Das ist uns aufgefallen

Auf der Mauer, hinter dem Wagen, befindet sich eine Arbeit des Aachener Wandmalers Klaus Paier.

Auf der Mauer, hinter dem Wagen, befindet sich eine Arbeit des Aachener Wandmalers Klaus Paier.

In der sonst so properen Aachener Innenstadt gibt es eine Ecke, die uns dieser Tage erst richtig ins Auge gefallen ist. Da standen an der Wand noch vier mobile Toiletten, die sind jetzt weg. Oft wird das kleine Grundstück als Parkplatz genutzt, was verständlich ist bei all der Parkplatz-Not, besonders zur Weihnachtszeit. Schön ist das aber nicht.

Der wilde (im Sinne von unbefestigte) Parkplatz befindet sich an der Ecke Augustinerbach/Pontstraße. Zeitlebens habe ich gedacht, da sei noch die Straße „Anuntiatenbach“. Das war aber falsch: Der Annuntiatenbach ist mindestens 100 Meter weiter weg, mehr in Richtung Eilfschornsteinstraße.

Anders beschrieben: Die Ecke mit dem Wandbild „Der große Krieg“ von Klaus Paier ist gleich nebenan, wo das Café Kittel seine Terrasse hat. Und das Haus, an dessen Wand sich das Bild befindet, soll zur RWTH gehören. Vielen Dank bei der Gelegenheit allen, die helfen, Unklarheiten zu beseitigen und Fehler zu korrigieren.

Das Wandbild ist aber das, worum es hier eigentlich geht. Es geht hier nicht um Sauberkeit, oder dass eine Straße in Aachen eine Schickimicki-Straße werden soll. Da sympathisiere ich mit denen (in Berlin), die fordern #MeinKiezmussdreckigbleiben, weil ansonsten die Mieten bald nicht mehr zu bezahlen sind, alle Läden in Boutiquen mit unbezahlbar teuren Klamotten umgewandelt werden und es nach Seife riecht.

Mittlerweile kann es sein, dass die Aachener Bilder von Klaus Paier zumindest von einer Studentin wissenschaftlich untersucht wurden, angeblich unter Denkmalschutz-Aspekten. Wenn mir davon mehr bekannt wird, werde ich sofort berichten. Könnte es nun sein, dass der BLB als Eigentümer sich zu einer weiteren Bilderrettungs-Aktion bereitfindet? Nachdem diese Behörde bei „Zwischen den Tagen“ so hervorragende Arbeit geleistet hat, wüsste man damit auch das Wandbild vom großen Krieg in den besten Händen.

Wie schon oft erwähnt: Klaus Paier, der Aachener Wandler, hat in Aachen wirklich großartige Kunstwerke geschaffen. Allerdings vor etwa 30 Jahren, und viele Bilder sind für immer verloren. Die noch Erhaltenen sollten gerettet werden, weil sie zu Aachens Geschichte gehören. Weil sie Zeugnisse eine Zeit und einer Jugendkultur sind, die unwiederbringlich vorbei ist.

 

 

 

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Fringshaus im Winter

Fringshaus ist zwischen Aachen und Roetgen gelegen, genau auf der Grenze zu Belgien. Hier sollte eigentlich ein Kreisverkehr für einen besseren Verkehrsfluss und weniger Unfälle sorgen. Doch das Anliegen kommt nicht voran. Es sieht so aus, als müsste zum Umbau ein Streifen Land vom belgischen Staat gekauft werden. Das müssten dann Berlin und Brüssel bewerkstelligen. Und das dauert so lange, dass man es lieber gar nicht erst versucht. Gleichzeitig gibt es nicht wenige Roetgener, die meinen, ein Kreisverkehr würde die Situation auch nicht entschärfen.

Hier staut sich oft der Pkw-Verkehr. Und es gibt des öfteren Unfälle.

Hier staut sich oft der Pkw-Verkehr. Und es gibt des öfteren Unfälle.

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150 Meter vom Aachener Rathaus entfernt . . .

Ecke Pontstraße/Anuntiatenbach: Sah eigentlich noch nie besonders schön aus.

Ecke Pontstraße/Anuntiatenbach: Sah eigentlich noch nie besonders schön aus. Hier ein aktuelles Foto von Samstag, 6. Dezember.

150 Meter vom Aachener Rathaus und dem Weihnachtsmarkt entfernt stehen Einheimische und Touristen vor diesem Ensemble. Eine Schmuddelecke, die es in Aachen echt nicht geben muss. Die Innenstadt wird ansonsten nämlich schön in Schuss gehalten. Wem gehört eigentlich das Grundstück, und wie kann man da helfen? Was genau werden wir sehen, wenn das Wandbild von Klaus Paier (Der große Krieg) mal wieder zugänglich sein wird?

Unten sieht man die Szene mal von der Seite. Mich wundert, dass die Geschäftswelt noch nicht auf Veränderung der Situation gedrungen hat. Es könnte ein kleiner Platz entstehen, für den ein Café die Außengastronomie übernehmen könnte.

Update: Es tut sich was in der Ecke. Bitte auch Kommentar beachten.

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Patenprojekt für junge Flüchtlinge, Folge III

20 Patinnen und Paten haben jetzt ihr Patenkind kennengelernt. Das berichtete Projektreferentin und Sozialpädagogin Carla Rodrigues bei ihrem Besuch im Aachener Rathaus. Sie war von Kommunalpolitikern in den zuständigen Ausschuss eingeladen worden, um dort das Projekt „Aachener Hände“ einmal persönlich vorzustellen.

Carla Rodrigues berichtete mit spürbarer Begeisterung: Rund 80 Aachener (fast alle mit reichlich Lebenserfahrung) hatten sich vor einigen Monaten auf einen Aufruf hin gemeldet, um für einen jungen Flüchtling eine Patenschaft zu übernehmen. Sie wollen beim Deutschlernen, bei Behördengängen, bei der Arbeitssuche oder bei der Wohnungssuche helfen. Rodrigues ist Mitarbeiterin eines kirchlichen Sozialdienstes (SkM), sie sprach im Rathaus über das erste Treffen der Paten, über die Schulungen und die Flüchtlinge. Es sind alles junge Menschen, die in Aachen vorerst heimisch werden möchten.

Sie kamen als Minderjährige nach Aachen, wurden im Bahnhof aufgegriffen. Sie wollten Krieg, Verfolgung und Vertreibung in ihrer Heimat entkommen, haben Schreckliches erlebt, nicht zuletzt auf der Flucht. Fünf  minderjährige Flüchtlinge kommen zur Zeit im Durchschnitt täglich in Aachen an, berichtete Carla Rodrigues.  Ihr Vortrag im Rathaus war klar gegliedert, am Ende versuchte die Referentin, noch Fragen zu beantworten. Das war nicht einfach, denn einige Politiker hatten offenbar noch nie etwas von dem Projekt gehört. Es wurde aber zwischenzeitlich schon mehrfach in „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“ ausführlich vorgestellt.

Überhaupt geben sich alle möglichen Vereine in Aachen große Mühe, den Flüchtlingen zu helfen. Auch die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Marcel Philipp an der Spitze ist sehr um eine Willkommenskultur bemüht.

Amnesty international, die Kirche im Bistum Aachen und weitere Veranstalter laden zum Beispiel am „Tag der Menschenrechte“ (Mittwoch, 10. Dezember) von 19.30 Uhr bis 22 Uhr unter dem Motto  „Asyl-Monologe“ in die Citykirche St. Nikolaus ein. Bei „Asyl-Monologe“ erzählen Schauspieler als „Ali aus Togo“ oder „Felleke aus Äthiopien“ usw. von Schritten hin zu Gerechtigkeit, von Trennungen und Koalitionen, von Fluchtursachen. Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem kommen zur Sprache.

Der Eintritt ist frei.

(wird fortgesetzt)

Folge II findet ihr hier

und Folge IV gibt es hier (für alle, die vorwärts lesen)

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Etat umfasst 3,73 Milliarden Euro für 2015

 

124 ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker setzen sich im Parlament des Landschaftsverbandes für die Menschen im Rheinland ein. Komplett ohne Kontrolle durch die Presse.

124 ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker setzen sich im Parlament des Landschaftsverband Rheinland (LVR) für die Menschen im Rheinland ein. Komplett ohne Kontrolle durch die Presse.

Weil einige Leser gefragt haben, was eigentlich im Landschaftsverband Rheinland so läuft, hier in aller Kürze:

Der Landschaftsverband (LVR) hat gerade für die Jahre 2015 und 2016 seinen Haushalt eingebracht.

Das bedeutet, die Kämmerin Frau Hötte hat gesagt, wofür im Jahr 2015 genau 3,73 Milliarden Euro ausgegeben werden und im Jahr 2016 rund 3,79 Milliarden Euro. Mit den Vorschlägen werden sich jetzt die Fraktionen befassen, hier und da ein bisschen ändern, und alles im April absegnen. Die Fraktion „Freie Wähler/Piraten“ wird sich eigens Ende Februar in Moers in ein Hotel einquartieren und dort den Haushalt durcharbeiten. Die Zimmer sind schon reserviert.

Man muss wissen, dass es im  Landschaftsverband (Sitz in Köln) neuerdings eine große Koalition gibt, und die hat mal gleich einen Doppelhaushalt (2015/2016) bekommen, dazu die Einrichtung eines zusätzlichen  Dezernats (wo alle Welt die Dezernate zu reduzieren versucht) und eine gewisse Neuordnung der Verwaltung, die zu Mehrkosten und zu Unruhe bei den Mitarbeitern geführt hat.

Wofür wird nun das Geld ausgegeben? Über 90 Prozent des LVR-Etats entfallen auf soziale Leistungen. Große Schulen wie die Blindenschulen in Düren, Kliniken wie die Landeskrankenhäuser für psychisch Kranke und große Museen wie das LVR-Freilichtmuseum-Kommern werden da finanziert. Insgesamt 41 Förderschulen, 10 Kliniken, 11 Museen, viele kulturelle Einrichtungen und dergleichen mehr.

Ein schlafender Riese mit 16.000 Beschäftigten: Der Landschaftsverband Rheinland

Ein schlafender Riese mit 16.000 Beschäftigten: Der Landschaftsverband Rheinland

Aber: Die Kosten für soziale Leistungen scheinen zu explodieren. Der LVR ist gesetzlich dazu verpflichtet, diese Sozialleistungen zu zahlen und hat nur einen geringen Einfluss auf deren Höhe. Den größten Teil seiner Einnahmen bezieht der LVR über die „Landschaftsumlage“. Das heißt: Die StädteRegion und die Kreise (z. B. Kreis Düren) im Rheinland zahlen 2015 die Summe von 2,49 Milliarden und 2016 genau 2,52 Milliarden Euro an den LVR.

Natürlich ist die Umlage für die beiden kommenden Jahre höher als sie jemals vorher war (bitterlach). Ich weiß aus Düren, dass man im Kreistag gewaltig stöhnt unter der Last der Umlage des LVR. Aber die 12 Kreise, 13 Städte und die StädteRegion Aachen erhöhen dann einfach ihrerseits die Umlagen für die Kommunen, und die müssen sich das Geld dann leihen.

Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

Die Kämmerin des LVR sagte übrigens den „finanziellen Kollaps der kommunalen Familie“ voraus. Es sei denn, Berlin beteiligt sich endlich mal dauerhaft an den Kosten für den sozialen Bereich. 2018 ( mMn: zu spät) sollen angeblich 5 Milliarden über den Kommunen ausgeschüttet werden, Finanzminister Schäuble hat das zugesagt. Aber das nur nebenbei.

„In fast alle Kommunen fließen Leistungen des LVR in einem höheren Umfang zurück, als sie an Umlage entrichten“, sagte die Kämmerin, und wir hoffen einfach mal, dass das stimmt.

*

Was den LVR betrifft, so gibt es dort noch einen anderen „Kriegsschauplatz“. Die große Koalition von CDU/SPD hat es nämlich geschafft, sich in Ausschüssen und Gremien die meisten und die besten Plätze zu sichern. Mit einem Verfahren, das die Oppositionsparteien von Grünen, FDP, Die Linke, und FW/Piraten als nicht legitim bezeichnen (Auch die AfD ist vorhanden, spielt aber keine Rolle.). Die Oppositionsparteien (ohne AfD) haben in dieser Angelegenheit bisher sehr gut und reibungslos zusammengearbeitet, das hat mich erstaunt.

Es wurden schon mehrere Gutachten angefordert und fertiggestellt, in denen – wenig überraschend – die Gutachter der Verwaltung zu dem Ergebnis kommen, dass alles rechtens gewesen ist und der Gutachter der Opposition meinte, dass man klagen kann und gute Chancen auf Veränderung der Gremienbesetzung hat.

In diesem Raum (007) tagt die Fraktion, der ich angehöre.

In diesem Raum (007) tagt die Fraktion, der ich angehöre.

Die Fraktion „Freie Wähler/Piraten“ besteht aus 5 Mitgliedern (3 Freie Wähler, 2 Piraten) und den sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern. Es ist leider so: Der komplette LVR wird von der Presse ignoriert.

Was in Aachen der Oberbürgermeister ist, ist beim Landschaftsverband die Direktorin (Frau Ulrike Lubek, SPD). Sie hat vor der Einbringung des Haushalts in Köln eine schöne Rede gehalten zu grundsätzlichen Fragen und Zielen, die den Landschaftsverband betreffen. Ich hatte sie gebeten, die Rede ins Netz zu stellen. Ich konnte die Rede aber bis jetzt noch nicht finden. Macht sie aber bestimmt noch.

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Tourismus- und Kulturausschuss der StädteRegion vom 28. 11. 2014

Symbolbild: Blick auf den Gebäudekomplex der Verwaltung der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Symbolbild: Blick auf den Gebäudekomplex der Verwaltung der Städteregion in Aachen, Zollernstraße.

Zentrales Thema bei der Sitzung des Tourismus- und Kulturausschuss war das Fahrrad-Kompetenzzentrum, das umstritten ist und jetzt unter dem Namen „Aktivkompetenzzentrum“ firmiert. Eine bald leerstehende Grundschule in Kalterherberg (Ortsteil von Monschau) soll umgebaut werden und Sportlern, besonders Radfahrern, gewisse Serviceleistungen bieten. Kosten: Mehrere 100.000 Euro, die aus verschiedenen Töpfen der öffentlichen Hand kommen.

1. Außer den Ausschuss-Mitgliedern hatten sich Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der Ortsvorsteher von Kalterherberg, die Bürgermeisterin von Monschau und ein Dutzend Kalterherberger in den Sitzungssaal verfügt. Alle, um der Forderung nach Einrichtung des Kompetenzzentrums Nachdruck zu verleihen. Ihnen allen quasi ins Gesicht würde ich also sagen müssen, dass ich gegen das Kompetenzzentrum stimmen werde.

Ein Saal mit Charakter und Geschichte: Generationen von Ehrenamtlichen haben hier Politik für die Region gemacht und die Verantwortung erkannt, die sie für die Menschen hatten und haben.

Ein Saal mit Charakter und Geschichte: Generationen von Ehrenamtlichen haben hier Politik für die Region gemacht und die Verantwortung erkannt, die sie für die Menschen hatten und haben.

Das habe ich auch gemacht, aber es war voll schwer. Ich sagte: Ich könnte gut verstehen, dass die Genannten für das Zentrum und für ihr Dorf kämpfen. Sie wollen ja das Überleben des Ortes sichern. Es muss dort Leben stattfinden. Das funktioniert mit Tourismus.

Ich sagte weiter: Die Schule schließt, weil es zu wenig Grundschulkinder gibt. Es gibt zu wenig junge Familien. Um in Kalterherberg zu wohnen und in Aachen (oder noch weiter weg) zu arbeiten, dazu eignet sich das Dorf nicht, zu abgelegen. Man hätte viel früher investieren müssen. Wie Heimbach, das sich ein Holländer-Feriendorf bauen ließ oder Hürtgenwald, das immerhin einen fetten Kletterwald als Attraktion hat. Jetzt sei es zu spät, denn es sei kein Geld da, nur Defizite, und keine Rücklagen mehr.

Ich fügte noch hinzu, ich fände es unpassend, in diesen Zeiten, wo eigentlich 14 Millionen Euro eingespart werden müssen, noch Geld für so einen Luxus auszugeben. Ich stimmte später auch gegen das (eigentlich sehr schön ausgearbeitete) Tourismuskonzept, weil darin das Zentrum wichtiger Bestandteil ist.

Wichtigstes Gegenargument war mMn, dass Tourismusförderung im Grunde Wirtschaftsförderung ist. Das stimmt 100prozentig. Aber auch bei Wirtschaftsförderung muss man doch genau überlegen, wen und was man fördert.

Zuerst stimmten die Sozialdemokraten für eine Vertagung des Themas. Wurden aber überstimmt. Die Sache wurde beschlossen mit 2 Gegenstimmen (Piraten/ufw und FDP), 6 Enthaltungen (SPD/Linke) und 11 Dafür-Stimmen.

Es ging kontrovers weiter.

2. Die Vennbahn hat bei einer Untersuchung auf Herz und Nieren nur 3 von 5 Sternen erreicht. Ich meinte, es sei eine Enttäuschung, dass dieses Projekt, in das mehrere Millionen hineingesteckt wurden, nur mittelmäßig sei. Das war drastisch gesagt, aber die Wahrheit. Niemand widersprach, niemand stimmte zu. Einstimmig wurde beschlossen, dass Poller entfernt, Wege freigeschnitten werden sollen, damit bald vier Sterne glänzen.

3. Einstimmigkeit herrschte, als es um die Beschilderung von Wanderwegen der Städteregion, um LEADER-Anträge und weitere, weniger brisante TOPs ging.

4. Dann stand die Finanzierung von Trimobilen auf der Tagesordnung (4 Stck. zu 37.604 Euro) Trimobile sind sehr große, breite Dreiräder, auf denen ein Behinderter und ein Nicht-Behinderter auf dem Vennbahnweg radeln sollen. Versprochen wurde u. a. für „Genussradler . . . ein herrliches Freizeit- und Urlaubserlebnis“. Ich muss hier einfügen, dass ich die Letzte bin, die Behinderten ein notwendiges Gerät nicht anschaffen würde. Aber ob Behinderte oder Nicht-Behinderte: Finanzierung von  Genuss in der Freizeit aus öffentlicher Hand, dem konnte ich nicht meine Stimme geben. Wörtlich: „Bei 14 Millionen, die eingespart werden müssen, ist für mich Schluss mit Genuss.“

Es erhob sich ein Protest-Sturm. Und tosender Beifall für Werner Krickel (Grüne), der sinngemäß meinte, das sei ja wohl das Allerletzte, was ich da von mir gegeben hätte, diesen Menschen noch nicht mal ein Freizeitvergnügen zu gönnen.

Im Nachhinein muss ich sagen: Der starke Widerspruch gab mir zu denken, dass ich höchstwahrscheinlich mit meiner Einschätzung falsch lag. Bei der Abstimmung gab es nur eine Gegenstimme (FDP) gegen die Finanzierung der Trimobile. Ich habe mich enthalten.

(Das alles ist natürlich aus meiner subjektiven Sicht dargestellt. Bürgeranfragen gab es nicht. Presse war auch nicht vor Ort. Das Tourismuskonzept wird noch im Städteregionsausschuss, 04.12., und im Städteregionstag, 11. 12., zur Diskussion stehen. Dann wird – aller Erfahrung nach – mit Mehrheit zugestimmt.)

Für Transparenz in der Politik möchte auch Michael Sahm, Pirat und sachk. Bürger im Schulausschuss der Städteregion, sorgen: http://msahm.piraten.ac/newsletter-kw48/

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Nicht schlecht: Ludwig Forum mit neuem Eingang

Der neue Eingang vom Ludwig Forum in Aachen.

Der neue Eingang vom Ludwig Forum in Aachen.

Der neue Eingang vom Ludwig Forum in Aachen ist gar nicht so schlecht. Wir hatten, nach entsprechenden Infos, mit dem Schlimmsten gerechnet. Aber jetzt mal ehrlich: Das ist doch ein viel besserer Eingang als der, der zuvor da war. Und dass der gesamte Umbau 300.000 Euro gekostet hat, kann ich mir durchaus vorstellen.

lufo_eingang_8144Der Eingangsbereich ist jetzt genau da, wo sich früher die Gaststätte befand, die ohnehin so gut wie immer leer war.  Von daher eine akzeptable Lösung, die auch funktioniert.  Das  prima Treppenhaus der alten Fabrik kommt jetzt  schön zur Geltung. Gut, das LuFo ist jetzt ein Museum (nur vollkommen Ahnungslose bestehen noch auf dem FORUMS-Charakter), das kein Restaurant hat und auch kein Café. Aber innen sind große Sofas aufgestellt und eine kleine Theke, wo die Verdurstenden eine Limo usw kaufen können. Ich finde auch die Anordnung der Buchstaben LUDWIG FORUM gelungen. Ich sehe soetwas gern.

Die Sitzmöbel, ganz neu „erfunden“, wurden kritisiert. Sie sehen aus wie die neuen Bänke vor dem Hauptgebäude der RWTH am Templergraben. Ist jetzt wohl angesagt in der Branche. Tja, ab und zu muss auch schon mal was Neues erlaubt sein. Wir laufen ja auch nicht in den Klamotten von vor 20 Jahren rum.

Insgesamt scheint es sich um einen Fall von typischem Aachener Misstrauen zu handeln – wie man es zuletzt bei der Erneuerung der hinteren Rathaustreppe beobachten konnte. Erst wurde der Neubau heftig niedergemacht und abgelehnt, jetzt sitzen bei Sonnenschein ganze Kolonnen von Öchern drauf und fühlen sich wohl. Die Kritik ist in Begeisterung übergegangen. Aachen eben.

Das LuFo hat durch den neuen Eingang gewonnen. Geht rein und seht euch auch die Werke von Andy Warhol (s. unten) an, ihr wisst ja neuerdings, was die wert sind, bzw. was die auf Versteigerungen bringen, derzeit. Auch sonst macht es Spaß, durch das Haus zu schlendern (Eintritt: 5 Euro, montags geschlossen). Die Museumswärter haben sich eine sympathische Freundlichkeit angewöhnt, da kann man gar nichts gegen sagen.

Die Pop-Art sollte eine Kunst für alle sein, und so fertigte Warhol riesige Stückzahlen seiner Bilder im Siebdruckverfahren an. Kunst als Meterware .

Die Pop-Art sollte eine Kunst für alle sein, und so fertigte Warhol riesige Stückzahlen seiner Bilder im Siebdruckverfahren an. Kunst als Meterware .

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Wenn der Raum neu geordnet werden muss . . .

Die Burg von Heimbach, wo der Protest gegen das Pumpspeicherkraftwerk seinen Ursprung nahm.

Die Burg von Heimbach, wo der Protest gegen das Pumpspeicherkraftwerk seinen Anfang nahm.

(s. auch unten die Reaktion der grünen Kreistagsabgeordneten Angela Kalnins aus dem Kreis Euskirchen auf den Text)

 

Tapfer und klug haben viele Eifeler 2012 und 2013 etliche Monate lang gegen die Umwandlung des Rursees in ein Pumpspeicherkraftwerk gekämpft. Jetzt wird vermutet, dass der Kampf doch noch nicht gewonnen ist.

Die Bürgerinnen und Bürger erkennen dafür tatsächlich Anzeichen.

Zur Erinnerung: Eine gewaltige Wanne, groß wie ein kleines Braunkohlentagebau-Loch sollte zwischen Strauch und Schmidt ausgehoben und aufgeschüttet werden. Dort hinein sollte Wasser des Rursees gepumpt werden. Und bei Energiebedarf sollte das Wasser von oben über Turbinen wieder in das Becken des Rursees stürzen. Bei diesem Prozess sollte dann der Spiegel des Sees immer um anderthalb oder zwei Meter steigen und fallen, steigen und fallen, steigen und fallen. Landes- und Bundespolitiker – allen voran die Grünen – fanden das ganz wunderbar, die Anwohner und viele Lokalpolitiker am Rursee nicht, wirklich nicht. Mehr als eine Milliarde Euro sollte es kosten, den Rursee in ein Pumpspeicherkraftwerk umzuwandeln. (Der Großflughafen Berlin/Brandenburg lässt grüßen.)

Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich durchsetzen, die Pläne – so hieß es – wurden aufgegeben. Wirklich? Tatsache ist, dass im vorigen Jahr die Rot-Grüne-Landesregierung in Düsseldorf plötzlich mit der Idee um die Ecke kam, es könnte doch mal ein neuer Landesentwicklungsplan (LEP) aufgestellt werden. Das heißt: Man macht sich in Düsseldorf Gedanken, wie die gesamte flüssige, flache und bergige Fläche im schönen NRW besser und anders genutzt werden kann.

Ein Landesentwicklungsplan (LEP). Das ist ein dickes Buch, das genau festlegt, wo man Flughäfen, Wald, Siedlungen, Überschwemmungsgebiete, Industriegebiete, Talsperren und andere Großanlagen mehr anlegt.  Es sind Richtlinien für Regionen und Gemeinden, es sind „raumordnerische Maßnahmen“, wie die Fachleute sagen. Und in dem Vorentwurf für diesen Landesentwicklungsplan steht:

Das Originalzitat aus dem LEP-Entwurf mit der dazugehörigen Nummer:
7.4-5 Grundsatz Talsperrenstandorte zur Energieerzeugung und -speicherung
Bestehende oder geplante Talsperren sollen nach Möglichkeit in Regionalplänen und Flächennutzungsplänen
zugleich als Standorte für die Erzeugung und Speicherung von Energie gesichert werden.
Blick auf das Jugendstil-Kraftwerk von  Heimbach: Innen und außen ein Juwel.

Blick auf das Jugendstil-Kraftwerk von Heimbach: Innen und außen ein Juwel. Fotos: Archiv

Sollen alle NRW-Talsperren als Pumpspeicherkraftwerke infrage kommen? Alle?

Spannend für mich als Sachkundige Bürgerin des Landschaftsverband Rheinland ist es zudem, dass das Rurtal mit den historischen Städten Heimbach und Nideggen nicht in die Liste der 29. „landesbedeutsamen Kulturlandschaftsbereiche“ in den LEP-NRW aufgenommen worden ist.
Für diese Liste im LEP zeichnet der Landschaftsverband (LVR) verantwortlich. (Der LVR leistet eine Art Zuarbeit zum LEP-Entwurf)
Die Liste findet man ab Seite 153 im LEP (s. unten). Da wurde im Bereich der Nordeifel ein wenig geschludert. Das Ruhrtal mit „H“ hat es immerhin geschafft.
Im Moment prüft die Staatskanzlei die Einwendungen von Umweltorganisationen, Industrie- und Handelskammern usw , kurz: von Vereinen, Verbänden, Bürgerinnen und Bürgern gegen den neuen LEP. Und die Staatskanzlei überlegt, wie viel von den Einwendungen sie gelten lassen will/muss.
Der ganze Landesentwicklungsplan-Entwurf wird von Kritikern nicht nur am Rursee als „heftig grün-lastig“ bezeichnet. Gleichzeitig soll er angeblich die Bedürfnisse der ländlichen Regionen ignorieren.

Motto (etwas übertrieben): Alle Menschen in die Städte und in der Landschaft nur noch „Freiraum“ mit Windrädern.

 

 „Die Eingriffe sind nicht ansatzweise so schrecklich“

Der Text über den Landesentwicklungsplan (LEP) und die Möglichkeiten der Stromspeicherung („Wenn der Raum neu geordnet werden muss . . .“, s. oben) ist auch auf der Seite von Kollegen erschienen ( s. http://www.eifelon.de ). Auf diesen Text reagiert Angela Kalnins. Sie ist Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Euskirchen. Sie schreibt unter anderem:

 Für welche Partei ist die Autorin denn sachkundige Bürgerin? Am LEP wird seitens besonders der CDU bemängelt, dass die Entwicklung der Eifel eingeschränkt würde.
Gleichzeitig kämpfen die Herrschaften vor Ort einen aussichtslosen Kampf gegen sterbende Dörfer und mangels Nachfrage wegbrechende Infrastruktur. Dieser Trend wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch fortsetzen. Was ist schlecht daran, zu fordern, dass man von ausufernden Neubaugebieten absieht, während die Ortskerne geisterhaft leer werden?Zurück zur Energie: Im Ourtal bei Vianden in Luxemburg existiert seit langen Jahren ein Pumpspeicherwerk, das immer weiter ausgebaut wird.
Sie sollten sich, direkt hinter der Grenze, ein Bild davon machen. Die Eingriffe sind nicht ansatzweise so schrecklich, wie hier unterstellt wird. Die Our ist auch unterhalb des Pumpspeicherwerks ein nettes einladendes Flüsschen.
Speichern von Strom wird in Zukunft unerlässlich sein und wir schulden es unseren Kindern und Enkeln, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Mit „Strom aus der Steckdose“ werden wir innerhalb kurzer Zeit an Grenzen kommen.
Wir müssen uns dem Weg VOR der Steckdose stellen und Wege finden, wie wir mit geringstmöglicher Beeinträchtigung unserer Umwelt Versorgungssicherheit gewährleisten können.
Wer sich gegen Pumpspeicherwerke und Windräder wehrt, dürfte in der Eifel, wo er von hohen Punkten aus problemlos die Rauchwolken der Braunkohlekraftwerke sehen kann, ein Leben unerträglich finden.
Mit jedem Tag, jeder Stunde, wird von dort aus Lebensraum vernichtet und wird Klima zerstört.Suchen Sie doch nach Menschen, die sinnvolle Alternativen haben, die konstruktiv mit den Themen umgehen, so dass auch alternative Meinungen vorgestellt werden. Das würde ich mir wünschen. Es wäre dann ausgewogen und die Leser könnten sich selbst ein Bild machen.

 

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Eifeldörfer: Das dürfen oder müssen wir uns leisten?

In Monschau und seinen   Dörfern gibt es quirliges Leben, doch damit das Leben insbesondere nicht aus den Eifeldörfern weicht, muss investiert werden. Wie viel können wir uns da noch leisten?

In Monschau und seinen Dörfern gibt es quirliges Leben, doch damit das Leben insbesondere nicht aus den Eifeldörfern weicht, muss investiert werden. Wie viel können wir uns da noch leisten? Foto: Archiv

Es gibt Menschen in den ländlichen Regionen des Rheinlands, die sind fest davon überzeugt, dass die NRW-Landesregierung den Dörfern in der Eifel nicht wohlgesonnen ist. Mehrfach wurde erzählt, dass man in Düsseldorf plant, die Städte finanziell zu unterstützen, die Dörfer (unter 2000 Einwohner) aber nicht mehr.

Klar, die Menschen ziehen verstärkt in die Städte. Da lebt es sich bequem mit dem Ärztehaus, der Apotheke, dem Metzger und dem Bäcker in der Nähe, mit allen Geschäften, Buchhandlungen, Frisiersalons und was auch immer direkt um die Ecke. In manchen Dörfern bleiben nur die Alten, die sich keine Wohnung in der Stadt leisten können. Etliche Dörfer in der Voreifel haben keinen einzigen Lebensmittelladen, keine Kneipe mehr, nichts, es rechnet sich nicht. Die ärztliche Versorgung wird immer schlechter, der ÖPNV ebenfalls. Und schnelles Internet gibt es schon gar nicht. Viele Alte sterben und ihre Häuser stehen leer, niemand will sie haben. Auch Schulgebäude braucht niemand mehr. Es wird in 15, 20  Jahren Dörfer geben, die leergefallen sind.

Das Schulgebäude in Monschau im Rosental steht seit vielen Jahren leer. Foto: Archiv

Das Schulgebäude in Monschau im Rosental steht seit vielen Jahren leer. Foto: Archiv

Da lohnt es sich in der Tat nicht, die teure Infrastruktur noch aufrecht zu erhalten. Kanalisation, Winterdienst, ÖPNV, Postzustellung, Feuerwehr . . . da könnte die Landesregierung in der Tat schon mal auf die Idee kommen, die Subventionen zu stoppen und alles in die Städte fließen zu lassen. Ob es in einer Region 20 halbleere oder 10 touristisch attraktive Dörfer gibt, das macht einen Unterschied.

Die Städteregion Aachen hat – zumindest seit CDU und Grüne die Mehrheit haben und eine Koalition bilden – unentwegt versucht, die Dörfer der Eifel zu stärken. Und das bis jetzt auch geschafft.

Konzen mit seinen berühmten Hecken, Mützenich an der Grenze zu Belgien und das prächtige Dorf Höfen mit seinen Strohdachhäusern und dem Eifeltor, diese und andere (z. B. in Simmerath) sind prächtige, lebendige Dörfer mit Hotels oder Cafés, Sehenswürdigkeiten. Sie sind tipptopp gepflegt. Auch Rohren und Kalterherberg mit seinem Eifeldom können sich noch sehen lassen. Imgenbroich mit seinem Industriegebiet und den vielen Geschäften ist quicklebendig. Große Filialen, große Parkplätze: Da geht man gern einkaufen.

Anders sieht es im Kreis Düren aus, aber dieser Kreis ist hier nicht das Thema.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist kein Weg zu weit, um die Dörfer im Eifeler Bereich der Städteregion zu fördern. Ob nun gerade das Fahrradkompetenzzentrum in Kalterherberg ein Erfolg sein wird, darf zwar bezweifelt werden (Folgekosten?). Aber im Grunde ist es schon richtig, wenn man die Dörfer so ausstattet, dass am Ende junge Familien dort gern wohnen und der Tourismus blüht. Andernfalls sollte einfach der Letzte das Licht ausmachen.

„Freiwillige Leistungen“

Nur: Maßnahmen beispielsweise für den sogenannten Aktivtourismus (von denen auch die Städter profitieren) sind „freiwillige Leistungen“. Das bedeutet, die klamme Städteregion könnte sich das Geld auch sparen. Für Sozialausgaben gilt das nicht, das sind Pflichtaufgaben. Wobei – nebenbei gesagt – die Städteregion auch im Sozialen einige Maßnahmen finanziert, die über die Pflichtaufgaben weit hinausgehen. Um Geld aus Förderprogrammen (z. B. LEADER) zu bekommen, muss stets ein Eigenbeitrag geleistet werden.

Für Tourismus ist die Eifel gut geeignet. Dort gibt es Wachstumsraten und steigende Nachfrage. Auf dem Eifelsteig (Wandern) und der Vennbahn (Radfahren) knubbeln sich die Menschen. Auf dem Rursee sind die Wassersportmöglichkeiten gut usw. usw.

Die Stärken der Region sollen gestärkt werden. Aber das kostet. Und die Städte und Gemeinden müssen teilweise Kredite aufnehmen, um die gestiegene Umlage für die Städteregion zu zahlen. Kann man sich die (touristische)  Förderung der Region noch leisten?

CDU und Grüne meinen „ja“. Sie werden wohl zustimmen, wenn am kommenden Freitag, 28. November, ab 16 Uhr im Tourismus- und Kulturausschuss der Städteregion 82.000 Euro eingestellt werden, damit Wanderwege und Radwege gepflegt, die Nutzer mal gezählt, die schon vorhandene touristische Infrastruktur vervollkommnet wird und die Pläne für ein „Aktivkompetenzzentrum“ (vormals Radfahrkompetenzzentrum genannt) weitergetrieben werden. Nicht zuletzt soll auch die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden.

Die Ausschuss-Sitzung ist öffentlich. Gäste sind gern gesehen. Einfach Freitag am Eingang nach dem Alten Sitzungssaal fragen und dann auf den Zuschauerplätzen niederlassen. Man sieht sich.

(Fotos aus den genannten Dörfern liegen noch nicht vor, sie werden nachgereicht.)

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Spannend: Fahndung nach Augustus

Um die Städte Maastricht, Aachen, Heerlen und Jülich geht es in der neuen Ausstellung im Centre Charlemagne am Katschhof in Aachen. Von einem der Kuratoren geführt, macht ein Gang durch die Ausstellung Spaß.

Um die Städte Maastricht, Aachen, Heerlen und Jülich geht es in der neuen Ausstellung im Centre Charlemagne am Katschhof in Aachen. Von einem der Kuratoren geführt, macht ein Gang durch die Ausstellung Spaß.

Das Centre Charlemagne am Katschhof in Aachen lohnt mal wieder einen Besuch. Und zwar am Donnerstag dieser Woche (27. November) um 18 Uhr, denn da gibt es eine sogenannte KURATOREN-FÜHRUNG durch die neue Ausstellung. Eine gute Stunde dauert diese Führung.
Die Schau (zu sehen bis 11. Januar) befasst sich mit den Städten Maastricht, Aachen, Heerlen und Jülich und der Via Belgica zur Römerzeit. Sie besteht aus einem großer Saal voller Objekte, fast alle Objekte stecken in Vitrinen. Und wer sich bisher noch nicht intensiv mit der Römerzeit beschäftigt hatte, dem werden die Objekte wenig sagen.

Ganz anders ist das bei einer Führung. Da  bekommen die Scherben und Münzen, die Darstellungen von Kaiser Augustus und die Karten und Gewandspangen einen Sinn. Da wird schnell klar, wie spannend es sein kann, sich gerade mit diesen vier Städten und gerade mit dieser Zeit (um Christi Geburt) zu befassen. Die vier Städte wurden als Siedlungen nahezu gleichzeitig gegründet. Und das hat einen Grund . . .

Anlässlich des 2000. Todestages des römischen Kaisers im Jahr 2014 haben Wissenschaftler im deutsch-niederländischen Grenzraum die gemeinsame Ausstellung erarbeitet. „Lass uns doch mal was zusammen machen“, so hätten sich die Fachleute (Archäologen, Historiker, Museumsleute) gesagt, erzählte bei der ersten Kuratoren-Führung Professor Dr. Klaus Scherberich, der auch an der RWTH Aachen Alte Geschichte lehrt. Und so sei es schließlich zu der Ausstellung gekommen.

Die Führung am kommenden Donnerstag macht nun Dr. Karen Jeneson, die Leiterin des Thermenmuseums in Heerlen ist. Sie will erzählen, wie es in der Zeit um Christi Geburt in der Euregio aussah und wie Archäologen arbeiten. Die Wissenschaftler haben sich grenzüberschreitend als „Euregionale Vicusgruppe“ zusammengetan. Dr. Karen Jeneson ist die Initiatorin dieser Gruppe.

Treffpunkt am Donnerstag ist an der Museumskasse. Kosten: 5 Euro.

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