vor 4 Jahren. Da waren es 78,4 Prozent,

Die Wahllokale sind heute von 8 bis 18 Uhr geöffnet und dürfen nur mit Maske betreten werden. Bitte die dortigen ehrenamtlichen Helfer nicht bedrohen und auch nicht totschießen, weil man beim Wählen freiwillig partout keine Maske anziehen will. Wenn man nett fragt, braten die Helfer*innen den Maskenverweigerern eine Extrawurst.

RÜCKBLICK

Vor vier Jahren wählte Aachen mit der Erststimme so: Rudolf Henke (CDU) 33,7 Prozent; Ulla Schmidt (SPD) 32,5 Prozent. Sieger Henke behielt seinen Job in Berlin als Bundestagsabgeordneter. Er tritt 2021 wieder an, Ulla Schmidt nicht.

Am 16. Oktober 1994 gab es ebenfalls eine Bundestagswahl. Da konnte in Aachen erstmals Armin Laschet gewählt werden. Er gewann ganz knapp für die CDU vor Ulla Schmidt, wurde Bundestagsabgeordneter. Vier Jahre später (1998) war er den Posten wieder los, er wurde nicht wiedergewählt, aber für ihn gab es dann einen Job als Europaabgeordneter.

26. September 2021: Der Souverän schreitet zur Wahl.

Zurück zur heutigen Bundestagswahl. Wegen der vielen Briefwähler*innen werden die Ehrenamtlichen in den Wahllokalen heute nicht viel zu tun haben. Es ist übrigens nicht erlaubt, in der Wahlkabine zu fotografieren oder für Selfies zu posen.

Ab 18 Uhr darf man im Eurogress, Monheimsallee, dabei sein und fotografieren, dort laufen die Ergebnisse aus den Stimmbezirken ein. Dorthin kommen auch im Laufe des Abends die Kandidaten und Kandidatinnen und geben Interviews.

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Hier ein interessanter Bericht aus der TAZ: „Der Wahlkampf unserer Leben“ – Oben rechts auf GERADE NICHT klicken

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Wer meint, bei so einer Wahl sollten am besten Wahlcomputer verwendet werden: Dazu gibt es ein wichtiges Urteil vom Bundesverfassungsgericht von 2009, hier lesen. Darin ist auch vermerkt, dass die Wahl eine öffentliche Sache ist und bis auf den Wahlvorgang in der Wahlkabine (der ist geheim) öffentlich stattfindet. Das bedeutet, dass die Wahl so stattfinden muss, das jede/r leicht überprüfen kann, ob gefälscht wird oder nicht. Bei Computern ist das nicht möglich.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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