Der Westpark, der Müll und das neue JobCenter

Nach einem  sonnigen Tag sammeln städtische Mitarbeiter die Hinterlassenschaften der Aachener im Westpark auf. Mit dem Krempel aus dem Kennedypark, dem Stadtpark und dem Westpark ist der Wagen voll.

Nach jedem sonnigen Tag sammeln städtische Mitarbeiter die Hinterlassenschaften der Aachener im Westpark auf. Mit dem Krempel aus dem Kennedypark, dem Stadtpark und dem Westpark wird der Wagen voll.

Zum Glück sind sie sehr fleißig, die Kehrmänner und -frauen im Aachener Westpark an der Vaalser Straße. Denn nach einem sonnigen Tag holen sie jedes Mal fünf bis sechs prallvolle Säcke Müll aus den Wiesen. Diesen Montag war es wieder so weit. Die Anwohner sind not amused, auch der Krach, den  die dort Feiernden bis tief in die Nacht hinein veranstalten, nervt die Leute. Die Tage werden länger und wärmer. Jetzt geht es wieder los.

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Wie? Das neue JobCenter an der Krefelder Straße war doch eigentlich fertig. Jetzt steht da wieder ein Gerüst. Kaum eröffnet und schon kaputt? Da hat das

Das neue JobCenter an der Krefelder Straße.

Das neue JobCenter an der Krefelder Straße – mit Gerüst.

Polizeipräsidium aber länger gehalten (ist nach 35 Jahren jetzt ziemlich baufällig). Verantwortlich für den Bau des neuen JobCenter zeichnet übrigens das Architekturbüro von Professor Klaus Kada und Dipl.-Ing. Gerhard Wittfeld. Hier seht ihr die Seite des Büros und  die Projekte. Sehr eindrucksvoll.

Einige weitere Bauwerke aus dem Büro Kadawittfeldarchitektur in Aachen sind: Das schräge Dach im Dressurstadion des ALRV, das Bürogebäude in der Franzstraße wo auch Vapiano drin ist, das AachenMünchenerVersicherung Direktionsgebäude mit der sonderbaren Treppe, die archäologische Vitrine im Elisengarten. Dazu

Sieht schön aus, ist aber arg gewöhnungsbedürftig: Treppe im Bereich des AachenerMünchener Gebäudes.

Sieht schön aus, ist aber arg gewöhnungsbedürftig: öffentliche Treppe im Bereich des AachenerMünchener Gebäudes.

kommen demnächst noch der Bau des exklusiven Wohnpark Aachen MitteMitte, wo jetzt noch das alte Arbeitsamt (Adresse: An den Frauenbrüdern)  steht und der Umbau des Generalvikariats Aachen in unmittelbarer Nähe zum Dom.

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Wird die SPD (auf Bundesebene) der Vorratsdatenspeicherung (VDS) zustimmen? Sicher wird sie das, wie sie auch schon bei der Maut zugestimmt hat, obwohl sie doch dagegen war. Weil, die ganze SPD ist ja eine Große Koalition mit der CDU eingegangen und tanzt jetzt nach deren Pfeife. Die ganze SPD? Nein, zumindest gegen die Vorratsdatenspeicherung wird parteiintern Widerstand versucht. Von einer Gruppe, die sich „D24 – Zentrum für digitalen Fortschritt“ nennt. „D24″, das ist ein SPD-Verein.

Mal sehen, ob da überhaupt eine Gliederung mitmacht, und wie sich die Aachener verhalten. Bis jetzt machen ganze  2(!!) SPD – Gliederungen mit. Widerstand gegen die Totalüberwachung sieht anders aus!

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Unterdessen muss man sich Sorgen machen um den Parteinachwuchs der CSU. In München hat ein 22-jähriger Student namens Kiefer sich die kompletten Mitgliederdaten des JU-Kreisverbands besorgt, um wirkungsvoller für sich werben zu können. Er wurde mit einer sechsmonatigen Ämtersperre belegt. Und gleichwohl am Wochenende von seinem Kreisverband zum neuen JU-Chef gewählt. Die ganze gruselige Geschichte über den Münchener tricksenden Parteinachswuchs hier in der Süddeutschen.

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Zum Schluss ein Bauwerk (Finanzamt Aachen, unten) und etwas explodierende Natur (ganz unten).

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Umlageerhöhung? Das muss nicht sein

Er tut viel Gutes, aber er möchte dafür auch Geld sehen. Geld kann er sich in einem von ihm selbst (!) bestimmten Ausmaß bei der Städteregion Aachen abholen. Natürlich bei weitem nicht nur da, aber auch da. Und für 2015 und 2016 will der Landschaftsverband (LVR) sich im Haus der Städteregion an der Zollernstraße mehr Geld abholen, als noch 2014 und all die Jahre zuvor. „Das ist

Die 1. Seite des Antrags. Falls ihr lesen wollt: bitte auf das Foto klicken. Über die anderen Anträge der Fraktion (zum Beispiel zu Freifunk) habe ich hier bereits berichtet.

Die 1. Seite des Antrags. Falls ihr lesen wollt: bitte auf das Foto klicken. Über die anderen Anträge der Fraktion (zum Beispiel zu Freifunk) habe ich hier bereits berichtet.

nicht nötig“, sagen nach intensiven Beratungen die Piraten und die Freien Wähler, die im Parlament des Landschaftverband eine Fraktion bilden.

Die Köpfe der Fraktion Freie Wähler/Piraten rauchten ganz schön, als man sich zur mehrtägigen Klausur in Moers traf. Es galt, den Haushalt auf Herz und Nieren zu prüfen und zu sehen, ob die Erhöhung der LVR-Umlage wirklich nötig ist. Dabei hatte natürlich jeder seine „Gebietskörperschaft“ (d.h. die kreisfreien Städte und Kreise, in denen man Lokalpolitik macht) vor Augen und deren teils extrem schwierige finanzielle Lage. In Aachen wird ja auch um jede 1000 Euro Mehrausgaben gerungen. Für jeden stellte sich die Frage: „Woher nehmen, wenn der LVR jetzt die Umlage erhöht?“

Nun muss man wissen, dass der Haushalt des LVR deutlich mehr als 3 Milliarden umfasst, und dass eine Erhöhung der Umlage um nur 0,2 % ein Plus für den LVR von satten 30 Millionen Euro bedeutet. Geld, das jedes Fraktionsmitglied lieber in der Kasse seiner kreisfreien Stadt, seines Kreises und in der Kasse der Städteregion belassen hätte. Der LVR „hat alle Möglichkeiten der Konsolidierung auszuschöpfen und muss alle Möglichkeiten von Einsparungen, Optimierungen und Synergien ergebnisoffen prüfen“, teilte entsprechend Fraktionschef Henning Rehse jetzt der Presse mit. Und weiter: Alles müsse zu dem Ziel führen,  „die Landschaftsverbands-Umlage nicht zu erhöhen“.

Möglich ist das. Denn aus 2013 hat der LVR – salopp gesagt – noch etwa 10 Millionen Euro übrig. Und auch für 2014 zeichnet sich ein ähnlich positives Ergebnis ab. Diese und andere Gelder möge man nicht in die Rücklage packen, sondern dazu nutzen, auf eine Umlage-Erhöhung zu verzichten, fordert die Fraktion Freie Wähler/Piraten. Finanzexperten, die hier nicht genannt werden wollen, meinen tatsächlich, dass diese Rechnung stimmt, dass man durchaus so verfahren könne, wenn man es will.

„Da im Jahr 2013 schon ein positives Jahresergebnis erzielt wurde, wodurch die Ausgleichsrücklage erhöht wurde und sich auch ein positives Ergebnis für das Jahr 2014 abzeichnet, ist es höchstes Gebot und durch die positiven Ergebnisse auch möglich, die Gebietskörperschaften nicht unnötig zu belasten durch eine höhere Umlage.“
Freie Wähler/Piraten- Fraktionsvorsitzender
Henning Rehse

Deshalb wird die Fraktion in der Landschaftsversammlung am 28. April empfehlen, die Landschaftsverbands-Umlage für 2015 nicht wie vorgesehen von 16,5% auf 16,7% zu erhöhen, sondern von einer Erhöhung ganz abzusehen, sowie für das Jahr 2016 moderat auf dann 16,55% anzupassen.

Im Landschaftsverband haben wir es mit einer großen Koalition zu tun, die alles, was von den kleinen Fraktionen kommt, gnadenlos abschmettert, bzw. überstimmt, auch die durchaus positiven Ideen. Nebenbei erwähnt: Sogar der Vorschlag, die sogenannte „leichte Sprache“ auf ausgewählten Publikationen des LVR einmal zu verwenden, wurde abgelehnt. –  Trotzdem: In Sachen Haushalt ist es gut, ein Zeichen zu setzen. Wenn gespart werden kann, dann muss auch gespart werden.

Zum Schluss ein Beispiel: Bevor die Städteregion und die anderen Gebietskörperschaften weiter belastet werden, sollte man sich lieber mal überlegen, ob man zum Beispiel einen „Notfalltopf Inklusion“ mit 2 Millionen

Ein stiller Riese: der Landschaftsverband in Köln.

Ein stiller Riese: der Landschaftsverband in Köln.

Euro braucht. Gerade für Inklusion werden nämlich 2015 und 2016 sowieso schon Milliarden ausgegeben, was auch gut ist.

Das wird übrigens hier so ausführlich geschildert, weil der LVR fast nie in einem lokalen Blatt des Rheinlandes vorkommt. Wohl aber seine 40 Schulen, 10 Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen sowie sein Heilpädagogisches Netzwerk und das Landesjugendamt. Sie alle erfüllen Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen.

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Die 13 kreisfreien Städte und die 12 Kreise im Rheinland sowie die Städteregion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten auch Politikerinnen und Politiker der Freien Wähler und der Piraten die Arbeit dieses Verbandes.

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Wäre schön: Ein Parkhaus für das Frankenberger Viertel

Unterwegs auf den Internet-Seiten der Parteien in Aachen stößt man auf einen Antrag der örtlichen FDP. Die Liberalen schlagen einen Feierabendmarkt vor, also einen Markt von Arbeitnehmer-freundlichen 16 bis 20 Uhr,  an einem Tag pro Woche. Zur Belebung der Innenstadt.

Lebensmittelladen am Markt. Für viele Innenstadtbewohner ohne Alternative.

Lebensmittelladen am Markt. Für viele Innenstadtbewohner ohne Alternative.

Gute Idee. Der Feierabendmarkt könnte zugleich die Innenstadtbewohner mit Obst und Gemüse versorgen und meinetwegen auch mit Fisch, Eiern, Gewürzen, Käse. Denn soooooo viele Lebensmittelläden gibt es rund um Dom und Rathaus nicht mehr. Eigentlich nur einen, nämlich Kaiser’s. Den türkischen Händler in der Jesuitenstraße zähle ich nicht mit, zu teuer. Pontstraße, Neupforte, Augustinerbach, Annuntiatenbach, Eilfschornsteinstraße, Judengasse, Jakobstraße, Klappergasse, Schmiedstraße,

Feinkostladen in der Jesuitenstraße, für den täglichen Einkauf leider deutlich zu teuer.

Feinkostladen in der Jesuitenstraße: Für den täglichen Einkauf leider deutlich zu teuer.

Kleinmarschierstraße, Löhergraben, Groß- und Kleinkölnstraße, Kremergasse, Büchel . . .  da sucht man Gemüse, Obst und Fisch vergebens.

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Parken im Frankenberger Viertel: eine Katastrophe. Dabei gibt es quasi hinter der Bismarckstraße/Ecke Oppenhoffallee ein großes Grundstück, wo sich locker ein Parkhaus errichten ließe. Ich staunte jedenfalls nicht schlecht, als ich mich verfuhr und auf dem Gelände landete.

Auf einen Grundstück im oberen Teil der Oppenhoffallee  (hinter der Häuserzeile) gibt es ein großes Grundstück, wo sich statt dieser und vieler anderer Hütten ein Parkhaus bauen ließe. Wenn man nur will.

Auf einen Grundstück im oberen Teil der Oppenhoffallee (hinter der Häuserzeile) gibt es ein großes Grundstück, wo sich statt dieser und vieler anderer Hütten ein Parkhaus bauen ließe. Wenn man nur will.

Bisher sind da Werkstätten und bestimmt drei Dutzend Garagen untergebracht. Mit deren Eigentümer müsste man sich einigen und dann bauen.

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Das habe ich auf einer SPD-Seite gefunden: Sechs Links, die dir zeigen, was Google über dich weiß. Sehr nützlich. Gefunden übrigens da, wo die Berliner SPD zu einem netzpolitischen Abend einlädt, bei dem Sigmar Gabriel „über die digitale Zukunft unserer Gesellschaft“ zu Beginn „einen kurzen Impuls“ geben wird. Auweia. Das wird bestimmt spannend.  NOT
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Empfang im Rathaus: Der Oberbürgermeister begrüßt dort hochbegabte Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien und Gesamtschulen der Städteregion, die sich im Fach Physik hervorgetan haben (28. April, 15 Uhr). 40 Personen werden erwartet, möglicherweise ist ja ein künftiger Nobelpreisträger dabei.
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Im November 2013 kam es im Hof in Aachen zu einem Aufsehen erregenden  Fund: menschliche Knochen. Schnell war klar, die Skelette sind sehr alt. Handelt es sich um Zeitgenossen Karls des Großen? Was die Knochen uns heute sagen können und wie Archäologen ihnen ihre Geheimnisse entlocken, zeigt eine Sonderausstellung  im Centre Charlemagne. Mit Hilfe neuester Augmented Reality-Technologie können Besucher die Knochen erkunden. Sie erfahren dabei vieles über die Methoden, Werkzeuge und wissenschaftlichen Untersuchungsverfahren heutiger Archäologen. Eröffnungstag, Dauer und Öffnungszeiten der Ausstellung werden euch in diesem Blog noch mitgeteilt. Stay tuned.
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Totholz kommt in  Paketen bei mir an. Demnächst alles auf dem iPad.

Totholz kommt in Paketen bei mir an.

Heute war ein warmer Frühlingstag. Da sitzen die einen in der Sonne und genießen die warmen Sonnenstrahlen (s. unten). Andere sitzen in ihrem Arbeitszimmer und arbeiten Vorlagen, alle auf totem Holz  (s. rechts), durch. Die werde ich bald alle auf dem iPad lesen können. Freu mich.

Morgen wird es übrigens wieder warm. Aber am Sonntag ist Schluss, da wird es kalt.
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Vor dem "Extrablatt" (oben) und auf der anderen Seite, vor dem Eiscafé (dieses Foto), sitzen bei warmem Wetter Hunderte und genießen ihren Feierabend und die warme Luft.

Vor dem „Extrablatt“ (Foto oben) und auf der anderen Seite, vor dem Eiscafé (dieses Foto), sitzen bei warmem Wetter Hunderte und genießen ihren Feierabend und die warme Luft.

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Kunst verkommt in der Notdurft-Ecke

 

Eines der wenigen Bilder von Klaus Paier , die es in Aachen noch gibt: "Der große Krieg".

Eines der wenigen Bilder von Wandmaler Klaus Paier, die es in Aachen noch gibt: „Der grosse Krieg“. Es ist über 30 Jahre alt und verkommt.

Genau vor der Terrasse vom Café Kittel in Aachen (Pontstraße/Augustinerbach) befindet sich ein Grundstück, das sieht aus wie Sau. 100 Meter vom Rathaus entfernt steht man vor einem matschigen Auto-Abstell-Platz, der so schmuddelig ist, dass manche denken, sie könnten da einfach in die Ecke pinkeln, und das tun die dann auch.

Das haben jedenfalls die Leute vom Café Kittel des öfteren beobachtet . . . „und Schlimmeres“, wie mir gesagt wurde. Sie möchten die Ecke an ihrer Terrasse lieber heute als morgen nett herrichten, müssen dazu das Einverständnis von RWTH/Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und der Stadt Aachen einholen. Und das gestaltet sich schwierig.

Vor dem Wandbild ist Platz für zwei Autos. Der Platz wird vermietet, aber auf den Platz würden die Vermieter sogar verzichten, wenn die Ecke ansprechend gestaltet würde. (Foto aus Sommer 2014)

Vor dem Wandbild ist Platz für zwei Autos. Der Platz wird vermietet, aber auf den Platz würden die Vermieter sogar verzichten, wenn die Ecke ansprechend gestaltet würde. (Foto aus Sommer 2014)

Links befindet sich ein kolossales Wandbild von Klaus Paier, Titel: „Der grosse Krieg“. Das Bild steht unter Denkmalschutz. Es MUSS also erhalten werden, und das ist auch richtig so (dazu: s. update unten). Klaus Paier und Josef Stöhr waren vor über 30 Jahren in Aachen beide als Wandmaler aktiv und haben uns damals immer wieder mit aufrüttelnden und kunstvollen Arbeiten überrascht. Eine Stadt, die solche Bilder im öffentlichen Raum ihr Eigen nennt, sollte eigentlich stolz sein und diese Kunst sorgsam pflegen.

Das kleine Grundstück ist ständig nass, bei Regen steht es regelrecht unter Wasser. Es muss eine Drainage erhalten. Dann könnte man dort eine Station für Elektrofahrräder (statt der Autos) installieren (s. hier). Das stellen sich die Leute vom Café Kittel so vor und würden da auch gern auf den Parkplatz verzichten. Das Bild allerdings muss sich ein Restaurator vorknöpfen. Vor Jahren misshandelten Tabak-Werber die Kunst, sie wurden zu einer Strafe von 20.000 Mark verdonnert, wenn ich mich nicht irre. Spuren der Verschandelung sind noch jetzt zu sehen.

Eins von vielen zerstörten Bildern des Aachener Wandmalers. Die Reste befinden sich an einer Außenwand des Mörgens-Theaters.

Eins von vielen zerstörten Bildern des Aachener Wandmalers. Diese Reste findet ihr an einer Außenwand des Mörgens-Theaters.

Es gab mal gut drei Dutzend Wandbilder von Klaus Paier in Aachen, nur sehr wenige sind erhalten. „Der grosse Krieg“  gehört dazu. Andere, zum Beispiel „Der Tod ist eine weisse Wolke“ am Mörgens (Hubertus-/Ecke Mörgensstraße), wurden zerstört. Sehr bedauerlich. Viele Bilder könnt ihr sehen, wenn ihr hier klickt und weit nach unten scrollt.  Seht auch den Video-Clip an, es lohnt sich.

In den 80er Jahren wurden Bilder, die niemand bestellt und bezahlt hat und die inhaltlich provozieren, als unerträglich angesehen und von der Stadtverwaltung sofort entfernt. Leider applaudierten dazu damals auch noch Teile der örtlichen Presse. Die Bilder von Klaus Paier und seinem Freund Josef Stöhr spiegeln den Geist jener Zeit wieder und gehören zur Aachener Geschichte.

Update 08. April: Es erhebt sich Widerspruch von sachkundiger Seite, dass das Bild nicht unter Denkmalschutz steht. Die zuständige Dame bei der städtischen Denkmalpflege ist im Urlaub, und sonst kann dort spontan keiner Auskunft geben. Die Info wird nachgereicht.

Eine Nahaufnahme.

Eine Nahaufnahme. Foto aus Sommer 2014.


 

Hier noch eine schöne WordPress-Seite mit Fotos aus den 70er und frühen 80er Jahren, als die Paier-Bilder sozusagen gerade frisch gemalt waren. https://allopach.wordpress.com/2014/06/15/aachener-wandmaler-paierstohr-7879/

Lest selbst, was die Bezirksregierung in Köln in ihrem Amtsblatt vom 16. März 2015 (pdf) gleich am Anfang unter „Verordnungen,Verfügungen und Bekanntmachungen der Bezirksregierung Köln“  verkündet . . . (nämlich dass sie die Aachener Verwaltung angewiesen hat, das Bild unter Denkmalschutz zu stellen.) Das alles schreibt der Tano auf seiner Seite

„Ich habe die Stadt Aachen veranlasst, folgendes Objekt in die Denkmalliste einzutragen,´Objekt Baudenkmal Graffito „Der große Krieg“ von Klaus Paier (aus 1980). Auf der nordöstlichen Brandwand des Wohnhauses Augustinerbach 2a … usw. usf.“

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NRW-Schulen bekommen einen „Vertrauensraum Internet“

Beim Landschaftsverband d Rheinland in Köln muss demnächst die Politik über ein großes Projekt entscheiden, über einen "Vertrauensraum Internet".

Beim Landschaftsverband  Rheinland in Köln muss demnächst die Politik über ein großes Projekt entscheiden, über einen „Vertrauensraum Internet“.

„Logineo“ steht in dem politischen Gremium, das ich als Vertreterin der Piratenpartei in Köln besuchen darf, auf der Tagesordnung. „Logineo“ soll ich zustimmen und auch, dass „Logineo“ an allen 6300 Schulen des Landes NRW eingeführt wird.

Was ist Logineo? Und ist das gut für die Schulen oder nicht? Die Verwaltung des Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat auf 24 Seiten versucht, das zu erklären. Ich muss sagen: Da gab es schon bessere Vorlagen. Drei Stunden habe ich mit @navelbrush , @Guntfred und anderen daran gearbeitet und versucht, das Projekt zu verstehen.  

Logineo sei ein „Vertrauensraum Internet“, steht da. Ich habe selten einen Text gelesen, in dem die Worte „Vertrauen“ und „sicher, Sicherheit“ so oft vorkommen und der zugleich so diffus und vage ist. Etwa 200.000 Lehrer sollen mit Logineo arbeiten, 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler ebenfalls. 400 Schulträger sind in Kürze damit befasst, und 2014 wurden schon 600.000 Euro ausgegeben. In den Jahren 2015/16/17 wird Logineo jeweils 1,2 Millionen Euro kosten. (Wer diese Summen zahlt? siehe unten.)

Geschaffen werden soll – wie erwähnt – ein „Vertrauensraum Internet“, der datenschutzrechtlichen Anforderungen genügt und in dem Kinder, Jugendliche und der Lehrkörper arbeiten können. Angeblich wurde alles schon an 30 Pilotschulen erprobt und für gut befunden. Wurden keine Fehler verzeichnet, weil niemand es benutzt hat?, frage ich mich und denke an die millionenteure de-Mail der Bundesregierung, wo bisher auch kaum jemand jemals eine Mail verschickt hat, obwohl sich (wohl wegen der Prämien) mehrere 100.000 Personen angemeldet haben.

Entwickelt wurde Logineo unter anderem von der regio-IT Aachen, der LVR-InfoKom, vom kommunalen  Rechenzentrum Niederrhein und der Medienberatung NRW. Die Kosten übernimmt das Land NRW, doch auch die Kommunen werden zahlen müssen. Wieviel? – Im Herbst diesen Jahres soll alles stehen, wenn ich das richtig verstanden habe.

„Eine geschützte Lehr- und Lernumgebung im Internet“ soll es geben. Außerdem: „Ein Vertrauensraum in der digitalen Lernwelt“, alles ausschließlich „auf vertrauenswürdigen Servern“. „Sichere digitale Kommunikation“ wird gewährleistet. Und „geschützte Dateiordner“, „geschützte Räume für pädagogische Prozesse“ und so ohne Ende weiter. Das alles ist schön, aber was genau werden Kinder und Erwachsene machen in diesen Räumen, wie genau? Das steht da leider nicht. Es ist alles etwas unkonkret. Was fehlt, ist die Schilderung eines echten Verfahrens: „Lehrer macht X, Schüler macht Y, Nutzen ist Z“.

Und noch ein Symbolbild vom LVR-Gebäude in Köln, um den langen Text optisch etwas aufzulockern.

Und noch ein Symbolbild vom LVR-Gebäude in Köln, um den langen Text optisch etwas aufzulockern.

In der Kurzbeschreibung steht, dass alle in der Schule E-Mail-Adressen und Zugriff auf einen Terminkalender erhalten. Alle können auf allerlei Lernmittel (z. B. der Siemens-Stiftung) zugreifen, Lehrer bekommen Zugriff auf vom Schulministerium erworbene, lizenzgeschützte Materialien. Stundenplan, Essensbuchung, digitale Schulbücher . . .  alles mit Logineo. Es ließe sich „eine Kultur des Miteinander in der digitalen Welt entwickeln“.

Gibt es für das Projekt einen zentralen Server? Oder wird Logineo in den kommunalen Rechenzentren gehostet? Ausreichend Bandbreite und geeignete Endgeräte müssen zur Verfügung stehen, so steht in der Vorlage. Was ist mit der Bandbreite im Sauerland, in der Eifel, in anderen ländlichen Gebieten von NRW? Die reicht doch nie und nimmer. Bleiben dort die Schulen außen vor?

Schön und sicher ist zweifellos die Integration der Mail- und Kalenderdienste über die Schnittstellen IMAPS (Zugriff auf die  Email-Postfächer mit externen Programmen) und SMTPS (Email-Versand mit externen Programmen). Jede Menge Sicherheit wird in technischer Hinsicht versprochen. Dass die Medienbeauftragten an jeder Schule viel zu tun bekommen, scheint mir auch klar zu sein. Den First-Level-Support (bei Funktionsstörungen) sollen die Medienbeauftragten und die kommunalen Schulträger übernehmen, für den Second-Level-Support werden eine Hotline und ein Ticketsystem zur Verfügung gestellt.

Die Piraten-Landtagsabgeordneten habe ich gefragt, und die haben das Projekt jetzt auf dem Schirm und freundlicherweise folgenden Link geschickt: http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/Medienberatung/Dokumentationen/Aktuelle-Dokumentationen/002_Lern-IT-NRW-Schulträgertagung-2014.html

Ein Pirat aus Aachen meinte dazu unter anderem: Das 4. und das 6. Video sind ziemlich erhellend. Es ist viel weniger ein nachgebautes Facebook als eine an die Schule angepasste Groupware. (Ich hatte den Verdacht geäußert, es sollte wohl  Facebook nachgebaut werden.)

Ich werde versuchen, zu einer der 30 Pilotschulen Kontakt aufzunehmen. Wish me luck.

Wer zu dem Ganzen eine Meinung/Kenntnisse hat: her damit.

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Update (danke @navelbrush):  in der neuen Ausgabe „Städte- und Gemeinderat“ gibt es einen Artikel
über LOGINEO (sicheres Internet für Schulen):

http://www.kommunen-in-nrw.de/information/staedte-und-gemeinderat/ausgaben.html

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Kostenexplosion in Aachen-Nord

Ein Bauprojekt der Stadt Aachen droht zu entgleisen, und zwar in finanzieller Hinsicht. Der Umbau des alten Straßenbahndepots in der Talstraße (Nähe Blücherplatz) wird 2 Millionen Euro teurer als geplant und obendrein nicht pünktlich fertig.

9,4 Millionen sollte der Umbau des Depots in ein Stadtteilzentrum eigentlich kosten. Jetzt kommen vorerst weitere 2 Millionen hinzu, wenn nicht noch mehr, aber das muss man abwarten. Das Depot ist seit Anfang der 80er Jahre so dermaßen heruntergekommen, dass man sich wundert, dass dort überhaupt noch an eine Umgestaltung gedacht wurde.

Aufgefallen ist der desolate Zustand der Mauern, Fundamente, Hallenstützen, Betondecken und -träger usw erst (tadaa:) mitten in den Bauarbeiten. Vorher hatte ein Gutachten ausgesagt: Die Bausubstanz sei im Großen und Ganzen noch in Ordnung. Piraten, die was vom Bauen verstehen, haben schon vor Tagen zu mir gesagt: „Die Schäden an dem Bauwerk kann kein Gutachter übersehen haben.“

Das Gutachten, das vor dem Beginn der Arbeiten erstellt wurde, hat „nur“ 16.000 Euro gekostet. Kann man bei dem Preis nicht verlangen, dass der Gutachter richtig hinschaut? Offenbar nicht. Die 16.000 Euro kann man jetzt mit Fug und Recht rausgeschmissenes Geld nennen. Aber hätte man mit dem Umbau überhaupt begonnen, wenn von Anfang an klar gewesen wäre, wie zerrüttet das Bauwerk ist? Alles ungeklärte Fragen.

Die zuständigen Politiker haben sich im Ausschuss ein bisschen aufgeregt und mit Mehrheit schon grünes Licht für die Mehrausgaben gegeben. Einzig Bauingenieur und Pirat Heidi Teuku stimmte dagegen. So leicht wollen die Piraten da nicht zur Tagesordnung übergehen. Auch, wenn ein Stadtteilzentrum in Aachen-Nord eine höchst sinnvolle Sache ist. Das Thema wird heute ab 19.30 Uhr in der Fraktionssitzung der Piraten (im Verwaltungsgebäude am Katschhof)  ab 20 Uhr im Piratenbüro, Hirschgraben 24, besprochen. Gäste willkommen.

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Tagesmütter und Erzieherinnen sind sauer

Mit Luftballons vor dem Rathaus machten gestern Frauen, die Kinder betreuen, auf ihre prekäre finanzielle Lage aufmerksam.

Auf der Rathaustreppe: Mit Luftballons machten gestern Frauen, die Kinder betreuen, auf ihre prekäre finanzielle Lage aufmerksam.

Die Erzieherinnen in den Kitas wollen mehr Geld für ihre immer anspruchsvollere Arbeit, und dafür sind sie auch gestern auf die Straße gegangen. Dazu hatte Aachens Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp sinngemäß geäußert, die von den Erzieherinnen geforderten Lohnerhöhungen würden die Stadt Aachen direkt in den Nothaushalt verfrachten. Er, Philipp, sei auf der Arbeitgeberseite und werde auch Arbeitgeber-Positionen vertreten. Er meinte ferner, er werde die Tariferhöhung 1:1 auf die Kitagebühren, die die Eltern zahlen müssen, umlegen. Warnstreiks hält der OB für überflüssig, die veranstalte die Gewerkschaft bloß, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Der zuständige Ver.di-Gewerkschaftssekretär Mathias Dopatka reagierte entsprechend angefressen. Und auch die Piraten haben eine Stellungnahme zu dem Streit verfasst (s.u.).

Heute, Dienstag, machten Unzufriedene vor der Sitzung des Kinder- und Jugendausschuss, der zusammen mit dem Schulausschuss im Rathaus tagte, auf ihr Anliegen aufmerksam. Einige bekommen so wenig Gehalt, so wurde mitgeteilt, dass sie einen Nebenjob etwa in einer Tankstelle annehmen müssten.

Hier die Stellungnahme der drei Ratsmitglieder der Piratenpartei: 

Im Konflikt um die Lohnerhöhung bei der Kindertagesbetreuung zwischen Verdi und dem Oberbügermeister Philipp schließt sich die Piratenfraktion den Forderungen und der Kritik von Verdi an. 

Bei den zu erwartenden steigenden Kosten werden jedoch auch die nicht gewerkschaftlich organisierten Kindertagespflegepersonen zu beachten sein. Auch im Bereich der Tagesmütter sind noch wesentliche rechtliche und systematische Neuregelungen nötig. Auch an dieser Bausstelle hat sich seit über einem Jahr nichts verändert, obwohl es Politik und Verwaltung gut bekannt ist. Passiert ist an dieser Stelle bisher leider nichts. 

Der Kritik Dopatkas von der Gewerkschaft Verdi, kann sich die Piratenfraktion  anschließen. Der Standpunkt von OB Philipp, als Arbeitgeber darauf zu achten die Löhne möglichst niedrig zu halten und Geld zu sparen, ist zwar nachvollziehbar, aber in diesem Fall nicht automatisch gerechtfertigt. Da OB Marcel Philipp hier als Arbeitgeber zu agieren hat, sollte er die tariflichen Bestimmungen einhalten. Er muss nicht nur das Interesse der Stadtfinanzen vertreten, sondern auch die Interessen der städtischen Angestellten, auch wenn es Gewerkschaften wie Verdi gibt, die diese Interessenvertretung übernehmen.

Der OB macht den Fehler, den Haushalt an einem Punkt festzumachen. Gut, dass er Geld einsparen will, ist ein sinnvolles Anliegen.Wir Piraten wünschen uns jedoch, dass dies bei den Projekten Tivoli, neues Kurhaus und ganz neu das Depot in der Talstraße, geschieht. Zu behaupten, ausgerechnet die Umsetzung der Lohnforderungen aus der Kindertagespflege würden die Stadt direkt in den Nothaushalt rutschen lassen, ist kein guter Politikstil. Ebenso verhält es sich mit der Drohung, die Elternbeiträge erhöhen zu wollen. Es ist kein Geheimnis, dass diese Erhöhung bereits beschlossene Sache ist. 

Der OB versucht dadurch, wie Gewerkschaftssekretär Dopatka bereits gesagt hat, tatsächlich einen Keil zwischen Elternschaft und Erziehungspersonal zu treiben. Diese sehen sich täglich und hier wird Druck aufgebaut. Die Elternbeiträge sind bei weitem nicht kostendeckend. Sie dienen nur dazu, die Kommune finanziell zu entlasten. Verwaltung und Politik kalkulieren mit einer Tariferhöhung von einem Prozent. Und das, bei einem Etat, der so auf Kante genäht ist wie der Aachener und wo die Politik im Monat nach der Verabschiedung des Haushalts wieder fröhlich Neuausgaben durchgewunken hat. 

Zusätzlich weist der OB darauf hin, dass die Hälfte aller Eltern keinen Beitrag zahlt. Falls dies ein Versuch sein sollte, einen Keil zwischen die Elternschaft zu treiben, dann höchstens zur Ablenkung. Denn unter Gerechtigkeitsaspekten ist es eigentlich ein weiteres Argument gegen Elternbeiträge. 

Zuletzt greift der OB die Gewerkschaften direkt an: Warnstreiks seien „vor allem ein Instrument der Mitgliedergewinnung auf dem Rücken der betroffenen Eltern und Kinder“.
Unseres Erachtens sind Warnstreiks ein Kernelement unserer Demokratie.

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Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge IX

Ihr Outfit verdanken die minderjährigen, alleinreisenden Flüchtlinge den Aachener Second-Hand-Läden. Erstaunlich, was da alles für wenig Geld zu finden ist. Diese Läden habe ich jetzt auch mit meinem Patenkind abgeklappert. Und weil die Herren-Sachen ihm zu groß sind, auch die in Größe S, sind wir mal gleich in den Kinder-Ausstattungs-Laden, Alexianerstraße 47  Alexianergraben 47,  rein.  Sa.gen.haft.  Mega Auswahl. Alles gut erhalten, fast neu, und Spitzenqualität. Hier wurden wir fündig.

Mit Schuhen ist alles viel schwieriger. Ich merke: Die Flüchtlinge haben kein Problem damit, getragene Schuhe zu kaufen und anzuziehen. Ich schon . . . äh sehr, und deshalb gehe ich doch mal lieber in ein Sportgeschäft mit ihm. Ergebnis der Schnell-Recherche: Unter 129,90 Euro ist nix Vernünftiges zu bekommen. Ich fall aus allen Wolken.

Das Patenkind möchte Adidas-Schuhe haben. Das sagt der Junge nicht so direkt, aber im Gespräch kann man heraushören, dass das schon seine Wunsch-Schuhe wären . . . Ich erzähle dem Patenkind ein wenig von Adidas und von Kinderarbeit in Pakistan. Ergebnis: Die Marke ist für ihn auf der Stelle gestorben.

Wir treten dem Gedanken nahe, ein Paar Nike Sportschuhe zu erwerben. Nike, ebenfalls eine Lieblingsmarke, hat einen Großteil seiner Schuhproduktion nach Indonesien ausgelagert, Schuhe werden dort teilweise von Kindern für 19 US-Cent pro Stunde Arbeitslohn gefertigt. Ich bringe es einfach nicht über das Herz, das auch noch zu erzählen.

Am Ende wurden für 45 Euro gebrauchte Nike-Schuhe im Second-Hand-Laden in der Südstraße 1 gekauft. In Hellgrün. Das Patenkind versuchte zu meiner Überraschung umstandslos und ganz selbstständig, den Preis noch etwas herunterzuhandeln, allerdings ohne Erfolg.

(wird fortgesetzt)

Folge VIII findet ihr hier

 

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Neue Richtlinien für Aachens Museen

Im Bereich der Aachener Museen, insbesondere was Ludwig Forum (LuFo) und Suermondt-Ludwig-Museum (SLM) betrifft, könnte es eine Entwicklung hin zu

Das Ludwig Forum für internationale Kunst befindet sich, etwas ungünstig gelegen, im Ostviertel der Stadt an der Jülicher Straße. Dort soll es auch bleiben.

Das Ludwig Forum für internationale Kunst befindet sich, etwas ungünstig gelegen, im Ostviertel der Stadt an der Jülicher Straße. Dort soll es auch bleiben.

etwas Positivem geben. Eine Kommission hat sich mehrfach mit den Museen befasst und mit der Frage, wie die Häuser für die Menschen in Aachen und Umgebung (einschl. Belgien und Holland) wieder etwas attraktiver werden könnten? Die Kommission stellt ihre Ergebnisse in der kommenden Sitzung des Kulturausschuss (Donnerstag, 26. März, altes Finanzamt, Raum 207, Mozartstraße) vor. Die Sitzung ist öffentlich.

Mitglieder der Kommission waren: die Ausschussvorsitzende des Kulturausschuss,  die kulturpolitischen SprecherInnen der Parteien (einschließlich Piratenpartei natürlich), die Kulturdezernentin, die Museumsdirektionen, die Betriebsleitung des Kulturbetriebs sowie die kaufmännische Geschäftsführerin des Kulturbetriebs. Zu einzelnen Fachthemen wurden beratend MitarbeiterInnen aus anderen Bereichen eingeladen.

Jetzt zu den Entscheidungen: Alle Museen behalten ihre Standorte (sollen aber ihre Profile schärfen). Das LuFo soll „die Stadtgesellschaft einbindend“ arbeiten. Das ist wichtig. Das LuFo soll kein abgehobenes Haus sein, das so auch in jeder anderen größeren Stadt Europas stehen und arbeiten könnte. Es soll Bezug nehmen „auf die Stadtgesellschaft“ in Aachen. Es wird ausdrücklich und wörtlich „Internationalität mir Rückbezug auf Aachen“ angeordnet. Man wird dort nicht sagen können: Wir ziehen hier unser Programm durch, und was die Aachener Künstler machen und was die Aachener umtreibt, was die hiesige Kulturszene gern sehen möchten, geht uns am Arsch vorbei.

Zum Suermondt-Ludwig-Museum: Das soll der „alten Kunst“ verhaftet bleiben. Aber auch dort soll „die Präsentation von KünstlerInnen aus Aachen und der Region . . . grundsätzlich möglich sein“. Die gelegentliche Konfrontation alter Kunst aus dem Mittelalter mit junger Kunst wird damit schon beinah vorgeschrieben.

Beide Häuser sollen sich besser als bisher abstimmen. In den anderen Museen (Couven Museum, Centre Charlemagne, Zeitungsmuseum, Zollmuseum usw.) bleibt – bis auf Kleinigkeiten – alles beim Alten.

Die Kommission  äußert sich zu „Kunst im öffentlichen Raum“, und da

Kunst im öffentlichen Raum ist in Aachen zum Teil in beklagenswertem Zustand. Hier: "Der große Krieg", Wandbild von Klaus Paier.

Kunst im öffentlichen Raum ist in Aachen zum Teil in beklagenswertem Zustand. Hier: „Der große Krieg“, Wandbild von Klaus Paier.

wären wir bei den Wandbildern von Klaus Paier. Zur Kunst im öffentlichen Raum heißt es: Es soll ein „vorpolitisches Expertengremium“ gegründet werden, das sich mit den Sachen befasst. Potzblitz, das sind wir aber mal gespannt.

Es wird in der Sitzung noch anderes zum Thema „Aachener Museen“ zur Sprache kommen. Das könnt  ihr alles lesen, wenn ihr euch von hier aus weiter auf die Vorlage für den entsprechenden Tagesordnungspunkt des Kulturausschuss durchklickt:

http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3213

http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=13381

Und: What should our museums look like in 2020?

 

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Heute hochaktuell: Paiers Wandbild „Der große Krieg“

Das Wandbild "Der große Krieg" von Klaus Paier am Café Kittel in Aachen

Das Wandbild von Klaus Paier am Café Kittel in Aachen. Foto: Archiv

Mit dem Engagement für das Wandbild, das sich gegenüber vom KKG befindet „Zwischen den Tagen“, sind wir vorerst durch (mein Eindruck).
Dringender finde ich es jetzt, sich für den Erhalt des Wandbildes „Der große Krieg“ am Café Kittel stark zu machen. Was meint ihr dazu? Sollen wir uns mal vor dem Bild versammeln und die Presse dazu einladen? Hat jemand Ideen?

Das habe ich auch auf der Seite unserAC gefragt (hier). Dort könnt ihr euch ebenfalls äußern. Oder mir einfach eine Mail schicken an feuertinte@googlemail.com oder mich auf Twitter kontaktieren. Gerade, wo das Thema Krieg jetzt so aktuell ist (Afghanistan, Kosovo, Ukraine, Syrien, Irak Israel, Palestina. . . von den Ländern in Afrika gar nicht zu reden) sollte eine Mahnung wie sie uns vom Aachener Wandmaler Klaus Paier geblieben ist, erhalten bleiben.

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