Kinderleicht: Dieb trickst Seniorin aus

Eine Seniorin in der Malmedyer Straße wurde dieser Tage (16. Februar, gegen 16 Uhr) Opfer eines Trickdiebstahls. Der Täter erbeutete einen fünfstelligen Bargeldbetrag. 

Unter dem Vorwand, die Wasserleitungen überprüfen und von Verunreinigungen befreien zu müssen, verschaffte sich der Mann Zutritt zu der Wohnung der älteren Dame. Dort beauftragte er sie, den Wasserablauf des Badezimmers im Blick zu behalten. Diese Situation nutzte der Täter aus, um die Wohnung nach Wertgegenständen zu durchsuchen, so teilt die Pressestelle der Polizei mit. Als die Frau nach mehreren Minuten stutzig wurde, hatte er die Wohnung – mitsamt der Beute – bereits verlassen. 

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter Telefon 0241/9577-31301 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter der Nummer 0241/9577-34210 zu melden. 

Die Polizei rät: Weisen Sie Verwandte und Bekannte auf diese Maschen hin. Immer wieder gelingt es Tätern, sich unter einem Vorwand Zugang zu den Wohnungen älterer Menschen zu verschaffen. Firmen kommen in der Regel nicht ohne vorherige Terminabsprache.

Lassen Sie sich den Firmenausweis des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin zeigen und halten Sie ggf. telefonische Rücksprache. Lassen Sie – außer in einem dringenden Notfall wie Feuer o.ä. – niemanden in Wohnung, wenn Sie alleine sind.

Umfassendes Infomaterial und Verhaltenshinweise finden Sie unter:  https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/228-im-alter-sicher-leben/

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10 Bäume müssen gefällt werden

Die Stadt Aachen lässt im Schlosspark Schönau zehn Bäume fällen, und zwar in der Woche vom 22. bis 26. Februar.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei Tage. Die Fällarbeiten sind aus Gründen der Verkehrssicherheit nötig, weil die Bäume nicht mehr sicher und stabil stehen und teilweise abgestorben sind. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Aachener Stadtbetrieb, teilt die Verwaltung mit.

30 Bäume und 145 Sträucher sind bereits im Januar 2021 neu gepflanzt worden. Weitere Ersatzpflanzungen in der Parkanlage sind für die Pflanzperiode 2021/22 vorgesehen.

Um jeden gefällten Baum ist es schade. Doch manchmal lässt sich wegen der allgemeinen Sicherheit das Fällen nicht vermeiden. Foto: Symbolbild aus dem AachenNews-Archiv/Situation Aachen-Rothe Erde.
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Denkmalpflege nimmt Markt 43 unter die Lupe

Prominente Adresse: Das Eckgebäude Markt 43 blickt auf eine lange Geschichte zurück. Fachleute der Denkmalpflege untersuchen derzeit die historische Bausubstanz. Foto: Stadt Aachen/Timo Pappert
Expertinnen des LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland bei einer Bauaufnahme, bei der zunächst der barocke Dachstuhl genauer untersucht wird. Foto. Stadt Aachen/Luzie Edelhoff

Es gehört zu den prominentesten Gebäuden am Aachener Markt: das markante rote Eckhaus mit der Nummer 43, in dem bis zum Sommer 2019 eine Apotheke beheimatet war. Momentan sind Expertinnen und Experten der städtischen Denkmalpflege vor Ort, um der Geschichte des Gebäudes auf den Grund zu gehen.

„Bislang liegen uns nur wenige historische Informationen zu dem Gebäude vor, das so viele Aachenerinnen und Aachener kennen“, berichtet Monika Krücken, Leiterin der Abteilung Denkmalpflege und Stadtarchäologie. Die Fachleute vermuten, dass sich in dem gemäß Denkmaleintragung um 1790 erbauten Wohn- und Geschäftshaus sogar noch ältere Gebäudeteile befinden.   

Das Eckhaus, das sich in Privatbesitz befindet, soll denkmalgerecht renoviert und für eine neue Nutzung hergerichtet werden. Diese Chance nutzen die städtischen Expertinnen und Experten, um die historische Bausubstanz genauer zu untersuchen. „Gerade wird durch das LVR-Amt für Denkmalpflege eine sogenannte Bauaufnahme ausgeführt, bei der zunächst der barocke Dachstuhl genauer untersucht wird“, erläutert Luzie Edelhoff, die den Umbau seitens der Aachener Denkmalpflege eng begleitet.

Das prominente Gebäude ist auch bekannt unter dem Namen „Brüssel“ oder „Brüsselstein“, was sowohl auf seinen Bezug zur belgischen Hauptstadt, zum Beispiel durch einen früheren Besitzer, als auch auf die Besonderheit eines Hauses aus Stein hinweist. Diese frühe Namensgebung geht auf das 14. Jahrhundert, zurück, als es in Aachen nur wenige Gebäude aus Stein gab und diese sich oft ebenfalls in der Namensgebung darauf bezogen.

Bekannt ist das gegenüberliegende Haus Löwenstein oder das Haus Rupenstein in der Pontstraße, Vorgänger des  späteren „Großen Haus von Aachen“ und heutiges Zeitungsmuseum. Urkundlich belegt ist für das Gebäude Markt 43 ebenfalls die Nutzung des gotischen Vorgängerbaus als Schöffensitz sowie als Haus mit „Weinrecht“, wie eine Weinsteuerliste von 1421/1422 verrät.  

Quelle: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

Wer sich für besondere Aachener Häuser interessiert: Seht euch auch „Denkmale im Profil“ an. http://aachen.de/DE/stadt_buerger/planen_bauen/denkmalpflege/denkmale_im_profil/index.html

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Was ist eigentlich dieses Clubhouse?

Es gibt eine neue Plattform, auf der sich – im Netz natürlich – zur Zeit Menschen treffen und miteinander plaudern: Clubhouse. Das können nur iPhone-Nutzer*innen betreten. Man braucht eine Einladung von einem Menschen, der schon in der Lage ist, im Clubhouse dabei zu sein. Derzeit haben fast nur Promis so eine Einladung erhalten, aber das ändert sich gerade.

Klaas Heufer-Umlauf und Jakob Lundt haben in einem Video sehr gut erklärt, was Clubhouse ist, bzw. wie es im echten Leben aussehen würde. Sie treffen auf Menschen, die vor allem über sich selbst reden. Wer da noch Lust hat, dabei zu sein, dem können wir hier auch nicht helfen. ((( (7-Minuten-Video)

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Eine Affäre, die Kreise zieht

Das Aachener Grenzlandtheater mit seinem künstlerischen Leiter Uwe Brandt hat es ins ZDF geschafft. Das ist durchaus kein Grund zur Freude, denn es geht um Verfehlungen, die sich der – als Theaterchef überaus erfolgreiche – Uwe Brandt geleistet hat.

Anscheinend wartet auf das Multitalent die Maximalstrafe: Keine Weiterbeschäftigung als Theatermann. Aber das ist Spekulation. AachenNews.org hatte Abmahnung, finanzielle Einbußen und eine Vertragsverlängerung von nur 2 Jahren anstatt der eigentlich anstehenden 4 Jahre für ausreichend gehalten. Aber nein, es muss ja immer das Maximum sein.

Spekuliert wird in dem ZDF-Beitrag auch. Zumindest wie versucht wird, Armin Laschet (CDU) in die Affäre reinzufriemeln, das ist grob unfair und geradezu bösartig. Man muss Armin Laschet nicht mögen und schon gar nicht wählen, aber was sich das ZDF hier leistet, geht krass zu weit. Uwe Brandt wird benutzt, um Laschet in Verruf zu bringen. Bis der Zuschauer*in denkt: Ach, da wird schon was dran sein!

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/aachen-karneval-theaterintendant-uwe-brandt-korruptionsverdacht-frontal21-100.html

Über 70 Menschen, die mit Uwe Brandt bisher sehr gut zusammengearbeitet haben, haben sich ebenfalls ausführlich zu Wort gemeldet. Sie schreiben unter anderm: „Wir Künstler mischen uns üblicherweise nicht in politische Angelegenheiten auf dieser Ebene ein, aber hier mahnen wir, die Entscheidung über Uwe Brandts Zukunft als Intendant des Theaters nicht zum Spielball politischer Interessen zu machen, sondern mit Sorgfalt und Weitsicht sachlich zu entscheiden.“

Der Vorwurf der Korruption steht im Raum. „Das Grenzlandtheater ist eines der wenigen Theater in Deutschland, das so erfolgreich ist, dass es ohne Subventionen auskommt“ ist hier der Stand der Information. ABER: Bei der Frage der Subventionen, also was die StädteRegion für das Theater zahlt, gibt es Unklarheiten und Fragen. Hier muss noch recherchiert werden.

Stellungnahme der Künstler*innen und der Mitarbeiter*innen: Öffentliche-stellungnahme-zur-diskussion-um-die-vertragsverlaengerung-des-intendanten-des-grenzlandtheaters-uwe-brandt

Künstler haben es in diesen Pandemie-Zeiten schwer. Die Mannschaft vom Grenzlandtheater besonders.

Zu dem Thema gibt es auch Leserbriefe in der örtlichen Presse. Hier.

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Digital (über Zoom) mitreden

Alle reden über Mobilität. Matthias Achilles (Fraktion: Die Zukunft) und Ye-One Rhie (SPD) auch: Mit euch.

Und zwar am morgigen heutigen Mittwoch,17. Februar, um 19 Uhr. Haltet euch den Termin frei.

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/spd.aachen/

Unterdessen die örtliche Tageszeitung mal wieder so (danke, Otto, für den Ausriss):

Das versteht auch kein Mensch, warum hier nicht einfach eine Facebook-Adresse angegeben wird, die man leicht abschreiben an.

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Ein Rosenmontag wie noch nie. Was für eine Pleite!

Heute ist Rosenmontag, der Tag, an dem es sonst zuverlässig immer eine Massenparty gab, wir sind ja in Aachen.

Zusammen Blödsinns-Liedchen singen mit hunderten Leuten, das hat was. Aber wer hätte gedacht, dass z. B. folgende Songs mal an einem Rosenmontag passend sind? Schöner Mist.

Supalonely

Wem Tage wie Rosenmontag heute und schon immer am Arsch vorbeigehen, der findet seine Position sicher von diesem sympathischen Herrn gut wiedergegeben (heitere 2 Minuten).

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Umbau Bismarckstraße macht Platz für Fahrräder

Die Bismarckstraße wird – geht es nach dem Willen der Anwohner und der Politik – bald komplett anders aussehen. Insbesondere vor dem Neumarkt wird der Bürgersteig so verbreitert, dass da kein Kfz mehr durchfahren kann.

Die Bismarckstraße wird Fahrradstraße, die Mehrheit im Rat ist entschlossen, wenigstens ein kleines Stück Verkehrswende zu realisieren. Die Straße soll eine rote, 4,50 Meter breite Fahrgasse bekommen. Ferner werden aus den Schrägparkplätzen Längsparkstreifen, und vor dem Neumarkt wird die Straße für den Kfz-Verkehr geschlossen.

Gerade auf und vor dem Neumarkt (so etwa vor dem „Insulaner“) sitzt es sich im Frühling, Sommer und Herbst ganz wunderbar. Dort gibt es mehrere Gaststätten, die demnächst auf dem massiv verbreiterten Bürgersteig mehr Platz für ihre Terrassen haben werden.

Eine Fahrradstraße mit Kfz-Freigabe, wie es sie schon andernorts gibt, darf nicht mehr als 400 Kraftfahrzeuge in der Spitzenstunde zählen. Damit also viele Pkw-Fahrer*innen die Bismarckstraße generell meiden (und auf die Oppenhoffallee ausweichen), macht man die Durchfahrt vor dem Neumarkt zu und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: weniger Pkw auf der Piste und mehr Platz für Pflanzen und Menschen, zum sitzen, sich versammeln, plaudern, spielen usw.

Das alles ist in der Vorlage unter Variante 2 dargestellt. Das Lesen einer Vorlage der Stadtverwaltung ist mühsam, aber klickt mal rein, in den Anlagen ganz unten seht ihr in Fotomontagen, wie Variante 2 mal aussehen wird/könnte. Eine Mehrheit im Rat findet sich höchstwahrscheinlich für die Möglichkeit M1 der Gestaltung.

66 Parkplätze fallen weg. Autos werden zudem aus Richtung Zollernstraße, Lothringerstraße und Oppenhoffallee nicht mehr in die Schlossstraße reinfahren dürfen. Keine Frage, dass CDU, FDP und SPD das alles nicht wollen, dass ihnen das zu weit geht mit der Verkehrswende.

CDU, SPD und FDP erheben in Diskussionsrunden schwere Vorwürfe gegen die Befürworter einer (gemäßigten) Verkehrswende (es ginge durchaus auch noch heftiger). Es würden Menschen aufs Fahrrad gezwungen usw. Dabei haben die Drei selbst jahrzehntelang den Bürgerinnen und Bürgern eine Pkw-freundliche Stadt aufgezwungen. So sehr, dass sie jetzt nur zusammen mit der AfD eine äußerst knappe Mehrheit in politischen Gremien haben.

Wie auch immer: Wir warten mit Spannung auf die nächste Sitzung des Mobilitätsausschuss (dort ist es Top 12) am Donnerstag, 18. Februar, um 17 Uhr im Tivoli und sind gespannt, wie da die gewählten Politiker*innen argumentieren und abstimmen werden. Achtung: Da alle Ausschussmitglieder mit Abstand sitzen ist dort wenig Platz für Gäste. Die Sitzung ist gleichwohl öffentlich.

Die Beverstraße ist bereits Fahrradstraße, Pkw sind zugelassen und an beiden Seiten wird längs geparkt.

Was ist eine Fahrradstraße?

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Warum muss ich eigentlich damit leben, dass Dutzende fremde Leute ihre Karren vor meiner Haustüre in meiner Straße abstellen dürfen? Da, wo ich auch mal gern einen Stuhl rausstellen würde und mich mit den Nachbarn zum Plaudern treffen würde. Mein Wagen steht im Parkhaus, das kostet 51 Euro im Monat. Ich denke, wer sich ein Auto leisten kann, kann sich auch einen Platz in einem Parkhaus oder in einer Garage leisten.

Viele Senioren und Rentner, die jetzt meinen, es werde zu wenig für die Autobesitzer getan, müssen sich fragen lassen, was eigentlich ihr Beitrag ist um Überhitzung, Klimawandel, Starkregen, Lärm, Feinstaub usw zu verhindern.

In zehn Jahren werden viele dieser Senioren nicht mehr selbst mit dem Auto fahren können. Die jüngere Generation steigt gern um auf Fahrräder, aber dafür müssen auch mal langsam komfortablere Radwege geschaffen werden.

Der öffentliche Raum ist eigentlich nicht Privateigentum der Autofahrer*innen, wo sie kostenlos oder für 30 Euro im Jahr ihre überbreiten Wagen abstellen dürfen. Der öffentliche Raum gehört allen. Fußgänger und Radfahrer sind keine Verkehrsteilnehmer zweiter und dritter Klasse.

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Als Comics noch „Schund“ waren und verbrannt wurden

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats und verschickt diese Texte und Fotos mit der Erlaubnis, diese zu veröffentlichen. Erstmals wurde hier kürzlich eine Archivale aus den Stadtarchiv übernommen. Es gab viele Klicks, das Interesse am Historischen war überraschend groß, größer als wir uns vorgestellt hatten.

Bereits im April 2018 zeigte das Stadtarchiv eine Archivale, die euch eventuell ebenfalls interessieren könnte. Die Archivale des Monats April 2018 beschäftigt sich mit der Verbrennung von Comics in Aachen 1958.

Was es damit auf sich hat, wird vom Stadtarchiv eingeordnet und erklärt:

„Das Martinsfeuer, das am 11. November 1958 an der Katholischen Volksschule Feldstraße, die zur Pfarre St. Martin gehörte, entzündet wurde, erfüllte nicht nur seinen traditionellen Zweck als Endpunkt des Martinszuges. Vor 60 Jahren diente es auch dazu, den Schülern eine Möglichkeit zu geben, Comics und andere, sogenannte Schund- und Schmutzliteratur ins Feuer zu werfen und zu verbrennen.

Als reinigend empfundene Comic-Verbrennungen zur damaligen Zeit gab es in vielen deutschen Städten so genannte „Schmökergrab“-Aktionen. Dabei erhielten die Schüler das Angebot, ihre in pädagogischen, aber auch kirchlichen Kreisen sehr kritisch betrachteten Comic-Hefte und andere, vermeintlich nur der niederen Unterhaltung dienende Literatur gegen als pädagogisch wertvoll angesehene Bücher umzutauschen.

Viele dieser Umtauschaktionen mündeten in wohl damals als reinigend empfundenen Comic-Verbrennungen. Und auch wenn Comics in den 1950er-Jahren oft pauschal als so jugendgefährdend angesehen wurden, dass viele von ihnen auch auf dem Index landeten, verwundert dennoch die Form, mit der auch in Aachen gegen die unerwünschte Literatur vorgegangen wurde: Nur 25 Jahre nach den großen Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten wurden wieder Bücher und Zeitschriften verbrannt und auf diese Weise geächtet.

Dem Martinsfeuer anvertrauen (!!!)

Die Aachener Nachrichten kündigten die Bücherverbrennung in einem Vorbericht zum Martinszug im zeitgenössischen Duktus an: „Die 250 Schulkinder werden heute Abend im Anschluss an den Martinszug Schmutz- und Schundliteratur in das lodernde Feuer werfen. […] Wohl erstmalig in Aachen dürfte die Aktion sein, zu der ebenfalls das Lehrerkollegium der Volksschule Feldstraße aufgerufen hat.“

Und weiter heißt es in den AN: „Heute Abend sollen im Martinsfeuer auf einem Feld in der Nähe der Schule alle jugendgefährdenden Schriften verbrannt werden, die die Schulkinder zum Leidwesen der Pädagogen immer noch in ihren mehr oder weniger heimlichen Verstecken zu Hause haben und die trotz aller Mahnungen von Eltern und Lehrern gelesen werden. Nach den Worten des Schulleiters wird der Aufruf zu dieser Aktion bestimmt nicht ungehört bleiben, haben sich doch die meisten Schülerinnen und Schüler schon bereit erklärt, ihre vor allen Dingen geistlose Schundliteratur, die auch heute nur allzu oft noch unter den Schulbänken hervorgeholt wird, dem Martinsfeuer anzuvertrauen.“ (AN, 11.11.1958)

Kinder und Jugendliche sollten 1958 ihre Comics ins Martinsfeuer werfen . . . und das taten sie auch. Foto Copyright © Hein Call

Wer sich noch weiter für das interessiert, was das Stadtarchiv in seinen Mauern aufbewahrt, kann auf diese Seite klicken. Dort gibt es noch mehr Archivalen des Monats.

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430 neue Bäume für Aachen

Die Baumkolonne zog die gesamte Hermann-Löns-Allee hoch – bis zur Lütticher Straße. Fotos: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

In ganz Aachen hat die Baumkolonne des Stadtbetriebs 430 Linden, Eichen und viele Arten mehr eingesetzt. In der Hermann-Löns-Allee am Hangeweiher stehen ausschließlich etwa vier Meter hohe Birken. „Das war hier schon immer so, und diesen Charakter wollen wir erhalten“, sagt Bernd Boja vom Stadtbetrieb.

Außer an der Hermann-Löns-Allee war die Baumkolonne unter anderem in Brand und Walheim sowie an der Kasinostraße und der Karl-Marx-Allee unterwegs. An der Karl-Marx-Allee wurden sieben Baumhaseln gepflanzt, an der Erberichshofstraße in Brand acht Bäume und der Prämienstraße in Walheim zehn Bäume.

In der Kasinostraße hat ein Baumwechsel stattgefunden. Die zuvor gepflanzten, sich als Straßenbaum aber nicht gut entwickelten Rotdorn-Bäume wurden an den leeren Standorten durch die Sumpf-Eiche ersetzt. Hierbei handelt es sich um einen robusten und säulenförmigen Baum.

Die Neupflanzungen ersetzen kranke, abgestorbene oder umgestürzte Bäume. 
An der Hermann-Löns-Allee haben die Mitarbeiter des Stadtbetriebs dafür schon einmal den alten Wurzelstumpf entfernt und die Erde ausgetauscht. Stattdessen kommt in die Baumscheiben ein mit Dünger gemischtes Substrat. Außerdem legten die Mitarbeiter Baumschnorchel aus: Die mit verschiedener Körnung gefüllten Jute-Schläuche verbinden den Wurzelraum mit der Erdoberfläche.

Nachdem sie den Baum eingesetzt haben, stellen sie einen Gießrand auf, der zur Baumbewässerung dient und wie ein kleiner Wall um den Baum herum aufgebaut ist. Anschließend muss der Dreibock angebracht werden: Die Baumkolonne schlägt drei Pfähle mit einer Pfahlramme um den Baum herum in die Erde. Das dient zur Stabilisierung des Wurzelbereichs.

Zum Schluss wurde für die Baumbindung ein Gurt an die Pfähle angebracht, der diese zusammenhält.

(Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Presse und Marketing

Baumpflanzung, das ist mehr als nur einsetzen.
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