Mauer saniert. Was wird jetzt aus dem Bild?

Nach der Mauersanierung haben sich Regina und Dieter Weinkauf das Wandbild einmal sehr genau angeschaut. Sie haben unter anderem Fragmente des Vorgängerbildes gefunden. Foto: D. u. R. Weinkauf

Nach der Mauersanierung haben sich Regina und Dieter Weinkauf das Wandbild einmal genau angeschaut. Sie haben unter anderem Fragmente des Vorgängerbildes gefunden. Foto und Markierungen: D. u. R. Weinkauf

Wie geht es nun weiter mit dem Wandbild von Klaus Paier in der Innenstadt?

Zunächst sehen wir: Die Wand ist bestens stabilisiert, das ist schon mal ein großer Fortschritt. Die Fetzen und das Grünzeug sind entfernt, und es ist offen sichtbar, wie sehr das Bild in Wind und Wetter gelitten hat. Aber es sind auch Dinge sichtbar geworden, mit denen niemand gerechnet hat.

Regina und Dieter Weinkauf haben sich das Wandbild einmal sehr genau angeschaut und das oben abgebildete Foto zugeschickt. Darauf ist alles markiert, was dem Bild abhanden gekommen ist und was überraschenderweise zutage getreten ist.

Abhanden gekommen sind: Farbe, Hintergrund, Teile von Kopf und Hand, ein Teil der Beschriftung. Einiges ist jetzt aber auch wieder zum Vorschein gekommen. Dazu sollte man sich ein  Bild anschauen, für das die Fotografin die Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben hat. Es zeigt eine große Hand mit

Das Vorgängerbild. Es wurde Ende der 70er Jahre fotografiert von Erika Schmalen. Es wurde dem Buch "Was war los in Aachen 1950-2000" von Dr. Manfred Vigener, Sutton Verlag entnommen.  Hier abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Erika Schmalen.

Das Vorgängerbild wurde Ende der 70er Jahre fotografiert von Erika Schmalen. Es wurde dem Buch „Was war los in Aachen 1950-2000“ von Dr. Manfred Vigener, Sutton Verlag, entnommen. Hier abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Erika Schmalen.

schwarzem Ärmel und einen kleinen Jungen mit Schultasche auf dem Rücken. „Der Schüler wird zum Sinn des Lebens bekehrt“, ist zu lesen. „Dieses Bild war dann wohl direkt vor ‚Zwischen den Tagen‘ auf die Wand gebracht worden, denn jetzt schimmert die Hand mit schwarzem Ärmel, ein Teil des Jungen in Grün und des rotbraunen Ranzen und ein Teil der Schrift ‚…Lebens Bekehrt‘ durch.“ So schreibt Dieter Weinkauf in einer Mail.

Die Reste der Vorgängerbildes sollten bei einer Restaurierung erhalten bleiben. Aber wird es überhaupt eine Restaurierung geben? Oder bleibt alles so, wie es jetzt ist? Wer ist eigentlich jetzt für die Arbeit am Bild (nicht an der Mauer) zuständig? Und wer bezahlt nun die sachgerechte Restaurierung? Kann man, und auch dieser Frage gingen die Weinkaufs nach, „eine Art Info-Tafel … mit dem Originalbild …anbringen?“

Wie zu erfahren war – und ich verrate hier keine Geheimnisse –  ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) der Eigentümer des Wandbildes. Und mit diesem muss gesprochen werden, wenn es um die weitere Sicherung des Bildes geht. Ob die weitere Sicherung technisch umsetzbar und finanzierbar ist, das ist jetzt hier die Frage, die man an den BLB richten muss.

Unterdessen habe ich zum Ludwig Forum in Aachen Kontakt aufgenommen. Dort befinden sich im Archiv etliche sehr hochwertige Fotos von ich weiß nicht wie vielen Arbeiten von Klaus Paier. Die darf ich mir in Kürze anschauen. Da wird es wohl ein Wiedersehen geben mit Wandbildern, vor denen ich vor etwa 30 Jahren in Aachen staunend gestanden habe. Darauf freu ich mich sehr.

Letztlich wäre es sehr zu begrüßen, wenn es endlich mal einen Bildband gäbe mit den wichtigsten Aachener Wandbildern, mit Skizzen, die Klaus Paier zur Vorbereitung stets angefertigt hat und mit einem klugen Text zu den Arbeiten.

Auf diesem Foto sind die Arbeiten markiert, die zur Stabilisierung an der Mauer vorgenommen wurden. Foto und Markierung: D. u. R. Weinkauf

Auf diesem Foto sind die Teile markiert, die zur Stabilisierung an der Mauer gebaut wurden. Foto und Markierung: D. u. R. Weinkauf 

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Größte Servicepanne aller Zeiten

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Mein Auto: Ist TÜV geprüft, doch eine neue Plakette hat es nicht bekommen.

Liebe Freunde, bitte ladet mich nicht mehr zu Terminen ein, die ich nicht zu Fuß erreichen kann. Was die Fahrzeiten der ASEAG-Busse betrifft, muss ich mich jetzt auch erst noch erkundigen und einarbeiten.

Mein Auto steht mir zur Zeit nicht mehr zur Verfügung, und das ist die Werkstatt in Düren schuld. Dorthin brachte ich meinen Wagen im Juli, weil nämlich im August die TÜV-Untersuchung fällig war.

„Bringen Sie mir den Wagen durch den TÜV“, so lautete mein Auftrag, der auch angenommen wurde. Es mussten noch einige Dinge repariert/erneuert werden, und so zahlte ich etwa 1000 Euro und erhielt den Bescheid: Auto können Sie abholen, TÜV ist erledigt.

Diese Woche komme ich an meinem Auto mit einem Polizisten ins Gespräch. Der sagt, er müsse mir ein Bussgeld abknöpfen, denn mein Auto hätte längst mal zum TÜV gemusst.

Ich, natürlich völlig von den Socken, sage, dass der Wagen gerade durch den TÜV gebracht worden ist. Der Polizist zeigt mir freundlich die Plakette und was sehe ich: Nächste Untersuchung ist im August 2014 fällig. Die Plakette wurde nicht erneuert. Auch in meinem Fahrzeugschein ist nichts eingetragen.

Da rufe ich natürlich stehenden Fußes die Werkstatt an. Die geben sich ahnungslos und versprechen einen Rückruf, der nicht erfolgt. Ich rufe 2 Tage später wieder bei der Werkstatt an und man sagt mir, es sei leider vergessen worden, die neue Plakette aufzukleben, und den Eintrag in den Fahrzeugschein vorzunehmen, das hätten sie auch vergessen. Ich sollte doch Freitag um 8 Uhr morgens in Düren erscheinen, dann würde das alles nachgeholt.

UM 8 UHR MORGENS – ich bin fast vom Stuhl gefallen. Aber ich sagte, denn eine andere Wahl hatte ich nicht, „ich werde es versuchen“. Leider hat der frühe Termin dann nicht geklappt, jetzt habe ich Angst, die unfreundlichen Leute in der Werkstatt noch mal anzurufen. Es könnte sein, dass ich am Telefon sehr unhöflich werde.

Update: Ich hatte mich wirklich erschrocken, als der Polizist mir Vorhaltungen machte. Mit einem Auto, das keinen TÜV hat – wie man so sagt – über die Autobahn zu brettern, erscheint mir brutal rücksichtslos. Doch jetzt ist alles geregelt, und ich bin wieder mobil.
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Voll in der Schusslinie

Zwei Herren sind zur Zeit in Aachen in die Schusslinien der Politik geraten, da möchte man nicht mit tauschen.

Der Erste ist der Herr Museumsleiter Peter van den Brink. Außer der CDU will ihn keiner mehr haben. Und weite Teile der örtlichen Kunstszene wollen ihn schon gar nicht mehr als Chef des Suermondt-Ludwig-Museums installiert sehen. Denn die hat er in seinen vielen Jahren in Aachen konsequent ignoriert. Zudem werden van den Brink u. a. lange, teure Reisen vorgeworfen und eine zu seltene Anwesenheit im Museum an der Wilhelmstraße.

Peter van den Brink (57) hat, wie bei Museumsleitern üblich, einen befristeten Vertrag. Der muss eigentlich im Dezember verlängert werden. Oder eben auch nicht. Doch jetzt hat sich rausgestellt, dass wohl die Verwaltung den Vertrag so ungeschickt aufgesetzt hat (oder die Rechtslage hat sich vielleicht auch geändert, k.a.), dass van den Brink eine lebenslange Anstellung gewährt werden muss. Die, so heißt es, könne er vor jedem Gericht in Deutschland einklagen. Na Mahlzeit.

Jetzt hat erstmal der Personalrat der Stadtverwaltung sein Veto eingelegt. Der kann das, weil des Museumsleiters Vertrag nicht ohne Zustimmung des Personalrates verlängert werden kann. Offensichtlich. Wie sich das alles genau verhält, das wird wohl ein Gericht klären müssen.

Der zweite „Umstrittene“ ist Alemannias Geschäftsführer Alexander Mronz. Der hat einfach mal eben so  die Karlsbande rehabilitiert, indem er der rechtsradikal-auffälligen Gruppe erlaubte, ihr Banner ins Stadion zu hängen. Schöne Pleite. Von Seiten der Polizei war zu hören, dass sie dazu mal gern befragt worden wäre. Und dass es vielleicht besser gewesen wäre, die Erlaubnis „auf Bewährung“ zu erteilen.

Die Fahne der Karlsbande konnte man beim jüngsten Spiel schon sehen.

Eine andere Fahne, nämlich die der Anhänger von Bayer Ürdingen mit der Aufschrift „Kein Bock auf Nazis“, durfte nicht aufgehängt werden. Das finde ich typisch für die Alemannia. Mronz soll gesagt haben, die Anti-Nazi-Fahne habe Sicherheitsmängel aufgewiesen. Die Fans von Bayer Ürdingen waren stinksauer, dass einer was gegen ihre Anti-Nazi-Fahne hat.

Ich muss schon sagen: Da hat Herr Mronz wirklich sehr ungeschickt agiert. Sieht so aus, als hätte der Mann, wenn es um die rechte Szene geht, ein Brett vorm Kopf.

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Alte Villen, neue Freundschaften

Sollen Freundschaft symbolisieren: Zwei Flaggen, die deutsche und die polnische, in einem Sticker.

Sollen Freundschaft symbolisieren: Zwei Flaggen, die deutsche und die polnische, in einem Sticker.

Der Ort Schreiberhau hat eine großartige Geschichte. Er gehörte einst zu Deutschland, jetzt gehört er zu Polen und heißt Szklarska Poręba

In diesem Schreiberhau im Hotel Krysztal war jüngst eine Gruppe zu Gast, die sich zusammensetzte aus Kommunalpolitikern der Städteregion Aachen, aus Mitgliedern der Verwaltung der Städteregion Aachen, aus einer Lehrerin und vier Schülerinnen und Schülern aus Sittard (NL), einer Kulturdezernentin aus Bamberg und einem für Europafragen Zuständigen aus dem Saarland.

Eine bunte Mischung also, wo man als Neuling (ich) zunächst Mühe hat, den Durchblick zu bekommen. Wer gehört wo hin, und warum ist dieser oder jener eigentlich dabei? Alle Beteiligten wollten und wollen dasselbe: freundschaftliche Verbindungen offizieller, also mehr als privater Art, zu Menschen in Polen ausbauen und diese pflegen, sofern sie schon bestehen. Und gerne auch noch freundschaftliche Beziehungen zu den Leuten, zu denen die Polen ihrerseits schon Freundschaften pflegen. 

Ja, Krieg, Streit und Feindschaft, die lassen sich leicht herstellen. . . . wie man sehen kann. Zerstritten ist man schnell, wenn man es darauf anlegt. Ein paar Provokationen, ein paar fiese Gemeinheiten  ein paar Grenzüberschreitungen und Niederträchtigkeiten, das ist gar keine Kunst (wie man bei der Piratenpartei sieht).  Aber Freundschaft schließen, Vertrauen aufbauen, zusammen arbeiten? Das ist unendlich schwieriger. Und genau diese schwierige Aufgabe haben in Deutschland und in Polen einige „Partnerstädte“ in Angriff genommen. Ich kann nur sagen: Das unterstütze ich.

 
Im Konferenzsaal des Hotels in Schreiberhau. Unter den Teilnehmern: Hans-Jürgen Fink von der Fraktion Piraten/UFW

Im Konferenzsaal des Hotels in Schreiberhau. Unter den Teilnehmern: Hans-Jürgen Fink (Mitte, links) von der Fraktion Piraten/UFW

So gehörte ich zu der Delegation, die jüngst in die Region Jelenia Gora in Polen aufbrach – als Pirat mit Vertretern von CDU und SPD, Grünen, FDP, und einer von Die Linke war auch dabei. Nicht zu vergessen mein „Koalitionspartner“ von der UFW,  Hans-Jürgen Fink, der mit seinen Leuten eine Koalition mit der Piratenpartei gebildet hat. Die Region Jelenia Gora ist seit bald 25 Jahren Partnerkreis vom Kreis Aachen, der jetzigen Städteregion. 

Die polnischen Gastgeber zogen während des Besuchs alle Register und wollten uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen. Auch wenn es Sprachprobleme  gibt, so war allein schon daran zu erkennen, dass sie uns sehr schätzen und gern mit uns befreundet sein möchten. Wir, von deutscher Seite,

Ein Baum im Bus. Er wurde quer durch Deutschland von Aachen nach Jelenia Gora chauffiert.

Ein Baum im Bus. Er wurde quer durch Deutschland von Aachen nach Jelenia Gora chauffiert.

sparten nicht mit Gesten, die Freundlichkeit symbolisieren. So war im Bus von Aachen aus ein Baum mitgereist, fast drei Meter hoch, den die Polen zum Einpflanzen als Geschenk erhielten. Außerdem hat man es zusammen geschafft, sich gemeinsam an einem EU-GreKo-Projekt zu beteiligen. Ein hartes Stück Arbeit, wo eigens ein Mitarbeiter der Städteregion eine Weile im polnischen Partnerkreis gearbeitet hat, um die nötigen Unterlagen für Brüssel zusammen zu bekommen. 

Mehr über die Tour schreibe ich unten in einem weiteren Text:

 

Reise: Städteregion Aachen – Jelenia Gora

Zu meinem großen Glück wurde ich nach der Kommunalwahl Mitglied des Partnerschaftsbeirates der Städteregion Aachen. Bisher habe ich 1. an einer Sitzung dieses Beirats teilgenommen, 2. an einer Konferenz in Düsseldorf zum Thema „Städtepartnerschaften“ und 3. an einer Partnerschaftsreise nach Jelenia Gora (Hirschberg) in Polen. Diese Arbeit im Partnerschaftsbeirat ist nur etwas für Menschen, denen eine gewisse Internationalität anhaftet und die damit umgehen können. Und: Wen es zum Beispiel wütend macht, dass im heute polnischen Schlesien wunderschöne alte Villen, Grundbesitz und vieles mehr den ursprünglichen Eigentümern weggenommen wurden, der ist bei so einem Partnerschaftsbeirat fehl am Platze.

Das lokale Fernsehen interessiert sich für die Ansichten von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (r.).

Das lokale Fernsehen interessiert sich für die Ansichten von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (r.).

Weil genau diejenigen Partnerschaften von Brüssel gefördert werden, die sich als Ringpartnerschaften aufstellen, trafen sich im Kreis Jelenia Gora, im Städtchen Schreiberhau, das heute Szklarska Poreba heißt, Menschen aus vier Nationen: Niederländer, Deutsche, Polen, Tschechen. Wir absolvierten ein straffes Programm, zu dem auch eine kleine Konferenz gehörte. Der erste Teil davon fand im Hotel statt, der zweite Teil auf 1363 Meter Höhe in einer Unterkunft. Dort kam man sich vor wie im Hochgebirge.

Los ging die Fahrt (Freitag) für fünf Niederländer aus Sittard und uns Deutsche aus der Städteregion Aachen um 6 Uhr morgens in Aachen. Ankunft nach 13 Stunden. Die deutsch-niederländische Delegation wurde sozusagen angeführt vom Chef der Verwaltung der Städteregion, Regionsrat Helmut Etschenberg. Außerdem dabei: die anderen leitenden Herren der Verwaltung, die Fraktionsvorsitzenden und eben die Mitglieder des Beirates. Man kann sagen, die Reise war personell prominent besetzt. Daraus kann für jeden ersichtlich werden, wie viel Bedeutung die Städteregion der Freundschaft mit Jelenia Gora beimisst.

Am ersten Abend gab es gleich ein sehr festliches Abendessen im 4-Sterne-Hotel, an dem wohl 50 Personen teilnahmen. Mit dabei jetzt der polnische Landrat, Jacek Wlodyga, und die Damen und Herren, die in dieser polnischen Kreisverwaltung die leitenden Posten inne haben. Ich wurde als Mitglied der Piratenpartei vorgestellt. Und fragte im Laufe des Essens das mir gegenübersitzende Paar. „Have you ever heard about the pirate-party?“ – Die Antwort mit verlegenem Lächeln: „Not yet.“ Das gab mir die Gelegenheit, die „Bürgerrechtspartei mit Schwerpunkt Internet“ ein wenig vorzustellen.

Samstag wurden ab 10 Uhr die Zusammenarbeit der beiden Kreise, die Vergangenheit, die Ziele und Instrumente von verschiedenen Referenten vorgestellt. Das lokale Fernsehen rückte an und interviewte unter anderem Helmut Etschenberg. Übersetzt wurden seine Worte von der Mitarbeiterin der Verwaltung der Städteregion, Monika Lulinski, die Polnisch spricht.

Keramik-Produktion in großem Stil und weitgehend vollautomatisch wurde besichtigt als ein Beispiel europäischer Zusammenarbeit von Unternehmen.

Keramik-Produktion in großem Stil und weitgehend vollautomatisch wurde besichtigt als ein Beispiel europäischer Zusammenarbeit von Unternehmen.

Danach ging es zur Besichtigung der Firma Polcolorit S.A., die ein Beispiel für die europäische Zusammenarbeit von Unternehmen darstellt. Es ist ein italienisches Keramikunternehmen, die Produktion von Kacheln in großem Stil

Große Maschinen haben etwas Faszinierendes.

Große Maschinen haben etwas Faszinierendes.

hat mich sehr beeindruckt. Es gab kein Fotografierverbot, wie ich es oft in großen, deutschen Firmen erlebt habe, und ich machte viele Fotos von imposanten Maschinen.

Danach gab’s eine Wanderung, kilometerweit durch einen finsteren Wald und einen steilen Berg hinauf, in strömendem Regen über knubbelige, rutschige Steine. Und dann – höchstlich erschöpft – gab es in einer kreisrunden Unterkunft aus Holz ein tolles, rustikales Essen. Schließlich passierte etwas Schreckliches: Alle fingen an zu singen und zwar „Oh wie schön ist es am deutschen Rhein“ oder so ähnlich. Etwas peinlich fand ich das, eine Niederländerin war der gleichen Ansicht. Na gut. Danach gab’s noch

 

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Infos zu dem Unternehmen, das wir in Piechowice besichtigt haben, gibt es unter www.polcolorit.pl

flotte Musik und schönes Tanzen.

Sonntag mussten mittels Sesselbahnfahrt enorme Höhen erreicht werden. Ich blickte von meinem Stühlchen frei schwebend in einen Abgrund der Extraklasse . . . Es ging nahezu steil senkrecht hoch. Und später wieder runter. Oben gab es in einer Hütte, wie man sie in Davos nicht schöner findet, den zweiten Teil der Konferenz. Davon ist mir in Erinnerung, dass man demnächst Journalisten zur Mitreise einladen will. Eine gute Idee, schließlich soll die Kunde von einer funktionierenden Partnerschaft möglichst verbreitet werden.

Jelenia Gora ist ein Landkreis, der im Dreiländereck Deutschland/Polen/Tschechien liegt. Der Tourismus spielt, wie bei uns in der Eifel, eine große Rolle. Außerdem liegt der Kreis am Rande eines Nationalparks.  So besichtigte die Gruppe das „Centrum Ökologische Edukation“ und informierte sich über die Arbeit im Nationalpark und die Arbeit der Nationalparkranger. Kurios: Auch die Polen schlagen sich mit der Fichte als Fremdkörper im Wald herum, der auch dort eigentlich gar nicht in die Gegend gehört.

Abends gab es ein grandioses festliches Essen im Palac Pakoszow (Schloss Wernersdorf) mit einem tollen Konzert in einem prächtigen Barocksaal. Das Schloss war eigentlich ein barocker Landsitz, einst Wohn- und Produktionsstätte (vorindustrielle hochwertige Leinenherstellung). Ein Wahnsinn. Von den Nachkommen seiner ursprünglichen Eigentümer  (vermutlich mit Geldern der öffentlichen Hand, Brüssel ?) zurückgekauft, wurde es aufwendig restauriert. Errichtet wurde es 1725, heute ist es ein Hotel mit Restaurant. (Tipp: Man kann dort in einem Doppelzimmer für 80 Euro die Nacht wohnen. Das Frühstück kostet 9,50 Euro, ein Drei-Gang-Menü als Abendessen kostet 25 Euro pro Person. Genaue Anschrift und Tel.-Nummer gebe ich gerne raus.)

In einer Hochglanz-Broschüre steht dazu: „Von 1725 bis 1945 befand sich Wernersdorf im Familienbesitz. Die Enkelin von Johann Martin Gottfried heiratete den Kaufmann Heinrich Hess, daher auch der Name „Hessische Bleiche“, Bielarnia Hessin. Der jüngste Enkel der letzten Bewohnerin, Margarethe Dress, geb. Heß, Dr. Hagen Georg Hartmann, konnte dank der europäischen Integration 2005 den alten Familienbesitz zurückerwerben und seiner jetzigen Bestimmung zuführen.“

Am Montag ging es früh los, Rückfahrt ab 7.30 Uhr. Nach 12 Stunden waren wir wieder in Aachen am Haus der Städteregion.

Resümee: Die Region Jelenia Gora ist eine Reise wert. Die Menschen dort haben für uns alle Register gezogen, was man nur macht für Menschen, die einem wirklich etwas bedeuten. Man hat ein gutes Gefühl, wenn man nach Polen ausdrücklich in friedlicher Mission fährt. Städte- und Kreispartnerschaften lebendig zu halten, das ist manchmal mühsam, aber es ist eine von mehreren Sachen, die dem Leben einen Sinn geben.

 
Außerordentlich viele große, alte  Villen gibt es in Schreiberhau. Produktionsstätten gibt es nicht darin, wohl aber viele wunderbare Erker.

Außerordentlich viele große, alte Villen gibt es in Schreiberhau. Produktionsstätten gibt es nicht darin, wohl aber viele wunderbare Erker.

Hier einige Fotos von prächtigen Häusern aus Schreiberhau. Die Vielzahl ist auffallend. Bisher habe ich noch nicht herausgefunden, wer sie erbaut hat, wer darin gewohnt hat, warum sie so prächtig sind und was genau drin stattgefunden hat.

Update: Die Sache mit den Villen hat sich geklärt. Danke Benno. Weitere Infos sind erwünscht.
Wer weiß etwas über die Villen von Schreiberhau? Die kleine Stadt hat heute einen polnischen Namen, Szklarska Poreba.

Wer weiß etwas über die Villen von Schreiberhau? Die kleine Stadt hat heute einen polnischen Namen, Szklarska Poreba.

Jede Villa ist anders, aber vom Typ her scheinen sie alle gleich zu sein.

Jede Villa ist anders, aber vom Typ her scheinen sie alle gleich zu sein.

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Manche dieser Häuser sind saniert, andere noch in einem beklagenswerten Zustand und trotzdem schön. Die sollen aber auch Zug um Zug renoviert werden.

Manche dieser Häuser sind saniert, andere noch in einem beklagenswerten Zustand und trotzdem schön. Die sollen aber auch Zug um Zug renoviert werden.

Wer etwas über diese Häuser weiß, kann gern unter margret.vallot@piraten-ufw.de zu mir Kontakt aufnehmen.

Wer etwas über diese Häuser weiß, kann gern unter margret.vallot@piraten-ufw.de zu mir Kontakt aufnehmen.

 
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Ein Saal als ein Dokument der Zeitgeschichte

Alter Sitzungssaal im Gebäude der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Alter Sitzungssaal im Gebäude der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Ein Sitzungssaal mit Charakter. Ein alter Sitzungssaal im ehemaligen Kreishaus, das jetzt das Haus der Städteregion ist, ist hier zu sehen. Der Saal hat einen sakralen Charakter,  er wirkt dunkel und Respekt einflößend, streng, sogar ein wenig bedrohlich, nicht freundlich, warm und hell wie der neue Saal.

Dieser alte Saal hat nur oben kleine Fenster, in die niemand reinschauen und sehen/kontrollieren kann, was innen stattfindet. Außerdem gibt es eine Glasfront für einen eventuellen Blick nach innen ins Gebäude hinein, den aber ein Vorhang verhängt. Die Zuschauer sitzen auf einer Empore, in seltsamer Distanz zu den Politikern. Sie blicken von hoch oben auf ihre politischen Vertreter.

Stühle, Tische, die meisten Lampen, die Holzvertäfelung: Alles empfinde ich als zusammen passend und einheitlich. Wenn man in diesen Saal blickt, kann man gut erkennen, was das für eine (düstere) Zeit war und wie damals das Demokratieverständnis war, in der so gebaut wurde. Und man freut sich, dass heutzutage Demokratie ein etwas freundlicheres Gesicht hat.

Das Haus der Städteregion. Blick auf den Altbau.

Das Haus der Städteregion. Blick auf den Altbau.

Innen im Städteregionshaus: ein Flur.

Innen im Städteregionshaus: ein Flur.

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Erste Sitzung des Tourismus- und Kulturausschuss

Im geräumigen Mediensaal des Städteregions-Hauses, Zollernstraße, habe ich am 10.09. erstmals am Ausschuss für Tourismus und Kultur teilgenommen. Ich sitze links vom Vorsitzenden, bei der Opposition, zwischen FDP und Die Linke. Ich empfinde das als passend.

Ich wurde sehr freundlich empfangen. Der Vorsitzende begrüßte mich (wie alle Neuen) persönlich, las die Verpflichtungserklärung vor, die ich noch unterschrieb. Damit war ich verpflichtet. Es gab bei der Einwohnerfragestunde keine Fragen.

1. Ich konnte unter TOP 1 – 4 allen Formalitäten zustimmen.

2. Unter TOP 5 berichtete Nina Mika-Helfmeier (zuständig für kulturelle Events) über Veranstaltungsreihen in der Städteregion. Mir waren die Reihen  kultureller Highlights nicht unbekannt. Die Rednerin sagte abschließend mit Bedauern, sowohl die Anzahl der Ausstellungen als auch die der Konzerte müsse demnächst aus Geldmangel stark reduziert werden.

Die Vertreter von Grünen, CDU, SPD und FDP dankten für das Engagement. Ich lobte ebenfalls die Veranstaltungen und meinte da bereits, vielleicht ließe sich ja anderswo Geld einsparen, z. B. „bei dem Radkompetenzentrum, über das wir ja später noch sprechen werden“.

3. Unter TOP6 stellten Schülerinnen und Schüler des St. Michael Gymnasiums in Monschau ihr Tourismuskonzept (im Unterricht ausgearbeitet) für Monschau und seine Höhendörfer vor. Vertreter von CDU, Grünen, SPD, FDP und Die Linke lobten das Konzept sehr. Es enthält viele Ideen, deren Umsetzung JEDE MENGE Geld kostet. Ich lobte auch, riet aber den Schülern, beim Vortrag vor dem Rat von Monschau sich auf eine ausführliche Darstellung derjenigen Ideen zu beschränken, die wenig Geld kosten. Dies mit dem Hinweis: Die Stadt Monschau hat außer Schulden NICHTS.

4. TOP 7 ging mir zu schnell, habe mich enthalten. Es ging um eine Ranking-Liste, die man dem LVR vorlegen muss zwecks Verteilung von Fördergeldern. Hier war man sich vor meiner Zeit offenbar längst über alles einig geworden.

5. Bei TOP 8 ging es um Investitionszuschüsse aus dem „Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ für kleine Firmen. Ich habe – gemäß vorheriger Besprechung in der Fraktion – zugestimmt. Der Fall wird am 17. 09. im Ausschuss für Wirtschaft nochmals diskutiert und abgestimmt.

6. Mit TOP 9 kam nun das 2,25 Millionen Euro teuere Radkompetenzzentrum in Kalterherberg dran. Das soll die Städteregion 450.000 Euro kosten. Den Rest zahlt das Land NRW (Umweltministerium).

Hier äußerten vor mir die Grünen (wegen vermutlich hoher Folgekosten), die SPD und die FDP Bedenken, ob man sich das noch werde leisten können, ob denn den Kosten ein entsprechender Gewinn gegenüberstehe.

Auch ich äußerte mich, dass ich das Projekt für sehr teuer halte „und nebenbei bemerkt“, sagte ich noch, dass ich die Gegend zum Radfahren für herzlich wenig geeignet halte. Eine Dame von der SPD pflichtete mir sofort bei. Sinngemäß: Außer schieben kann man da mit einem Rad nichts machen. Wegen der vielen Steilstücke schlug der Sprecher der Grünen vor, man könne ja einen Shuttledienst einstellen, der die Radler und ihre Räder die Berge hochbringt.

Es wurde beschlossen, die Sache im Städteregionsausschuss nochmals zu diskutieren und dann wegen der Folgekosten auch mal Summen und Zahlen vorzulegen.

7. Bei den folgenden TOPs konnte ich zustimmen, es schienen mir Formalitäten zu sein.

8. Unter TOP 14 ging es um ein MERIAN Heft über NRW, wo gegen Zahlung von 5720,75 Euro durch die Städteregion auch ein Beitrag über die Städteregion drin aufgenommen wird, den man auch noch selber schreiben muss. Danach wird das Heft dann verkauft.

Diese Ausgabe, so sagte ich, halte ich für rausgeworfenes Geld: 1. liest kein Mensch mehr diese Hefte. 2. muss man einem Verlag nicht so viel Geld geben, damit man in seiner Publikation vorkommt, die der dann gewinnbringend verkauft, obwohl: mit Merian macht man wohl kein Gewinn mehr.

Völliges Unverständnis schlug mir entgegen.  Bei der Abstimmung gab es nur eine Gegenstimme: meine.

Tags drauf folgte ein größerer Bericht in der Tagespresse in allen Ausgaben, Aachen Stadt und Land, wo meine Position zum Radkompetenzzentrum verkürzt, aber einigermaßen gut rübergebracht wurde.

Ich sehe einer interessanten Ausschussarbeit entgegen.

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Nachtrag: Um möglichst viel Transparenz bemühen sich auch andere Piraten.  Hier der Bericht von Michael Sahm zur Ausschusssitzung des Schulausschusses der StädteRegion:

http://msahm.piraten.ac/mein-zweiter-erster-schulausschuss/

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Experten rätseln: Was wird aus dem Bunker?

Die Bunkerruine in Aachen zwischen der Rütscher- und der Försterstraße veranlasst Inge Wernet und Dipl.-Ing. Dieter Wernet aus St. Vith in Belgien zu folgender Zuschrift (Beide beschäftigen sich schon seit 20 Jahren intensiv mit militärhistorischen Studien):

„Man staunt, ja man ist fassungslos. Seit mehreren Wochen ruhen hier die Abrissarbeiten, die Baustelle ist verwaist, erste Singvögel finden sich wieder ein. Die Abbruchfirma hat sämtliches Gerät abgezogen und ist verschwunden. Was geht hier vor?

Außenstehende rätseln und ergehen sich in Spekulationen und Mutmaßungen. Wurden die Maschinen nur wegen der – durch zusätzliche gerichtlich angeordnete Lärmschmutzmaßnahmen erfolgten – Terminüberschreitung abgezogen, weil sie bereits anderweitig verplant waren? Dann kämen sie ja irgendwann wieder.

Oder ist der vereinbarte Kostenrahmen bereits überschritten? Oder hat sich die Firma zurückgezogen, weil in der Abbruchgenehmigung falsche Angaben aufgrund von Gutachten gemacht wurden, die letztlich von den angerufenen Gerichten nicht bestätigt werden konnten? Das sind derzeit die spannenden Fragen – und letztlich: Werden die Reste des Luftschutzbunkers künftig als Denkmal kommunaler Unfähigkeit das Aachener Stadtbild zieren?“

s. auch eine Buchveröffentlichung der beiden Militärhistoriker: http://www.helios-verlag.com/autoren/name/wernet.html

Herrscht hier Stillstand? Der Bunker gibt Rätsel auf.

Herrscht hier Stillstand? Der Bunker gibt Rätsel auf.

Derselbe Bunker von der anderen Seite.

Derselbe Bunker von der anderen Seite.

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Städtepartnerschaften neu erfinden

Im Frieden lebt es sich gemütlich. Damit landauf, landab Frieden herrscht, muss man sich schon ein bisschen anstrengen. Aber, wie erwähnt: Es lohnt sich sehr. Ein Leben in Frieden mit allen Völkern der Welt ist auf jeden Fall einem Zustand des Unfriedens vorzuziehen.

Dem Frieden zwischen den Völkern ist es dienlich, wenn sich Menschen treffen und möglichst einiges  voneinander wissen. Arbeit, Hobbys, Kultur, Schulen, Probleme mit Umwelt und Verkehr, Flüchtlingen und anderen Bevölkerungsgruppen . . . sind ja in Europa überall ähnlich und doch verschieden. Und erst in China. Da ist alles ganz anders.

Jedenfalls haben sich vor Jahrzehnten Politiker gedacht, es könnte ganz gut sein, wenn man mal die Fremden und die früheren Feinde besucht und schaut, ob man noch was anderes zusammen machen kann als sich gegenseitig tot zu schießen. Deshalb gibt es Städtepartnerschaften und Kreispartnerschaften. Besonders viele zu Städten in Frankreich, so will mir scheinen, die Franzosen waren ja für unsere Vorfahren mal „Erbfeinde“. Das machte damals allen – außer denen in der Rüstungsindustrie – das Leben schwer bis unerträglich.

Soweit diese pathetische Einleitung. Hier will ich nur mitteilen, dass ich neulich mit einer Delegation in Düsseldorf war, wo es um die Frage ging: Wie kann man in die Städtepartnerschaften neuen Schwung hineinbringen? Denn das ist sicher: Viele Städtepartnerschaften sind über 25 und 30 Jahre alt und haben an Dynamik verloren. Die Deutschen fahren ohnehin öfter mal  zum Urlauben ins Ausland. Da erscheint ihnen in Europa so schnell nichts mehr fremd und bedrohlich. Die Probleme sind auch überall ähnlich.

Was muss sich ändern?

In Düsseldorf trafen sich also die Vertreter von Partnerschaftskomitees und -beiräten aus ganz NRW mit einigen Offiziellen. Genauer: Mit dem Präsidenten des Landkreistages, Thomas Hendele, mit der Ministerin für Europa und Medien des Landes NRW, Angelica Schwall-Düren, mit Dr. Thomas Franke vom Deutschen Institut für Urbanistik, mit den (Ober)Bürgermeisterinnen von Mühlheim a. d. Ruhr und Rheine, und der Landtagsabgeordnete der Piraten, Nico Kern, war zu meiner Überraschung auch dabei und hörte sich die Reden an.

Dr. Franke hatte sich die Städte- und Kreispartnerschaften in NRW mal genauer angesehen und eine Untersuchung durchgeführt. Ein Ergebnis war, dass hier tatsächlich eine Art Neuaufstellung erforderlich und auch möglich ist. Thomas König, der bei der Städteregion Aachen zuständig ist für Regionalentwicklung und Europa, berichtete, wie es in der Städteregion gelungen ist, den Städtepartnerschaften eine neue Seite abzugewinnen. Es gab weitere Redner.

Einig schien man sich schließlich darin, dass das Ziel der Partnerschaften sein könne, „die Menschen europafähig zu machen“, wie jemand sagte. Es sollten sich nicht nur Kegelclubs und Feuerwehrgruppen gegenseitig besuchen. Es sollte vielmehr Wirtschaftskontakte geben. Ein Problem, was eine Gemeinde gut gelöst hat, sollte sie einer anderen erklären. Praktikanten sollten zwischen Firmen wechseln, die Firmen sollten sich gegenseitig Aufträge zukommen lassen. Die Gemeinden sollten von dem speziellen Know-how der Partner profitieren.

Via Internet lässt sich so ein Kontakt heute viel besser pflegen, ausbauen und nutzen, als dies vor Jahrzehnten möglich war. Es muss heute aber um mehr gehen als nur um Kulturaustausch. Die Austausche sollten, so habe ich das verstanden, einen direkten Nutzen bringen, indem man von Fehlern, Erfahrungen und Erfolgen der anderen lernt.

Alles in allem war mein erster offizieller Termin als sachkundige Bürgerin der Städteregion informativ und interessant. Demnächst fahre ich mit einer großen Delegation von Bürgerinnen und Bürgern aus der Städteregion für drei Tage nach Polen in die Partnerstadt Jelenia Gora.

Interessierte sich , wie eine Gruppe aus Aachen, für die Zukunft der Städte- und Kreispartnerschaften: der Landtagsabgeordnete und Pirat Nico Kern.

Interessierte sich, wie eine Gruppe aus Aachen, für die Zukunft der Städte- und Kreispartnerschaften: der Landtagsabgeordnete und Pirat Nico Kern.

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„. . . nach bestem Wissen und Können“

verpflichtung_14Jetzt bin ich ganz offiziell „sachkundige Bürgerin“, und als solche aktiv im Ausschuss für Tourismus und Kultur des Städteregionstages. Die wahrscheinlich weltweit einzige Partei, die mich in ein politisches Gremium schickt, die Piratenpartei, hat mich in diesen Ausschuss entsandt.

Ich freu mich sehr, dass man mir vertraut und wurde freundlich aufgenommen. Was alle wissen: Seit mehreren Jahren bin ich schon Mitglied der Piratenpartei und  habe da viele interessante Menschen kennengelernt. Dass ich meine Pflichten zum Wohle der Städteregion erfüllen werde, dazu habe ich mich verpflichtet. Ziemlich gern sogar.

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Löschwasserbassin, Shedhalle und ein Wasserturm

Mit meinem intergalaktischen Kommunikationswürfel bin ich (aus Gründen) zur Charlottenstraße gewandert und da auf das Gelände der Tuchfabrik Aachen spaziert. Kaum war ich auf dem Gelände, wurde hinter mir die Tür verriegelt.

Eine breite Straße führt auf das Gelände der Tuchfabrik Aachen, errichtet 1874 ff. Das alte Pflaster ist erhalten.

Eine breite Straße führt auf das Gelände der Tuchfabrik Aachen, errichtet 1874 ff. Das alte Pflaster ist erhalten.

Selbstverständlich kenne ich dort einen Geheimausgang. So schaute ich mir ausführlich das ganze Bauensemble an und freute mich an dem original über 100 Jahre alten Pflaster. Dann sah ich mir das Gebäude an, vor dem sich ein Löschwasserbassin befindet. Das Bassin ist trockengelegt, ist aber in voller Größe noch erhalten. Im 19. Jahrhundert hat man aus diesem Becken in den Turm hinein Löschwasser gepumpt. Das Wasser soll aus dem Beverbach gekommen sein.

Wie viele Fabriken hat auch die Aachener Tuchfabrik mehrere Shedhallen.

Wie viele Fabriken hat auch die Aachener Tuchfabrik mehrere Shedhallen.

Die ganze Tuchfabrik-Anlage soll 1873/74 erbaut worden sein. Später wurde sie erweitert. Jetzt sind dort Unternehmen ansässig, doch die haben die Bausubstanz nicht wesentlich verändert oder gar beschädigt. Der Turm ist das einzige Gebäude auf dem großen Gelände, das unter Denkmalschutz steht. Alles andere kann abgerissen werden. Dabei gibt der Turm für sich allein gar keinen Sinn. Der Turm braucht für seinen Denkmalcharakter die historische Umgebung.

Im Vordergrund: das Löschwasserbassin.

Im Vordergrund: das Löschwasserbassin.

Die Anlage wurde geplant von dem berühmten Otto Intze, der damals Hochschullehrer und Rektor der TH Aachen war. Die Intze-Türme wurden später berühmt und patentiert. Der Turm auf dem Gelände an der Charlottenstraße ist ein Vorläufer.

Von diesem Turm aus waren drei Gebäude zugänglich und  oben befand sich ein Löschwasserbecken.

Von diesem Turm aus waren drei Gebäude zugänglich und oben befand sich ein Löschwasserbecken.

Die Anlage ist wertvoll, denn sie informiert über die Produktionsverhältnisse des 19. Jahrhunderts. Über die Sophienstraße bin ich gut wieder hinaus gekommen.

Wer mehr wissen will über Pförtnerhaus, Tuchlager, Maschinenhaus, Bürogebäude, Lager und Preßhaus, muss unten klicken. Studierende haben die Anlage erforscht und für das Internet einen Text geschrieben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Intze

http://www.rheinische-industriekultur.de/objekte/aachen/Aachener%20Tuchfabrik/aachener_tuchfabrik.html

 

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