Assange wird vorerst nicht ausgeliefert

Ein britisches Gericht hat heute den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange zunächst abgelehnt. Und zwar allein mit der Begründung, die Gesundheit von Assange sei im Falle einer Auslieferung in Gefahr. Andere Gründe wurden nicht anerkannt.

Schon gar nicht wurde die Tatsache anerkannt, dass Assange benutzt wird um der Presse in aller Welt klar zu machen: Wenn ihr Verbrechen öffentlich macht, die die USA geheim halten wollen, dann seht ihr an Assange, wie es euch ergehen wird. Dies ist nämlich die Botschaft der Briten, Amerikaner und weiterer Regierender, die Journalist*innen in aller Welt einschüchtern und ihnen Angst machen soll.

Bei Assange hat dieses Verfahren schon Wirkung gezeigt. Er ist nach dem jahrelangen Aufenthalt in der Botschaft völlig fertig und am Ende. Deshalb wird er uns in diesem elenden Zustand demnächst noch des öfteren vorgeführt. Zur Abschreckung, denn wer möchte schon so enden, nicht wahr?

Im Falle einer Auslieferung drohten dem Wikileaks-Gründer nach einem Prozess bis zu 175 Jahre Haft in den USA – unter voraussichtlich menschenunwürdigen Haftbedingungen, die ein Leben kaum mehr lebenswert erscheinen lassen.

Berufung gegen das Londoner Urteil ist bereits angekündigt.

„Ich bin erleichtert, dass die Auslieferung von Julian Assange an die USA zunächst abgewandt wurde. Die USA wollen jedoch nach wie vor verhindern, dass weitere Veröffentlichungen, die beispielsweise Kriegsunrecht aufdecken, unterbunden werden. Dafür wollen sie an Julian Assange ein Exempel statuieren.“ Das teilte zu dem Vorgang heute Sebastian Alscher, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland, mit.

Dr. Patrick Breyer (l.), Europaabgeordneter der Piratenpartei, ergänzt: „Eine Auslieferung von Julian Assange an die USA hätte weitreichende Folgen für Journalisten, die Missstände und selbst Kriegsverbrechen von Staaten aufdecken wollen. Vertreter des US-Justizministeriums erklärten mir vergangenes Jahr offen, Journalisten würden ebenso belangt werden wie Assange.“

Pressevertreter und Blogger*innden verdienen einen besonderen Schutz statt wie Kriminelle verfolgt zu werden. Die Öffentlichkeit muss Staatsverbrechen der Machthaber kennen, um sie unterbinden zu können.

Die sich nun durch das Rechtsmittel abzeichnende Verfahrensverlängerung bedeutet, dass Assange möglicherweise weiterhin schweren Formen grausamer und unmenschlicher Behandlung ausgesetzt ist, wie zuletzt der UN-Sonderbeauftragte für Folter, Nils Melzer, über die Haftzustände im Vereinigten Königreich berichtete.

Seit bekannt war, dass im Januar 2021 das Urteil fällt, haben mehr als 160 amtierende und ehemalige politische Anführer und Diplomaten aus dem internationalen Umfeld die Freilassung von Assange gefordert. Diesem Ersuchen haben sich einige Bundestagsabgeordnete und auch mehr als 1.500 Journalist*innen angeschlossen.

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Arbeiten auf der Ludwigsallee – Facharbeit erstellen – 13 Bäume weg – Wertstoffmobil – Für dich: Streamingstudio eingerichtet

Die Arbeiten auf der Ludwigsallee schreiten weiter voran. Seit August erneuert der Netzbetreiber Regionetz die Ver- und Entsorgungsleitungen, danach werden in dem Bereich unter Federführung der Stadt Aachen der Fahrbahnquerschnitt und die Verkehrsflächen neu gestaltet. (Wer oder was ist die Regionetz?)

Der nächste Bauabschnitt zwischen Salvatorstraße und Krefelder Straße beginnt am Mittwoch, 6. Januar, und bringt Änderungen an der Verkehrsführung in Bereich Bastei mit sich. Das teilt die Regionetz auf ihrer Seite mit. Mehr dazu: hier

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Die Stadtverwaltung teilt mit, sie lässt am denkmalgeschützten Gut Hanbruch ab heute, 4. Januar, 13 Bäume fällen. Sie stehen zu nah an den Gebäuden und Mauern und gefährden die Bausubstanz des Gutshofs. Bei zwei weiteren Bäumen werden die Kronen zurückgeschnitten. An anderer Stelle in der Nähe des Gutshofs werden später fünf neue Bäume gepflanzt. Der Fachbereich Umwelt der Stadtverwaltung hat der Baumfällaktion zugestimmt.

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Die Stadtbibliothek bietet seit einigen Jahren Unterstützung bei der Erstellung der Facharbeit an, sowohl für die Schüler*innen bei ihrer individuellen Recherche als auch in Form eines Workshops für Klassen.

Stadtbibliothek, Haupteingang.

Die bisherigen individuellen Facharbeits-Sprechstunden müssen im Schuljahr 2020/2021 entfallen. Als Ersatz bietet die Stadtbibliothek an, Literatur- und Medientipps zu den Facharbeitsthemen zusammenzustellen. Für diesen Service ist allerdings ein gültiger Benutzerausweis notwendig. Schüler*innen ohne Benutzerausweis können vorab unter bibliothek@mail.aachen.de einen kostenlosen Benutzerausweis beantragen. Erst danach kann man sich mit Angabe des Facharbeits-Themas unter (Achtung, neue Adresse, alte war falsch:) facharbeit.bibliothek@mail.aachen.de melden.

Die Medienlisten werden ab dem 7. Januar zugesandt. Konventionelle Medien, die in der Stadtbibliothek vorhanden sind, werden zur Abholung bereitgestellt und der Abholtermin wird in einer Mail mitgeteilt. 

Die bekannten Facharbeits-Workshops für Klassen können nur in digitaler Form angeboten werden. Lehrer*innen werden gebeten, ab 4. Januar unter Tel. 0241 432-38303 Termine für einen digitalen Workshop zu vereinbaren.

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Das Wertstoffmobil des Aachener Stadtbetriebs ist im Januar wieder im Stadtgebiet unterwegs und hält an bekannten Punkten. Wer kleinere Mengen an Wertstoffen abgeben möchte, kann dies bei den Wochenmärkten zu den entsprechenden Zeiten machen:

Brand, Marktplatz: 5. Januar 

Richterich, Rathausplatz: 6. Januar 

Eilendorf, Severinusplatz: 7. Januar

Haaren, Haarener Gracht: 8. Januar  

Markt, Am Markt: 12. Januar 

Kronenberg, Johannes-Ernst-Platz: 13. Januar 

Kornelimünster, Korneliusmarkt: 15. Januar 

Burtscheid, Kapellenstraße: 22. Januar 

Angenommen werden beispielsweise Elektrokleingeräte wie Toaster, Mixer und Kaffeemaschinen, aber auch Energiesparlampen, Batterien, Alttextilien oder Kunststoff- und Metallabfälle. Alles in kleineren und haushaltsüblichen Mengen. Weitere Informationen unter www.aachener-stadtbetrieb.de.

Erfreut sich großer Beliebtheit: das neue Wertstoffmobil der Stadt Aachen. Foto: Stadt Aachen/Katharina Franke

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Im Depot Talstraße gibt es ab sofort ein Produktions- und Streamingstudio. Das Angebot von „Filmfalt“ ist für die freie Szene vorerst kostenlos nutzbar. Auf Initiative von Yvonne Eibig (ARTbewegt e.V.) und Jutta Kröhnert (AKuT e.V.) hat der Kulturbetrieb der Stadt Aachen damit einen Ort geschaffen, der während, aber vor allem auch nach den pandemiebedingten Einschränkungen Kulturschaffenden aus Aachen zur Verfügung steht.

In dem rund 100 Quadratmeter großen Studio sind sowohl Videoproduktionen als auch Livestreams mit geringem Aufwand möglich. Damit können die Künstler*innen den Kontakt zu ihrem Publikum aufrechterhalten.

Die Bedienung der digitalen Technik ist von ein bis maximal zwei Personen nach einer entsprechenden Einweisung sehr einfach. Ergänzend gibt es vorbereitete Videotutorials. Zusätzlich wird es im Januar Termine für persönliche Beratung geben. Das Studio kann sowohl für Videoproduktionen (Aufnahmen und Postproduktion) genutzt werden als auch für Livestreams. Kontakt und Infos unter mail@filmfalt.de sowie über die Instagram- und Facebookkanäle filmfalt.studio sowie in Kürze unter www.filmfalt.de.

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Schräg gegenüber vom Bushof entsteht eine neue Anlaufstelle von Polizei und Ordnungsamt. Von dort aus soll die Innenstadt intensiv beobachtet werden. Wer Hilfe braucht, ist in der Bendelstraße/Ecke Peterstraße willkommen.
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Wenn es um Schule geht: In dieses Machen kommen

Wie soll nun also der Unterricht nach dem 10. Januar aussehen? Macht man sich dazu mal Gedanken bei den Mitgliedern des Schulausschuss von Aachen? Warum eigentlich nicht (oder habe ich was verpasst?)?

Wahrscheinlich werden die Grundschulkinder nach dem 10. Januar nicht zum Präsenzunterricht aufgefordert, nehme ich an. Sie werden den ganzen Januar nicht mehr in die Schule gehen dürfen, im schlimmsten Fall auch im Februar nicht. Ich wüsste nämlich nicht, dass Luftfilteranlagen angeschafft worden sind über Weihnachten, oder? Die Älteren, also die Jugendlichen werden wohl zu Hause bleiben, sie sind ja weitgehend selbstständiger als die Kleinen.

Es läuft also wieder auf Homeschooling hinaus, wie im Frühling. Und wieder gibt es Eltern, die ihre Kinder parallel zur Arbeit nicht betreuen und unterrichten können. Viele haben zu Hause eigentlich keinen Platz, und auch die Technik ist nicht vorhanden oder ist vorhanden, kann aber nicht zum Lernen genutzt werden.

Ich habe hier schon vorgeschlagen, dass immer vier oder fünf Kinder sich – Elternhaus-nah – in großen, öffentlichen Räumen treffen sollten. In Ausweichräumen, z. B. in den Hochschulen, bei Pfarreien und Firmen, wo alle im Lockdown sind, in Räumen, die weit sind und hoch. Hat man sich diesbezüglich schon zu Beratungen getroffen?

Die Fallzahlen steigen, ab 10. Januar haben wir die ganzen Leute, die sich bei Verwandtenbesuchen an Weihnachten angesteckt haben, in den Infizierten-Tabellen. Kinder, die zu Hause nicht die Ausstattung haben, könnten trotzdem außer Haus betreut werden. Betreuen könnten außer den Lehrerinnen und Lehrern die Künstler*innen (die sich das zutrauen), die zur Zeit nicht arbeiten können, Lehramtsstudent*innen und einzelne Eltern, die gerade viel Zeit haben. 

Man muss vermuten, dass die Ministerien und die kommunalen Schulverwaltungen nicht so recht wissen, wie guter hybrider Unterricht aussehen kann. Dabei gibt es gute Konzepte, wie man das lernen kann. 
Zu dem Themenkomplex lohnt es sich, ein Video anzuschauen, wo Marina Weisband Vorschläge macht. 

https://stifter-tv.com/bildungskonzepte-in-zeiten-der-pandemie/

Marina Weisband, die das Projekt Aula – Schule gemeinsam gestalten leitet, hat auch einen lesenswerten Text zu der Problematik geschrieben. Vielleicht gibt es ja in Aachen eine Schule, die ein Experiment entwickelt. Pragmatische Gegenvorschläge.

Auf YouTube gibt es viele kurze Videos zu Digitalisierung und Fernunterricht und wie man diesen organisiert. z. B. hier Digifernunterricht.

Symbolbild. Auch in altehrwürdigen Gebäuden kann moderner Schulunterricht geplant werden.
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Gefährliche Falschinformationen verkündet – 100 hören zu

Ab etwa 15 Uhr fand heute in Aachen am Elisenbrunnen wieder eine Veranstaltung mit zwei bekannten, sogenannten Querdenkern statt.

Es mögen wohl 70 100 Personen gewesen sein, die sich aus unterschiedlichen Gründen die Reden von Corona-Verharmlosern anhörten.

Dr. Daniel Langhans, der sich als „Krisenbewältiger“ feiern lässt, und Thorsten Schulte, der sich „Silberjunge“ nennt, hatten sich für Aachen angekündigt. Diese Herrschaften sind mittlerweile sogar in Querdenken-Kreisen umstritten. In die Wissenschaftsstadt Aachen werden sie allerdings noch eingeladen. Sehr bedauerlich!

Thorsten Schulte (sein Angela-Merkel-Hassbuch stand auf der Spiegel-Bestsellerliste) war einst Mitglied der CDU, wechselte dann als Angestellter zur AfD und wurde dort rausgeworfen. Er jammert oft, stellt sich als Opfer dar und verbreitet rechtsextreme Verschwörungstheorien. Daniel Langhans, der als Erster sprach, deutete in Aachen an, es gebe eine weltweite Verschwörung der Familie Rockefeller zusammen mit der EU-Kommission und dem Papst.

Haben „Verantwortliche“ gefunden, und zwar: Drosten, Merkel, Spahn, Steinmeyer. Warum die? Ausgerechnet die Leute, die sich stark dafür einsetzen, dass wir nicht krank werden, dass wir nicht sterben.

Die Zuhörer und Zuhörerinnen am Elisenbrunnen hielten Transparente und Plakate mit folgenden Aufschriften hoch: „Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen“ und „Demokratie verteidigen“. Außerdem war zu lesen: „Wir sind das Immunsystem der Demokratie“ und „Frieden Freiheit Liebe“. Sie hörten abstruse Thesen wie: Das Impfen sei Völkermord.

Tipp: Glaubt diesen Menschen kein Wort, es sind Scharlatane, die sich freuen, wenn alles zusammenkracht. Sie wollen die Welt brennen sehen.

Hier soll gesagt werden: Alles mögliche tötet, aber Corona tötet nicht. Seit im Weißen Haus in den USA von „alternative facts“ gesprochen wurde (das war der Dammbruch), gewöhnen wir uns daran, Falschaussagen zur Kenntnis zu nehmen . . . bis wir gar nicht mehr wissen, was wahr ist und was nicht.
Corona ist „normal“ wie eine schwere Grippe, das steht da, und man fragt sich, in welcher Realität Leute leben, die das denken.
Viel Zulauf, wenig Abstand. Polizei war vor Ort, griff aber nicht ein. Alle Fotos: Henning Brinkmann

s. auch aixformation

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Kleines Erdbeben

Das Jahr ist noch ganz jung und was gibt es? Ein kleines Erdbeben. Betroffen angeblich der Raum Aachen bis hin zur Eifel. Schleiden Mulartshütte (in der StädteRegion Aachen) soll – laut WDR – das Epizentrum gewesen sein. Die Erschütterungen waren aber milde, auf einer Skala von 1 (merkt man nicht) bis 12 (alles kaputt) waren wir bei 2,5 und 2,6.

Erdbeben – da denkt natürlich jede/r an April 1992, als nachts die Erde in Aachen richtig wackelte. Da flogen aus Dom und Rathaus-Fassade Steine raus. Ich habe selbst ein Erdbeben in Istanbul – als ich gerade auf einer Straße stand – erlebt. Alles zitterte, der Boden schwankte. Eine Erfahrung, auf die man verzichten kann.

Noch schlimmer war die Erfahrung tags zuvor, als wir zu vier Personen in einem Wohnzimmer saßen in Istanbul und es gab Erdstöße. Es stellte sich von einer Zehntelsekunde zur nächsten bei mir eine gigantische Angst ein, schwer zu beschreiben. Und eine große Erleichterung und Freude kam auf, als nach etwa einer Sekunde dann nichts mehr wackelte. – Eine Sekunde kann ein Zeitraum sein, eine Lebensphase von gefühlt großer Dauer, die man nie mehr vergißt.

In Eupen (Belgien) soll das aktuelle Mini-Erdbeben auch zu spüren gewesen sein. Und man fragt sich sofort wieder: Was geschieht bei einem Erdbeben mit den Schrott-Atomreaktoren in Belgien, direkt hinter der Grenze? Dass diese Reaktoren „sicher“ sind, das glauben auch nur die dortigen Betreiber der Anlagen in z. B. Tihange.

Für mehr Infos: vorerst nur hier.

Wie das vor über 20 Jahren im Rheinland (nur die Älteren erinnern sich) und bei uns abging: hier

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2021 – Kommt gut rein und am Ende gesund wieder raus

Foto: Henning Brinkmann

1. Januar 2021: Es war eine ruhige Silvesternacht für Polizei und Ordnungsamt

Die Silvesternacht sei für die Aachener Polizei und das städtische Ordnungsamt „sehr ruhig verlaufen“, so wurde mitgeteilt. Verstöße gegen das innerstädtische Böllerverbot und die Auflagen der Coronaschutzverordnung seien nur in wenigen Einzelfällen festgestellt worden. Körperverletzung, Streitigkeiten und Sachbeschädigung „blieben nahezu aus“, schreibt die Pressestelle der Polizei. 

Um kurz nach Mitternacht kam es in der Hans-Böckler-Allee zu einem Streit zwischen zwei Männern, bei dem ein 34-Jähriger durch einen Messerstich verletzt wurde. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr besteht nicht. Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen verlief bislang ohne Erfolg. Ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet. 

Kurz nach dem Jahreswechsel kam es auch in Eschweiler Am Hochhaus zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Ein 19-Jähriger hatte auf der Straße mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen und war darüber in einen Streit mit weiteren Anwesenden geraten. Der Streit mündete in einer Schlägerei, bei der der 19-Jährige durch einen Flaschenwurf verletzt wurde. Ein weiterer Mann (22) wurde durch Schläge und Tritte verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Das Ordnungsamt stellte im Verlauf der Nacht lediglich drei größere Personengruppen fest. Wegen des Verstoßes gegen das Kontaktverbot müssen die Beteiligten nun mit einem Bußgeld rechnen. Neun Mal musste das Ordnungsamt bei Ruhestörungen eingreifen. Dabei wurden auch drei unzulässige Silvesterpartys festgestellt. Es wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. 

Die Aachener Polizei und das Ordnungsamt bedanken sich für das Verständnis bezüglich der Einschränkungen in der Silvesternacht und wünschen einen guten Start in das Jahr 2021.

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Impfen – die gute Tat für sich und andere

Video, dauert nur eine Minute. Eindrucksvoll.

Die Kampagne des Gesundheitsministeriums läuft. Ein Video zeigt in einem Spot den Weg zum Piks und betont die deutsche Forschungsarbeit. Für die Kampagne (inklusive Print-Anzeigen und Hörfunk-Spots) wurde ein Media-Volumen von 25 Mio Euro zur Verfügung gestellt.

Dass Menschen auf den Vorschlag, sich impfen zu lassen, mit Skepsis reagieren, sollte man versuchen zu verstehen. Schließlich ist man gesund und bekommt etwas gespritzt, was einen krank macht. Man kann Vertrauen haben, denn: die Kontrollen und Prüfungen des neuen Impfstoffs waren extrem und intensiv, schon allein weil sich andernfalls niemand mehr impfen lassen würde.

Sehr religiöse Menschen soll es geben, für die das Impfen „ein widernatürlicher Eingriff in Gottes Wille“ ist. Impfen sei quasi „unnatürlich“. Dazu können wir hier leider nichts schreiben, weil wir solche Vorstellungen nicht nur nicht teilen, sondern auch komplett überhaupt nicht verstehen.

Beim Impfen geht es um viel, nämlich um die Frage, in welchem Verhältnis der Einzelne und die Gemeinschaft zueinander stehen. Was bin ich in der Lage, zum Wohl der Allgemeinheit zu tun? Es muss auch die Frage geklärt werden: Wer wird zuerst geimpft? Wer ist besonders schützenswert? Und was, wenn die Ressourcen anfangs nicht ausreichen für alle?

Wer sich gegen gar nichts impfen lässt, gefährdet alle diejenigen, die aus irgendwelchen Gründen nicht geimpft werden können und für die die Gefahr besteht, an Krankheiten wie Masern, Pocken, SARS-CoV-2 usw. zu erkranken. Säuglinge, zum Beispiel, und Menschen mit Allergien, Menschen mit HIV und anderer Immunschwäche können nicht gegen Corona geimpft werden.

Von Impfzwang kann indes nur abgeraten werden, denn Druck und Zwang überzeugen nicht, sie erzeugen nur Gegenwehr, Angst und Misstrauen. Sie mobilisieren die Impfgegner. Erfolgreicher als Zwang ist es zu beobachten, wie ab sofort – nachdem die Über-80-Jährigen (Ü 80) geimpft sind – die Todesraten in dieser Bevölkerungsgruppe sinken.

Prognose: Bald werden in den Gruppen der Ü 70 und der Ü 80 kaum noch Menschen an dem Corona-Virus sterben. Dann werden auch die Ü-60-jährigen Zweifler*innen ins Grübeln kommen und sich impfen lassen.

Das Impfen scheitert am Ende immer am eigenen Erfolg: Die Krankheit tritt nicht mehr auf und einjeder denkt: Was soll ich mich (mein Kind) impfen lassen, die Krankheit gibt es doch gar nicht mehr!!! So teilweise geschehen bei der Kinderlähmung.

Die sogenannte Impfmüdigkeit ist lebensbedrohlich. Auch bezüglich Masern hat sich bekanntlich eine gewisse Sorglosigkeit verbreitet. Dabei: Erst ab dem 12. Monat darf ein Kind gegen Masern geimpft werden, ältere Kinder, die bei sich selbst diese Krankheit überwinden, stecken Säuglinge an. Gefährlich.

Zum Weiterlesen: Professor Malte Thießen, Münster.

Wer mehr über das Impfen wissen will, ist fürs Erste schon mal bei Wikipedia richtig.

Alles über die Corona-Lage in Aachen und in der StädteRegion am 30. 12. 2020. Fakten, Zahlen und weitere Informationen.

Es wird vor Fahrten in die Eifel gewarnt:

Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, auf Kurztrips in die Eifel oder in andere Naherholungsgebiete zu verzichten. Da die Parkplätze wegen der hohen Zahl an Tagesbesuchern in den vergangenen Tagen vielerorts nicht ausreichten, mussten Polizei- und Ordnungskräfte zur Verstärkung hinzugerufen werden, um die Einhaltung der Maskenpflicht und die geltenden Kontaktbeschränkungen umzusetzen.

„Große Menschenansammlungen erhöhen immer das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Pandemie“, mahnen die Krisenstäbe.

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Ein Jahr geht zu Ende – Blick zurück

Ein Rückblick auf 2020 ? – Damit sind wir schnell fertig. Nichts einfacher als ein Rückblick, sagt ein Kollege, es habe ja nur ein einziges großes Thema des Jahres gegeben. Etwas, das es vor 2020 noch nie gab: Den Lockdown. 

Kinderzeichnung, befestigt am Maschendraht der Montessori-Grundschule in der Mataréstraße. Foto: Archiv

Im Lockdown haben wir so viele neue Worte gelernt wie in keinem Jahr zuvor. Mehrere 100 sollen es sein, wie: Aerosole, Balkonchor, SARS CoV 2, Herdenimmunität, Hygienekonzept, Preprintstudie, Maskenpflicht, Präventionsparadox, Ellenbogengruß, Hybridunterricht, Covidioten, Abstandsregel, Superspreader, Homeschooling, Zoomparty  . . . 

Dabei gab es, genau besehen, noch ein zweites großes Thema des Jahres 2020: den zweiten Lockdown – mitsamt Dauer-Diskussionen über verkaufsoffene Sonntage, Skiurlaub ja oder nein, Lockerungen zu Weihnachten, böllern zu Silvester . . .  Es kann eigentlich nur schiefgegangen sein. In 3 Wochen wissen wir mehr. 

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Was hatte 2020 eigentlich nicht mit Corona zu tun? Thomas Kemmerich (FDP) aus Aachen z. B. Der ließ sich in Thüringen von Ultrarechten zum Ministerpräsidenten wählen. Daraufhin wurde ihm ein Blumenstrauß vor die Füße geknallt, in Aachen wurde demonstriert, und schwups war es vorbei mit der Großmannssucht.

Die Schulen waren 2020 ständig Thema. Weil in Aachen und überall jetzt Räume leer stehen, könnte man ja 2021 dort Unterricht stattfinden lassen. In Bibliotheken, Seminarräumen der Hochschulen, Sitzungssälen, Büros, kirchlichen Räumen usw. könnten Kinder gemeinsam arbeiten und betreut werden. Mal sehen, ob das 2021 besser klappt als 2020.

2020 war auch das Podcast-Jahr. Der kluge Professor Drosten, Kommunikator des Jahres, war anfangs täglich zu hören, für viele war er „Podcast-Erstkontakt“. Viele Podcasts gingen 2020 durch die Decke, am Ende hatte jeder und jede was zu sagen. Man hat jetzt seine liebe Not mit der Auswahl in dem ganzen Bla, bla, bla und Blubberdi Blubb. (s. dazu sehr schön:  Medien-Jahresrückblick über die Eleganz von Podcasts als Illustrierten-Ersatz sowie die preußisch-elegante Attitüde von Christian Drosten und Rezo.) 

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Wie jedes Jahr haben herausragende Ereignisse in der „großen weiten Welt“ ihren Widerhall in unserem Heimatstädtchen gefunden. Die Ermordung von George Floyd in den USA setzte die Bewegung „Black Lives Matter“ in Gang, und in ganz Europa und folglich auch in Aachen wurde man sich der Tatsache bewusst, dass die Bezeichnung „Mohren“ für Menschen mit schwarzer oder brauner Haut völlig unpassend ist. Das Aachener Café im Hof wurde endlich umbenannt, es heißt seit 2020 anders als all die Jahre zuvor.

Sexualisierte Gewalt, von katholischen Geistlichen ausgeübt, wurde 2020 wieder ein Stück weiter offengelegt. Das ganze Ausmaß dieser Verbrechen kennen wir nicht, viele schweigen aus Scham über das, was sie als Kinder erlitten haben. 2020 stellt sich raus, dass auch in Aachen Bischöfe verdächtigt werden, versucht zu haben, diese ekelhaften Vorgänge zu vertuschen.

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Zwei Firmen im Ostviertel entlassen ihre sämtlichen Mitarbeiter*innen in eine ungewisse Zukunft: Hutchinson und Continental. Die Aachener e.Go Mobile AG (E-Auto-Firma von Prof. Schuh) kann eine Insolvenz abwenden, findet einen Investor und heißt demnächst Next e. Go SE Die Produktion wurde aber noch nicht wieder aufgenommen. Foto: Archiv

Wir erlebten 2020 eine Kommunalwahl der Extraklasse, eine politische Zeitenwende. All das Zögern und Zaudern und autofreundliche Gehabe der Konservativen war 2020 angesichts einer nahenden Umweltkatastrophe biblischen Ausmaßes – landauf, landab – nicht mehr auszuhalten. Man konnte es tatsächlich nicht mehr ertragen. Die Grünen in NRW erlebten einen Höhenflug, die Kandidatin der Grünen ist jetzt Oberbürgermeisterin von Aachen.

Im Rathaus stellen die Grünen nach der Wahl die größte Fraktion. An ihrer Seite – nach anfänglichem Zögern – stehen SPD und die neue Fraktion „DIE Zukunft“. Die Piraten schnitten bei der Wahl sehr schlecht ab, der Mietvertrag für das Piratenbüro in der Lothringerstraße musste gekündigt werden. Bye, bye Piratenbüro, es war schön in dir.

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Eins ist sicher: So beschissen wie 2020 kann es nicht weitergehen. 2021 wird besser, es wird das Jahr des Impfens. Und des Abschieds von Angela Merkel bei der Bundestagswahl (am 26. September). Vielleicht wird ja ein Aachener dann Bundeskanzler.

Es war paradoxerweise ein erfolgreiches Medienjahr, das zu Ende geht.

Zum Schluß, liebe Leserinnen und liebe Leser, sei euch allen ein gutes 2021 gewünscht. Bleibt oder werdet gesund, damit ihr bei AachenNews.org weiter mitlesen könnt. Ohne Leser*innen ist das Bloggen nämlich doof.

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Schon mal vormerken: Bürger*innendialog in Burtscheid. Klickt euch rein!

Die Entwicklung des ehemaligen Reiterhofes Gut Branderhof zu einem Nachbarschafts- und Begegnungszentrum und die Realisierung gemeinschaftlichen Wohnens sind derzeit sehr spannende Themen bei der Quartiersentwicklung in Burtscheid. Dazu teilt die Stadtverwaltung mit:

Um die Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden zu halten und über die vielfältigen Aktivitäten im Quartier sowie deren Verzahnung noch einmal ausführlich zu informieren, waren zunächst Ende März 2020 und dann Ende Oktober 2020 Info-Veranstaltungen geplant, die corona-bedingt kurzfristig abgesagt werden mussten. 

Daher lädt der Fachbereich nun für Dienstag, 26. Januar 2021, ab 20 Uhr zu einem digitalen Bürger*innen-Dialog ein. Wer daran teilnehmen möchte, kann die Live-Übertragung über folgende Internetadresse verfolgen:www.youtube.com/stadtaachen. Voranmeldungen sind nicht nötig. Interessierte sollten sich den Termin jetzt schon vormerken.

Im Rahmen des Bürger*innen-Dialogs besteht die Möglichkeit, die Ziele und Zusammenhänge der parallel laufenden Planungsprozesse des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) „Beverau“ zu diskutieren und offene Fragen zu folgenden Themen zu klären: Revitalisierung des Gutshofes zum Nachbarschaftszentrum, Bebauungsplanverfahren „Branderhofer Weg/Am Römerhof“, geplante kooperative Wohnbauprojekte, Sanierungssatzung „Beverau“.

Fragen und Anmerkungen zu den unterschiedlichen Planungsprozessen können im Vorfeld der Veranstaltung, währenddessen und auch danach per Mail abgegeben werden. Hierzu wird ein Postfach eingerichtet, das mit näheren Informationen zur Veranstaltung Mitte Januar bekannt gemacht wird.

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AachenNews.org wünscht frohe Weihnachten

Das Geschlecht des Kindes ist übrigens egal, wir nehmen alles, m/w/d.

Danke für eure Begleitung in 2020, für hilfreiche Tipps und kritische Mailsfür die Hinweise und das Vertrauen. Ohne euch Leserinnen und Leser wäre AachenNews.org ja praktisch gar nicht da.

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