In der Therme

Ja, auch Blogger wollen sich mal erholen. Und das kann man in der Therme. Wenn an einem Ort 72 Grad heißes Wasser aus der Erde kommt, bietet sich der Bau einer Therme an.

Man schwimmt ganz ruhig im warmen Thermalwasser, das tut der Haut gut. Weil das Wasser warm ist, kann man auch draußen schwimmen, wo es kalt ist. Draußen kann man sich unter schwere Wasserfälle stellen, die stürzen einem auf den Rücken, der vom vielen Schreiben und Mausschieben manchmal schmerzt. Der dicke Wasserstrahl massiert die Schultern wunderbar.

Dann geht man in einen Raum, dessen Boden mit Sand bedeckt ist. Dort liegt man ruhig im Sand und schaut zu, wie  die Sonne langsam aufgeht und  wie sie nach einer Weile untergeht. Richtig: Es wird ein Sonnenaufgang simuliert. Eine Licht-Erlebnis für die Augen, das unsere Vorfahren zeitweise täglich hatten. Wir nie.  Außer im Urlaub vielleicht.

Weiter geht es ins türkische Dampfbad. Man legt sich in die Mitte auf einen großen, flachen, warmen Stein und liest ein bisschen. Von dem Stein aus geht man in Zellen, wo der heiße Dampf die Sicht vernebelt. Man sitzt im Dampf und fühlt sich wohl und wohler. Da fängt man schon ganz schön an zu schwitzen, duscht fröhlich und reibt sich mit Salz ein. Die Haut ist ein großes Organ, wenn man ihr was Gutes tut, macht sie sich richtig schön.

Nach etwas liegen und plaudern begibt man sich in eine Sauna, entweder eine der ganz heißen, wo man einfach daliegt und die Schweißperlen an sich runterrinnen fühlt. Oder in die etwas wenger heißen, die nach Brot duften oder Kräutern oder Apfelsinen und Zitonen oder mit langsam wechselndem Licht das Gemüt besänftigen.

Nach dem Schwitzen taucht man in ein Becken mit eiskaltem Wasser. Bis zum Hals im eiskalten Wasser, man schreit und fühlt sich sehr lebendig. Dann wickelt man sich in sein riesengroßes Badetuch und geht ein bisschen an der frischen Luft spazieren. Draußen ist es auch eiskalt, aber diese Kälte spürt man nicht. Später setzt man sich – die Umgebung ist abenteuerlich schön – und taucht die Füße in heißes Wasser. Sehr angenehm. Draußen gibt es auch ein Schwimmbecken mit warmem Wasser.

Jetzt plaudert man wieder ein wenig und geht in dem Restaurant ein Glas frisch gepressten Apfelsinensaft trinken, denn ein gewaltiger Durst meldet sich. Klar, aus allen Poren ist ja zuvor die Flüssigkeit geschossen gekommen.

Später sucht man sich eine maximal heiße Sauna aus, legt sich auf sein Badetuch und schwitzt nochmal 20 Minuten. Das Wasser rinnt den Nacken, die Seiten, die Arme und Beine  runter, wie Perlen, das kitzelt.

Ins eiskalte Wasser stürzt man sich dann und macht das alles so oft, bis man nur noch glücklich ist. Das dauert alles in allem mindestens viereinhalb Stunden. Besser ist, man  nimmt sich sechs Stunden Zeit.

Jeder, der zuhause mit einer sogenannten Nasszelle auskommen muss, vier Quadratmter, darf einmal pro Woche in die Therme. 😉 Als Ausgleich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Wissen und Informationen gnadenlos entfernt

Mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ist bis heute dafür gesorgt, dass seit 2008 bis zu 80 Prozent der  Inhalte der ARD-Gemeinschafts-Telemedienangebote gelöscht werden mussten. Dies gilt zum Beispiel für das Angebot von tagesschau.de .   

 Und falls die Piraten eines Tages, also sagen wir mal in nur fünf Jährchen, nachvollziehen wollen, wie es mit ihnen anfing, wie sie in den dritten Programmen, in ARD und ZDF anfangs vorkamen, dann gibt es nix zu gucken und zu hören. Und man kann nur hoffen, dass sie dann ihre eigenen Aufzeichnungen finden.

Also keine Piraten auf tagesschau.de ? Dort wurden bis Ende August 2010 bereits rund 26.000 Audios, 270.000 Videos und 250.000 Meldungen “depubliziert”. So nennt man das, wenn Meldungen, die älter als ein Jahr sind, unerreichbar für die Gebührenzahler auf alle Zeiten entfernt werden müssen. Dabei wären sie für zeitgeschichtliche Recherchen zu einzelnen Themen – wie erwähnt – durchaus spannend. 

Konkret:  Fast alle Tagesschau-Sendungen oder das Nachtmagazin sind seit 2008 als komplette Sendung nur noch sieben Tage im Netz abrufbar.

Beim Gemeinschaftsangebot „DasErste.de“ wurden und werden viele Seiten gelöscht. Bei laufenden Sendereihen wie „Druckfrisch“, „Weltspiegel“ und „Plusminus“ müssen die Seiten zum Beispiel nach spätestens einem Jahr gelöscht sein.

Beim Gemeinschaftsangebot sportschau.dewurden nach bisherigen Schätzungen (ARD) mindestens 60 Prozent der Inhalte entfernt. So mussten aufgrund so genannter Verweildauerkonzepte nicht nur Berichte und Dossiers zu großen Sportereignissen der vergangenen Jahre wie Weltmeisterschaften oder Tour de France aus dem Netz genommen werden. Selbst ein preisgekröntes Format wie eine Multimedia-Reportage zu einem Rollstuhl-Rugby-Turnier ist nicht mehr verfügbar.

Blickt man auf die Onlineangebote der einzelnen Landesrundfunkanstalten, liegen die Prozentsätze ebenfalls bei bis zu 80 Prozent Entfernung. Beim rbb mussten zum Beispiel auf den Seiten von kulturradio.de rund 80 Prozent der Rezensionen von Filmen, Büchern, CDs und Theateraufführungen vom Netz genommen werden. Beim Politikmagazin „Klartext“ werden die Beiträge aus zehn Jahren nicht mehr verfügbar sein, die einen Überblick über politisch relevante Themen dieser Jahre ermöglichten.

Freien Zugang zu Information und Bildung, so lautet eine Forderung der Piraten. Die durch die Verlage gewünschten und durch die Rundfunkreferenten ermöglichten flächendeckenden Löschungen verhöhnen diese Forderung geradezu.

Weitere Beispiele müssen hier folgen: Beim SWR mussten unter anderem 60 Prozent der Dokumente zur „Teleakademie“ aus dem Angebot genommen werden. Bei WDR.de  gingen und gehen unter anderem die WDR-Sendung „Servicezeit“ mit vielen tausend Tipps zu Gesundheit, Familie, Mobilität und Ernährung verloren.

Auch zehntausende Beiträge der Hörfunkberichterstattung, deren journalistische Bedeutung weit über die Zeitspanne von zwölf Monaten hinaus geht, werden aus dem Netz entfernt. Das ist bei Themen von landesweiter oder bundesweiter Bedeutung bedauerlich und schränkt Recherchemöglichkeiten erheblich ein.

Beim NDR.de sind allein im Bereich Nachrichten und Wirtschaft ebenfalls rund 80 Prozent der Inhalte entfernt worden. Von der umfangreichen Berichterstattung über die Unregelmäßigkeiten bei UNICEF (wie praktisch bei diesen Zensursula- Befürwortern) oder den Folgen des Jahrhundertsturms Kyrill ist kaum noch etwas zu finden.

Der SR muss Unpolitisches, wie etwa das Archiv von „Leas Kochlust“, komplett aus dem Netz nehmen. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von regionaltypischen Rezepten. Näher als saarländisches Essen liegt mir das gesamte Comedy-Archiv von 103.7 UnserDing – weg damit!

Auch ein Thema wie Krebs liegt nicht mehr im öffentlich-rechlichen Interesse und musste entfernt werden: Eine Anfrage an die ARD wurde wie folgt beantwortet:

…..Dossiers zur Themenwoche Krebs aus dem Jahr 2006 sind wegen Ablaufs der maximal zulässigen Verweildauerfrist… nicht mehr verfügbar…

Diese Angaben kann man – zumal als Ex-Bundestagsabgeordneter – alle auf Nachfrage bei der ARD erhalten. Für das ZDF liegen noch keine vergleichbaren Zahlen vor. Die dortige Pressestelle schweigt gegenüber Tauss traditionsgemäß beharrlich. Doch dort sieht es nach internen Informationen genau so aus. Muss also erst wieder das Bundesverfassungsgericht den offenkundigen Skandal in unserer vermeintlichen “Informationsgesellschaft” stoppen? Offensichtlich!

 
Diese Fakten wurde alle von Jörg Tauss recherchiert und  zusammengestellt. Der Text ist Teil eines sehr viel längeren Werkes von Jörg Tauss, er wurde ganz wenig verändert und redigiert.
Weitere Infos auf   www.tauss-gezwitscher.de

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Du solltest am leben sein, um das dann noch zu sehen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

GEZ ins Klosett

Die Umstellung kommt zwar erst in zwei Jahren, aber jetzt ist gerade eine Kampagne losgetreten worden, „um die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen“.  Es geht um die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), die wird nämlich 2013 abgeschafft. Die Gebühren, die in Wirklichkeit eine Zusatzsteuer sind, werden demnächst pro Haushalt erhoben, und nicht mehr pro Gerät. Und da sollen in zwei Jahren die Leute nicht massenhaft sagen: „Häää, was soll denn jetzt der Scheiß? Wir wollen gar keine Umstellung.“

Okay, es geht also weg von der gerätebezogenen Gebühr, hin zur wohnungsbezogenen Gebühr. Jede Wohnung bezahlt, egal wieviele Geräte da sind. Die Schnüffelei der Heinis von der Gebührenzentrale wird abgelöst durch eine andere Schnüffelei, bei der eine riesige Datenbank entsteht.

Genau mit dieser Datenbank und wer da wie registriert wird, sollten sich die Piraten mal  befassen. Und der Bevölkerung mal mitteilen, was da eigentlich gemacht und miteinander abgeglichen wird.

Pech auch für die, die ganz wenig Geld haben und bisher auf TV verzichtet haben und  mit Radio ausgekommen sind.  Die müssen demnächst mehr bezahlen. 

Ich denke:  Wenn ich gezwungen werde, das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen zu bezahlen, dann werde ich mich darum kümmern, wie es aussieht und ob es wirklich das Geld wert ist. Dann kann ich mich nicht mehr raustun und sagen: Das TV-Programm interessiert mich nicht. Es wird mich interessieren, es wird dann nämlich mit meinem Geld gemacht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Christentum und Grundgesetz

An dieser Stelle könnte man mal ein paar Worte zum Thema Religion verlieren ;-)).

Das Thema wird ja nämlich seit Jahren langsam, langsam immer wichtiger. Jüngst war von Christentum und Grundgesetz die Rede, und ob das eine mit dem anderen was zu tun hat.

Es gibt ja Leute, die sagen, man müsse Gesetze auf der einen Seite und Religion und Moral auf der anderen Seite strikt getrennt halten und getrennt sehen.  Gesetze hält man ein, weil man sich an das halten will, was man sich selbst ausgedacht hat und wo man übereingekommen ist, sich danach zu richten.  Bei Moral und Religion wäre das anders, so heißt es. Religiöse Vorschriften  gelten als von Gott gemacht, also von einer höheren Instanz, und man habe sich an diese Vorschriften zu halten, weil sie eben von jemand kommen, der bedeutender ist als alle Menschen. Bei der Moral ist es so, dass gesagt wird, moralische Vorstellungen sind langsam irgendwie gewachsen,  sie sind nicht in einem Akt der Selbstbestimmung und Übereinkunft von Menschen ausgedacht und ausgewählt. 

Insofern hätten quasi das Grundgesetz  und das Christentum als Religion nichts miteinander zu tun. Zumal das Grundgesetz auch noch eine Art Ausfluss der Aufklärung sei, einer Denkrichtung, die die Vertreter der christlichen Religion seinerzeit wie blöde bekämpft haben.

So. Jetzte mache ich mich mal ziemlich unbeliebt. Denn ich bin der Ansicht, dass dem Grundgesetz und dem Christentum dieselben grundlegenden Gedanken angehören. Und dass die Aufklärung selbstverständlich im Christentum angelegt ist. Dass das Christentum, so wie es „gebaut“ ist, vom Menschen verlangt, dass er sich gefällig seines Verstandes bedient, sich aus selbstverschuldeter Unmündigkeit befreit, dass Gott genau  das von  uns dringend fordert. 

Der Gott der Christen ist zweifellos traurig, wenn ein Mensch sich nicht aus selbstverschuldeter Unmündigkeit befreit. Wie man es uns  Kindern erklärte: „Jetzt habe ich euch“, so sagt Gott, „schon den Verstand gegeben, jetzt müsst ihr ihn aber auch mal einsetzen“. 

Na ja. Andere Religionen haben diesen Impetus, diesen ausdrücklichen Bezug zum Gebrauch des Verstandes nicht.

Ganz blöd ist es übrigens, das Christentum mit der katholischen oder der evangelischen Kirche gleichzusetzen. Hahaha. Nur weil  ein paar Hansel in Rom oder sonstwo behaupten, sie allein hätten alle Rechte an dem Wort Gottes, hätten allein die Deutungshoheit, sollen wir tun, was sie so immer an uns rantragen. Eben nicht.

Das Christentum ist nicht deshalb schlecht, weil eine komische Gruppe von Männern es für sich benutzt, um Macht zu bekommen und Geld und um über das Leben anderer zu bestimmen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Als Christ in Ankara

Bundespräsident Wulff in Ankara vor der türklischen Nationalversammlung, 19.10.2010

Auszug: „Mit Respekt und Sympathie betrachtet Deutschland die Schritte, die die Türkei unternimmt, um die Beziehungen zu ihren Nachbarn positiv zu gestalten. Für die Annäherung zwischen Ihrem Land und Armenien haben Sie unsere volle Unterstützung. Die Normalisierung der Beziehungen wäre ein Schritt in eine gemeinsame Zukunft – mit einer offenen Grenze, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ermöglicht, bei dem auch umstrittene Themen nicht mehr ausgeblendet werden. Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Region. Ich möchte Sie bitten und ermutigen, auf diesem Weg voranzuschreiten.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte das Glück, dass ihr nach dem Zweiten Weltkrieg die ehemaligen Gegner die Hand reichten. Die NATO-Partner standen uns beim Aufbau einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung zur Seite und bezogen unser Land in das Geflecht europäischer Sicherheit und Zusammenarbeit ein. Die Verankerung in der NATO und die europäische Integration schufen die Voraussetzungen dafür, einen Aussöhnungsprozess mit unseren Nachbarn zu beginnen. Zuerst im Westen, insbesondere mit Frankreich. Dann, vor allem nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, auch mit unseren Nachbarn Polen und Tschechien im Osten.

Mut und politischer Wille waren dazu nötig. Die Überwindung historischer Gegensätze ist nicht möglich, ohne sich mit der eigenen Verantwortung auseinanderzusetzen. Dabei haben wir eins gelernt: Auch wenn es ein mühsamer und manchmal schmerzhafter Prozess ist, es lohnt sich! Nur durch Versöhnung kann eine neue Basis des Vertrauens entstehen. Unsere Nationen gehören schon seit langem gemeinsam dem Europarat an. Seine Prinzipien, Menschenrechte, Demokratie und Rechtstaatlichkeit, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention niedergelegt sind, binden uns. Dazu gehört auch der Schutz der Minderheiten sowie religiöser und kultureller Pluralismus. Muslime können in Deutschland ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. Die zunehmende Zahl der Moscheen zeugt hiervon. Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben öffentlich zu leben, theologischen Nachwuchs auszubilden und Kirchen zu bauen. In allen Ländern müssen Menschen die gleichen Rechte und Chancen genießen, unabhängig von ihrer Religion.

Hier in der Türkei hat auch das Christentum eine lange Tradition. Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei. Ich freue mich, an diesem Donnerstag in Tarsus einen ökumenischen Gottesdienst mitfeiern zu können. Ich höre mit großer Begeisterung, dass in der Türkei Stimmen zu hören sind, die mehr Kirchen für Gottesdienste öffnen wollen. Zu dieser Entwicklung möchte ich Sie nachhaltig ermutigen: Die Religionsfreiheit ist Teil unseres Verständnisses von Europa als Wertegemeinschaft. Wir müssen religiösen Minderheiten die freie Ausübung ihres Glaubens ermöglichen. Das ist nicht unumstritten, aber es ist notwendig. Das friedliche Miteinander der verschiedenen Religionen ist eine der großen Zukunftsaufgaben dieser Welt im 21. Jahrhundert. Sie ist bei gutem Willen und Respekt vor der Würde eines jeden Menschen lösbar.“

 Wow. Gut gebrüllt, Löwe.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

nie mehr anonym

Das hat mir immer sehr gefallen, mir Pseudonyme zuzulegen! Und unter diesen Namen Kommentare und Berichte im Netz zu verfassen. Jetzt gefällt es mir gar nicht mehr, ich möchte weg von allen Screennamen, aber es geht nicht. Die Verwirrung bei den Lesern wäre komplett. Bin ich jetzt an meine Pseudonyme so gefesselt wie einst an meinen Klarnamen?

Zunehmend erinnere ich mich daran, dass es schön ist, mit offenem Visier für etwas zu kämpfen und zu streiten. Zunehmend stört es mich, dass es aussieht, als würde ich mich hinter einem Witznamen verstecken. Ääääääätzend. Jemand, der sich versteckt, bin ich nicht. Will ich nicht sein. Bin ich im Moment aber noch.

Die schönsten und passendsten Pseudonyme hat sich ein Freund ausgedacht. Und so drei bis vier sind mir auch selbst eingefallen. Insgesamt in den letzten 12 Jahren so sieben, acht Pseudonyme. Auf das Wort „Übergangshymne“ bin ich  übrigens widerum nicht selbst gekommen.

Generell bestimmen Eltern den Namen eines Menschen, und damit gewissermaßen seine Identität. Wer sich selbst einen Namen gibt, sagt damit, dass er sich selbst neu/anders definiert, als die Familie, die Herkunft oder die Umgebung das gemacht haben. Von manchen Menschen kenne ich den „richtigen“ Namen gar nicht. Bei manchen wiederum ist der Nachname der Vorname geworden. Kommt – besonders bei Männern –  auch nicht schlecht. Manche nennen Frauen in Texten nur mit dem Vornamen. Stephanie zu Guttenberg wird gleich nur Steffi genannt, was sehr respektlos ist. Na gut, die Dame hat es wohl nicht besser verdient, ihr Buch muss gruselig schlecht sein. Werde ich es lesen? Nein.

Jemand nur bei seinem Nachnamen zu nennen, bedeutet Respekt. Jemand nur bei seinem Vornamen zu nennen, bedeutet Respektlosigkeit.

Sich selbst zu definieren, zu benennen, das hat natürlich was. Selbst zu bestimmen, wie ich heiße und wer ich bin. Ich  bin Uebergangshymne. So. Punkt. Und was sich hinter diesem Namen  für eine Person befindet, bestimme ich. Selbst. Könnte man schön finden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Falschparker

Hier in Nizza ist es jetzt so, dass die Falschparker, also auch ich, von Kameras gefilmt werden.  Also die Autos werden gefilmt und insbesonder die Nummerntafeln. Die Elektronik in der Kamera erkennt automatisch, wenn einer falsch parkt und wer es ist und schickt automatisch ein Protokoll mit Zahlungsaufforderung. Jetzt wird Kasse gemacht. Wer auf die Idee käme, die Kamera zu beschädigen, wird nicht erfolgreich sein. Man kann mit einer Axt drauf rumhacken und nichts passiert.

Man kann wirklich sagen, dass auf der vierspurig befahrbaren Straße, zwei Spuren IMMER zugeparkt sind. Auch ich stelle mein Auto oft dort ab. Es sind Zustände, die nicht mehr zu ertragen sind.

Jetzt werden alle gefilmt. Und automatisch bestraft. Schrecklich, nicht wahr?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Geldbunker

An diesem Wochenende kann man in Cochem an der Mosel erstmals einen Bunker besichtigen, von innen natürlich. Dieser Bunker wurde nicht für Menschen gebaut, und es haben ihn auch nie Menschen bewohnt. Dieser Bunker wurde zum Aufbewahren von Geldscheinen gebaut.

Dort lagerte bis 1988 eine deutsche Ersatzwährung. Tausende und abertausende Scheine wurden  dort seit der Nachkriegszeit deponiert, bei gleichbleibender Temperatur, bestrahlt von Infrarotlicht, unter komfortablen Bedingungen, wie sie Menschen nicht immer haben.

Die Ersatzwährung galt als fälschungssicher und sollte auf einen Schlag die D-Mark ersetzen. Tutto completto. Wann? Wenn der Feind (?!) versucht, durch Verbreitung von massenweise D-Mark eine Hyperinflation in Deutschland zu bewirken und so eine Destabilisierung der Verhältnisse erreichen will.

Als der Bunker für die Ersatzwährung gebaut wurde, haben sich auch Menschen beschwert und protestiert. Es wurde schließlich täglich von 7 bis 22 Uhr gearbeitet, und es gab viel Krach und Dreck. Und da kommen die Zeitungen ins Spiel, die verbreiteten, es werde ein Schutzbunker für Menschen gebaut und im Ernstfall könnte die Bevölkerung aus der Nachbarschaft ganz sicher auch da rein. Die Menschen glaubten den Zeitungen und gaben Ruhe. Die Frage ist, wusste man bei den Zeitungen Bescheid und hat die Leser wissentlich belogen? Oder nicht? Was meinst du?



Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Dieser Tage habe ich einen Text gelesen, zweimal gelesen, da geht es um Enteignung. Soweit ich erkennen konnte, werden die Gebührenzahler (zu denen ich nicht gehöre) enteignet, indem TV-Beiträge verschwinden, die einmal entstanden sind, dadurch, dass die Gebührenzahler so fleißig ihre Gebühren bezahlt haben.
Na und jetzt sind die Sachen also weg, sozusagen ein Stück Geschichte/Zeitgeschichte ist nicht mehr auffindbar im Netz. Bei manchen Themenbereichen sind 80 Prozent der TV-Sachen verschwunden. Ob gelöscht oder nur aus dem Netz genommen oder wie, das wurde mir nicht klar. Dort waren die Sachen bis vor zwei Jahren jedenfalls noch alle abgelegt, sagt der Schreiber des Textes und er hat Recht, ich weiß es genau.
In dem ganzen Enteignung genannten Vorgang spielt ein Herr Martin Stadelmaier (SPD) wohl eine entscheidende Rolle. Der ist zwar nur im kleinen Rheinland-Pfalz eine große Nummer. Aber was soll’s? Der zieht offenbar die Fäden und ist denen immer gern zu Willen, die die Enteignung hauptsächlich betreiben. Warum ist er den Verlegern zu Willen? Antwort: Es könnte, könnte, könnte eventuell sein, dass der SPD etwas gespendet wird. In die Kasse von der SPD in Rheinland-Pfalz.
Das wird in dem Text angedeutet. Der Stadelmaier ist, wenn ich das richtig verstanden habe, Rundfunkreferent, Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär in Rheinland-Pfalz. Aber das werde ich bei Wikipedia nochmal nachschauen. Sein Kumpel ist ein gewisser Herr Eumann (SPD), und beide zusammen haben sie ein Werk gebastelt, das hört auf den wahnwitzigen Namen „Rundfunkänderungsstaatsvertrag“. (Jetzt nicht an Planfeststellungsverfahren denken, das hat damit gar nichts zu tun, echt nicht.)
Der Rundfunkänderungsstaatsvertrag  jedenfalls schreibt das ganze Löschen vor, und wie das bei einem Vertrag so ist, haben diesen Blödsinn alle Ministerpräsidenten unterschrieben und die ganzen Länderparlamente haben den Quatsch abgenickt, also dafür gestimmt. Alles geschickt eingefädelt von dem Martin Stadelmaier. Wieviel Scheiß doch ein einzelner Mann anrichten kann. Donnerwetter.
Also ich schreibe hier nur auf, was ich dem Text entnehme.
Der Eumann, der ist auch Staatssekretär, Vorsitzender einer SPD-Medienkommission und Chef der Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in NRW. Weiß die Dame, was sie sich da angelacht hat?
Bei dem Ganzen spielt auch noch ein verklemmter Professor eine Rolle, eine ungute Rolle. Der zieht angeblich die Drähte von einer Jugendschutzmedienkommission aus und muss mit jugendschutz.net zu tun haben.

Tja, es sieht so aus, also ob hinter unser aller Rücken, oder besser: hinter meinem Rücken in den letzten zwei Jahren Sachen abgegangen sind, um die ich mich mal besser gekümmert hätte. Aber was nicht war, das ist jetzt und kann noch weiter werden.

(Dieser Text wurde nachträglich geringfügig korrigiert. Bei dem erwähnten Text handelt es sich um einen auf der Seite  www.tauss-gezwitscher.de)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar