So kann es nicht weitergehen

Eine Stadt, in der so viele Wohnungen und Ladenlokale/Kaufhäuser leerstehen und in der gleichzeitig ständig neu gebaut wird, hat wirklich ein Problem. Da läuft etwas völlig falsch. Foto: Maastrichter Straße.

Wenn man schon den Stadtrat neu wählt, dann kann man ja auch mal schauen, was denn der alte Stadtrat – gänzlich dominiert von CDU und SPD – in den vergangenen Jahren geleistet hat. Was haben CDU und SPD aus der Stadt gemacht? Haben sie sie irgendwie nach vorne gebracht? 

Ich muss leider sagen: Es ist eine einzige Katastrophe. Und man sieht das auch, wenn man durch die Stadt geht. Vorzugsweise durch die Innenstadt. Das ist so niederschmetternd, man möchte sich – ganz ehrlich – lieber mit was anderem beschäftigen. Nur: Weglaufen ist keine Lösung.  

Von den Kleinsten bis zum Größten, von den Kindertagespflegepersonen bis zur Kulturpolitik, ein einziger Clusterfack. Und was machen die für Handel und Wirtschaftsförderung bei der Stadt  zuständigen Herrschaften (Sicking) eigentlich beruflich? Wäre es denn wirklich so schwer gewesen, sich in Maastricht was abzugucken, wenn einem schon selbst nichts einfällt? 

In all den Jahren schwarz/roten Rumfuhrwerkens ist nicht ein einziges markantes Gebäude entstanden, der supererfolgreiche Museumschef (Beitin) vom Ludwig Forum wurde vergrault, und das sogenannte Depot (Talstraße) ist – wie einst schon die Barockfabrik – auch nicht zum Zentrum für Kreative, zu einem Leuchtturm der lokalen Kultur gemacht worden. Über-haupt-nicht. Was sich an Personalpolitik in den Museen abspielt, ist mit „Elend“ noch freundlich beschrieben.

Mit Ach und Krach wurde gerade mal das kaputte Parkhaus am Büchel geschlossen, abgerissen ist das nicht. Der Bushof ist häßlich wie eh und je. Die Innenstadt hat keinen einzigen zusätzlich Baum bekommen, dort ist es nur noch heiß. 

Durch die Innenstadt wälzt sich an jedem Wochentag eine Blechlawine. Nichts wurde da verändert, alles nur noch schlimmer. Mehr Autos und noch mehr und noch mehr. Wie kann man das zulassen, dass eine Stadt so niedergemacht wird vom Autoverkehr? Und dabei das Potential der RWTH so grenzenlos ignorieren?  

Offene Baustellen, ungeregelte Zustände, wohin man blickt. Was wird aus dem vergifteten Gelände Camp Hitfeld? Was aus dem alten Horten-Gebäude, was aus dem alten Polizeipräsidium? Das war doch seit Jahren abzusehen, dass dort Platz entsteht z. B. für eine neue Sporthalle für den ALRV oder die Volleyballerinnen oder für beide. Was wird aus dem ehemaligen Straßenverkehrsamt in Burtscheid (Karl-Marx-Allee) , dieses Gebäude verkommt seit Jahren. Was wird aus der Strang-Halle in Rothe Erde? Was aus den Aachen-Arkaden, ein Riesentrumm, überflüssig und bis auf einen einzigen Discounter auf 2 Etagen gänzlich leer. Was wird aus den vielen Ladenlokalen, die uns aus toten Schaufenstern anschauen? 

Seit vielen Jahren leer: Gebäude in der Karl-Marx-Allee in Burtscheid. Ebenfalls verlassen und leer seit Jahren: das große Forum zwischen RWTH-Hauptgebäude und Rathaus, Lust for Life usw.

Der vermutlich neue Oberbürgermeister Baal (CDU) will – laut Wahlplakaten – zuhören. Auch die grüne OB-Kandidatin will zuhören. Heißt das, dass sie selbst gar keine Vorstellungen davon haben, wohin sich Aachen entwickeln soll, was getan werden muss? Es sieht so aus. 

Armes Aachen. Seufz. 

Aber wir wissen ja, dass die große Mehrheit in Aachen auch diesmal wieder diejenigen wählen wird, die den Niedergang wirklich nicht aufhalten können. Die beiden „großen“ Parteien und da vorzugsweise das Uralt-Personal, das man am liebsten in die Wüste schicken würde. 

***

Auch wenn ihr die Piraten nicht wählt, so schaut euch wenigstens mal die Liste an. Hier wird aufgezählt, an was es in Aachen fehlt und wohin sich die Stadt entwickeln sollte. 

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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