Ein aufgerissenes Maul, Zähne spitz wie Dolche, ein wilder Blick! Ist das der Kopf eines fleischfressenden Flugsauriers? Zu sehen in der Königstraße in Aachen (oben, an der Kreuzung).
Wer angesichts der kommenden Wahl überlegt, in Aachen Parteien wie CDU und SPD zu wählen, der sollte sich mal über das informieren, was die Vertreter*innen dieser Parteien in den vergangenen 6 Jahren auch tatsächlich umgesetzt haben. Konkret: Was hatte die große Koalition vor 6 Jahren versprochen, was wurde daraus?
Ihr seht die damaligen Zusagen hier im Koalitionsvertrag von 2014. Unter Kapitelüberschriften wie Wohnen, Kultur, Umwelt usw und nicht zuletzt im sehr wichtigen Bereich Verkehr (Seite 13) hatte man sich viel vorgenommen.
Es fällt auf: Mit dem neuen Wohngebiet Richtericher Dell ist man nicht weitergekommen. Das Angebot der ASEAG ist auch nicht, wie zugesagt wurde, besser geworden. Und der Anteil der Radler am Straßenverkehr sollte wachsen, ist aber nicht gewachsen. Denn durch Aachen und über die Gräben und Ringe wälzen sich täglich Blechlawinen, die in den letzten 6 Jahren eher noch angeschwollen sind.
Bezüglich Kultur (Seite 19) waren die Zusagen etwas vage. Unter anderem hieß es 2014: Die Auftrittsmöglichkeiten für junge Künstler in der Stadt sollen erweitert werden. Das kann Open-Air oder in ehemaligen Industriebauten oder Unterführungen sein.
Und weiter: Die Absicherung und Weiterentwicklung der Clubszene, in den Musikbunkern und an anderen Orten, werden wir durch den Abbau von bürokratischen Hemmnissen und Transparenz bei der Zuständigkeit innerhalb der Verwaltung unterstützen.
Ist dies geschehen? Oder gerade schon auf dem Weg? Urteilt selbst.
Oben wie unten: Kunst im öffentlichen Raum, im Vorbeigehen gesehen (Bleiberger Straße).
Das Wahlamt befindet sich in Aachen am Blücherplatz. Dort wird schon seit vielen Monaten die Kommunalwahl der Stadt Aachen vorbereitet.
Der Tag der Kommunalwahl – 13. September – rückt näher und näher. Danach werden wir wissen, welche Partei ihr Konzept für Aachen umsetzen darf. Bis Montag, 27. Juli, um 18 Uhr mussten die Kandidat*innen und Parteien ihre Unterlagen eingereicht haben.
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Jede/r bekommt für diese Kommunalwahl vier Stimmzettel: ein Stimmzettel um für Aachen einen neuen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin zu wählen, ein zweiter Stimmzettel um den Stadtrat zu wählen, Nummer drei ist für die Wahl der Bezirksvertretung und Nummer vier für den Städteregionstag.
Am Freitag, 31. Juli, wird endgültig mitgeteilt, welche Personen und welche Parteien zur Wahl stehen. Die örtliche Presse wird sicher ausführlich berichten. Und auch in dieser kleinen Internetpostille hier (AachenNews) wird es dazu das ein der andere Textchen geben.
Der Vorgang des Wählens ist in einer Demokratie von großer Bedeutung. Man darf nicht offen auf irgendeinem Tisch im Wahllokal seine Kreuze machen oder mit den Stimmzetteln in der Gegend rumwedeln. Wer über den Wahlvorgang nicht genau Bescheid weiß, den informieren die Wahlhelfer. 2000 müssen am Wahltag im Einsatz sein. Es werden noch welche gesucht.
Wählen dürfen alle, die in Aachen gemeldet sind, die zugleich schon 16 Jahre alt und Bürger*in in einem Mitgliedsland der EU sind. Alle diese Wahlberechtigten (195.000 Personen sind es angeblich insgesamt) bekommen im Laufe der kommenden Wochen (bis zum 22. August) ihre Wahlbenachrichtigung.
Wegen der gegenwärtigen Situation (Corona) rechnet man im Wahlamt damit, dass viele Menschen sich für eine Briefwahl entscheiden. Es wird aber in den Wahllokalen auf die entsprechenden Abstände und die passende Hygiene geachtet.
Vom Wahlkampf merkt man in der Innstadt noch wenig. Das ist der Pandemie geschuldet, niemand will am Elisenbrunnen oder am Kugelbrunnen mit möglichst vielen fremden Leuten ins Gespräch kommen. Es ist einfach zu gefährlich. – Bleibt zu hoffen, dass bis zum 13. September alles weiterhin so ruhig verläuft und uns Materialschlachten und Veranstaltungen mit über 100 Menschen erspart bleiben.
Diskussionen, die via Internet stattfinden, werden hier angekündigt, sofern sie AachenNews mitgeteilt werden.
Die grüne Hochschulgruppe Aachen lädt am heutigen Montag, 27. Juli, um 18 Uhr zur Facebook-Live-Diskussion (hier: KeupenSibylle) vor dem Büro/Laden in der Pontstraße 28 ein. Gemeinsam mit Kai Gehring (MdB), der bundespolitischer Sprecher der Grünen für Forschung, Wissenschaft und Hochschule ist, und der Oberbürgermeister-Kandidatin der Aachener Grünen, Sibylle Keupen.
(Nur zur Info: Facebook steht aufgrund mangelhafter Datenschutzpraktiken in der Kritik. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Deutschland riet 2010 sogar davon ab, das Angebot zu nutzen.)
Es geht u.a. um folgende Fragen:
• Ist Wissenschaft weiter möglich wie vor Corona?
• Welche Lehren können wir für die digitale Hochschulbildung ziehen?
• Was muss die Stadt machen, um als Wissenschaftsstandort gestärkt aus der Krise hervor zu gehen?
Im Anschluss an das moderierte Gespräch gibt es die Möglichkeit für Fragen über die Kommentarfunktion von Facebook. Für diejenigen, die keinen Zugang zu Facebook haben oder aus guten Gründen nicht haben wollen, aber trotzdem dabei sein möchten, gibt es unter der Einhaltung der AHA-Regeln einige Sitzgelegenheiten vor Ort.
Durch das Gespräch und die anschließende Diskussion wird Franca Braun, Kommunalwahl-Kandidatin für die Aachener Grünen, führen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Kontakt für Rückfragen unter info@ghg-aachen.de.
Was der wählt, weiß man nicht. Er hat aber auf jeden Fall einen Facebook-Account und kann an dem Termin mit Sibylle Keupen teilnehmen.
Hier unten die wunderschöne Präsentation einer neuen Kollektion von Dior. Die Mode muss ins Digitale ausweichen, und was die Darstellung betrifft, ist das ein Gewinn an Phantasie und Einfallsreichtum in der Vorführung. Die Looks sind meist schön schlicht, ein Hauch von Krankenschwester ist überall dabei. Das war in dieser Pandemie nicht anders zu erwarten.
Die Kleider und Röcke sind lang, meist bodenlang und liegen nicht mehr eng an. Mini ist ganz weg, Schuhe alle praktisch und flach. Krönender Schlusspunkt beim Walk ist eine Dunkelhäutige, sehr passend wegen Black Lives Matter.
Die allgemeine Traurigkeit und Niedergeschlagenheit (es gibt eine Beerdigungsszene), die uns wegen der latenten Todesdrohung durch das Corona-Virus befallen hat, versucht die Darstellung durch enorme Farbigkeit zu verscheuchen. Das klappt gut.
Ein Rest an Melancholie bleibt erhalten. Man fühlt sich verzaubert und von der Musik gut unterhalten. Insgesamt eine gelungen Angelegenheit. Mode, Tanz, Gesang, Architektur und mehr: ein sogenanntes Gesamtkunstwerk. Seht selbst:
Das Motto: We rise by lifting others hat in Deutschland auch noch kaum jemand kapiert. Viele sind vom Gegenteil überzeugt. Sie erheben sich, indem sie andere niedermachen.
UPDATE. Dazu erreichte uns (von Bernd) ein sehr kritischer Leserkommentar. Anmerkung der Redaktion: Der Leser hat Recht.
Gestern um 16 Uhr, da befuhr ein Mann (52) mit seinem Roller die Haarener Gracht in Richtung Verlautenheide. In Höhe des Ortseinganges kam ihm ein anderer Aachener mit seinem Pkw entgegen.
Plötzlich geriet der Rollerfahrer auf die Gegenfahrbahn und stieß mit dem Pkw zusammen, so teilt die Polizei mit. Der Rollerfahrer erlitt bei dem Zusammenstoß lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, der Sachschaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Zur Unfallrekonstruktion forderte die Polizei einen Sachverständigen an. Der setzte u.a. eine Drohne ein. Die Aachener Polizei bittet die am Unfallort tätigen Ersthelfer dringend sich unter der Rufnummer 0241/9577-11211 zu melden.
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Mittwoch, 22. Juli, gegen 7 Uhr morgens kam es im Einmündungsbereich Vaalser Straße/ Bleiberger Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem abbiegenden Pkw und einem ihm entgegenkommenden Radfahrer. Der Pkw- Fahrer (19) fuhr zur Unfallzeit die Vaalser Straße in Richtung Innenstadt hinunter und bog verbotswidrig nach links in die Bleiberger Straße ab.
Hierbei übersah er den auf dem Radweg stadtauswärts fahrenden Pedelec- Fahrer (59), es kam zum Zusammenstoß. Der 59- Jährige prallte gegen die Front des Pkw und stürzte auf die Straße.
Er musste schwer verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stellte beide Fahrzeuge sicher. Die Unfallörtlichkeit war zeitweise für die erste Hilfe- Maßnahmen der Rettungskräfte und die polizeiliche Unfallaufnahme für den Radverkehr gesperrt.
Die eindeutig zu erkennenden Sperrungen missachteten allerdings etliche Fahrradfahrer. Diese traten verbotswidrig in den abgeflatterten Bereich hinein oder durchfuhren ihn sogar. Ein ausreichender Abstand zu den behandelnden Sanitätern und dem Verletzten war somit nicht mehr gegeben.
Und auch die Polizisten wurden immer wieder in ihrer Arbeit gestört und behindert. Augenscheinlich wollte man den von den Beamten ausgewiesenen Umweg über eine Ampelanlage nicht in Kauf nehmen. Erst als die Polizei einen neuen Radweg aufgemalt und markiert hatte, beruhigte sich die Situation. (pw)
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Die Gruppe Radentscheid Aachen hat dazu auf Facebook schon mitgeteilt: Die Gruppe wird gemeinsam mit anderen Initiativen konkrete Forderungen zu einer zügigen baulichen Veränderung der Stelle an der Bleiberger Straße stellen. Die ist seit langem als Gefahrenstelle bekannt und muss endgültig entschärft werden.
Da kann man schon wütend werden: Ein Autofahrer hat in Aachen mal wieder einen Radler in Lebensgefahr gebracht. (UPDATE: Hier stand zunächst eine andere Bildunterschrift)
Das Stadttheater in Aachen äußert sich politisch und positioniert sich politisch. Und das für jede und jeden sichtbar an seiner der Stadt zugewandten Front. Krass. Es ist gut, wenn man solche Theaterleute in der Stadt hat.
Reisen sind schwieriger geworden, für manche fallen sie ganz aus. Im Ferienworkshop Kreativ-Safari im und um das Depot Talstraße laden der Kulturbetrieb der Stadt Aachen und das Atelierhaus Aachen ab Montag, 27. Juli, jeweils von 10 bis 15 Uhr, ein zu einer Reise vor die eigene Haustür. Wie aufregend und abenteuerlich kann unsere Umgebung sein? Was gibt es zu entdecken? Welche Geschichten warten hinter der nächsten Straßenecke?
Auf der Kreativ-Safari begeben sich die Kinder von sieben bis zwölf Jahren unter Leitung des Künstlers Sascha Bayer auf einen Streifzug durch die Straßen von Aachen-Nord. Es gilt, das Gesicht, die Geschichten und Besonderheiten des Viertels zu entdecken. Fotografisch, in Text und Bild und auch in unterschiedlichen Mal- und Drucktechniken wird entdeckt, gesammelt, festgehalten und verarbeitet.
Von hier unten (Schlossstraße, links) bis ganz oben soll die Bismarckstraße in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Mehrere Varianten stehen zur Diskussion.
Die Bismarckstraße ist Teil der Rad-Vorrang-Routen nach Eilendorf und Brand und soll im Abschnitt zwischen Schlossstraße und Drimbornstraße in eine Fahrradstraße umgestaltet werden, die auch für motorisierte Kraftfahrzeuge freigegeben ist. Das hat der Mobilitätsausschuss am 31. Oktober im Grundsatz so beschlossen.
Doch über die konkrete Neuaufteilung des Straßenraums und das Konzept, wie der Durchgangsverkehr von Pkw und Lkw in der Bismarckstraße reduziert werden kann, wird die Politik erst nach einer Bürgerinformation entscheiden. Das teilte heute die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.
Die Bürgerinformation beginnt am Montag, 27. Juli, und dauert bis Montag, 17. August. Aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet die Stadt auf eine Live-Veranstaltung und bietet andere Formate als bisher üblich an.
Zum einen können Bürgerinnen und Bürger im Internet auf eine Präsentation zugreifen, die über die Umgestaltungsvarianten ausführlich informiert. Sie ist auf folgender Seite zu finden: www.aachen.de/rvr. Zum anderen können sie sich die Unterlagen im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor ansehen.
Wer Hinweise, Anregungen und Bemerkungen zum Thema einbringen möchte, kann das schriftlich tun: entweder über den Briefkasten im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor oder per Mail an folgende Adresse:
Derzeit wird in der Bismarckstraße Stück für Stück der Kanal erneuert. Im Zuge dessen wird die ganze Straße umgestaltet und der Straßenraum anders (gerechter) aufgeteilt. In Aachen wird immer nur dann eine Straße umgestaltet, wenn sie ohnehin wegen irgendwas (Kanalsanierung usw) aufgerissen werden muss.Links kommt die Drimbornstraße ins Bild, rechts befindet sich die große Baustelle auf dem einstigen Vegla-Gelände. Ab hier soll die Straße Fahrradstraße werden. Hier sieht man deutlich, wieviel Platz den Pkw in Aachen gewöhnlich eingeräumt wird. Wer mit dem Rad fährt, darf hier der Form nach gerne fahren. De facto ist es zu gefährlich. Die Fußgänger müssen sich an der Häuserfront entlang bewegen, einen Teil des Bürgersteigs dürfen die Pkw sogar noch zum Parken nutzen.
Viele Förderschulen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) suchen für das kommende Schuljahr Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Willkommen sind alle, die Einfühlungsvermögen und Bereitschaft zur Arbeit mit Menschen mit Behinderung mitbringen. Der LVR teilt mit:
Zu den Aufgaben gehören beispielsweise die Begleitung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler, die Durchführung unterrichtsergänzender Angebote in Fördergruppen, die Anleitung zu sinnvoller Freizeitgestaltung, pflegerische Tätigkeiten, Hilfestellung während des Unterrichts sowie die Mitarbeit bei Sport, Schwimmen, Klassenfesten und Freizeiten.
Das soziale Engagement wird mit einem Taschengeld, Pluspunkten für den Lebenslauf und vielen Erfahrungen belohnt.
Zur Anerkennung für das Fachabitur ist in Einzelfällen auch ein auf zwölf Monate verlängertes FSJ möglich.
Bewerbungen für ein FSJ oder den BFD (Einstellungstermin: 10. August 2020) richten Interessierte bitte direkt an die Schulen beziehungsweise Einsatzorte. Der LVR ist Träger von insgesamt 38 Förderschulen mit den Förderschwerpunkten „Sehen“, „Hören und Kommunikation“, „Körperliche und motorische Entwicklung“, „Sprache“ sowie „Emotionale und soziale Entwicklung“.
Auch viele weitere Dienststellen und Eigenbetriebe des LVR bieten Freiwilligendienste im gesamten Rheinland an. Mehr Informationen unter www.freiwillige.lvr.de.
Eine Wahl – wie die vom 13. September diesen Jahres – ist eine gute Gelegenheit, sich mal ein paar Gedanken zu Rechtsradikalismus und Rassismus zu machen.
Der Aachener und die Aachenerin halten sich gewöhnlich für besonders weltoffen und kein bisschen rassistisch. Schließlich gebe es hier seit ewigen Zeiten die RWTH mit ihren vielen ausländischen Dozenten und Studenten, durch die Grenzlage sei man zusätzlich an Kontakte zu Ausländern gewöhnt, und schließlich lade man sich einmal im Jahr die halbe Welt zu einem internationalen Reitturnier ein.
Es konnten in Aachen 2015 und 2016 viele Menschen gewonnen werden um Flüchtlingen zu helfen. Und als beispielsweise einmal einer Einrichtung, die Flüchtlinge unterstützt, die Mittel massiv gekürzt werden sollten, oder als ein junger Mann mit Migrationshintergund plötzlich ausgewiesen werden sollte, da fanden sich in Aachen immer und sofort viele hunderte Menschen zu Protesten zusammen. Ein „runder Tisch gegen Rechtsextremismus“ findet unter der Leitung des Oberbürgermeisters statt.
Es ließen sich wirklich noch viele Beispiele anführen, an denen sich die besondere Sensibilität und Hilfsbereitschaft der Aachener*innen zeigt. Nicht zuletzt das vom Rat der Stadt getragene Programm der Aachener Volkshochschule zeigt von vorne bis hinten den Willen, Integration zu bewirken und Ausgrenzung entgegen zu arbeiten bzw. nicht zuzulassen.
Feindliche Einstellungen gegenüber Minderheiten existieren gleichwohl: als 1. offener Rechtsradikalismus und als 2. (nicht unbedingt absichtsvoller) Rassismus. Wie hätte es sonst sein können, dass 2013 plötzlich die AfD in den Rat der Stadt gewählt wurde? Eine Partei, die sich gerade in Aachen nach ihrer Gründung noch einmal deutlich rechtsextrem entwickelt hat.
Im Sommer 2018 schockte der Inhalt der Facebook-Seite „Du bist aus Aachen wenn . . .“. Inhaltlich war die Seite nach Ultrarechts gedriftet, man fand dort Hetze gegen Ausländer*innen. Die örtliche Presse berichtete umfassen und sehr kritisch.
Feindliches Verhalten erleben Menschen mit Migrationshintergrund bei der Wohnungssuche, bei der Jobsuche, im Fitnessstudio. Bei der Polizei, in der Stadtverwaltung, als Pädagogen in den Schulen sind auch in Aachen bestimmte Minderheiten deutlich unterrepräsentiert. Das ist schlecht und darf so nicht bleiben.
Beides – der offene Rechtsradikalismus und der unterschwellig mitlaufende Rassismus – sollten in Aachen mehr ins Licht der Öffentlichkeit geholt werden. Um derart unguten Entwicklungen entgegen zu wirken, bieten sich vielfältige Maßnahmen an. Hier eine kleine Auswahl:
Was tun? In Stichworten
Menschen mit Migrationshintergrund in Unternehmen und Verwaltungen einstellen, Mehrsprachigkeit in den Behörden fördern, Informationen verbreiten über Religion und Feiertage, Anwerben von freiwilligen Paten und Patinnen für Neuzugewanderte, „Wege gegen das Vergessen“ bekannter machen, Alphabetisierungs- und Sprachkurse anbieten, Nutzung neuer Medien für die Aufklärungs- und Bildungsarbeit.
Sehr wichtig: Begegnungen möglich machen, für Begegnungen Räume zur Verfügung stellen. Über Rassismus reden (privat und im Rathaus in öffentlichen Sitzungen), Ausbau von Gewaltpräventionstrainings an Schulen. Ferner wichtig: preiswerte Wohnungen bauen für alle Minderbemittelten in der Stadt, damit die Konkurrenz um Wohnraum nicht Nährboden wird für ausländerfeindliche Anwandlungen.
Für Aachen gilt die profane Feststellung: Damit Aachen wirklich weltoffen wird und bleibt, müsst ihr euch überlegen, welche Leute ihr in den Stadtrat wählt. Am 13. September könnt ihr entscheiden.
Wege gegen das Vergessen. Was geschah hier, wer wohnte hier und wie ist es diesen Menschen ergangen? Wer solche Fragen beantworten will, der denkt automatisch auch über übertriebenen Nationalismus und Rassismus nach, über menschenfeindliches Verhalten und wohin das führt.
Wer sich an Schule und Hochschule, am Arbeitsplatz oder bei der Wohnungssuche, bei Behörden oder bei der Polizei benachteiligt und angefeindet fühlt, kann im Gleichbehandlungsbüro Hilfe bekommen. Erreichbar unter Telefon 0241 / 406 500 oder 0241 / 401 7778, per Mail unter gbb@paez-aachen.de
Ab Mittwoch, 1. April, gelten auf dem Recyclinghof Eilendorf an der Kellershaustraße die Sommeröffnungszeiten. In den Sommermonaten öffnet der Hof montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Samstags können Wertstoffe zwischen 8.30 und 14.30 Uhr abgegeben werden.
Gäste aus USA
Die Städtepartnerschaft Aachen - Arlington hat eine über 30-jährige Tradition: Am 17. September 1993 wurde der Städtepartnerschaftsvertrag feierlich unterzeichnet. Die Tradition wird durch das Partnerschaftskomitee Aachen & Arlington e.V. und die beiden Städte gepflegt und gelebt. Vom 25. März bis zum 2. April sind erneut 50 junge Menschen aus Arlington zu Gast in Aachen.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert, und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
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4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.