Aachen: So war das im Bürgerforum

Für die Fraktion der Piraten im Rat bin ich Mitglied im Bürgerforum. Das tagt zwar nur alle zwei Monate, ist aber ein wichtiges politisches Gremium in Aachen. Denn im Bürgerforum können sich die Bürger*innen mit allem, was sie gut oder schlecht finden in Aachen ausführlich zu Wort melden, und die Politik muss sich damit befassen.

Wie es bisher war: Das Bürgerforum tagt (nach einer kleinen Neuorientierung vor 2 Jahren) genau in dem Ortsteil, wo die Bürger*innen gerade die meisten Probleme haben. Oft trifft man sich dann in der jeweiligen OT oder in der Aula der Schule im Viertel, für jeden fußläufig zu erreichen. 

Es kommen immer zwischen 70 und 300 Personen, die sollen nicht nur zuhören, die sollen zu Wort kommen und mal richtig sagen, wo sie der Schuh drückt. Wie der Name sagt: BürgerFORUM.

Vor der Sitzung plaudert man mit den anderen Politikern, mit den Verwaltungsleuten, mit den Bürger*innen. Tags zuvor habe ich schon jedes Mal die Örtlichkeit aufgesucht und geschaut, wieso die Probleme gerade da so groß sind.

Nach dem sogenannten Shutdown ( der kein richtiger Shutdown war) gab es bisher zwei weitere Sitzungen des Bürgerforums. Die eine fand nicht etwa vor Ort statt, sondern im Eurogress. Hier hieß die Devise: Abstand, Abstand, Abstand. Es kamen nur 20 bis 30 Bürger*innen. Bei den Themen, die wir behandelt haben, wären es normalerweise bestimmt 100 gewesen. Da bin ich sicher.

Blick in die Schlossstraße. Klarer Fall für das Bürgerforum, denn hier müssen die Anwohner darüber reden, dass Platz für Lieferwagen zum Be-und Entladen von Geschäften fehlt. Außerdem gibt es zu wenig Fahrradbügel.

Die nächste Sitzung fand dann wieder vor Ort statt, nämlich in Eilendorf am Bürgerhaus im Freien. Da flogen die Aerosole schnell weg, dort hat sich bestimmt niemand angesteckt, so vermute ich. Es flogen anfangs auch die Unterlagen weg, die waren aber flott wieder eingesammelt. Ich frage mich, warum im Juni nicht alle Sitzungen im Freien stattfanden, das Wetter hätte dies zugelassen. Es störte dort auch niemand, und verstehen konnte man sich in großer Runde ebenfalls gut.

Zurück zur Sitzung im Eurogress. Die Menschen, deren Straße eventuell umbenannt wird (Arthur-Kampf-Straße), haben sich z. B. gar nicht ins Eurogress getraut. Das ist extrem schade, ist es doch das oberste Prinzip des Bürgerforums, dass hauptsächlich Betroffene sprechen sollen. Ich fand schlecht, dass die Entfernungen im Eurogress zwischen den Menschen so groß sein müssen. Man konnte gar nicht mehr erkennen, welchen Gesichtsausdruck eine/r beim Sprechen macht. Für mich gehört das zu einer gelingenden Kommunikation dazu.

Wie soll es weitergehen? Ich möchte unbedingt, dass das Bürgerforum vermehrt von Menschen unter 40 als Medium benutzt wird, um in Aachen mit der Politik ins Gespräch zu kommen. Es werden dort zwar insgesamt auch junge Leute vorstellig (wg. Skater//eSport//OTs). Aber das könnten ruhig noch mehr werden.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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