Innenstadt meiden. Busse fallen aus. Deutliche Worte im Aachener Appell.

Am heutigen Samstag, 5. Februar, ist es wieder soweit. Es wird wieder gegen die Impfpflicht und die Maßnahmen von Bund und Land gegen die Pandemie demonstriert. Jetzt, wo sich mittlerweile immer mehr Menschen infizieren (Omikron) und man weiß, dass dieses Virus nicht mehr automatisch sterbenskrank macht, drehen die Gegner von Aufklärung und Schutzmaßnahmen anscheinend noch mal richtig auf. 

Die Polizei teilt jedenfalls mit, dass wieder mehrere Demonstrationszüge angekündigt wurden. Es müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Aachener Innenstadt gerechnet werden. Zeitweise auch im Bereich des Ostviertel/Frankenberger Viertel, denn eine Demonstration endet am Kennedypark. Die Gegendemonstration findet diesmal auf dem Markt statt. 

Die Polizei sagt in ihrem Bericht wörtlich: „Es wird dringend empfohlen, die Bereiche – vor allem die Innenstadt – ab dem späten Mittag bis in den Abend hinein mit Kraftfahrzeugen zu meiden.“ (pw)

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Unterdessen wurde im Rathaus der Aachener Appell für Solidarität und Aufklärung „Aachen hält zusammen“ formuliert. Die wichtigsten Statements sind auf einem Plakat zusammengefasst. 

Um Haltung auch in Krisenzeiten zu zeigen und antisemitischen und antidemokratischen Strömungen entschieden entgegen zu treten, hat sich in Aachen ein breites Bündnis gebildet und einen gemeinsamen Appell unterzeichnet. Vereine, Verbände und Initiativen sowie alle Bürger*innen sind eingeladen, sich anzuschließen. Zu den Erstunterzeichner*innen gehören neben Keupen alle Fraktionen des Aachener Stadtrates, die Religions- und Glaubensgemeinschaften, der Deutsche Gewerkschaftsbund Region NRW-Südwest, der Aachener Friedenspreis, das Zentrum für Antisemitismus- und Rassismusforschung und NRWeltoffen. 

In einem Pressegespräch hat Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen heute die Erklärung „Aachen hält zusammen – Gemeinsam für Solidarität und Aufklärung“ vorgestellt. 

„Ich bin glücklich, dass wir mit der Erklärung „Aachen hält zusammen“ ein starkes Zeichen setzen konnten“, leitete Keupen ein. Und weiter fand sie die passenden Worte: „Wir dürfen diese Querdenker-Demonstrationen nicht taten- und wortlos an uns vorbeiziehen lassen. Aachen hält zusammen – das ist es, was unsere Stadt auszeichnet. Und dass wir das können, haben wir in anderen Krisen bewiesen, zuletzt im letzten Sommer beim Hochwasser.“ Aber auch im Rahmen der „Flüchtlingskrise“, sagte sie, habe man in Aachen schon einmal gemeinsam gegen Ultrarechte gekämpft.

Begleitet wird der Appell durch einen Aufruf und eine Solidaritätskampagne, die am Montag auf den städtischen Kanälen der sozialen Medien startet. Jeder ist aufgerufen mitzumachen. Bürger*innen, Vereine und Initiativen werden gebeten, die Kampagne zu teilen und zu verbreiten und damit sozusagen den Appell digital mit zu zeichnen. 

Zusätzlich gibt es die erwähnten Plakate, die in den Verwaltungsgebäuden hängen werden. Wer ein solches Plakat ebenfalls aufhängen möchte, findet dieses zum Download unter www.aachen.de/de/aachener_appell/plakat.pdf oder kann sich beim Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing, Markt, Haus Löwenstein, melden. 

Der Text des Aachener Appells steht ebenfalls online unter www.aachen.de/de/aachener_appell/appell.pdf zum Download bereit.

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Verkennen die Lage total indem sie meinen, Deutschland stehe kurz davor, sich in eine Diktatur zu verwandeln. Unter Freiheit verstehen sie, sich und andere uneingeschränkt gefährden zu dürfen. Kurzvideo am Samstag, 29. Januar, aufgenommen.

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