Funken von Lebensfreude und Ausgelassenheit. McBride in Monschau.

Sehenswerte Ausstellung in Monschau im KuK: Will McBride. Titel: "Ein sensibler Realist".

Sehenswerte Ausstellung in Monschau im KuK: Will McBride. Titel: „Ein sensibler Realist“.

Es ist eigentlich überflüssig darauf hinzuweisen, aber in Monschau gibt es wieder eine Fotoausstellung, die ihr gesehen haben MÜSST. Sage und schreibe 120 schwarz/weiß Fotos von Will McBride hängen (gar nicht zu eng) auf zwei Etagen im Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion (KuK), die haben mich wirklich begeistert.

Diese Fotos stellen uns u.a. eine kurze und bedeutungsvolle Zeitspanne bundesdeutschen Lebens (Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre) glasklar und scharf gezeichnet vor Augen. Dazu passt auch, wie Romy Schneider abgebildet ist: Mit ihren erst 25 (!) Jahren selbst dann noch traurig, wenn sie lächelt. Ganz und gar typisch Deutsch, würde ich sagen. Immer mit der Ansage im Blick: „Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin!“ Deutsch sein bedeutete damals noch viel mehr als heute, traurig zu sein und nicht zu wissen warum.

Doch Will McBride, ein Amerikaner (geb. 1931) sah in den Ruinen von Berlin auch Funken von Lebensfreude und Ausgelassenheit. Ein Wahnsinns-Krieg, wie ihn die Welt noch nie zuvor erlebt hatte, war zu Ende gegangen und zugleich gibt es – junge Menschen – die lachen, tanzen, froh sind, vermutlich, weil sie überhaupt noch am leben sind.

Der junge US-Präsident Kennedy kommt nach Berlin, und man sieht ihn auf Fotos mit dem alten Adenauer, der – so scheint es – sein Urururopa sein könnte. Zwei fremde Welten begegnen sich. Krass. Ich finde, auf jedem Berlin-Foto von Will McBride ist noch der Odem der Untaten zu spüren, die die Deutschen gerade begangen haben.

mcbride_70Die Berlin-Bilder sind mit 50 Stück ein Schwerpunkt der Ausstellung. Außer Fotos, die in Berlin entstanden sind, gibt es noch beispielsweise solche aus Florenz, ebenfalls sehenswert. Und Bilder, die für die Zeitschrift „Twen“ gemacht wurden.  Schwer vorstellbar, dass so starke schwarz/weiß Fotos jemals in eine Jugendzeitschrift für Lifestyle-Themen aufgenommen wurden. Ich habe aber nie eine Ausgabe von „Twen“ persönlich gesehen.

Bei Wikipedia ist immerhin zu lesen: „Für das Frauenbild der Zeit wurden die Fotos des bei München lebenden Amerikaners Will McBride prägend. Er schuf keine Glamourbilder, seine Frauen sahen aus wie die Studentinnen im Hörsaal oder er inszenierte sie als Außenseiterinnen.“ Krass. McBride fotografierte auch seine hochschwangere Frau im Profil, und dieses wundervolle Foto, auf dem die Frau völlig bekleidet ist, soll damals als öffentliches Ärgernis gegolten und für Riesenaufregung gesorgt haben. Kaum zu glauben.

Will Mc Bride „gehört in die erste Reihe fotografierender Künstler“, steht im Prospekt zur Ausstellung. Wohl wahr. Sehr schön und konsequent, was die Städteregion uns im KuK wieder sehen lässt. Seit Jahren schon: Kein Kuddelmuddel von Stilen und Kunstformen, sondern ein Programm mit Linie. Es gibt übrigens auch einen schönen Katalog (29,90 Euro) zur Will McBride-Ausstellung.

Die Fotos sind noch bis zum 19. Juni zu sehen. Öffnungszeiten: Di. bis Fr.: 14 bis 17 Uhr und Sa., So.: 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Twen_(Zeitschrift)

https://www.facebook.com/KuKMonschau/?fref=ts (Hier findet sich ein schöner Text von Gabor Baksay, unbedingt auch lesen.)

www.kuk-monschau.de

 

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Es hagelt unplanmäßige Ausgaben.

Hier wieder der völlig subjektiv zusammengestellte Ausblick auf die Kommunalpolitik der kommenden Tage. Platz wäre zwar vorhanden, aber längst nicht alle Themen und wichtigen Entscheidungen  werden erwähnt.  Alle Sitzungen sind öffentlich, wenn auch am Ende immer einige wenige Punkte ohne Publikum diskutiert werden.

*

Aachens Umweltpolitiker müssen am kommenden Dienstag, 10. Mai, kurzfristig einer außerplanmäßigen Ausgabe zustimmen (ab 17 Uhr in der Reumontstraße 3). Da kann man mal sehen, wie teuer so ein Rettungswagen (RTW) ist: 105.000 Euro müssen schnell locker gemacht werden.

Warum die Angelegenheit im Umweltausschuss verhandelt wird, ist mir ein Rätsel. Aber egal. Am 9. April 2016 wurde ein Rettungswagen (Baujahr 2013, 160.000 km) bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall auf dem Pariser Ring sehr stark beschädigt. Glücklicherweise blieb die Besatzung des DRK unverletzt. Gutachter stellten fest, dass der Wagen nicht mehr instand gesetzt werden kann. Zurzeit wird der fehlende Rettungswagen durch ein Leihfahrzeug ersetzt. Kosten: 333,20 Euro täglich. Ein Ersatz muss schnellstmöglich her, und ein gebrauchtes Fahrzeug kommt nicht infrage.

Aachen, Talkessel-Lage, ausgeprägte Hitze-Inseln, nur wenige Grünflächen. Das muss anders werden. Die Verwaltung schreibt in ihrer Vorlage: „Baumstandorte sind in diesem Zusammenhang besonders sinnvoll, da beispielsweise gegenüber Rasen bei gleichem Flächenbedarf ein etwa 30-fach höheres Grünvolumen erreicht werden kann.“

Und dann wird aufgezählt, was Bäume in der Stadt bewirken:

Verbesserung der Luftqualität durch Filterung von Staub und gasförmigen Verunreinigungen
Verbesserung des Mikroklimas durch Temperaturausgleich in Hitzephasen
Reduzierung von Lärm-Wahrnehmungen
Erhöhung der Identifikation von Bewohnern mit ihrem Wohnumfeld
Wasserspeicherung
• Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere
• Bindung von CO2 und Produktion von Sauerstoff
Gestalterische Aufwertung von Straßen, Plätzen und Wohnstandorten
• Steigerung der Aufenthaltsqualität

Und so könnte es sein, dass die Weberstraße demnächst 15 neue Bäume (Baumart: Acer campestre „Elegant“) bekommt. 6 von 60 Parkplätzen entfallen. Kosten: 102.000 Euro. Einzelheiten dazu lest ihr hier

*

Im Rat am Mittwoch, 11. Mai, geht es um die Summen, die völlig unplanmäßig aufgebracht werden müssen, weil die Herrichtung der Unterkünfte für Flüchtlinge teurer geworden ist als gedacht. Viel Ärger hat es im Vorfeld deswegen schon gegeben. Manchen Politikern war nicht klar, wie man sich bei der Einschätzung von Kosten so krass vertun kann. Dabei musste 2015 so schnell gehandelt werden, dass genaue Untersuchungen zur Kostenschätzung praktisch gar nicht möglich waren.

Beispiele, alle aus der Vorlage der Verwaltung, teils wörtlich übernommen:

Das Gebäude Tempelhoferstraße wurde durch die Stadt angekauft, um es für die Unterbringung von Flüchtlingen herzurichten. Ein erster grober Kostenrahmen basierte auf der Grundlage einer einmaligen Vor-Ort-Besichtigung und wurde mit 845.000 Euro eingeschätzt. „Der um 519.000 Euro höhere Finanzmittelbedarf ergibt sich im Wesentlichen bei den technischen Gewerken (Brandschutz, Notbeleuchtung) und ist zwingend zur Erlangung der öffentlich-rechtlichen Genehmigung erforderlich.“

In der Kaiserstraße ergibt sich ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf gegenüber der Kostenberechnung von 50.000 Euro. Die Kostenberechnung (interne Berechnung) lag bei 250.000 Euro. Erforderlich wurden jedoch insgesamt 300.000 Euro.

Grundstück Adenauerallee: Zusätzlicher Finanzierungsbedarf gegenüber Kostenrahmen/Anteile Kostenschätzung 171.000 Euro. Auf dem Areal werden Unterbringungskapazitäten für maximal 208 Menschen (laut Baugenehmigung) geschaffen. Die Herrichtungskosten belaufen sich nach aktuellem Kenntnisstand auf 704.000 Euro (inkl. 10% Risikoaufschlag). Sie liegen somit voraussichtlich um 171.000 Euro über den bislang geschätzten Kosten in Höhe von 533.000 Euro.

Dr. Leo Löwenstein Kaserne/Parkplatz: Zusätzlicher Finanzierungsbedarf gegenüber Kostenrahmen/Anteile Kostenschätzung 333.000 Euro.
Auf dem Areal werden Unterbringungskapazitäten für 80 Menschen (Spaceboxen) und weitere 220 Menschen (Baugenehmigung Fulda-Anlagen steht noch aus) geschaffen. Die Herrichtungskosten belaufen sich nach aktuellem Kenntnisstand auf 980.000 Euro (inkl. 10 % Risikoaufschlag) und liegen somit um 333.000 Euro über den bislang geschätzten Kosten in Höhe von 647.000 Euro.

usw, usw, usw.

Insgesamt besteht für die Herrichtung der Objekte ein überplanmäßiger Bedarf in Höhe von 1.248.372,36 Euro. Die Verwaltung schlägt dem Rat der Stadt vor, dieses Geld zu genehmigen. Es wird ihm nichts anderes übrigbleiben.

Mir scheint, die Lehre, die gezogen wird, muss tatsächlich lauten: „Ist Schnelligkeit notwendig und wird damit der angemessene Zeitraum für die baufachliche Bearbeitung einschränkt, muss das Risiko größerer Kosten- und Terminunsicherheiten hingenommen werden.“
Und mir scheint weiter, dass ich mich erinnere, dass in der Städteregion diese Problematik allen Politikerinnen und Politikern von Anfang an bekannt gemacht wurde und  dort offen und eindringlich besprochen worden ist.

*

Und jetzt zu etwas ganz anderem, nämlich zu Theater und Volkshochschule (VHS) am Donnerstag, 12. Mai, um 17 Uhr im Orchester-Probenraum, Aachen-Münchener Platz 3.

Da geht es unter anderem um die Vorstellung des Spielplans 2016/2017 von Stadttheater und Musikdirektion und um die Vorstellung des Konzertplans 2016/2017 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen. Und den Kostenrahmen halten die Theaterleute vorerst auch ein.

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50 Aufführungen, 40.000 Zuschauer

Alles Theater: Die Wand wird zum Malen benutzt und die Fassaden sind Kulissen.

Alles Theater: Die Wand wird zum Malen benutzt und die Fassaden (s. unten) sind Kulissen (Wüllnerstraße, Alexanderstraße).

Das war wirklich ein Spektakel der Extraklasse: die West Side Story in Aachen. Dabei ist „Spektakel“ eigentlich der falsche Ausdruck für dieses Stück aus den 1960er Jahren.

Die Aufführung ist ein Riesenerfolg, 49 Aufführungen hat es gegeben, die 50. und letzte findet am 15. Mai statt. 40.000 sahen das Musical, und der Applaus war stets gigantisch. Ich habe es ungeheuer genossen, mal auf unterhaltsame Weise eines der drängendsten Probleme unserer Zeit vorgeführt zu bekommen. Es war keine Sekunde langweilig.

Singend und tanzend spielten über 30 Darsteller vor, welche Probleme Einwanderer-Gruppen mit den Werten und Maßstäben der neuen Gesellschaft haben, wo zum Beispiel Frauen es genießen, plötzlich freier leben zu dürfen als in der alten Heimat. Wo Konflikte ganz anders ausgetragen werden. Machtkämpfe finden zwischen den verschiedenen Einwanderer-Jugendbanden statt, es gibt gruppenübergreifend keine Solidarität unter den neu ins Land Gekommenen, sondern Konkurrenz. Die Einwanderer erhalten von der Mehrheitsgesellschaft kaum Chancen: Um die wenigen Jobs, Wohnungen, Mittel und Möglichkeiten entbrennen zwangsläufig Kämpfe.

Die West Side Story ist – zumindest in der Aachener Aufführung – keine simple Unterhaltung, es ist ein Drama. Sogar die Kulissen und die Choreographie lassen daran keinen Zweifel.

Was ich aber in dem Zusammenhang lernen musste: So oft das Musical in Aachen auch aufgeführt wurde, es klingelt nicht in der Kasse. 54,90 Euro habe ich im Oktober 2014 für zwei Karten bezahlt (1. Rang, Mitte, rechts). Doch die Tantiemen und die vielen Akteure auf und hinter der Bühne müssen bei jeder Aufführung bezahlt werden, und da entsteht kein großes Plus in der Kasse. Im Gegenteil: Angeblich kostet jede Aufführung mehr als sie einbringt.

Das ist natürlich fatal und eigentlich kaum zu glauben. Ich bin gespannt auf die Abrechnung, die im zuständigen Ausschuss hoffentlich bald präsentiert wird. Mal sehen.

Zunächst wird aber gefeiert. Am Pfingstsonntag, 15. Mai, nach der letzten Vorstellung (ab 21.30 Uhr) steigt eine Party im Stadttheater, an der auch alle anderen, die gern feiern, teilnehmen können. Der Eintritt ist frei.

http://www.theateraachen.de

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Was sonst noch so los ist . . .

Der guten Ordnung halber und weil viele, die hier mitlesen, keine Lokalzeitung (mehr) lesen, sei hier mitgeteilt:

  1. Die Stadt Aachen hat im Altkleider-Container-Streit gegenüber dem  Deutschen Roten Kreuz (DRK) vor Gericht vorerst gewonnen. Das DRK muss seine Container entfernen, doch es geht jetzt erst mal in die Revision. D.h. der Streit ist noch nicht beendet. Zum Hintergrund: https://uebergangshymne.com/2015/11/18/losglueck-mit-fatalen-folgen/
  2. Am Sonntag, 1. Mai, startet um 7 Uhr  morgens die Freibad-Saison im Hangeweiher. Auch bei niedrigen Temperaturen, Regen und Wind. Das Wasser ist mindestens 22 Grad warm.
  3. Die Stadt Aachen und die Städteregion wollen zwar unbedingt wegen der
    und_sonst_15

    So wirbt die Städteregion Aachen für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3.

    Gefahr eines Unfalls im nahen Reaktor von Tihange Jodtabletten an jede/n verteilen, dürfen es aber nicht. Die Tabletten gehören dem Land NRW und das Land untersagt die Verteilung. Möglicherweise soll die Verteilung über Schulen und Kitas erlaubt werden. Nicht jedoch wird die Verteilung pro Haushalt, wie die Belgier sie planen, erlaubt. Vorerst. Zum Thema „Jod“ ein Video, unbedingt anschauen 😉 https://youtu.be/kVKd_f3vJGU

  4. In Verlautenheide will ein Unternehmen namens „Open Grid Europe“ (OGE) auf einem 10 Hektar großen Ackergelände eine Verdichterstation errichten. Und zwar schnell. Bürger und Bürgerinnen vor Ort sind wütend und wollen sich wehren. Das Gelände gehört der Stadt Aachen, und die müsste es verkaufen, soll das Projekt tatsächlich realisiert werden. Die Stadtverwaltung hofft, dass man das Unternehmen aus Essen (OGE) dazu bringen kann, sich mit seinem absolut gigantischen Projekt auf Camp Hitfeld auszubreiten. Hitfeld ist im Besitz des Bundes. Hier bahnt sich ein großer Konflikt an! 
  5. Das alte Polizeipräsidium an der Krefelder Straße ist baufällig, ein neues soll in Forst gegenüber von Obi errichtet werden. Folgendes ist schon vertraglich geregelt: Eine private Firma baut das Polizeipräsidium, das Land NRW mietet das komplette Gebäude, zahlt Miete und übernimmt es nach 30 Jahren (PPP). Problem, nach Vertragsabschluss erkannt: Das Grundstück läuft – und das wurde übersehen – immer total voll mit Wasser. Das macht den Bau viel teurer als geplant. Auch eine schwierige Problemlage!
  6. Gegen Jan Böhmermann (mein Lieblings TV-Moderator) sind bei der Staatsanwaltschaft mehrere hundert Strafanzeigen eingegangen wegen der Schmähung des türkischen Ministerpräsidenten. Hoffentlich hält Böhmi das nervlich aus, er ist eigentlich noch viel zu jung für einen Skandal dieser Größenordnung.
  7. In der Nadelfabrik, Reichsweg 30, in Aachen ist eine Fotoausstellung
    Seit vielen Jahren wird für die Erhaltung des Hambacher Forst gekämpft. Mehrfach habe ich in der Vergangenheit die Baumschützer besucht und da auch Fotos gemacht.

    Seit vielen Jahren wird für den Erhalt des Hambacher Forst gekämpft. Mehrfach habe ich in der Vergangenheit die Baumschützer besucht und da auch Fotos gemacht. Dieses Foto könnte von 2013 sein.

    (Andreas Magdanz + Studierende) eröffnet worden. Titel: „Hambacher Forst, eine forensische Bestandsaufnahme“. Unbedingt ansehen bis 13. Mai. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 16 Uhr. Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

  8. Das Stadttheater in Aachen sucht einen neuen Generalmusikdirektor (GMD). Der Alte verlängert seinen Vertrag (läuft bis Juli 2017) nicht, der Neue soll am 1. August 2018 anfangen. In der Zwischenzeit übernimmt Kapellmeister Thorau den Taktstock.
  9. Sehr schönes Video über Aachen, ein Porträt. https://www.youtube.com/watch?v=hPad63krgGA&feature=youtu.be
  10. Zuerst habe ich es nicht geglaubt, doch dann wurde es bestätigt: Damit die Schule Barbarastraße, bei der seit Jahren nur sehr wenige Kinder angemeldet werden, weiter bestehen bleiben kann, steht nun der Vorschlag im Raum, die Montessorischule Eilendorf in die Barbarastraße zu verlagern. Die Politiker in Eilendorf hängen quer unter der Decke, wollen die Montessorischule nicht antasten.
  11. Ein Marder hat den kompletten Teilchenbeschleuniger Cern (in der Schweiz) ausgeschaltet. Die Reparatur wird mehrere Tage dauern.
  12. Leider kein Gerücht: Mit dem Alemannia-Stadion an der Krefelder Straße stimmt was nicht. Es soll Sicherheitsmängel geben. Zur Erinnerung: Das Stadion ist erst 7 Jahre alt und hat 50 Millionen gekostet. Jetzt soll es an mehreren Stellen kaputt sein. Am 7. Februar 2015 gegen Rot-Weiss Essen waren noch mehr als 30.000 Menschen im Stadion. Beim vorerst letzten Spiel war schon wegen der angeblichen Mängel die Feuerwehr verstärkt dabei. Ohjeohje.
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In Aachen: Dezentrale Verteilung von Jodtabletten geplant

Auf 65 Seiten wird über allerlei Katastrophen und angemessenes verhalten informiert. Das Heft konnte man jüngst im Bürgerforum bekommen.

Auf 65 Seiten wird über allerlei Katastrophen und angemessenes Verhalten informiert. Das Heft konnte man jüngst im Bürgerforum bekommen.

Das war spannend: Die Diskussion im Bürgerforum zu der Frage, was in Aachen von seiten der Verwaltung unternommen werden kann/muss, um im Fall eines atomaren Unfalls (in den belgische Schrott-Reaktoren) wenigstens minimal gewappnet zu sein. Endlich war es mal gelungen, zuständige Leute aus dem NRW-Umweltministerium und der Bezirksregierung Köln nach Aachen zu holen. Aachens Feuerwehrchef und zwei Dezernenten waren ebenfalls zugegen. Auf den Zuschauerplätzen: leider nur 4 Personen.

Gefühlt seit ewigen Zeiten ist „Tihange“ ein Thema in Aachen. Nach 40 Jahren sollte der Risse-Reaktor eigentlich für immer abgeschaltet werden, das war fest verabredet. Doch es wechselten Männer aus der Chefetage von Electrabel in die Chefetage der Atomaufsichtsbehörde FANK. Nachdem der Pannenmeiler mehrere Monate tatsächlich abgeschaltet war, gab es plötzlich die Erlaubnis, ihn noch 10 Jahre lang weiter Strom produzieren zu lassen. Das hat seitdem für viel Unruhe in Aachen und der Region gesorgt.

Über die belgische Atomaufsichtsbehörde FANK: „Seit Januar 2013 leitet Jan Bens die Behörde. Er war zuvor (1978 bis 2007) bei dem Atomkraftwerkbetreiber Electrabel beschäftigt, leitete von 2004 bis 2008 die Atomanlage Doel und wurde anschließend Vizedirektor des Weltverbands der Kernkraftwerksbetreiber (WANO). Gleichwohl äußerte die belgische Innenministerin Joëlle Milquet 2013: „Wir haben es mit einer unabhängigen Aufsichtsbehörde zu tun, und wir haben keinerlei Möglichkeit, uns einzumischen.“

Was sollen wir konkret tun, wenn es in Tihange einen Unfall gibt und eine radioaktive Wolke mit dem üblichen Westwind auf dem Weg ins etwa 60 Kilometer entfernte Aachen ist? Diese Frage wurde bisher nie beantwortet, und das hat in Aachen viele Menschen sehr beunruhigt.

Im Bürgerforum hieß es, die Stadt habe ernsthaft vor,  Jodtabletten (bisher alle 309.000 im Klinikum deponiert) auf die Schulen und Kindergärten verteilen zu lassen und nicht nur da. In den Schulen und Kitas werde es Info-Veranstaltungen für das Personal geben. Inhalt: Was tun im Ernstfall? Auch Ärzte informieren zur

tihange_kl_20Zeit schon bei Vorträgen (z. B. gestern, 28. April, im Ev. Gemeindezentrum in Kornelimünster). Die weiteren Termine werden immer in eurer Tageszeitung im Lokalteil, rechte oder linke Spalte, mitgeteilt.

Man konnte den Eindruck haben, dass die Stadtverwaltung, die Politik, die Feuerwehr, das Aktionsbündnis und die Ärzte der Organisation IPPNW die Lage gleichermaßen kühl, aber ernst einschätzen und alles nur Mögliche zur Rettung der Bevölkerung in der Region tun wollen. Allein: Im Ernstfall 500.000 Menschen schnell aus der Region zu evakuieren, das sei „nicht durchführbar“. Das wurde ausdrücklich gesagt.

Bei so großen Katastrophen wisse man außerdem nicht, wie sich die Bevölkerung verhält, meinte Feuerwehrchef Dipl.-Ing. Jürgen Wolff. Und dann seien erfahrungsgemäß auch längst nicht alle Feuerwehrleute bereit, ihre eigenen Familien im Stich zu lassen und Dienst zu tun.
An kontaminierten Personen könne man maximal 50 Personen pro Stunde versorgen, mehr nicht.

Sucht nach solchen kleinen Meldungen und geht zu den Info-Veranstaltungen.

Sucht nach solchen kleinen Meldungen und geht zu den Info-Veranstaltungen.

Soweit ich herausgehört habe, sind Beschwerden und Klagen gegen das Wiederanfahren und Betreiben von Tihange und Doel im NRW-Umweltministerium und allen anderen Behörden hochwillkommen, um den Belgiern klarzumachen, wie ernst die Lage ist. Demos, Diskussionsveranstaltungen, das Aufhängen von Plakaten, Petitionen einreichen, Unterschriftenlisten zusammenstellen usw finde ich persönlich ebenfalls gut und notwendig. Je breiter die Palette der Missfallens-Äußerungen und Maßnahmen, desto besser.

Wer jetzt sagt (wie jüngst bei der WDR5-Veranstaltung in der Aula Carolina geschehen): Wir brauchen einen EU-weiten Ausstieg aus der Atomenergie, der hat zwar Recht, möchte aber das Problem eigentlich nur auf die lange Bank schieben. Denn bis der EU-weite Ausstieg verabredet ist, werden noch viele, viele Jahre vergehen. Wenn es überhaupt je möglich wird.

Die Sitzung fand übrigens zufällig genau 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl statt. Zu Beginn erhoben sich alle zu einem stillen Gedenken. Auf einem Tisch lagen Broschüren des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, darin gibt es auch einen kleinen Abschnitt (Seite 62) über radioaktive Stoffe. Da kann man nur sagen: Besser als nichts.

Ausführlicher Bericht: in der Aachener Zeitung

Für die Broschüre: www.bbk.bund.de

Was am 25. April 2016 in der Süddeutschen stand: http://www.sueddeutsche.de/politik/belgiens-atomaufsicht-wie-auf-dem-misthaufen-1.2965969

Alle Belgier erhalten Jodtabletten

Tja, nehmt Jod und vergesst Tihange.

 

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Köln lässt neues Kasino bauen. Und Aachen?

Köln hat (vor drei Jahren) eine Lizenz zum Betrieb eines Spielkasinos erhalten und die Stadt plant jetzt, dieses Kasino auf der Freifläche gegenüber von einem LVR-Gebäude errichten zu lassen. Erster Spatenstich: 2018. Die Fläche in Köln-Deutz wird bisher als Parkplatz genutzt.

Die Kasinos zocken Leute ab, die an pathologischer Glücksspielsucht leiden. Immer mehr Menschen wissen das und meiden diese Häuser. Selbst die Süchtigen bevorzugen mehr und mehr das Internet, wo sie Tag und Nacht zocken können, ohne von irgendjemand gesehen zu werden. Trotzdem: Die Stadt Köln ist bereit, der Westspiel GmbH, die eine 100-prozentige Tochter der NRW Bank ist, ein prominentes Grundstück zu überlassen.

Das wird sicher Auswirkungen haben auf das Aachener Spielkasino, und die Frage steht im Raum, ob es noch klug ist, mit dem Einzug des Kasinos in das für 20 Millionen Euro sanierte neue Kurhaus an der Monheimsalle zu rechnen. Das Aachener Kasino hatte ja in der Vergangenheit ohnehin schon diverse Einbrüche bei den Besucherzahlen vermelden müssen.

Laut einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers vom 29.10.2015 hat sich die Besucherzahl in den vier NRW-Spielbanken in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Der Jahresabschluss 2014 der westdeutschen Spielbanken war deutlich negativ und konnte nur durch den umstrittenen Verkauf zweier Warhol-Gemälde kompensiert werden.

Die Spielsucht entsteht, weil durch eine Rückausschüttung von 80 Prozent der eingeworfenen Münzen immer wieder das Belohnungszentrum beim Spieler stimuliert wird  und die hohe Taktung von Kick-Momenten für effektive Betäubung sorgt.

Das Zocken um Geld ist ein extrem gefährliche Sucht, weil die Süchtigen nicht nur sich selbst ruinieren, sondern auch noch ihre Familien, Freunde Arbeitskollegen usw. alle anpumpen. Mir ist ganz und gar unverständlich, wie man so etwas fördern kann.

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Alles Fassade, aber warum eigentlich nicht?

Fassaden, die eine vergangene Zeit konservieren, bleiben in der Alexanderstraße stehen.

Fassaden, die eine vergangene Zeit konservieren, bleiben in der Alexanderstraße stehen.

In der Alexanderstraße (Nähe Hansemannplatz) sind drei Gebäude vollständig entkernt worden. Ja, mehr noch, es ist jeweils nur die Fassade zur Straßenseite hin geblieben. Hinter der Fassade werden jetzt 36 moderne, kleine  Wohnungen gebaut. Ihre Bäder, Küchen, die Heizung und alles andere werden technisch auf dem neuesten Stand sein, während nach außen die  Baukultur einer längst vergangenen Epoche vorgeführt wird.

Ist das nicht gewissermaßen verlogen? Eine wissentliche Irreführung? Vorne so tun, als stamme das Haus aus der guten alten Zeit und tatsächlich ist es ein kalter Neubau? Lauter Boxen für isolierte Studenten, nicht geeignet für Familien. Ist das nicht unehrliches Bauen?

„Es ist das Verstecken der Wirklichkeit durch ein Bild dessen, was gewesen ist“, sagt der Architekt Volkwin Marg.

Das ist auch in der Kockerellstraße geschehen: Im unteren Teil der Straße sieht ein Gebäude aus wie ein Couven-Bau, in Wirklichkeit ist es aber eine Turnhalle. Die Turnhalle des Kaiser-Karls-Gymnasium – mit einer alten Fassade als Dekoration. Sieht aus wie aufgeklebt.

Tatsächlich denke ich aber, dass alte Fassaden unbedingt erhalten werden sollten. „Die Moderne und die Vergangenheit schmiegen sich aneinander“, lese ich bei Zeit-Online. Es ändert sich so viel in einer Stadt, da ist man froh,  wenn wenigstens die ein oder andere Fassade bleibt wie sie ist. Ein Heimatgefühl kann sich entwickeln. Man hat den Eindruck: Hier kenn‘ ich mich aus, hier kenn‘ ich jedes Haus.

elysee_hoch_24In der Alexanderstraße sollen die Wohnungen samt kleiner Tiefgarage im Herbst 2017 fertig sein. Und wenn alles gut geht, bleibt auch die Fassade vom Elysee-Kino gegenüber vom Theater (zumindest als Nachbau) erhalten. Entschieden ist aber noch nichts.

Dem Vernehmen nach gab es einen Gestaltungsvorschlag. Der wurde dem Architektenbeirat vorgelegt und von diesem dann zurückgewiesen. Jetzt muss neu überlegt werden, wie an dem prominenten Ort gebaut werden kann.

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„Grundvoraussetzung für jeglichen wirtschaftlichen Erfolg“

Die letzte Aprilwoche des Jahres bringt die Kommunalpolitiker ins Schwitzen. Acht Sitzungen finden statt, drei werden hier erwähnt.

Zunächst kaum man sich auf das Bürgerforum freuen. Da geht es am Dienstag, 27. April, um das AKW Tihange und um Baumpflegearbeiten in der Albert-Maas-Straße (Beginn: 17 Uhr im großen Saal des Rathauses). Bei beiden Tagesordnungspunkten ist aus dem Sitzungskalender im Internet nicht ersichtlich, was im Einzelnen Gegenstand der Beratungen ist. Man muss sich überraschen lassen, beide Lokal-Zeitungen werden sicher am Mittwoch über die Sitzung informieren, (sofern es überhaupt Wichtiges/Neues zu berichten gibt).

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Ebenfalls am Dienstag (ab 17 Uhr) geht es im Betriebsausschuss Gebäudemanagement in der Lagerhausstraße unter anderem um Projekte, in die 2015 investiert wurde. Als da sind: Vierte Gesamtschule, Anschaffung und Herrichtung von mobilen Wohneinheiten für Flüchtlingsunterbringung, Modernisierung des Freibades Hangeweiher, Sanierung der Elisabethhalle, Neubau der Turnhalle Bergstraße und Ersatz und Neubau Kita Talbotstraße. Im Großen und Ganzen ist man da mit dem zuvor geplanten Geld ausgekommen.

Außerdem gibt es im Ausschuss Sachstandsberichte zu den schulischen und nicht-schulischen Reparaturprogrammen.

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Interessant könnte es im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft werden. Da geht es um den „Feierabendmarkt“, den sich die FDP für Aachen als zusätzliche Attraktion wünscht. Dr. Siegbert Panteleit wird über seine Erfahrungen zum Thema Feierabendmarkt berichten. Er startete mit dem Markt in Gelsenkirchen-Buer, wo man ca. 20 Anbieter hochwertiger Lebensmittel für den „Markt am Dom“ gewinnen konnte. Die Händler bieten dort zwischen 16 Uhr und 20 Uhr neben dem Verkauf der Waren den Kunden Verkostungen und einfache Gerichte an. Die FDP wünscht sich dergleichen für Aachen. Entschieden ist noch nichts.

Mehr über die „Feierabendmärkte“ in anderen Städten lest ihr hier .Des Weiteren stehen „Aachen digital“ auf dem Programm und „Breitband“.

Es sieht so aus, als hätte die Stadtverwaltung, 20 Jahre nach Etablierung des Internets, endlich, endlich auch kapiert, dass ohne leistungsfähiges Breitband und ohne Glasfaserkabel keine Firma, kein Unternehmen mehr auskommen kann. In der Vorlage steht: „Eine gute Breitbandanbindung ist heute schon (!) einer der wichtigen Wirtschaftsfaktoren und ohne Zweifel ist eine wettbewerbsfähige Infrastruktur eine Grundvoraussetzung für jeglichen wirtschaftlichen Erfolg. Das Internet ist inzwischen (!) ein wesentlicher Faktor entlang der gesamten Wertschöpfung geworden: In der Produktion, im Handel und im Dienstleistungssektor funktioniert ohne ein möglichst leistungsfähiges Netz fast nichts mehr. In Zukunft werden dem heutigen Wissen nach diese 50mBit/s nicht ausreichend sein.“

Die Stadt muss eigentlich sofort einen Breitband-Koordinator einstellen. Es wird aber nun noch weitere 10 Jahre dauern, bis den Erkenntnissen Taten folgen. 10 Jahre, in denen andere Länder der Deutschen Industrie kilometerweit davonlaufen werden. Ach, es wird so viel verpennt in diesem unserem Lande.

Insbesondere die Sozialdemokraten hielten Computer (in den 80er Jahren) immer nur für Arbeitsplatz-Vernichter und haben sich wie Fortschrittsverhinderter verhalten. Viele Sozialdemokraten haben heute noch immer nicht die geringste Ahnung von der Bedeutung der digitalen Technik, und ihr ganzes umfassendes Nicht-Wissen ist ihnen noch nicht mal peinlich.

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Einwohnerinnen und Einwohner sind zu den öffentlichen Beratungen willkommen. Alle Termine, Tagesordnungspunkte und
die öffentlichen Sitzungsunterlagen findet ihr im Ratsinformationssystem
der Stadt Aachen unter: http://ratsinfo.aachen.de/bi/allris.net.asp  – dann
an der linken Seite auf KALENDER kicken.

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Auch schön: Farbenpracht vor dem Lust for Life - Kaufhaus, das in einem Jahr an der Komphausbadstraße seine Pforten schließt.

Auch schön: Farbenpracht vor dem Lust for Life-Kaufhaus. Das Kaufhaus schließt Mitte kommenden Jahres an der Komphausbadstraße seine Pforten.

 

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Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in Aachen

Seit Ende Januar liefen an den weiterführenden Schulen in Aachen die
Anmeldeverfahren – zunächst für die privaten Schulen mit
nicht-städtischem Träger, dann ab dem 15. Februar für die städtischen
Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie die Gymnasien. Nach Abschluss von
zwei Anmeldephasen stehen nun die endgültigen Anmeldezahlen fest, die
dem Schulausschuss gestern in seiner Sitzung (Donnerstag, 21. April)
vorgelegt wurden.

Die endgültigen Aufnahmezahlen

Hauptschulen
● Aretzstraße: 31
● Burtscheid: 21
● Drimborn: 40

Realschulen
● Alkuinschule: 45
● Hugo-Junkers: 66
● Luise-Hensel: 98

Gymnasien
● Anne-Frank: 60
● Couven: 141
● Einhard: 113
● Geschwister-Scholl: 71
● Inda: 159
● Kaiser-Karls: 112
● Rhein-Maas: 88
● St. Leonhard: 96
● Amos-Comenius-Schule: 17
● Pius: 122
● St. Ursula: 83
● Viktoriaschule: 90

Gesamtschulen
● Brand: 162
● Heinrich-Heine: 108
● Maria-Montessori: 161
● 4. Gesamtschule: 108

(Bei dem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung)

Wen auch die in den Sommerferien geplanten Investitionen an den Aachener Schulen interessieren, der darf auch die nächste Pressemitteilung der Stadtverwaltung lesen:

Reparaturen für 2,7 Millionen in den Sommerferien

In den Sommerferien 2016 wird es wieder an vielen Aachener Schulen
Reparaturen geben: 25 Maßnahmen an 20 Schulen. Die einzelnen Projekte
wurden dem Schulausschuss in seiner gestrigen Sitzung (Donnerstag, 21.
April) vom Gebäudemanagement vorgestellt. Insgesamt werden 2,7 Millionen
Euro investiert, davon werden 400.000 Euro für neue Technik verwendet.

● Grundschule Am Römerhof: Sanierung Lehrer- und Schüler WC
● Grundschule Haarbachtalstraße: Sanierung Schüler WC
● Grundschule Saarstraße: Sanierung Abhangdecke der Turnhalle
● Grundschule Driescher Hof: Sanierung Sportboden und Abhangdecke
der Turnhalle
● Grundschule Schwalbenweg: Dachsanierung
● Grundschule Oberforstbacher Straße: WC-Sanierung
● Grundschule Am Höfling: WC-Sanierung
● Grundschule Lintertstraße: Sanierung Außentüren
● Grundschule Kirchberg: Sanierung Böden und Pausengang
● Grundschule Karl-Kuck-Straße: Erneuerung der Kesselanlage
● Grundschule Passstraße: LED-Beleuchtung in sieben Klassen
● Hugo-Junkers-Realschule: Schallschutzmaßnahme
● Luise-Hensel-Realschule: Fugensanierung
● Alkuin Realschule: Erneuerung von Unterverteilungen
● Geschwister Scholl Gymnasium: Sanierung Bodenbeläge und
abgehängten Decken
● Einhard Gymnasium: Erneuerung von vier Unterverteilungen
● St. Leonard Gymnasium: LED-Beleuchtung in 18 Klassen
● Förderschule Von-Coels-Straße: Sanierung Speisesaal Decke und
Boden, Fenstererneuerung
● Gesamtschule Schule Brand: Küchensanierung, Fenstersanierung,
Modernisierung der alten Aufzugskabine, Erneuerung Böden und
KMF-Platten, Erneuerung Aula-Beleuchtung
● Schulzentrum Laurensberg: diverse Reparaturen

 

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Ein Tag mit spannenden Einblicken? Wir verzichten.

Im Januar vorigen Jahres wurden völlig überraschend zwei dicke alte Bäume in der Jakobstraße gefällt. Gerade jetzt im Frühling werden sie sehr vermisst. Da hilft auch kein "Tag der Baumpflege" mehr.

Im Januar vorigen Jahres wurden völlig überraschend zwei dicke alte Bäume in der Jakobstraße gefällt. Gerade jetzt im Frühling werden sie sehr vermisst. Da hilft auch kein „Tag der Baumpflege“ mehr.

Der Aachener Stadtbetrieb, der seit vielen Monaten mit bizarren Baumfäll-Aktionen mehr Schrecken als Freude verbreitet, veranstaltet am kommenden Samstag (23. April) einen „Tag der Baumpflege“ (bitterlach). Mit von der Partie ist auch der Jurist und Betriebsleiter Peter Maier, keine Koryphäe in Sachen Baumschutz.

Versprochen wird „ein abwechslungsreicher Tag mit spannenden Einblicken“. Von 11 bis 17 Uhr darf man die Geräte bewundern, mit denen die Mitarbeiter des Stadtbetriebs zwecks Fällen auf die Bäume losgehen. :-(((

Soweit ich weiß, gibt es einen solchen Tag zum ersten Mal in Aachens Innenstadt. Der Stadtbetrieb hat offenbar ein Image-Problem, dass er jetzt einen „Tag der Baumpflege“ veranstalten muss. Und das mitten in der Stadt, am Elisenbrunnen. Hat der Oberbürgermeister Handlungsbedarf gesehen, und den „Tag der Baumpflege“ angeordnet? Könnte sein.

Die Stadt hat eine Pressemitteilung geschickt, in der steht u.a.: „Die Baumkontrolleure werden ihre Aufgaben erläutern und zeigen anhand von Proben, welche Krankheiten sich an Bäumen ausbreiten können und wie diese festgestellt werden. Ein Maschinenpark mit Baggern, Schleppern und Lkw präsentiert diverse Einsatzgeräte und Werkzeuge. Bei Vorführungen des Ladekrans wird gezeigt, wie präzise große Maschinen eingesetzt werden.“

Ich zumindest habe keinen Bedarf, die Geräte habe ich bei ihrem Einsatz in der Jakobstraße schon beobachtet.

100 Jahre lang gewachsen, ein einem Vormittag gefällt. Da steht man ratlos davor.

100 Jahre lang gewachsen, an einem Vormittag gefällt. Da steht man ratlos davor. Beide Fotos: Archiv

Gut, die Nizzaallee darf Rotdorn-Allee bleiben. Das hat die Lousberg-Gesellschaft erreicht. Da sind ja auch Menschen organisiert, die Erfahrung beim Durchsetzen von Bürgerinteressen haben. Anderswo, beispielsweise in Brand (Markt) konnten die Bäume nicht gerettet werden, und auch an der Vaalser Straße und am Münsterplatz gab es keinen Widerstand – nur nach der Fäll-Aktion lange Gesichter.

Zugegeben: Nach allem, was ich erlebt habe, bin ich mittlerweile sehr einseitig und misstrauisch. Lest deshalb selbst, was die Stadt zum „Tag der Baumpflege“ mitteilt.

http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/politik_verwaltung/pressemitteilungen/baumpflege.html

Update: Zum Thema „Schutz der Alleen“ habe ich am 20. April 2016 auf Seite 20 der „Aachener Nachrichten“-Stadtausgabe einen Leserbrief gesehen. Darin heißt es, dass der Schutz der Alleen im Gesetz geregelt ist. Und zwar Landschaftsgesetz, § 47a. Es ist nicht nur die Zerstörung und Beschädigung von Alleen verboten, sondern auch jede „nachhaltige Veränderung“.  Die Aachener Verwaltung kennt also in diesem Punkt ihre Vorschriften nicht und sollte mal lieber einen „Tag des Studiums unserer Vorschriften, an die wir uns halten müssen“ einlegen.

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