Wer beim Einkaufen keinen Kontakt will: Auf in die Pontstraße

Ein Lebensmittel-Laden, der allen Drinnies sehr viel Freude bereitet, hat in Aachen in der Pontstraße 133 seine Türen geöffnet – und zwar 24 Stunden am Tag, 7 Tage lang. Immer geöffnet ist der Hipshop 24, weil er ohne Personal auskommt. Man kann dort alles aus Automaten rausziehen.

Blick in den Hipshop 24 in Aachen, Pontstraße.

Dinnies sind introvertierte Menschen, die sich am allerliebsten zu Hause aufhalten, wo sie außerdem nicht angerufen oder besucht werden möchten. Müssen sie aber – zwecks einkaufen – mal raus, so möchten sie am liebsten von niemand angesprochen werden und gehen auch auf niemanden zu um ihrerseits ein Gespräch anzufangen. Ob der Erfinder des Hipshop24 an die Drinnies dieser Welt gedacht hat, ist unbekannt. Doch passen würde es.

In dem Shop kommuniziert man mit Automaten. Man bestellt und bezahlt an 2 Terminals und nimmt die Ware aus den 15 vernetzten Automaten entgegen. Ein

Schwätzchen mit der Bäckerei-Fachverkäuferin? Smalltalk mit anderen Kunden und Kundinnen in der Warteschlange? Nichts davon muss man hier können.

Was gibt es für die kontaktscheuen Introvertierten zum Mitnehmen? Leider wenig Gesundes: Energiedrinks, Süßigkeiten, Bier, Kaffee, Donut und Sushi, Spagettieis und asiatische Suppen. Außerdem: E-Zigaretten. Der Laden scheint gut zu gehen, denn es werden weitere Räume für weitere Läden gesucht (s. rechts).

Zwei Drinnies, die jede Woche dienstags im Podcast (lustige) Geschichten aus ihrem komplizierten Leben als Introvertierte erzählen, sind Giulia Becker und Chris Sommer. Ihr Podcast gewann im Juni 2021 den Deutschen-Podcast-Preis für das beste Talk-Team. Sie haben nach eigenen Angaben wöchentlich knapp 200.000 Hörer*innen. hier klicken

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Berlin schickt einen Batzen Geld für ein Fahrrad-Parkhaus nach Aachen

Wenn alles gut geht, steht hier (rechts) im Jahr 2026 ein Fahrradparkhaus.

Great News! Aachen soll ein Fahrradparkhaus bekommen und zwar am Bahnhof Rothe Erde. Zwar müssen wir noch ein paar Jahre warten, bis das Parkhaus steht, aber das Geld ist schon mal zugesagt: 1.856.250,00 Euro wird Berlin nach Aachen schicken. Da haben sich die beiden Aachener Abgeordneten Ye-One Rhie (SPD) und Lukas Brenner (Grüne) im Bundestag mal mächtig ins Zeug gelegt. Bravo. Danke!

Das machte gestern kurzfristig sprachlos: Unten Pkw-Parkplatz, oben ein sicherer Radparkplatz für 472 Drahtesel (mit Reparaturstation), und die Velocity-Station dort soll auch erhalten bleiben. Wer im Viertel hatte davon je zu träumen gewagt?

Derzeit werden rund um den Bahnhof Rothe Erde täglich (außer am Wochenende) jede Menge Räder abgestellt. Das sieht vorne und hinten ziemlich chaotisch aus. „Blanke Tristesse“ – wie wir in der Lokalzeitung lesen mussten – herrscht dort aber nie. Der Bahnhof Rothe Erde und das Ostviertel haben ein schlechtes Image, das bleibt im Kopf – besonders bei Menschen, die nicht richtig hingucken (können).

Auf der Suche nach dem, was die Zeitung „beschmiert, zugewachsen, vermüllt“ nennt! Gefunden wurde dergleichen von AachenNews gestern nicht. Aber wir gehen heute noch mal hin. Bestimmt ist diese kleine Internet-Postille so verpeilt, dass sie von allem nur die Hälfte mitbekommt. Oder?
Pulks von Bahnfahrer*innen ergießen sich täglich aus dem Bahnhof Rothe Erde auf die beiden Vorplätze. Der Vennbahnweg führt dort ebenfalls vorbei. Für Räder gibt es einen Unterstand mit Glasdach, doch diebstahlsicher abgestellt sind die Räder nicht.

Ein Fahrradparkhaus in einer Tiefgarage werde außerdem am Hauptbahnhof zur Verfügung stehen, so wurde öfter von Politik und Verwaltung mitgeteilt. Aber es gab Bauverzögerungen wegen Insolvenz. Im neuen Blue-Gate-Komplex soll diese Garage – nach eine Wartezeit von 8 Jahren – im kommenden Jahr doch noch in Betrieb gehen. (mehr zum Blue Gate: hier klicken)

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Mal was ganz anderes für die, die heute viel Zeit haben: Bei „Ulis Nachschlag“ könnt ihr was über Aachens optische Täuschungen lesen. Außerdem fragt sich der Kollege, ob er tatsächlich die „Radarfalle der Zukunft“ vor die Handy-Linse bekommen hat. Viel Spaß.

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Liegt es an der Hitze? So viele Raser wie noch nie.

Der Verkehrsdienst der Aachener Polizei hat vorgestern (6. Juli) Geschwindigkeitskontrollen auf dem Soerser Weg durchgeführt.

Innerhalb von 5 Stunden haben die Beamten dort die Geschwindigkeit von insgesamt mehr als 1400 Fahrzeugen gemessen, bei 600 von ihnen wurde eine Überschreitung festgestellt. 174 Fahrer*innen haben die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sogar um mindestens 16 km/h überschritten, sodass gegen sie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurde. Die restlichen Fahrer*innen mussten ein Verwarngeld bezahlen.

Trauriger Spitzenreiter war ein Fahrzeug, das an der Kontrollstelle mit 89 km/h, also mit fast 40 km/h zu schnell gemessen wurde.

Die Polizei stellt fest: So viele Geschwindigkeitsverstöße wurden bisher noch nie durch den Verkehrsdienst der Polizei Aachen bei einer einzelnen Kontrollstelle in so kurzer Zeit registriert. Daher appelliert die Polizei: Durch überhöhte Geschwindigkeiten entstehen schnell gefährliche Situationen. Es kommt zu Unfällen.

„Schützen Sie sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie mit angemessener Geschwindigkeit und lassen Sie sich nicht ablenken.“ (kg)

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Nichts bleibt, wie es ist: Ein Palais, ein Modehaus und eine Skaterbahn

Sagenhaft schön, steht aber seit 13 Jahren leer: das Suermondt-Palais an der Theaterstraße.

Was wird aus dem Bankhaus Suermondt an der Theaterstraße? Derzeit geht dort fast nie jemand rein oder raus. Schon seit über 10 Jahren. Kürzlich soll es die Aachener Stadtmarken GmbH gekauft haben, und die will es jetzt wiederbeleben, wie hier zu erfahren ist.

Das Bankhaus mit der kunstvollen, alten Fassade wurde – laut Wikipedia – 1900 von dem Aachener Architekten Eduard Linse (der auch das heutige Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße, baute) errichtet. Es ist ein monumentales, neobarockes Gebäude. Jahrelang hieß es, dort würden Wohnungen entstehen, jetzt sollen es elegante Büros sein. Dort gibt es Räume mit bis zu 4 Meter hohen Decken.

Wann mit dem Umbau, in den auch der hintere Teil in Borngasse und Wirichsbongardstraße einbezogen werden soll, begonnen wird, ist nicht bekannt. Alles in allem soll es sich um eine Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern handeln. Das Grundstück selbst ist laut Immobilienmanager.de circa 2.700 Quadratmeter groß.

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Lässt sich der Schwund der Geschäfte und der Niedergang der Adalbertstraße noch aufhalten? Oder ist der Zug längst abgefahren und man muss sich umstellen? Lassen sich die Ladenlokale und teils mehrstöckigen Verkaufshallen zu Wohnungen umbauen?

Eingekauft wird immer. Immer mehr sogar, besonders Textilien. Nur nicht in Geschäften und Kaufhäusern, sondern im Internet. Wer das ignoriert und zu alten Zeiten zurück will, reitet ein totes Pferd. Kann man machen, wäre aber doof. Die neuesten Abgänge in der Adalbertstraße sind: in Hausnummer 29 bis 31 das Damenmodenhaus Gerry Weber und das Schuhhaus Görtz. Ob es für die Ende des Jahres leerstehenden Hallen schon Nachmieter gibt, ist nicht bekannt.

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Im November 2023 müssen Eltern entscheiden, an welche Grundschule sie ihre Kinder im Schuljahr 2024/2025 anmelden möchten: Soll die zukünftige Schule in der Nähe des Wohnorts oder lieber in der Nähe der Arbeit liegen? Zwischen dem 2. und 15. November 2023 müssen alle Kinder, die zum 1. August 2024 schulpflichtig sind, an einer Grundschule in Aachen angemeldet werden.

Wichtig: Die Anmeldung bedeutet noch nicht automatisch, dass ein Kind auch wirklich aufgenommen ist. Darüber entscheidet die Schulleitung nach Abschluss des Anmeldeverfahrens. Kann die Schule aus Kapazitätsgründen nicht alle angemeldeten Kinder aufnehmen, findet ein Auswahlverfahren nach gesetzlichen Vorgaben statt. Infos dazu unter www.aachen.de/schulen, rechte Spalte. Wir schauen wieder erwartungsvoll auf Aachens beliebteste Grundschule, die Montessori Grundschule in der Mataréstraße. Jedes Jahr müssen dort mit Abstand die meisten Kinder abgewiesen werden.

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Was hat es eigentlich mit dieser Anlage auf sich? Das Gelände zwischen Rothe Erde und Brand (direkt am Vennbahnweg) ist neu gestaltet worden. Wozu, fragt sich mancher.

Via Twitter drauf aufmerksam geworden: Die neue Skaterbahn am Vennbahnweg wird fein. Der 1. Aachener Skateboard Club e.V. (1.ASC) erwartet offenbar jede Menge Radfahrer*innen auf seiner Anlage, denn Abstellplätze für Räder sind zu Hauf vorhanden. Dazu Pkw-Parkplätze und eine Art Unterkunft mit Behindertentoilette.

Das Gelände liegt ziemlich weit außerhalb vom Frankenberger Viertel, wo sich einmal die erste Skaterbahn des 1.ASC befand. Es ist quasi in 2 Teile geteilt und hat 2 Eingänge: einen am Vennbahnweg und einen am oberen Eisenbahnweg. Die Stadt Aachen hat die Anlage soweit hergerichtet, dass jetzt der Club mit dem Bau der neuen Bahn beginnen kann.

Das wird bestimmt riesig. Am Vennbahnweg stören die Skaten*innen niemand, und man wird sogar nachts bei Flutlicht und lauter Musik . . . skaten können. Ein Blick nach Münster lohnt sich.

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Morgen, Samstag, 8. Juli, endet die Eingabefrist für den Bebauungsplan, der den Stadtpark/ das Knappschaftsgebäude/ die Monheimsallee betrifft. Die Problematik wird hier hier angedeutet.

Wer also noch Kritik an der Bebauung anbringen möchte, hier schreiben . . . https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/planen_bauen/bauleitplanung/verfahren/monheimsallee_knappschaftsgebaeude_bp_1004/index.html

Auch zum Bebauungsplan BP 1009 Haaren Mitte können Einwendungen gemacht werden. Eingabefrist bis 4. August 2023: https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/planen_bauen/bauleitplanung/verfahren/BP_1009_Haaren_Ortsmitte_Stadthaeuser/index.html

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3500 bekommen Post. Eine Bürger-Beteiligung, deren Vorteile sich erst noch zeigen müssen.

Die „Initiative Bürgerrat für Aachen“ kommt ihrem Ziel langsam immer näher. Foto: AachenNews Archiv

Es ist nicht leicht, sich für die Einrichtung eines Bürgerrates zu erwärmen. Dieses im Rahmen einer Verlosung ausgewählte Gremium soll in Aachen mal Politik machen, d.h. es soll die Arbeit der Ratspolitiker*innen begleiten und befeuern. Das Thema (vorerst nur ein einziges) sollte aus der Mitte der Bürgerschaft kommen. Dazu gab es viel Werbung und schließlich Einsendungen, aber es ist hier bis heute nicht klar, wie man folgendes (langweile) Dauerthema bevorzugen konnte. Noch nicht einmal, WER genau das Thema ausgewählt hat, ist bekannt. Angeblich haben alles die Mitglieder des Bürgerforums mit Mehrheit beschlossen.

Das Thema lautet: „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktives Einkaufsziel werden?“ (Anmerkung: Zu diesem Thema ist in Aachen längst alles gesagt)

War schon die Auswahl des Themas nur in Grenzen durchschaubar, so kommen einem noch mehr Zweifel, weil auf einmal NICHT-gewählte Personen Einfluss auf die Politik nehmen können und sollen. Personen, die (von einem Computer) zufällig ausgesucht wurden. Hallo? Ist das noch die Demokratie, die uns alle paar Jahre an die Wahlurnen treibt und es möglich macht, dass wir selbst bestimmen, wer uns regiert?

Wie man hört, funktioniert die Sache in Ostbelgien hervorragend. Das soll hier nicht verschwiegen werden. (s. auch hier)

Unterdessen hat die Stadtverwaltung – entsprechend dem Auftrag aus der Politik – 3.500 Schreiben an ausgeloste Aachener*innen versandt, „die im Rahmen des Bürger*innenrats 2023 über das erwähnte Thema beraten können“. Wer also von den 3.500 mitdiskutieren möchte, füllt einfach den beigefügten Rückmeldebogen aus und sendet ihn per Mail oder Freiumschlag zurück.

Ein sog. Bürger*innensekretariat lost sodann aus den eingegangenen Rückmeldungen 56 Mitglieder aus. „Bei der Losung werden Alter, Bildung und Sozialräume berücksichtigt“, so wird versprochen. Die gelosten Personen bilden den Bürgerrat, auch Bürger*innenrat genannt, der stellvertretend und repräsentativ für die Zusammensetzung der Aachener Bevölkerung steht. Sie werden eingeladen, an mehreren Wochenenden im Herbst 2023 über das Thema zu diskutieren.

Weiter wird mitgeteilt: Gemeinsam und unterstützt von Expert*innen werden Empfehlungen erarbeitet und ein Bürger*innengutachten verfasst, das der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird. Die Mitglieder des Bürger*innenrates werden jedes Jahr neu bestimmt. Neben der Möglichkeit, die eigene Stadt mitzugestalten, eigene Ideen und Perspektiven einzubringen und mit anderen zu diskutieren, erhalten die Teilnehmenden auch eine Aufwandsentschädigung.

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Die örtliche Presse hat das Projekt gut begleitet: Zeitungsleser*innen wurden umfassend und teils euphorisch informiert. Zum Beispiel schon früh hier.

Mehr Infos auf www.aachen.de/buerger_innenrat.

Bei Fragen stehen Milan Anton und Albert Halfmann unter Telefon 0241 432-7223 oder unter buerger_innenrat@mail.aachen.de zur Verfügung.

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Wenn du einen Garten hast . . .

. . . dann bist du fein raus und hast Obst zur Hand, das 10 mal besser schmeckt als das Zeug vom Discounter. Saftiger und fruchtiger, süßer und praller im Mund. Mit den Kirschen wurden die Gartenfreunde in diesem Jahr nur zurückhaltend beglückt. Die Ernte war erschreckend klein. Aber all die anderen Beeren, Äpfel und Birnen und das ganze Gemüse – da kann man sich freuen und die Nachbarschaft gleich mitversorgen. Guten Appetit.

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Wie geht es eigentlich den Aachener Bäumen?

Ein Fahrzeug, das bisher immer im Winterdienst eingesetzt wurde, ist nach Umbau auch noch für die Bäume da. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Kleine Lastwagen wurden in Aachen mit einem Gießarm und einem 5.100-Liter-Wasserfass umgerüstet, sodass die Leute von der Baumunterhaltung Aachens Straßenbäume mit Wasser versorgen können. „Bereits seit März versorgt das Team des Aachener Stadtbetriebs bei Hitze im Schnitt täglich bis zu 300 Straßenbäume“, teilt die Stadtverwaltung mit. Zwischen 150 und 200 Liter werden an den Baum gegossen – abhängig vom Alter des Baumes alle zehn bis zwölf Tage.

Die Anforderungen an die Baumunterhaltung haben sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Stadtbäume können mit der Trockenheit noch viel schwerer umgehen, als die Bäume im Wald. Der Grund: In den Städten haben die Bäume oft weniger Platz für ihre Wurzeln. Im Boden können sie Wasser schlechter aufnehmen. Gleichzeitig bekommen sie viel Sonne ab, da sie häufig isoliert an den Straßen stehen. 

Stadt verliert zu viele Bäume

Heiko Thomas, Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude in Aachen, sagt: „Wir verlieren in Aachen jährlich mehr Bäume als wir pflanzen. Wir müssen uns deshalb um die Bestandsbäume kümmern und gleichzeitig mehr Bäume pflanzen.“

Fünf Gießsysteme mit unterschiedlichen Fassungsvermögen (1000 Liter, 5100 Liter und 8000 Liter Wasser) setzt der Stadtbetrieb ggf. täglich ein, um die Bäume in den unterschiedlichen Umgebungen wie Parks, Schulen und Straßenzügen zu erreichen. 2024 werden zwei weitere Systeme mit 3500 Liter und 11000 Liter Fassungsvermögen angeschafft. Um die Vorbereitungen der Baumstandorte, Pflanzungen und Pflege dauerhaft übernehmen zu können, wird das Team aktuell erweitert: Der Aachener Stadtbetrieb stellt allein in diesem Bereich 8 neue Leute ein.

Große Blutbuche gefällt

Am „Gut Lehmkülchen“ mussten kurzfristig drei Bäume entfernt werden. Zum einen musste eine große Blutbuche gefällt werden, die im gesamten Wurzelbereich vom Riesenporling befallen war. „Dieser holzzerstörende Pilz greift vornehmlich die statisch relevanten Wurzeln an, wodurch die Standsicherheit des Baumes nicht mehr länger gegeben ist“, so wurde mitgeteilt. Zusätzlich werde der Baum dabei in seiner Vitalität geschwächt, er bilde dann Totholz im Starkastbereich aus, was beim Abbruch zu einem erheblichen Sach- oder Personenschaden führen kann. 

Zum anderen sind zwei kleinere Bergahorne entfernt worden, deren Vitalität ebenfalls abgängig war, wodurch sich die Gefahr von Astausbrüchen erhöht. Der Bereich Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs hat für den kommenden Herbst neue Baumpflanzungen in diesem Bereich vorgesehen.

Zwei Linden sind jetzt weg

Ein Unwetter hat im Juni zu zwei größeren Schäden an Bäumen im Stadtgebiet geführt. Auf dem Münsterplatz stürzte eine Linde um und beschädigte dabei einen Nachbarbaum erheblich. Beide Linden mussten entnommen werden. „Die Baumfelder werden zeitnah neu bepflanzt“, so wurde von der Stadtverwaltung versprochen. Auf dem Vennbahnweg stürzte im Bereich Eilendorf ein Baum um, auch einige abgebrochene Äste wurden beseitigt.

Hier (zwischen der Bäckerei Nobis und der Buchhandlung Schmetz, auf dem Münsterplatz) fehlen neuerdings 2 Bäume. Eines Tages wird es in der Innenstadt von Aachen gar keine Bäume mehr geben. So schnell wie die Bäume fallen, können sie unmöglich alle nachgepflanzt werden.
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In der ehemaligen Bahnkantine: Anlaufstelle für Wohnungslose

Obdachlose sind in Aachen den Leuten aus Politik und Verwaltung absolut nicht gleichgültig. Im Gegenteil: Man kümmert sich und investiert – jedenfalls mehr als in anderen Kommunen (s. Würselen)

In der Reumontstraße in Nähe der Burtscheider Brücke hat die ehemalige Bahnkantine eine neue Bestimmung erhalten. Dort wurde schon seit Anfang des Jahres ein Café und es wurden Unterkünfte für wohnungslose/suchtkranke Personen eingerichtet.

Obdachlose, deren Zahl immer mehr steigt, gingen zuletzt in der Kirche St. Peter (am Bushof) ein und aus, waren dort willkommen. Das ist längst nicht mehr der Fall, die Caritas musste neu planen. Das „Café Plattform“, wo man essen, reden und sich treffen kann, ist jetzt in der Reumontraße 3 angesiedelt. Die ehemaligen DB-Räume sind bestens geeignet.

Nebenan gibt es: 8 Schlafstellen für Frauen, bzw. Notschlafstellen (für 43 Männer) für Wohnungslose und Suchtkranke, medizinische Ambulanz und Beratung. Alles unter einem Dach, jedoch nur für 3 Jahre, so ist es geplant. Bis dahin sollen die Räume in der ehemaligen Schule in der Beginnenstraße (ist quasi Hochschulviertel) umgebaut sein und dieser Bevölkerungsgruppe zur Verfügung stehen.

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Fahrbahnsanierung Aachener Straße: Zufahrten teils nur „bedingt erreichbar“

Der Aachener Stadtbetrieb lässt auf einem Abschnitt der Aachener Straße die Asphaltdecke sanieren. Dies betrifft den Bereich zwischen Nerscheider Weg und Aachener Straße Hausnummer 135. Die Arbeiten beginnen am Montag, 10. Juli, und werden voraussichtlich bis Freitag, 4. August, abgeschlossen sein.

Hierfür ist es erforderlich, dass der betroffene Bereich komplett gesperrt wird. In dieser Zeit sind die Hof- und Garagenzufahrten für Anwohner*innen bedingt erreichbar. Die Gehwege bleiben weiterhin frei, Fahrradfahrer*innen werden gebeten, ihr Fahrrad über den Gehweg zu schieben.

Die Anwohner*innen werden von der Baufirma über die Arbeiten informiert. Von dieser erfahren die Anwohner*innen auch kurzfristig den genauen Zeitraum, in dem kein KFZ-Verkehr im beschriebenen Baubereich zugelassen werden kann, weil die Fahrbahndecke angespritzt wird. 

Es wird dringend empfohlen, die angespritzte Fahrbahnfläche nicht zu betreten, da die Gefahr besteht, dass die Kleidung dauerhaft verschmutzt wird. Gleiches gilt für das Befahren mit Fahrzeugen. Das Parken auf den Gehwegen ist während der gesamten Bauzeit untersagt.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Polizei bekommt Tipp und vermutet: Fahrraddiebe am Werk

In Aachen, wo außer den Studierenden zunehmend auch ältere Semester auf Rädern unterwegs sind, werden täglich Drahtesel geklaut. Manchmal auch nur Teile von Rädern. Foto: AachenNews Archiv

Am späten Sonntagabend (2. Juli) hat die Polizei gegen 23.35 Uhr sechs gestohlene E-Bikes in Eschweiler gefunden und sichergestellt.

Die Polizei wurde zuvor aufgrund eines Hinweises auf zwei Personen aufmerksam, die sich in der Wohnung in der Kambachstraße aufhielten. Die Hinweisgeberin gab den Beamten gegenüber an, dass sich in der Wohnung mehrere gestohlene E-Bikes befinden würden.

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung bestätigte sich dieser Hinweis. Die Polizei entdeckte sechs – augenscheinlich zuvor gestohlene – E-Bikes, Fahrräder und Fahrradeinzelteile, die sichergestellt wurden. Die spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei (EG Bike) „wird nun im Rahmen der weiteren Bearbeitung versuchen, die ursprünglichen Besitzer zu ermitteln“, so war zu erfahren.

Die Tatverdächtigen sind 32 und 38 Jahre alt. Sie konnten nach Sachverhaltsaufnahme und Identitätsfeststellung vorerst wieder gehen. Die beiden Männer bekommen allerdings in Kürze mächtig Ärger. Gegen sie wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls ermittelt. (lf)

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