Alles neu: ein Bürgerrat, ein Cube-Store und eine Kita-Plattform

In Aachen kommt die Verkehrswende nicht voran. Woran liegt das? Am Stadtrat? Dort und in den Ausschüssen gibt es einfach zu wenig Klimaschützer – in der Lokalpolitik und in den Medien. Und es gibt zu wenig Diversität, zu wenig unterschiedliche Menschen in den politischen Gremien, zum Beispiel keine bekannten Künstler*innen/Musiker*innen aus der hiesigen Szene. Da ist übrigens auch niemand mit Akzent und schon gar keine Person mit einer anderen Hautfarbe. 

Bei jeder Fahrt mit der ASEAG sieht man ein etwas anderes Aachen, als wenn der Stadtrat tagt. Das mag eine Arbeitsgruppe bewogen haben, einen Bürgerrat zu gründen, bzw. korrekt: einen Bürger*innenrat

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Der Bürgerrat ist ein Gremium aus 56 zufällig ausgewählten Personen, die sich mit dem befassen werden, was die Menschen in Aachen „wirklich“ bewegt. Das geht so: Jede/r ab 16 Jahren kann eine Frage stellen oder ein Thema vorschlagen. Das Thema/die Frage könnt ihr hier mailen buerger_innenrat@mail.aachen.de und müsst dann warten, ob das Thema 125 Unterstützerinnen und Unterstützer findet. Auf dieser Seite könnt ihr (wenn technisch alles klappt) eure Unterstützung mitteilen: https://aachen.de/buerger_innenrat

Wie erwähnt: Das Thema, das mindestens 125 gleichfalls Interessierte findet, kommt in die engere Wahl. Aus dieser engeren Wahl werden die TOP-5-Themen ermittelt und aus den TOP 5 bestimmt wiederum das Bürgerforum das eine Thema, das der Bürgerrat ein Jahr lang beackern wird. Mit dem Ziel natürlich, dass sich in Aachen was zum Besseren wendet. 

Es sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, ist in Wirklichkeit aber einfach. Mehr Infos gibt es hier: www.buergerrat-aachen.de


Wie werden die 56 Personen ausgewählt? 

Wenn ihr Mitte Juli (wie etwa 3000 andere Personen aus den ingesamt 14 Stadtvierteln) Post bekommt und gefragt werdet, ob ihr beim Bürgerrat mitmachen wollt, dann könnt ihr bei den 56 dabei sein. Die örtliche Presse hat die Angelegenheit ebenfalls erklärt: Hier klicken.

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Moderne Zeiten, die nächste: Die allermeisten Kinder nutzen mittags das Essensangebot ihres Kindergartens.  Das Bezahlen des Kita-Essens ist aber ein Riesen-Aufwand  für die Erzieherinnen. Es wird vereinfacht, wenn ab 1. April kitafino.de tatsächlich  funktioniert. 

Das Essen zu bestellen und zu bezahlen, das hat das ohnehin schon knappe Personal in den Kitas immer lange aufgehalten. Es soll bald über eine Plattform digital funktionieren, und zwar in allen 56 städtischen Kindergärten für etwa 3600 Jungen und Mädchen. Beruhigend: Es gibt schon Kitas, in denen das System funktioniert. 

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Fahrradfahren wird immer beliebter: Entsprechend können sich die Biker*innen in Aachen über mehrere neue Fahrradläden freuen. Am Gut Wolf Nr. 6 lohnt sich ein Besuch, dort gibt es einen neuen Laden (3000 Quadratmeter groß) mit rund 450 Fahrrädern. Es ist ein wunderbarer Cube-Store, der Betreiber ist ein Unternehmer aus Kalterherberg. In der Eifel hat er vor Jahren mit dem Fahrrad-Business begonnen. Jetzt also schräg gegenüber von Eurobike und in der Nähe von einem weiteren großen Fahrradladen an der Krefelder Straße. 

Da muss Aachen mit der Mobilitätswende nur noch in die Gänge kommen. Und eher nicht so viel auf die Teile der Geschäftswelt geben, die dem Privat-Pkw – komme was wolle – den Vorrang geben wollen.

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Das Bürgerforum lädt alle Bürger*innen morgen, Dienstag, 24. Januar, um 17 Uhr zu einem Ortstermin in den Wintergarten des Restaurants „Sieben Quellen Hof“ ein. Diskutiert wird das überaus umstrittene Thema „Einzäunung im Naturschutzgebiet Sieben Quellen in Seffent“.

Damit widmet sich das Bürgerforum vor Ort einem Thema, das seit Ende Dezember 2022 in Teilen der Bevölkerung Informations- und Klärungsbedarf hervorruft. Der Ortstermin soll den Bürger*innen ermöglichen, mit Politik, den zuständigen Behörden und anderen Beteiligten in den Dialog zu kommen.

Im Bürgerforum haben alle Bürger*innen die Möglichkeit, aktiv an dem Gespräch teilzunehmen. Jede Meinung ist im Bürgerforum wichtig.

Eine Straße in Aachen. Schwere Wagen parken da, wo sie nicht parken dürfen, stehen stundenlang auf dem Boden, unter dem sich die Wurzeln der Bäume befinden. Schöne, alte Bäume werden so kaputtgeparkt. Sehr ärgerlich.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Alles neu: ein Bürgerrat, ein Cube-Store und eine Kita-Plattform

  1. Anonymous schreibt:

    Das verlinkte Video ist vom Cube-Store AcheRn, nicht Aachen.

    Gefällt mir

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