NRW-Ministerin kommt nach Aachen und überreicht Förderbescheide

Wie immer vor einer Kommunalwahl, also wenn die Mannschaft im Stadtrat neu zusammengesetzt wird, kommen „zufällig“ aus Düsseldorf allerlei Minister oder auch mal eine Ministerin nach Aachen, um Schecks zu überreichen. Das bedeutet: Für Projekte in Aachen sind aus der Kasse des Landes NRW ein paar Millionen übrig. Der Gast, der Oberbürgermeister und seine Parteifreunde stellen sich zum Foto zusammen und alle freuen sich.

So ist nun mal der Brauch. Und wenn auch das Geld ohnehin für Aachen zur Verfügung gestanden hätte und in Nicht-Wahlkampfzeiten einfach still überwiesen worden wäre, so kann man sich doch freuen: Hurra, unsere Steuergroschen kommen zu uns zurückgeflossen.

So geschah es auch gestern (5. August), als Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gleich mehrere Couverts überreichte. Geld für die Umgestaltung Pontstraße/Platz am Marienbongard, für die Spielplätze Lindenplatz und Augustinergasse, für die Umgestaltung Markt und Mitte rund um St. Germanus in Haaren und für das Nachbarschaftszentrum Gut Branderhof.

Die Stadt Aachen erhält sogar 1,8 Millionen Euro mehr, als beantragt wurden. „Projekte, die besondere Aufenthaltsqualität, baukulturelle Impulse, soziale Teilhabe und letztendlich das Zusammenleben und das Miteinander in unserer Stadt unterstützen“, würden gefördert, so freute sich – laut Mitteilung seiner Presseleute – Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Grund für AachenNews, an die hochwillkommenen baulichen Veränderungen zu erinnern, die beschlossen wurden und auf uns alle noch zukommen – wie auch immer die Wahl am 13. September ausgehen wird.

Auf dem Gelände des ehemaligen Reiterhofs am Branderhofer Weg 55 wird ein Modellprojekt der nachhaltigen Stadtentwicklung realisiert, das Wohnen, Wohnumfeld und Quartier in einem engen Zusammenhang denkt und Antworten auf die demographischen Herausforderungen im Quartier Burtscheid-Beverau geben soll. Kernprojekt ist dabei die Aufwertung des denkmalgeschützten Gutshofes „Gut Branderhof“ zum Nachbarschafts- und Begegnungszentrum, welche auf eine Initiative aus der Bürgerschaft, den Verein Gut! Branderhof e.V., zurückgeht.

Die Umgestaltung des Pontstraßenabschnittes zwischen Kreuzherrenstraße und Driescher Gässchen soll den Qualitätsansprüchen eines Premiumfußweges zukünftig gerecht werden. Dies umfasst vor allem den Abbau von Barrieren und mehr Komfort für Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen. Der angrenzende Platz am Marienbongard soll zu einem attraktiven Ort des Treffens und der Begegnung werden – mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen. 

Aufenthaltsqualität ist auch Hauptaugenmerk bei den Spielplätzen Lindenplatz und Augustinergasse. 

Handlungskonzept Haaren

Die Umgestaltung des Kirchenumfeldes St. Germanus ist ein Kernprojekt aus dem integrierten Handlungskonzept Haaren. Der Kirchplatz bildet zusammen mit der Alt-Haarener Straße und dem Haarener Markt das Ortszentrum sowie die kulturelle und soziale Mitte von Haaren. Daher soll das Kirchenumfeld als grüner und ruhiger Aufenthalts- und Kommunikationsraum gestärkt werden. Um dort Aufenthaltsqualität zu erreichen, wird auch eine Reduzierung des Parkverkehrs im Kirchenumfeld erfolgen. Zudem werden der bestehende prägnante Baumbestand und das Kirchenbauwerk neu in Szene gesetzt.

100-prozentige Förderung

Die Städtebau-Förderanträge wurden im Herbst vergangenen Jahres gestellt. Zusätzlich zu dem von der Stadt beantragten Fördervolumen von 5,361 Millionen Euro ersetzt das Land in diesem Jahr den kommunalen Eigenanteil von 1,804 Millionen Euro, so dass die Stadt Aachen in diesem Jahr sogar von einer Gesamtförderung in Höhe von 7,165 Millionen Euro profitiert.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu NRW-Ministerin kommt nach Aachen und überreicht Förderbescheide

  1. serafina2k schreibt:

    „Der angrenzende Platz am Marienbongard soll zu einem attraktiven Ort des Treffens und der Begegnung werden – mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen.“

    Das ist er schon, wir brauchen nur ganz dringend die Streetworker zurück, sonst wird sich auch nach der „Neugestaltung“ niemand allein dorthin setzen.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.