Erstaunlich, wie überrascht die westliche Welt angesichts der Vorgänge am Capitol in Washington tatsächlich ist. „Unbegreiflich“ und „nie mit gerechnet“ hört man dauernd.(s. Chaos-Mob hält Washington in Atem)
Dabei hat doch Trump und haben auch seine Söhne in den vergangenen Tagen und Wochen unentwegt die Botschaft ausgesandt: „Wir treffen uns am 6. Januar in Washington“, sogar die Uhrzeit (11 Uhr) wurde mitgeteilt – alles per Twitter weltweit sichtbar. Und weiter war ständig zu lesen: Die Wahl sei gestohlen, und es gebe ab 6. Januar die Möglichkeit, den Regierungswechsel zu verhindern.
Diese Tweets hat Twitter nicht gelöscht, man kann sie jetzt noch lesen. UPDATE (10. 01.): Doch alles gelöscht.
Was ist nun eigentlich der Plan der Familie Trump? Kurz gesagt: Man will die Marke Trump im politischen Bereich ansiedeln, und zwar auf dem äußerst rechten Rand, der bis vor Kurzem noch eine Leerstelle war. Trump möchte seine Familie (gar nicht so unbedingt sich persönlich und selbst) in spätestens vier Jahren als dritte Kraft auf der politischen Bühne der USA installiert haben.
Er wurde kürzlich von 74 Millionen Wählerinnen und Wählern gewählt (Obama wählten einst 70 Millionen) und sammelte über 200 Millionen Dollar Wahlkampfhilfe für seinen Versuch, doch noch als Gewinner der Wahl anerkannt zu werden. Er ist also recht erfolgreich in dem Versuch, die neue politische Marke Trump zu etablieren.
Trump muss gemerkt haben, dass man als (windiger) Geschäftsmann und Entertainer nur kurz in den Geschichtsbüchern auftaucht (wenn überhaupt), dass ewige Bedeutung und Unsterblichkeit viel überzeugender als Politiker zu erlangen ist. Und zwar – so etwa muss man sich das vorstellen – wie es z. B. die Familie Kennedy auf der anderen Seite des politischen Spektrums geschafft hat. Wer diesen Namen hört, denkt – seit Jahrzehnten und auch in 100 Jahren noch – an Politiker*innen, nicht an irgendwelche Heiopeis in der Unterhaltungsbranche oder an Kaufleute.
Kaufleute/Unternehmer versinken irgendwann (relativ schnell) in der Bedeutungslosigkeit, Politiker*innen nicht. Ihre Namen stehen in den Geschichtsbüchern und werden von Kindern gelernt. Genau wie die Namen großer Künstler und zunehmend auch Künstlerinnen.
Insofern geht es Trump gar nicht unmittelbar um die gestohlene Wahl. Er nutzt diese Vorwürfe und diesen Slogan um eine Art Gründungsmythos zu erschaffen und zu installieren. Der 6. Januar 2021 ist der Tag, an den sich die neue politische Trump-Bewegung/Partei als Gründungstag erinnern soll und wird. Ein Knall, den jeder politisch interessierte Mensch auf der Welt zur Kenntnis genommen hat.
Die Frage ist: Was wird am 20. Januar in Washington geschehen? Braucht die Familie einen weiteren Knall, um sich ins Gedächtnis der Nation einzumeisseln, sich als 3. Kraft (neben Demokraten und Republikanern) in der politischen Szene der USA zu etablieren?
Sicher werden wir demnächst Donald Trumps Tochter und seine beiden erwachsenen Söhne in wichtigen politischen Ämtern sehen, reingewählt z. B. von den „Proud Boys“. Alles Männer, die im digitalen Zeitalter dabei sind, ihre Privilegien zu verlieren (an Minderheiten, an Frauen usw.), aber das ist ein anderes Thema.
In Aachen scheinen die Sympathien eher Joe Biden zu gehören. Gesehen in einer Seitenstraße der Lütticher Straße in Aachen. Foto: Archiv
Was aufgefallen ist: Die ARD unterbricht angesichts der spektakulären Ereignisse ihr Programm NICHT und verweist auch nicht auf Tagesschau24. Offensive Hinweise auf Tagesschau24 und auf ein kurzes „Tagesschau extra“ gibt es nicht.
Hass auf Medien: Trump-Anhänger gehen bei den Protesten in Washington erwartungsgemäß gezielt auf Journalist*innen los. ARD-Korrespondentin Claudia Buckenmaier musste ihre Live-Schalte unterbrechen. Etliche Videos zeigen, wie Equipment von Medienvertreter*innen zerstört wird. In den Medien befände sich der Enemy of the people, der Feind des Volkes, so hat es Trump seinen Landsleuten einzutrichtern versucht. Teils mit Erfolg.
ich sehe da wenigstens ein Mikro in der Hand von einem der Chaoten mit ZDF-Logo, das könnte die Berichterstattung von vor Ort einschränken.https://t.co/1jGE2DBcAf
Twitter sperrt das Konto von Trump wegen drei Tweets (hätte schon vor 4 Jahren geschehen müssen. Twitter, ihr seid Penner) Auch Facebook sperrt Trump – zunächst für 24 Stunden.
In Aachen sind die allgemeinen Corona-Werte nicht so schlimm, dass für uns die 15-Kilometer-Regelung infrage käme. Der Inzidenzwert befindet sich derzeit unter 200. Die Sieben-Tage-Inzidenz* lag gestern in der StädteRegion bei 116. Da können wir froh sein.
Wenn ihr aber mal sehen wollt, wie weit ihr bei einem 15-Kilometer-Radius noch kommen könnt, dann klickt unten. Gebt eure Adresse ein und die Zahl 15 und schaut auch mal, wie weit 200 Meter wären. Das ist nämlich der Radius, in dem sich die Franzosen 2020 eine Weile nur bewegen durften.
Das Virus fängt an zu mutieren. In Südafrika und England fand man Mutationen, die sind auf dem Weg in die EU. Das Virus muss plattgemacht werden bevor es uns noch gefährlicher wird als es sowieso schon ist. Die Lösung außer impfen (das dauert) ist: Abstand halten. Das Virus muss daran gehindert werden, vom einen zur anderen zu springen. Es darf einfach niemanden mehr finden, den es krank machen kann.
Bitte mehr brutale Bilder statt Vorschriften
Was bringt Menschen dazu, sich NICHT mit anderen zum Beispiel beim Skifahren und Rodeln zu treffen? Wie erreicht man, dass sie sich NICHT mit Verwandten und Nachbarn treffen? Wie bringt man Menschen dazu, ihr Verhalten zu ändern und NICHT über Weihnachten nach Südafrika in Urlaub zu fahren (was nicht verboten war)? Was bringt Menschen dazu, NICHT im großen Kreis den Geburtstag eines Kindes zu feiern? Was?
Sind das Verbote? Bitten, Ratschläge, Hinweise, Aufforderungen? Sind das Regeln und Appelle? Eindringliche Aufrufe von Politiker*innen oder Virolog*innen und Ärzten? Schafft man das mit Vorschriften? – NEIN, das bringt es alles nicht. Allein dramatische Bilder im TV von Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen, wirklich brutale Bilder – auch von Särgen – haben eine Wirkung. Oder Videos von Menschen, die sich wochen- und monatelang mühsam ins Leben zurückkämpfen, die ändern das leichtsinnige Verhalten.
Sorry, aber die Bilder müssen wirklich brutal sein. Wie das Virus. Mit der 15-Kilometer-Regelung geht im übrigen in der Stadt alles weiter wie bisher, in Flächenkommunen kommt man dagegen gerade noch ins übernächste Dorf.
Interessant: Jemand möchte uns mit einem Schlauch im Hals wochenlang auf der Intensivstation eines Aachener Krankenhauses liegen sehen.
Ministerpräsidentenrunde: „Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten, großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz ‚Wir bleiben zu Hause‘ umsetzen zu können.“ – Nur: Bitten bewirken nichts.
Es müssen viel mehr Büros geschlossen und in Homeoffice verwandelt werden. Das ist zwar nicht bei ALLEN möglich, aber bei mehr als jetzt im Homeoffice sind. Hier weiterlesen.
*Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen geschehen sind. Damit die Daten vergleichbar sind, wird die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern gerechnet. Sie ist eine wichtige Kennzahl, nach der sich die Corona-Maßnahmen richten.
Der Aachener Stadtbetrieb sammelt wieder die Weihnachtsbäume ein. Es werden Sammelplätze eingerichtet, an denen abgeschmückte Weihnachtsbäume abgelegt werden können. Es ist nicht gestattet, so teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit, Bäume vor oder nach den Entsorgungstagen an den Sammelplätzen abzustellen.
An den Recyclinghöfen in Aachen-Brand, Camp Pirotte 50 (Zufahrt über Debyestraße), und Eilendorf, Kellershaustraße 10, und den Kompostcontainerstandorten werden Weihnachtsbäume zu den üblichen Öffnungszeiten angenommen.
Driescher Hof: Stettiner Straße, Grünfläche gegenüber des Depotcontainerstandorts
Donnerstag, 14. Januar:
Westviertel: Ahornstraße/Ecke Halifaxstraße
Ostviertel: Düppelstraße, Grünfläche gegenüber des Depotcontainerstandorts
Neumarkt: Zugang Frankenberger Straße
Dienstag, 19. Januar:
Westviertel: gegenüber der Straße am Blockhaus
Neumarkt: Zugang Frankenberger Straße
Branderhofer Weg: Am Parkplatz Sportstadion Ludwig-Kühnen
Donnerstag, 21. Januar:
Preuswald: Reimserstraße, Parkplatz neben Haus Nr. 63
Südviertel: An der Schanz, Grünfläche vor der Treppe
Alle Zeiten und Standorte der Weihnachtsbaumsammlung und der Kompostcontainer findet ihr im Abfall ABC unter https://serviceportal.aachen.de/abfallnavi mit den Stichworten „Weihnachtsbaum“ und „Grünschnitt“ sowie im Abfallkalender.
Mit einem vermeintlichen „Video-Lügendetektor“ hat die EU den Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) bei der Einreise erproben lassen.
Der Europaabgeordnete und Bürgerrechtler Dr. Patrick Breyer (Piratenpartei) hat am 15. März 2019 Klage auf Herausgabe unter Verschluss gehaltener Dokumente über die ethische Bewertung, die rechtliche Zulässigkeit, die Bewerbung und die Ergebnisse der Technologie eingereicht.
Der Gerichtstermin steht jetzt fest. Der Europäische Gerichtshof verhandelt über die Klage in öffentlicher Sitzung am 5. Februar 2021 ab 9.30 Uhr in Luxemburg.
Patrick Breyer, Bürgerrechtler und Europaabgeordneter
Im Vorfeld hat die EU-Kommission Breyers Abgeordnetenanfragen zu Falschbeschuldigungen und Diskriminierung durch die „Video-Lügendetektor-Technologie” unbeantwortet gelassen.[1]
Die Europäische Union finanziere immer wieder illegale Technologie, die die Grundrechte verletze und unethisch sei, so kritisiert Breyer. Die Projekte würden zum „Geschäftsgeheimnis“ der beteiligten Konzerne erklärt. Dabei bleibe die Transparenz auf der Strecke.
Mit seiner Transparenzklage will Breyer ganz grundsätzlich klären lassen, „dass die Steuerzahler*innen, die Wissenschaft, die Medien und die Parlamente ein Recht auf Zugang zu öffentlicher Forschung haben – dies gerade bei pseudowissenschaftlichen und orwellschen Entwicklungen wie dem sogenannten Video-Lügendetektor“.
Die Corona-Pandemie hat die Fernsehnutzung der Deutschen kräftig angeheizt, bilanziert die AGF Videoforschung. 72 Prozent der Über-14-Jährigen schalteten angeblich 2020 täglich den Fernseher ein ‐ ein Plus von 3,1 Prozent.
Die durchschnittliche Nutzungsdauer des Gesamtpublikums ab 3 Jahren liegt mit 220 Minuten 10 Minuten höher als 2019, wo wurde ermittelt. Als gewichtiger Grund für die Entwicklung gilt ein hohes Informationsbedürfnis der Menschen. Das haben wir auf AachenNews.org allerdings auch festgestellt.
Auf Monatsebene ist „ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Sehdauer und der Entwicklung der Corona-Pandemie hierzulande“, erkennbar, sagt AGF-Leiterin Kerstin Niederauer-Kopf.
Die Rede der Bundeskanzlerin vom 18. März erreichte auf allen von der AGF ausgewerteten Kanälen ganze 36,38 Mio Menschen. (Hier täglich Infos zu Medien)
***
DDos-Attacke
Lernplattformen können wir in Deutschland nicht, schon gar nicht sichere Plattformen. Es gab einen Hacker-Angriff in Rheinland-Pfalz.
In Deutschland baut man schneller und eher einen Impfstoff gegen ein relativ neues Virus als eine Lernplattform für die Schulen. Das war 2018/19/20 besonders gut an der Lernplattform Logineo zu sehen.
Von Anfang an war klar: So wie die da rangehen, KANN ES NICHT KLAPPEN. Noch heute ist diese Plattform mit Mängeln versehen und nicht in dem Umfang nutzbar, wie es sein würde, wenn man einfach die komplette Software in den USA gekauft hätte anstatt unbedingt selber etwas entwickeln zu wollen.
Insgesamt schlägt sich da die technikfeindliche Haltung derjenigen Manager und Geschäftsführer nieder, die vor etwa 20 Jahren alles plattschlagen wollten, was sich mit Internet und Digitalisierung frühzeitig beschäftigen wollte. Damals bis heute wurde viel verschlafen, was nicht mehr aufgeholt werden kann. Dazu kann ich aus eigenem Erleben viel sagen.
Zurück zum Hacker-Angriff: Eine DDos-Attacke zwingt jetzt in Rheinland-Pfalz die Fernunterrichts-Plattform Moodle@RLP in die Knie. Auch das eingebettete Videokonferenz-Tool BigBlueButton ist betroffen.
Die Berliner Lernplattform „Lernraum Berlin“ war – wie bereits im Dezember – auch an Tag 1 nach den dortigen Ferien für 100.000 SchülerInnen nicht nutzbar. Wie gesagt: Diese Art Desaster wurde quasi von langer Hand vorbereitet, jetzt gibt es viel zu wenige, die mit der neuen Technik von Kindesbeinen an vertraut sind.
Am gestrigen Montag war nicht absehbar, ob der Angriff in Rheinland-Pfalz über die nächsten Tage hinaus Auswirkungen haben wird.
*
Zusatzinfos für Kommunalpolitiker*innen in Schulausschüssen und Beamte in den Ministerien. Es geht um Game-based-Learning als Möglichkeit zur Steigerung von Lernerfolg und Motivation. Hier.
Die Krisenstäbe der Stadt und StädteRegion Aachen informieren über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus, die Infos werden hier unkommentiert weitergegeben. Es gibt heute (4. Januar) gegenüber der Meldung von Donnerstag (31. Dezember) 326 mehr nachgewiesene Fälle.
Seit Beginn der Zählung Ende Februar 2020 steigt damit die Zahl der nachgewiesenen Infizierten auf 14.721. 12.848 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind aus der Quarantäne entlassen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 292.
In den vergangenen Tagen sind elf Frauen im Alter von 63, 74, 75, 80, 81, 84, 85, 91, 94, 97 und 99 Jahren sowie fünf Männer im Alter von 81, 82, 94 (2x) und 95 Jahren verstorben, die zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Damit sind in der StädteRegion Aachen aktuell 1581 Menschen nachgewiesen infiziert und die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt bei 127.
Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:
Kommune
Aktive Fälle
Gesamtzahl der Fälle
Sieben-Tage-Inzidenz
Aachen
680
6268
115
Alsdorf
110
1314
125
Baesweiler
56
929
92
Eschweiler
166
1413
147
Herzogenrath
122
1234
149
Monschau
25
222
171
Roetgen
59
219
69
Simmerath
71
363
156
Stolberg
172
1653
142
Würselen
120
1106
165
noch nicht lokal zugeordnet
Gesamtergebnis
1581
14721
127
*Sieben-Tage-Inzidenz
Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen geschehen sind. Damit die Daten vergleichbar sind, wird die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern gerechnet. Sie ist eine wichtige Kennzahl, nach der sich die Corona-Maßnahmen richten.
Gegen das Virus haben wir nicht viel zu bieten: Abstand halten, auf Hygiene achten und die Mund-Nase-Maske verwenden. Und neuerdings haben wir auch einen Impfstoff.
Gemeinsames Abstrichzentrum (GAZ)
Die Termine für das GAZ werden nur ONLINE vergeben unter ww.staedteregion-aachen.de/gaz. Bei der Online-Terminvergabe muss man schon eine Reihe von Angaben zum Grund für die gewünschte Testung und zum eigenen Gesundheitszustand machen. Das Formular wird regelmäßig an die Teststrategie des Robert-Koch-Instituts angepasst.
Kontaktpersonen ersten Grades, Menschen mit positiven Schnelltests in Heimen und anderen Einrichtungen sowie Reihentestungen werden durch das Gesundheitsamt informiert und zu einem festen Termin eingeladen.
Informationen zur Corona-Schutzimpfung
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Bürgertelefon zur Corona-Schutzimpfung eingerichtet. Zu erreichen ist die Hotline des Landes unter der Rufnummer 0211/9119-1001, montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Unter www.corona-schutzimpfung.de ist zudem ein erweitertes Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält.
Bürgertelefon Für Bürgerinnen und Bürger von Stadt und StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags unter 0241/510051 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.
Infos zu aktuellen Entwicklungen Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung.Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. Nachzulesen sind alle Verordnungen des Landes NRW auf aachen.de/corona in der Rubrik „NRW-Coronaschutzverordnung“.
Ein britisches Gericht hat heute den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange zunächst abgelehnt. Und zwar allein mit der Begründung, die Gesundheit von Assange sei im Falle einer Auslieferung in Gefahr. Andere Gründe wurden nicht anerkannt.
Schon gar nicht wurde die Tatsache anerkannt, dass Assange benutzt wird um der Presse in aller Welt klar zu machen: Wenn ihr Verbrechen öffentlich macht, die die USA geheim halten wollen, dann seht ihr an Assange, wie es euch ergehen wird. Dies ist nämlich die Botschaft der Briten, Amerikaner und weiterer Regierender, die Journalist*innen in aller Welt einschüchtern und ihnen Angst machen soll.
Bei Assange hat dieses Verfahren schon Wirkung gezeigt. Er ist nach dem jahrelangen Aufenthalt in der Botschaft völlig fertig und am Ende. Deshalb wird er uns in diesem elenden Zustand demnächst noch des öfteren vorgeführt. Zur Abschreckung, denn wer möchte schon so enden, nicht wahr?
Im Falle einer Auslieferung drohten dem Wikileaks-Gründer nach einem Prozess bis zu 175 Jahre Haft in den USA – unter voraussichtlich menschenunwürdigen Haftbedingungen, die ein Leben kaum mehr lebenswert erscheinen lassen.
Berufung gegen das Londoner Urteil ist bereits angekündigt.
„Ich bin erleichtert, dass die Auslieferung von Julian Assange an die USA zunächst abgewandt wurde. Die USA wollen jedoch nach wie vor verhindern, dass weitere Veröffentlichungen, die beispielsweise Kriegsunrecht aufdecken, unterbunden werden. Dafür wollen sie an Julian Assange ein Exempel statuieren.“ Das teilte zu dem Vorgang heute Sebastian Alscher, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland, mit.
Dr. Patrick Breyer (l.), Europaabgeordneter der Piratenpartei, ergänzt: „Eine Auslieferung von Julian Assange an die USA hätte weitreichende Folgen für Journalisten, die Missstände und selbst Kriegsverbrechen von Staaten aufdecken wollen. Vertreter des US-Justizministeriums erklärten mir vergangenes Jahr offen, Journalisten würden ebenso belangt werden wie Assange.“
Pressevertreter und Blogger*innden verdienen einen besonderen Schutz statt wie Kriminelle verfolgt zu werden. Die Öffentlichkeit muss Staatsverbrechen der Machthaber kennen, um sie unterbinden zu können.
Die sich nun durch das Rechtsmittel abzeichnende Verfahrensverlängerung bedeutet, dass Assange möglicherweise weiterhin schweren Formen grausamer und unmenschlicher Behandlung ausgesetzt ist, wie zuletzt der UN-Sonderbeauftragte für Folter, Nils Melzer, über die Haftzustände im Vereinigten Königreich berichtete.
Seit bekannt war, dass im Januar 2021 das Urteil fällt, haben mehr als 160 amtierende und ehemalige politische Anführer und Diplomaten aus dem internationalen Umfeld die Freilassung von Assange gefordert. Diesem Ersuchen haben sich einige Bundestagsabgeordnete und auch mehr als 1.500 Journalist*innen angeschlossen.
Die Arbeiten auf der Ludwigsallee schreiten weiter voran. Seit August erneuert der Netzbetreiber Regionetz die Ver- und Entsorgungsleitungen, danach werden in dem Bereich unter Federführung der Stadt Aachen der Fahrbahnquerschnitt und die Verkehrsflächen neu gestaltet. (Wer oder was ist die Regionetz?)
Der nächste Bauabschnitt zwischen Salvatorstraße und Krefelder Straße beginnt am Mittwoch, 6. Januar, und bringt Änderungen an der Verkehrsführung in Bereich Bastei mit sich. Das teilt die Regionetz auf ihrer Seite mit. Mehr dazu: hier
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Die Stadtverwaltung teilt mit, sie lässt am denkmalgeschützten Gut Hanbruch ab heute, 4. Januar, 13 Bäume fällen. Sie stehen zu nah an den Gebäuden und Mauern und gefährden die Bausubstanz des Gutshofs. Bei zwei weiteren Bäumen werden die Kronen zurückgeschnitten. An anderer Stelle in der Nähe des Gutshofs werden später fünf neue Bäume gepflanzt. Der Fachbereich Umwelt der Stadtverwaltung hat der Baumfällaktion zugestimmt.
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Die Stadtbibliothek bietet seit einigen Jahren Unterstützung bei der Erstellung der Facharbeit an, sowohl für die Schüler*innen bei ihrer individuellen Recherche als auch in Form eines Workshops für Klassen.
Stadtbibliothek, Haupteingang.
Die bisherigen individuellen Facharbeits-Sprechstunden müssen im Schuljahr 2020/2021 entfallen. Als Ersatz bietet die Stadtbibliothek an, Literatur- und Medientipps zu den Facharbeitsthemen zusammenzustellen. Für diesen Service ist allerdings ein gültiger Benutzerausweis notwendig. Schüler*innen ohne Benutzerausweis können vorab unter bibliothek@mail.aachen.de einen kostenlosen Benutzerausweis beantragen. Erst danach kann man sich mit Angabe des Facharbeits-Themas unter (Achtung, neue Adresse, alte war falsch:)facharbeit.bibliothek@mail.aachen.de melden.
Die Medienlisten werden ab dem 7. Januar zugesandt. Konventionelle Medien, die in der Stadtbibliothek vorhanden sind, werden zur Abholung bereitgestellt und der Abholtermin wird in einer Mail mitgeteilt.
Die bekannten Facharbeits-Workshops für Klassen können nur in digitaler Form angeboten werden. Lehrer*innen werden gebeten, ab 4. Januar unter Tel. 0241 432-38303 Termine für einen digitalen Workshop zu vereinbaren.
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Das Wertstoffmobil des Aachener Stadtbetriebs ist im Januar wieder im Stadtgebiet unterwegs und hält an bekannten Punkten. Wer kleinere Mengen an Wertstoffen abgeben möchte, kann dies bei den Wochenmärkten zu den entsprechenden Zeiten machen:
Brand, Marktplatz: 5. Januar
Richterich, Rathausplatz: 6. Januar
Eilendorf, Severinusplatz: 7. Januar
Haaren, Haarener Gracht: 8. Januar
Markt, Am Markt: 12. Januar
Kronenberg, Johannes-Ernst-Platz: 13. Januar
Kornelimünster, Korneliusmarkt: 15. Januar
Burtscheid, Kapellenstraße: 22. Januar
Angenommen werden beispielsweise Elektrokleingeräte wie Toaster, Mixer und Kaffeemaschinen, aber auch Energiesparlampen, Batterien, Alttextilien oder Kunststoff- und Metallabfälle. Alles in kleineren und haushaltsüblichen Mengen. Weitere Informationen unter www.aachener-stadtbetrieb.de.
Erfreut sich großer Beliebtheit: das neue Wertstoffmobil der Stadt Aachen. Foto: Stadt Aachen/Katharina Franke
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Im Depot Talstraße gibt es ab sofort ein Produktions- und Streamingstudio. Das Angebot von „Filmfalt“ ist für die freie Szene vorerst kostenlos nutzbar. Auf Initiative von Yvonne Eibig (ARTbewegt e.V.) und Jutta Kröhnert (AKuT e.V.) hat der Kulturbetrieb der Stadt Aachen damit einen Ort geschaffen, der während, aber vor allem auch nach den pandemiebedingten Einschränkungen Kulturschaffenden aus Aachen zur Verfügung steht.
In dem rund 100 Quadratmeter großen Studio sind sowohl Videoproduktionen als auch Livestreams mit geringem Aufwand möglich. Damit können die Künstler*innen den Kontakt zu ihrem Publikum aufrechterhalten.
Die Bedienung der digitalen Technik ist von ein bis maximal zwei Personen nach einer entsprechenden Einweisung sehr einfach. Ergänzend gibt es vorbereitete Videotutorials. Zusätzlich wird es im Januar Termine für persönliche Beratung geben. Das Studio kann sowohl für Videoproduktionen (Aufnahmen und Postproduktion) genutzt werden als auch für Livestreams. Kontakt und Infos unter mail@filmfalt.de sowie über die Instagram- und Facebookkanäle filmfalt.studio sowie in Kürze unter www.filmfalt.de.
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Schräg gegenüber vom Bushof entsteht eine neue Anlaufstelle von Polizei und Ordnungsamt. Von dort aus soll die Innenstadt intensiv beobachtet werden. Wer Hilfe braucht, ist in der Bendelstraße/Ecke Peterstraße willkommen.
Wie soll nun also der Unterricht nach dem 10. Januar aussehen? Macht man sich dazu mal Gedanken bei den Mitgliedern des Schulausschuss von Aachen? Warum eigentlich nicht (oder habe ich was verpasst?)?
Wahrscheinlich werden die Grundschulkinder nach dem 10. Januar nicht zum Präsenzunterricht aufgefordert, nehme ich an. Sie werden den ganzen Januar nicht mehr in die Schule gehen dürfen, im schlimmsten Fall auch im Februar nicht. Ich wüsste nämlich nicht, dass Luftfilteranlagen angeschafft worden sind über Weihnachten, oder? Die Älteren, also die Jugendlichen werden wohl zu Hause bleiben, sie sind ja weitgehend selbstständiger als die Kleinen.
Es läuft also wieder auf Homeschooling hinaus, wie im Frühling. Und wieder gibt es Eltern, die ihre Kinder parallel zur Arbeit nicht betreuen und unterrichten können. Viele haben zu Hause eigentlich keinen Platz, und auch die Technik ist nicht vorhanden oder ist vorhanden, kann aber nicht zum Lernen genutzt werden.
Ich habe hier schon vorgeschlagen, dass immer vier oder fünf Kinder sich – Elternhaus-nah – in großen, öffentlichen Räumen treffen sollten. In Ausweichräumen, z. B. in den Hochschulen, bei Pfarreien und Firmen, wo alle im Lockdown sind, in Räumen, die weit sind und hoch. Hat man sich diesbezüglich schon zu Beratungen getroffen?
Die Fallzahlen steigen, ab 10. Januar haben wir die ganzen Leute, die sich bei Verwandtenbesuchen an Weihnachten angesteckt haben, in den Infizierten-Tabellen. Kinder, die zu Hause nicht die Ausstattung haben, könnten trotzdem außer Haus betreut werden. Betreuen könnten außer den Lehrerinnen und Lehrern die Künstler*innen (die sich das zutrauen), die zur Zeit nicht arbeiten können, Lehramtsstudent*innen und einzelne Eltern, die gerade viel Zeit haben.
Man muss vermuten, dass die Ministerien und die kommunalen Schulverwaltungen nicht so recht wissen, wie guter hybrider Unterricht aussehen kann. Dabei gibt es gute Konzepte, wie man das lernen kann. Zu dem Themenkomplex lohnt es sich, ein Video anzuschauen, wo Marina Weisband Vorschläge macht.
Marina Weisband, die das Projekt Aula – Schule gemeinsam gestalten leitet, hat auch einen lesenswerten Text zu der Problematik geschrieben. Vielleicht gibt es ja in Aachen eine Schule, die ein Experiment entwickelt. Pragmatische Gegenvorschläge.
Auf YouTube gibt es viele kurze Videos zu Digitalisierung und Fernunterricht und wie man diesen organisiert. z. B. hier Digifernunterricht.
Symbolbild. Auch in altehrwürdigen Gebäuden kann moderner Schulunterricht geplant werden.
Durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten wurde das neue Gebäude vom Freibad Hangeweiher pünktlich zum 1. Mai fertig – trotz Verzögerungen in der Bauzeit. Zur Eröffnung gab es einen beherzten Sprung ins kühle Nass mit Dr. Sebastian Breuer, Vorsitzender des Sportausschusses und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (v.l.).
***
Jugendumfrage
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehem. Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan, Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
*
Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).