Die Sonnenfinsternis, die Bestseller und ein Film

Huch, hier konnte man doch neulich noch eine große Baustelle fotografieren. Wie ein Riegel versperrt jetzt am Adalbertsberg das neue Aquis Plaza die Sicht. Rechts unten ist ein Fahrradgeschäft.

Huch, hier konnte man doch neulich noch eine große Baustelle fotografieren. Wie ein Riegel versperrt jetzt das neue Aquis Plaza die Sicht. Rechts unten ist das Fahrradgeschäft Lenzen.

„Dass die Sonnenfinsternis am morgigen Freitag kommen wird und auch wann (9.38 Uhr bis 11.58 Uhr), steht seit ungefähr ein paar Millionen Jahren fest“, schreibt Chefredakteur Lorenz Maroldt vom Tagesspiegel (erscheint in Berlin). Doch das sei zu wenig Zeit gewesen für die Händler – sie haben Tage vor dem Ereignis so gut wie keine Schutzbrillen auf Lager. Ohne aber sollte man nicht (nie!) in die Restsonne schauen, die der Mond, der sich davor schiebt, übrig lässt.  Falls ihr die Sonnenfinsternis diesmal verpasst: 2021 ist es angeblich wieder soweit.

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St. Ursula-Schülerinnen haben sich mit Bestsellern beschäftigt. Donnerstag, 26. März, 17.30 Uhr, werden sie euch die Ergebnisse in der Stadtbibliothek (Couvenstraße 15) präsentieren. In Form eines Bestseller-Speeddatings. Nix wie hin. Jeder Teilnehmer bekommt zwei Minuten lang ein Buch aus der Bestsellerliste vorgestellt. Dann ist Platzwechsel, um sich von der nächsten Bestseller-Schülerin ein weiteres Buch vorstellen zu lassen. Diese Bücher sind u.a. dabei: „Noah“ von Sebastian Fitzek, „Miss Blackpool“ von Nick Hornby, „Endgame“ von James Frey, „Morgen kommt eine neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman. Zum Schluss: Ausleihe der Bücher möglich.

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Neue Folge aus der Serie „Geld spielt keine Rolle (ist ja nicht meins)“: der Radschnellweg von Aachen über Kohlscheid und Herzogenrath nach Heerlen. Kosten auf deutscher Seite 15 Millionen Euro. Der Radschnellweg – für den extra Brücken und Tunnel gebaut werden – soll die Roermonder Straße vom Berufsverkehr entlasten. Man stellt sich vor, dass hunderte Autofahrer ihre Pkw stehen lassen, aufs Rad umsteigen und dann immer zur Arbeit radeln. Wäre ja schön. Vorhersage: Das wird nicht klappen. Wenn ihr das auch meint oder anderer Meinung seid, schreibt das hier rein:  https://www.unserac.de/initiativen/i/initiative/256.html

Update vom 21. 03. : Über Twitter erhielt ich den Hinweis auf eine Untersuchung (zu den Vorteilen von Radwegen) der Uni Kassel. Bei Interesse hier klicken.

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Von Mitte April bis Anfang Mai wird im Raum Aachen gedreht. Die Produktionsfirma „Lieblingsfilm“ braucht Komparsinnen und Komparsen. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitepochen. Für Szenen, die in der Gegenwart spielen, werden Erwachsene jeden Alters (ab 18 Jahre) sowie jeder Nationalität gesucht. Für historische Szenen im 17. und 18. Jahrhundert werden Leute mit langen, ungefärbten Haaren, aber ohne Tattoos und Piercings benötigt. Für Szenen der „goldenen 20er Jahre“ sollen Menschen zum Einsatz kommen, die bereit sind, sich die Haare schneiden zu lassen oder bereits „Bob“-Frisuren haben. Interesse? Mail mit Kontaktdaten, Geburtsdatum, Konfektions-, Körper- und Schuhgröße und zwei aktuellen Fotos (Porträt & Ganzkörper) an: komparsen@lieblingsfilm.biz.

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Wieder wilde Bilder gesehen

Sie können naturgemäß nur in der Fotografie überleben: die Figuren und Aktionszeichen an den Häuserwänden in Aachen. Ein Bild, das nur in der Fotografie existiert, das ist weniger als das, was es mal war. „Es reicht jedoch, denen etwas vorzutanzen, für die Kunst käuflich sein muss und genehmigt.“ (Zitat aus dem Buch „Kölner Totentanz“, 1982, Verlag der Buchhandlung Walther König)

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In Nähe der Kirche St. Adalbert lugt dieses Katzengesicht um die Ecke. Gelbe Buchstaben mit blauen Bällen und weißen Punkten (unten) gibt es unter anderem in der Wirichbongardstraße. In der Harscampstraße in einer Toreinfahrt befindet sich das dritte Wandbild.

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In Aachen gibt es praktizierte Stadtkunst auf Mauern, Pfeilern und Fassaden. Die Stadt wird schöner und lebendiger, wenn mit Witz, Intelligenz und sicherem Strich  neue Reize vermittelt werden.


 

Update: am 17. 03. weitere Graffiti entdeckt

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Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge VIII

Es gibt eine gute Nachricht: Das Paten-Projekt des SKM wird weitergehen.
Dem Projekt mit dem Titel „Aachener Hände“ waren die EU-Mittel gestrichen worden (wir berichteten). Ab Mai diesen Jahres wollte Brüssel keinen Cent

Flyer des Katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

Flyer des katholischen Vereins für soziale Dienste in Aachen.

mehr nach Aachen überweisen. Das Geld fehle an anderer Stelle, es werde demnächst anderweitig eingesetzt, so wurde (sinngemäß) mitgeteilt. Auch die Stadt Aachen, das Land NRW und Berlin haben bisher nichts zugesagt.

Trotzdem: Der Vorstand des SKM-Aachen e.V. hat jetzt beschlossen, dass das Projekt bis nächstes Jahr (31.05. 2016) weitergeführt werden soll. Ein Büro, Sachmittel und zwei 75-Prozent-Stellen werden noch eine Weile weiterfinanziert. „Mit dieser mutigen Entscheidung drückt der Vorstand seine große Wertschätzung und sein Vertrauen gegenüber dem Projekt, den Mitarbeiterinnen und vor allem Ihnen, den Paten aus“, schreibt Anna Klein von der Projektleitung.

Es werden also weiterhin alle Patenschaften betreut, Schulungen werden angeboten und neue Patenschaften werden vermittelt. Darüber kann sich eigentlich ganz Aachen freuen. Denn was machen hunderte junge Männer, die kein Erwachsener betreut/unterstützt/fördert/beaufsichtigt/ihnen Grenzen zeigt/ihre übertriebenen Ansprüche reduziert/mit ihnen auf Wohnungssuche geht/mit ihnen Behördengänge erledigt/zum Besuch der Schule (trotz Anfällen von Unlust) anhält usw? Was machen solche Jugendlichen?

Viel Blödsinn, würde ich mal vorsichtig sagen. Paten muss es geben, meiner Meinung nach. Denn sonst geht in Aachen bald gewaltig was schief. Für junge Flüchtlinge ist eine Stadt wie Aachen voller Verlockungen. Sportgeschäfte, Mediamarkt und Saturn etwa haben Waren, die eine unvorstellbar große, ja gigantische Anziehungskraft besitzen. Fast wie für Drogensüchtige eine mehr oder weniger frei herumliegende Droge. Da braucht es viel Kraft um dem zu widerstehen und das wenige Geld zusammenzuhalten. Und Unterstützung durch einen möglichst lebenserfahrenen Erwachsenen.

„Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen, dass unser Projekt von einer großen Hilfsbereitschaft getragen wird.“

Anna Klein, Projektleitung bei „Aachener Hände“

Insofern würde ich mich sehr freuen, wenn die katholische Kirche durch ihren Sozialdienst (SKM) weiterhin Paten an Flüchtlinge vermittelt und die Paten auch informiert über die Gewohnheiten fremder Menschen, über Flüchtlingsrouten und traumatische Erlebnisse, über Fragen, die das Asylrecht betreffen und alles andere, was man wissen muss, um diese Arbeit leisten zu können.

(wird fortgesetzt mit Folge IX)

(Folge VII findet ihr hier)

Wer etwas spenden möchte: Pax Bank Aachen, 

IBAN: DE 61370 6019 30000 1501 50, 

BIC: GENODED1PAX 
Verwendungszweck: Aachener Hände. 

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Nina Hagen, die Geschäftswelt und der Zaster in der Kassette

Nina Hagen, eine Frau, die immer sagt, was sie denkt, ist heute 60 geworden. Von ihrer Exzentrik hätte ich manchmal gern etwas abgehabt. Autorin, Schauspielerin, Sängerin, Umweltaktivistin, 2-fache Mutter, eine Frau, die ausrasten kann und auch immer Zeit hat für Humor. Sexy, kämpferisch, verrückt und komisch. Happy Birthday.

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Der Eigentümer des Gebäudes, in dem sich das Geschäftshaus SinnLefferts befindet, will bauen, und zwar auf dem Grundstück, wo sich jetzt noch der Parkplatz (Zugang Mostardstraße) befindet. Die Verkaufsfläche des Modehauses soll von 6800 Quadratmeter auf 8200 Quadratmeter vergrößert werden. 1400 Quadratmeter zusätzlich, ganz schön viel für ein Unternehmen, das im April 2009 eine Insolvenz erfolgreich abgeschlossen hat. Der Neustart mit weniger Filialen und weniger Mitarbeitern scheint gelungen.

Gebaut wird bis Ende 2016 eine Tiefgarage für 200 Autos und – wie erwähnt – darüber zwei Etagen mit Verkaufsfläche. Besonders kompliziert werde der Bau im Innenbereich nicht, so war bei der Vorstellung der Pläne im Piratenbüro zu erfahren. Er könnte höchstens den Bewohnern der Neupforte nach hinten raus etwas Licht nehmen. Aber das – angeblich – nur in geringem Umfang.

 

Die Zufahrt von der Neupforte aus zum neuen  Anbau von SinnLefferts.

Die Zufahrt von der Neupforte aus zum geplanten Anbau von SinnLefferts.

Der Zugang zu den Parkplätzen in dem Anbau soll über die Neupforte erfolgen. Dort existiert eine Toreinfahrt (s. Foto oben). Ob die breit genug ist, wird mit Sicherheit die Baubehörde prüfen. Aber wie man hört, ist der Oberbürgermeister nachgerade hocherfreut über die Investition. Marcel Philipp begrüßt alles, was den Kundenstrom vom neuen Aquis Plaza (130 Läden, Ende des Jahres fertig) in Richtung Dom und Rathaus zieht.

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Eine Sauerei ist, dass Peek & Cloppenburg die Geschäftslokale in der Großkölnstraße (früher Modehaus Pfeiffer) seit Jahren ohne Konsequenzen so derart verkommen lassen darf. Ungeheuerlich, dass derartiges nicht sanktioniert wird mit Strafzahlungen, die automatisch jedes Jahr höher werden. Neuerdings, so gerüchtet es, soll der Moderiese die Adalbertstraße ins Auge gefasst haben. Drei Häuser wollen die Peek & Cloppenburger angeblich niederlegen, um dann dort einen ganz neuen, ganz großen Modetempel zu errichten. Hoffentlich verweigert die Stadt den Düsseldorfern die Erlaubnis.

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Ein Hinweis hat jetzt in letzter Minute verhindert, dass ich kriminell wurde. Gerade hatte ich mir Zugang zu Räumen mit einer Geldkassette verschafft und träumte schon von einem ausgedehnten Urlaub auf Hawaii, da las ich den Hinweis und konnte mich in letzter Sekunde zurückreißen.

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Die Urban Art Cloud von IBM verwandelt Gebäude und Denkmäler in übergroße Leinwände. Seht selbst:

https://www.wired.de/collection/latest/feinste-visual-art-von-allen-fur-alle

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Der Bahnhof, die Kunst und das Bundesverdienstkreuz

Der „Bahnhof“ von Eilendorf, der nur ein Haltepunkt und kein richtiger Bahnhof ist, bekommt – wie erwartet – eine Brücke mit zwei (2!) Fahrstühlen. Da gratulieren wir: Was in Düren am Bahnhof nicht funktioniert und in Stolberg an der Bahn ebenfalls ein Reinfall ist  – die Fahrstühle (dauernd defekt) – wird jetzt in Eilendorf für viel Geld  noch mal ausprobiert. Hier seht ihr ein Modell.    Das ist lernen mit Schmerzen, nur ohne lernen. Die Fahrstühle werden keine 10 Monate nach der Installation schon defekt sein, wetten?

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Schön war, was man am heutigen Dienstag in Aachen beobachten konnte: Wo vor 10 Uhr noch schwarze Erde an gar nichts erinnerte, leuchteten wenig später weiße und gelbe Blümchen in der Sonne.

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Von Aldi kommend, mit zwei Einkaufstaschen schwer bepackt, keuche ich in Richtung Markt. Vor dem Geldbrunnen werde ich von einem Schülertrupp aus Belgien ins Auge gefasst und angesprochen. „Warum heißt dieser Brunnen Hühnerdieb?“, fragt ein Junge und zeigt auf den Geldbrunnen. In der Hand hat er ein Papier, offenbar einen Fragebogen, den er ausfüllen muss.

Ja, Leute, jetzt geht das wieder los. Horden von Jugendlichen, die Fragebögen ausfüllen müssen und dafür auf die Hilfe von Ortskundigen angewiesen sind. Ein Tipp: Tief durchatmen und freundlich bleiben. 🙂

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„Der Kunstmarkt wird immer unersättlicher“ titelte dieser Tage eine Aachener Zeitung. Wohl wahr. Und kein Wunder, wenn man weiß, dass zwischen 2000 und 2014 weltweit mehr Museen gegründet wurden als im gesamten 19. und 20. Jahrhundert zusammen (schreibt Artprice). Diese Museen müssen gefüllt werden. Und leider alle mit dem Zeug, das schon in den anderen Museen der Welt hängt: Warhol, Picasso, Francis Bacon, Gerhard Richter und Mark Rothko, dazu Monet, Giacometti und Jeff Koons. Nicht besonders abwechslungsreich, aber die Preise steigen natürlich.

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Leute, Leute, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Im Aachener Ortsteil Brand sind ab sofort Internet-Bandbreiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich.  50 Megabit pro Sekunde! 25 Jahre nach Erfindung des Internet wird das groß herausgestellt. Die Bürger sind vermutlich komplett aus dem Häuschen, denn sie werden für kommenden Mittwoch, 11. März, ins Pfarrhaus St. Donatus eingeladen (ab 19 Uhr, Infoveranstaltung zum Thema „Schnelles Internet in Brand“). Seien wird ehrlich: 100 Megabit pro Sekunde wäre doch eigentlich Mindeststandard. Dazu passt, was Herrn Wirtz (IHK) aufgefallen ist:

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 „Wir müssen natürlich auch den Betrieben, den Unternehmen in der Eifel die Möglichkeit geben, am weltweiten Netz teilzuhaben.“

Bert Wirtz , Präsident der IHK Aachen am heutigen Dienstag im Krönungssaal des Rathauses.
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Das Bundesverdienstkreuz ist eine Auszeichnung, die Männer reihenweise Männern verleihen, vorzugsweise Männern, die in der Kommunalpolitik aktiv sind oder waren.

Große Ausnahme: Am 18. März verleiht Oberbürgermeister Marcel Philipp Frau Wilhelmine Boßhammer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (16 Uhr, Weißer Saal des Rathauses). Wenn Frauen derart ausgezeichnet werden, dann weil sie sich bis zur Erschöpfung jahrzehntelang aufgeopfert haben für andere Menschen. Frau Boßhammer wird entsprechend „für ihr jahrzehntelanges Engagement vor allem in der Seniorenarbeit“ ausgezeichnet. Den Rest kann man sich denken.

 

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Aachen am Abend

Hier ist um 22 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße. In wenigen Wochen wird das ganz anders sein. Da werden wieder die Nachtschwärmer die Innenstadt bevölkern.

Hier ist um 22 Uhr kein Mensch mehr auf der Straße. In wenigen Wochen wird das ganz anders sein. Da werden wieder die Nachtschwärmer die Innenstadt bevölkern. Und ein Magnolienbaum wird blühen und 1000fach fotografiert werden.

 

Rund um den Dom, das architektonische Zentrum der Stadt, herrscht angenehme Ruhe. Nur die Schritte einer "Spätheimkehrerin" hallen ein wenig.

Rund um den Dom, das architektonische Zentrum der Stadt, herrscht abends angenehme Ruhe. Nur die Schritte einer „Spätheimkehrerin“ hallen ein wenig.

 

Am Fischmarkt angekommen.

Am Fischmarkt angekommen. Wer seine Wohngegend auch am Abend interessant findet, kann sich freuen. Wer nicht, muss in die Innenstadt von Aachen oder Monschau ziehen. 

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Drei Anmerkungen

Es schrieb: Dr. Heiner Berger (CDU), Ex-Oberstadtdirektor der Stadt Aachen (in der Zeit, als der Oberbürgermeister noch fast nichts zu sagen hatte) zum plötzlichen Abgang von Brigitte Franzen, der Chefin des Ludwig Forums:
 
„Fürwahr, es gibt noch tätige Nächstenliebe sogar unter Institutionen. Diese Deutung der beruflichen Karriere der Direktorin des Ludwigforums, die zur benachbarten Ludwigstiftung wechselt, ist ebenso plausibel wie die Vermutung, sie habe ein Angebot angenommen, zu dem sie nicht nein sagen konnte.“         (auf FACEBOOK)
 
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Es schrieb: Armin Laschet, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von NRW, zu TTIP: (auf TWITTER) 
 

 

Und ein Dietmar Lux (9 Follower) trompetete auf TWITTER gleich hinterher: „Richtig so – Ein Vorteil für unser Land“

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Es schrieb am 20. Februar: Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel in seiner täglichen Kolumne „Checkpoint“: 

„Am 11. Februar wurde im Auftrag von Senat und Berlin Partner eine Olympia-Anzeige im Tagesspiegel gebucht, die eine Woche später erscheinen sollte. 
Am 12. Februar wurde im Tagesspiegel der Senat für die Besetzung des Bürgerforums Olympia kritisiert
Am 13. Februar wurde die Anzeige storniert
Am 17. Februar erschien die Anzeige in vier von fünf großen Tageszeitungen Berlins.“ 
 
Dann fragte der Abgeordnete Klaus Lederer den Regierenden Bürgermeister im Parlament, wer nach welchen Kriterien über die Anzeigenschaltung entschieden hat. Antwort Müller: „Es gibt kein Belohn- oder Bestrafungssystem.
 
 

 

 

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OpenSource-Software einsetzen und sparen

Die Fraktion Freie Wähler/Piraten im Parlament des Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat einen äußerst kreativen Sparvorschlag gemacht. Konkret wurden ein Antrag formuliert und danach eine Pressemitteilung verfasst. Es geht um OpenSource-Software, durch deren Einsatz sich erhebliche Summen  sparen lassen. Lest hier die PM im Wortlaut: 

Noch immer hat Microsoft die Nase vorn, wenn es darum geht, welche Software auf dem Rechner genutzt wird, sei es privat oder im Betrieb. Auch der LVR setzt auf die kostenpflichtigen Produkte von Microsoft. Dass es auch eine kostengünstigere Lösung gibt, die dabei zusätzlich die individuellen Anforderungen der Nutzerin und des Nutzers berücksichtigt, zeigte vor zehn Jahren die Stadt München, als sie unter dem Namen LiMux – eine Zusammensetzung der Worte Linux und München – in der Verwaltung OpenSource-Software einführte.

Die Stadt München rechnet vor, dass sie durch das Projekt LiMux 10 Millionen Euro eingespart habe, die sie ansonsten für Lizenzen der Microsoft-Produkte hätte ausgeben müssen.

Die erfolgreiche Umstellung auf OpenSource-Software in München ist beispielhaft, findet die Fraktion FREIE WÄHLER/ Piraten. Daher beauftragt sie die Verwaltung des LVR, zunächst die Kosten für die Microsoft-Lizenzen des LVR in den vergangenen fünf Jahren darzulegen, um im nächsten Schritt einen Umstieg der EDV des LVR auf OpenSource-Software zu prüfen.

„Wir gehen davon aus, dass es mit einer Umstellung auf OpenSource-Software zu erheblichen Kosteneinsparungen kommen wird“, so Kai Hemsteeg stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Neben dem wichtigen Punkt der Kostenersparnis steht OpenSource, wie der Name schon sagt, für Software mit offenliegendem Quelltext. So ist es jeder Nutzerin und jedem Nutzer erlaubt, die Software den eigenen Ansprüchen gemäß zu verändern sowie weiterzugeben.

Für die InfoKom, das ist der IT-Service des LVR (395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), böte dies den Vorteil, völlig eigenständig Erweiterungen und Anpassungen der Software vornehmen und so dem LVR geradezu maßgeschneiderte Software bereitstellen zu können.

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INFO:
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 17.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland.

Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Förderschulen, zehn Kliniken und drei Netze Heilpädagogischer Hilfen sowie elf Museen und vielfältige Kultureinrichtungen. Er engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen.

Der LVR lässt sich dabei von seinem Motto „Qualität für Menschen“ leiten. Die 13 kreisfreien Städte, 12 Kreise und die StädteRegion Aachen im Rheinland sind die Mitgliedskörperschaften. Sie tragen und finanzieren den LVR, dessen Arbeit von der Landschaftsversammlung Rheinland mit 128 Mitgliedern aus den rheinischen Kommunen gestaltet wird.

Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu OpenSource

Kompetenzzentrum OpenSouce der Bundesstelle für Informationstechnik

Fragen und Antworten zu OpenSource Software

Was das Fraunhofer IAO zu OpenSource meint

LiMux

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Abzocke . . . und das Staunen am Gleis

Abzocke: 1- und 2-Cent-Münzen habe ich gesammelt, weil sie schwer sind und mir die Geldbörse zerbeulen. Insgesamt waren es 10,48 Euro, mit denen ich zur Sparkasse ging und um Einwechslung bat.

„Können wir machen, kostet aber 4,50 Euro“, musste ich hören. Ich regte mich ein bisschen auf, die Dame schaute peinlich berührt, und sagte, es müsse neuerdings jede Münze auf Echtheit überprüft werden. (In Handarbeit?)

Was blieb mir anderes übrig? 10,48 Euro eingezahlt und nur 5,98 Euro auf dem Konto gutgeschrieben bekommen. Das nenn ich . . . s. oben.

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Für Piraten: Die VHS und das Büro für Ehrenamt in Aachen bieten einen Workshop zum Thema „Kommunikation im Ehrenamt“ an. Unter dem Motto „Gespräche führen – erfolgreich kommunizieren“ erarbeitet eine Trainerin für Gesprächsführung anhand konkreter Übungen mögliche Reaktionsformen und geht der Frage nach „Was möchte mein Gegenüber jetzt von mir?“ Die Pressestelle der Stadt schreibt: „In diesem Seminar lernen Sie, die Bedeutung von Aussagen besser zu verstehen und bekommen ein praktisches Werkzeug an die Hand, schwierige Gesprächssituationen einfacher zu meistern.“

Samstag, 7. März, 10 bis 17 Uhr in der VHS, Peterstraße, Raum 313. Gebühr 40 Euro. Kostenfrei für Inhaber/innen des Aachener Ehrenamtspasses. Anmeldung  unter Tel.: 0241-4792-111. Seminar (03042)

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Kunst begegnen: Die Malerin Johanna Buchholz stellt aus. Und zwar auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Ortsverein West, im AWO-Begegnungszentrum Preuswald, Reimser Straße 84. Zu sehen sind ihre

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Arbeiten noch bis 15. Mai. Mir haben ihre Bilder immer sehr gefallen, und seit Juli 1983 hängt eins bei mir in der Wohnung (s. Foto). „Ästhetik im sozialen Raum“ heißt die Ausstellung in Preuswald. Johanna Buchholz hat sich unter anderem von einer italienischen Landschaft inspirieren lassen, die Künstlerin lebt in Belgien und in Italien.

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Mind The Gap: Morgen befassen sich Politiker mit dem Bahnhof von Eilendorf. Ja, doch, Eilendorf hat tatsächlich einen „Bahnhof“. Es sind aber nur zwei Bahnsteige. Ich bin dort sogar mal aus dem Zug gestiegen, war dann sehr allein. Aber das kann sich ja geändert haben. Die CDU kam schon 2012 mit der Idee um die Ecke, der Bahnhof könnte für mehrere Millionen Euro attraktiver gemacht werden. Und gefördert werden könnte alles über das EU-Projekt Citizens Rail.

Ein niederländisches Unternehmen hat 2013 eine Machbarkeits-Studie angefertigt. Ergebnis: Umbau ist machbar. Die Niederländer schlagen 4 Varianten vor, die auch morgen im Ausschuss dargestellt werden (18 Uhr, Bezirksamt, Heinrich-Thomas-Platz 1 ).

Weil man an dem Umbau irgendwie auch die Bevölkerung beteiligen wollte, wurden im Juni 2014 in Eilendorf 15.000 Flyer mit Fragen verschickt. Nur 101 Fragebögen wurden ausgefüllt.  Die Bürgerversammlung sei aber gut besucht gewesen, heißt es, einen Tunnel (Variante 3 und 4) hätten die Bürger allerdings nicht gewollt. Klar, wer geht schon gern freiwillig unter die Erde?

Was die Bürger am liebsten wollten: Günstigere Fahrpreise. So steht es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung, die jeder im Netz einsehen kann (bitte selber nachschauen). Das ganze Projekt wird schätzungsweise zwischen 4 und 6 Millionen Euro kosten. Selbstverständlich gehört zu dem Ganzen auch eine Videoüberwachung, denn es erhöht das Sicherheitsgefühl wenn ich weiß, ich kann mir nach einem Überfall die Maskierten und mich im Fernsehen ansehen (Ironie aus).
Das Tollste kommt aber noch: Eine Variante, die Chancen hat, sieht zwei Fahrstühle vor. Fahrstühle! Wie man sie schon in Stolberg und in Düren am dortigen Hauptbahnhof immer und ewig defekt vorfindet.
Schade fürs Geld, aber es ist ja von der EU und muss wohl verbraten werden.  Wenn nur wenigstens eine attraktive Lösung vorhanden wäre!
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Die Studierenden und drei Ehrungen

Starteten zum Rundgang durch das Frankenberger Viertel: eine große Gruppe mit Dr. Holger Dux. Foto: Henning Brinkmann

Starteten in der Zollernstraße zum Rundgang durch das Frankenberger Viertel: eine Gruppe mit Dr. Holger Dux.                  Fotos: Henning Brinkmann

Tolle Sache: In eisiger Kälte und bei Regen haben jetzt Aachener einen geführten Spaziergang durch das Frankenberger Viertel gestartet. Eingeladen hatte die Volkshochschule. Dr. Holger Dux hatte so viel zu berichten, dass man es vom Haus der Städteregion in der Zollernstraße nur bis zur Burg Frankenberg schaffte. Die Führung dauerte zwei Stunden, die sich aber gelohnt haben. Der Regen ließ später ganz nach.

Im Herbst soll es eine weitere Führung geben. Dieses Gebäude (s. Foto links) frankenberg_05wurde unter anderem ausführlich betrachtet. Es wurde von Eduard Linse entworfen, der auch die Villa Casalette entworfen hat, in der sich das Suermondt-Ludwig-Museum befindet. Das hier abgebildete Haus war Linses eigenes Wohn- und Atelierhaus in der Bismarckstraße 65.

Die geführte Gruppe war recht groß, doch der Referent konnte laut sprechen, so dass niemand etwas verpasste.

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Verhunzte Sprache: Die Hochschule ist eine kleine Stadt für sich – mit Heerscharen von Studenten und einer übersichtlichen Schar von Dozenten. Aber halt: Die jüngeren Mitglieder der Hochschul-Gemeinde soll man „Studierende“ nennen. Der akademische Nachwuchs heißt nicht mehr Student oder Studentin, es ist ein Studierender oder eine Studierende. Dabei glaubt man, ein Problem zu lösen, das nur bei oberflächlicher Betrachtung existiert. Das Wort „Studierende“ soll die Menschen geschlechtsneutral stellen, so will es die Landesregierung. Und das Studentenwerk soll sich ab Herbst auch in Aachen in „Studierendenwerk“ umbenennen. Die „Studentenwohnanlage“ wird dann wohl bald eine Studierendenwohnanlage. Lauter Wortungetüme.

Kaum jemand scheint noch zu wissen: Der Begriff der lateinischen „studentes“ umfasst Männer und Frauen gleichermaßen. Der Begriff vereint alle, die sich „um etwas bemühen“ und „streben, trachten, suchen“, um sich fortzubilden. Er ist schon geschlechtsneutral und braucht gar nicht ersetzt zu werden.

Als „Studierende“ wird die Menschengruppe allein nach dem Vollzug der Tätigkeit benannt, die sie auf unterster Ebene auszeichnet. Analog werden wohl bald die Wähler in die Wählenden umbenannt, die Bewohner in die Bewohnenden und so immer weiter.

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Kleine Sensation: In Euskirchen hat ein Mann mit türkischen Wurzeln das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Der dortige Landrat überreichte es. Hat man von derartigem jemals gehört? Ich nicht. Naci Sahin (gesprochen: Schein) hat sich jahrzehntelang für die Integration seiner türkischen Mitbürger und Mitbürgerinnen engagiert. Der Mann ist eine Institution in Euskirchen, als „türkischer Bürgermeister“ bekannt. Sahin kam 1972 nach Deutschland, 2005 erwarb er den deutschen Pass, er arbeitete von 1990 bis 2007 als Erzieher in einer Jugendeinrichtung, im Ausländerbeirat war er Vorsitzender.

Es ist wichtig, dass in den Gremien, auch in denen des LVR, ausländische Mitbürger mitarbeiten dürfen. Es ist wichtig, dass sie dazu dezidiert eingeladen werden. Auch Sahin war in Fachausschüssen tätig und konnte sein Wissen an die türkische Gemeinde weiterreichen.

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90 Jahre alt: Am kommenden Donnerstag gibt es im Weißen Saal des

Blick in den Weißen Saal, wo Empfänge stattfinden.

Blick in den Weißen Saal, wo Empfänge stattfinden.

Aachener Rathauses einen Empfang. Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) ehrt ab 13 Uhr Professor Dr. Waltraud Kruse (CDU), die 90 Jahre alt wird. Waltraud Kruse war in Aachen Bürgermeisterin und ist Ehrenringträgerin.

Heute, Montag, gibt es ebenfalls einen Empfang. Der Oberbürgermeister trifft die Ladies in Black. Um 16 Uhr stehen bei ihm die Volleyballerinnen auf der Matte.

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Mit einem Schweigemarsch haben in Moskau viele tausend Menschen des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow gedacht. Viele hielten Transparente und Plakate mit dem Hinweis „Helden sterben nie“ hoch. Nemzow wurde am Freitag auf einer Moskwa-Brücke in Kreml-Nähe mit vier Schüssen getötet. Auch in Aachen auf dem Markt gab es am Wochenende einen stillen Protest (s. Foto unten).

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Selten erlebt man so etwas Unangemessenes wie im Fall Sebastian Edathy. Der Sozialdemokrat wurde für seine Aktivitäten im Internet mit einer 5000-Euro-Strafe belegt. Eine Farce. Die Summe ist ungeheuerlich, empörend, so niedrig. Ein Schlag ins Gesicht aller, die Opfer von Kinderpornografie wurden.

Und, welch‘ nie gesehene Frechheit, Edathy hat gleich nach dem Urteil großkotzig behauptet, ein Geständnis liege nicht vor. Dabei hatte er gerade erst vor dem Richter erklärt: Die Vorwürfe treffen zu. Ich habe mir auf dem Dienst-Laptop Kinderpornografie bestellt.

Wir haben es mit einem raffiniert angelegten Lügenstück zu tun, vor Gericht und im Untersuchungsausschuss des Bundestages, wo eine Parteifreundin von Edathy den Vorsitze innehat. Da bekommt der Angeklagte Zeit, „zufällig“ seinen Laptop zu verlieren, da wird anderen „zufällig“ das Handy geklaut. Wer glaubt an diese Zufälle?

Die Edathy-Affaire ist im Grunde eine SPD-Affaire. Höchste SPD-Ämter standen auf dem Spiel, deshalb musste getrickst und gelogen werden, wie es gerade passt. Und das von denjenigen Personen, die die Gesetze machen, nach denen wir uns alle zu richten haben. Warum soll man diese Leute noch wählen?

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