50 Millionen lieber für einen Nothilfefonds statt für das Neue Kurhaus ausgeben

Das Land und die StädteRegion Aachen haben die Empfehlung ausgesprochen, Kita- und OGS-Beiträge für den April nicht einzufordern. Das erscheint den Piraten in Aachen zu wenig, da der Schaden für viele Eltern bereits im März entstanden ist.

„Wir wollen Menschen, die von der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie besonders betroffen sind, hier zumindest finanziell entgegenkommen und behalten uns vor, im Rat zusätzlich eine Rückzahlung für den Monat März zu beantragen“, teilt Matthias Achilles, Kandidat der Piratenpartei für das Oberbürgermeisteramt, mit.

Auch in Ausnahmesituationen ist es generell wichtig, dass die Opposition in Aachen aktiv bleibt und kritisch begleitet, was die Mehrheit im Rat beschlossen hat. Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, so meinen die Piraten, ist für die Stadt Aachen eine wirtschaftliche Herausforderung, die zeigt, dass in den letzten Jahren in Aachen vielfach falsch investiert wurde.

Das Projekt „Neues Kurhaus“ sei quasi ein Paradebeispiel, bei dem
Millionen Euro verplant, aber alle Debatten um die Verhältnismäßigkeit
vermieden wurden. „In der aktuellen Lage ist hier nach unserer Ansicht
ein drastisches Umdenken nötig.“

Und in der Tat: Das Geld, das dieses Sanierungsprojekt bindet, wird jetzt akut für die Bewältigung der aktuellen Krise benötigt. Die Piraten fordern deswegen, dieses Projekt auszusetzen und damit etwas Spielraum zu schaffen, um allen Aachener*innen zu helfen. 

Jetzt ist nicht die Zeit, um die Nostalgie einiger weniger mit einem 50 Millionen Euro teuren Prunkbau zu befriedigen.

Matthias Achilles

Jetzt sei die Zeit, eine Krise zu meistern und dabei niemanden zurückzulassen. Durch einen Stopp oder Aufschub könnten zudem
2,5 Mio an Unterhaltskosten gespart werden, die zu 50 Prozent beim Eurogress und 50 Prozent bei der Kasse der Stadt Aachen anfallen werden.

Möchte die eingeplanten 50 Millionen Euro samt Folgekosten nicht für die Herrichtung des Neuen Kurhaus (ex-Spielcasino, Monheimsalle) ausgeben, sondern lieber in einen Nothilfefonds stecken: Matthias Achilles
Das Neue Kurhaus ist kein bisschen neu, sondern alt. So alt, dass es für mindestens 50 Millionen Euro saniert werden soll. Es ist zudem ein Zankapfel geworden. CDU/SPD, FDP und sogar Die Linke wollen die Millionen in der Monheimsallee ausgeben. Grüne und Piraten können sich gerade jetzt eine sinnvollere Verwendung der Millionen vorstellen.
Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Kein CHIO, kein Karlspreis – aber ein Gabenzaun

Das Reitturnier (Weltfest des Pferdesports) wird verschoben, es sollte eigentlich vom 29. Mai bis 7. Juni stattfinden. Aber – ehrlich gesagt – habe ich den Verdacht, dass es dieses Jahr ganz ausfällt. Sehr schade.
Die ursprünglich für den 21. Mai 2020 vorgesehene Verleihung des Internationalen Karlspreis an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis wird ebenfalls verschoben. Und die RWTH (gegründet 1870) sagt ihr Fest zum 150jährigen Bestehen ab.

Was jetzt schön ist, und das sollte man auch mal sehen: Es gibt leere Straßen, es herrscht mehr Ruhe in der Stadt, die Luft ist viel besser als sonst und die vielen Hilfsangebote, die die Menschen einander machen, hatte man so auch nicht erwartet. Außerdem ist gut, dass jetzt mal die Arbeit der Frauen an den Discounter-Kassen, in den Krankenhäusern und in der Pflege wertgeschätzt wird. – Dass wir die Produktion von Medikamenten, Impfstoffen, medizinischen Hilfsmitteln nicht komplett ins Ausland verlagern dürfen! Haben wir kapiert.

Die Tafeln sind geschlossen, auch die Aachener Tafel. Es gibt beim Café Kittel, Pontstraße, einen Gabenzaun. Falls ihr schon erkennen könnt, dass das mit dem Hamstern von Dosensuppen etwas übertrieben war, könnt ihr dort die Lebensmittel hinbringen. Bedürftige holen sich die Beutel dann ab.

Am heutigen Montag war der Gabenzaun noch ziemlich schwach bestückt. Das muss nicht so bleiben.

Unendliche viele Infos zur aktuellen Pandemie finden sich im Internet. Wirklich erhellend und seriös sind nach Einschätzung aller, die etwas von der Sache verstehen, die Beiträge der beiden Virologen/Professoren Alexander Kekulé und Christian Drosten. – Vorsicht vor teuren und dubiosen Infektions-Tests (von der Bild-Zeitung angeboten) und wenn Kettenbriefe euch erzählen, mit Luftanhalten könne man testen, ob man infiziert ist oder nicht. Das ist alles Quatsch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Corona-Virus: Aktuelle Lage in Stadt und StädteRegion Aachen

Für Sonntag, 29. März, 10 Uhr teilt die Stadtverwaltung folgendes mit:

Die Zahl der Todesfälle in der StädteRegion Aachen liegt weiterhin bei 14. Alle bislang gestorbenen, auf das Corona-Virus positiv getesteten Patienten gehörten zu den Risikogruppen, hatten multiple Vorerkrankungen und/oder geschwächte Immunsysteme nach Krebserkrankungen. Gezählt werden Bürgerinnen und Bürger, die in den Kommunen der StädteRegion Aachen beheimatet  sind.

Bilanz von Ordnungsämtern und Polizei: Das Frühlingswetter hat am Samstag viele Menschen in der Region auf die Straße gelockt. Der ganz überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger hält sich aber weiterhin an das Kontaktverbot. Es gab nur wenige Verstöße, unter anderem auf Wochenmärkten, wo an vereinzelten Ständen nicht nur Lebensmittel verkauft wurden.

Zudem mussten im Einzelfall kleine private Feiern aufgelöst werden. Die Polizei verzeichnete in der gesamten StädteRegion am Samstag, 29. März, genau 13 Ordnungswidrigkeiten, die zur Anzeige gebracht wurden.

Abstrichzentren: Zwischenzeitlich ist es an den Kommunalen Abstrichzentren gelungen, die Wartezeit für Getestete von der Probenentnahme bis zur Mitteilung des Ergebnisses deutlich zu verkürzen. 

Die Abstrichzentren in Eschweiler und am Aachener Tivoli sind wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten.

Bei der Vorprüfung wird abgeklärt, ob folgende Bedingungen grundsätzlich erfüllt sind: 

·         Als Grundbedingung, die immer erfüllt sein muss, müssen die Anrufenden entsprechende Krankheitssymptome aufweisen (Abgeschlagenheit, grippeähnliches Gefühl, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber).

Zudem muss noch eine dieser weiteren Bedingungen erfüllt sein: 

·         entweder die Anrufenden hatten innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum oder Kontakt mit Körperflüssigkeiten),

·         oder die Anrufenden üben eine Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Rettungsdienst oder Krankenhaus aus,

·         oder die Anrufenden gehören einer Risikogruppe an. (Die genaue Definition findet sich beim RKI unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html)

Sollten die oben genannten Bedingungen für einen Test erfüllt sein, erhält man eine Einladung ins Abstrichzentrum per E-Mail.

Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (an Werktagen und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr) eingerichtet. 

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Stunde Dunkelheit

Am heutigen Samstag, 28. März, ab 20.30 Uhr (Ortszeit) gehen wieder für eine Stunde die Lichter aus, so auch in Aachen. Während der Aktion Earth Hour des Umweltverbands WWF (World Wildlife Fund) werden unzählige Leute zu Hause das Licht ausschalten und viele Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen

In Aachen wird die STAWAG an rund 50 Gebäuden oder Bauwerken die Beleuchtung abschalten, darunter sind: Dom, Stadttheater, Friedenskapelle und Friedenskreuz in Haaren, Altes Kurhaus, der Brunnen „Fischpüddelchen“ am Fischmarkt, Pont- und Marschiertor. 

Bei der Earth Hour geht es nicht ums Stromsparen, sondern um den symbolischen Hinweis, dass jeder mitmachen und grundsätzlich weniger Energie verbrauchen kann. Die Straßenbeleuchtung bleibt in der Stunde aber an, so dass alle Wege weiterhin hell und sicher sind.  

Die WWF Earth Hour findet in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal in Aachen statt. Was im Jahr 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen Ereignis aus.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aachen: Neues Abstrichzentrum im Fußballstadion

Brücke, die auf Höhe des Finanzamtes über die Krefelder Straße führt, mit Transparent. „Pflege, Ärzte & Supermärkte, ihr seid da . . .“ steht auf dem Transparent.
Seitlich am Fußballstadion befindet sich jetzt das neue Zentrum.

Die Stadt Aachen hat jetzt ein Kommunales Abstrichzentrum. Es wurde im Tivoli an der Krefelder Straße eingerichtet, ist von nah und fern gut zu erreichen und ist so weitläufig, dass Mindestabstände leicht eingehalten werden können.

Dieses Abstrichzentrum ist das zweite in unserer Region, das erste befindet sich in Eschweiler. In beiden Zentren zusammen können nun täglich 1100

Der Tivoli ist nahezu ideal als Abstrichzentrum. Es gibt jede Menge Platz. Das Stadion ist auch sehr gut mit dem Bus zu erreichen.

Menschen getestet werden. So gewinnen die Ärzte und Wissenschaftler Kenntnisse über die Verbreitung des Virus, sie können die Lage besser einschätzen und Maßnahmen ergreifen. Die Infizierten können in Quarantäne gehen und stecken keine weiteren Personen an.

Im neuen Tivoli-Abstrichzentrum wird – nach Terminvereinbarung – ein Abstrich gemacht. Die Probe wird dann in ein Analysezentrum (Köln) geschickt. Die Labore sind allerdings an den Grenzen ihrer Kapazität angekommen, und es dauert manchmal eine Woche, bis das Ergebnis mitgeteilt wird.

***

Was den Mitteilungen des Stadtverwaltung zu entnehmen ist: In der StädteRegion (mit Stadt Aachen) gab es bis Freitag, 27. März, um 10.15 Uhr genau 746 positive Fälle, davon 376 in der Stadt Aachen.

Es gab bis Freitag (15 Uhr) 5 weitere Todesfälle in städteregionalen Krankenhäusern zu vermelden: Unter anderen sind bis Freitag ein 1934 geborener Mann aus Würselen und eine 1943 geborene Frau aus Aachen gestorben.

Es erhöhte sich die Zahl der Todesfälle in der StädteRegion Aachen auf 14. Alle bislang gestorbenen, auf das Corona-Virus positiv getesteten Patienten gehörten – nach den vorliegenden Informationen – zu den Risikogruppen, hatten multiple Vorerkrankungen und/oder geschwächte Immunsysteme nach Krebserkrankungen. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Virus geht auf Weltreise

Seit Tausenden von Jahren leben Menschen und Viren zusammen auf dieser Welt. Wir Menschen brauchen die Viren NICHT, aber die Viren können ohne Menschen nicht existieren, und wenn keine Menschen da sind, nutzen Viren die Tiere um zu überleben und sich zu vermehren. 

Die Pocken traten schon vor mindestens 3000 Jahren in Ägypten auf, denn man fand Mumien mit pockennarbigen Gesichtern. Der erste schriftliche Bericht über die Pockenepidemie stammt aus dem Jahre 430 v. Chr., ein gewisser Thukydides beschrieb die aufgehäuften Leichenberge, die in Athen zu sehen waren. Praktisch in jedem Jahrzehnt gab es ansteckende Krankheiten und Massensterben . . . bis sich die moderne Wissenschaft der Sache annahm.

Jetzt hat ein Virus von einem Markt in Zentralchina aus seine Reise um die Welt angetreten. Der Berliner Tagesspiegel veröffentlicht eine sehr interessante interaktive Kartenserie, wo ihr den Vormarsch des Virus erkennen könnt.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karten-so-hat-sich-das-coronavirus-ausgebreitet/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Fragen, denen wir uns stellen müssen

1. Was nun die Pandemie betrifft, so ist wohl das Schlimmste, was passieren kann: Dass viel mehr Schwerkranke vor den Türen der Krankenhäuser stehen oder dort eingeliefert werden, als dort behandelt werden können. Und dass dann ausgesucht werden muss, wer behandelt wird und wer nicht mehr. (s. Triage) So soll es im französischen Straßburg der Fall sein. Das ist das Grauenhafteste, was wir erleben könnten und was wir auf jeden Fall vermeiden müssen. 

2. Sodann wird an den europäischen Universitäten nach Impfstoff gesucht. Da wird die Frage zu klären sein: Wenn wir meinen, einen Impfstoff gefunden zu haben, wie lang darf denn die Testphase sein, ehe wir mit diesem Impfstoff auf die Bevölkerung losgehen. Normalerweise dauert es mehrere Jahre, bis ein Impfstoff genehmigt wird. Er muss ungeheuer viele Testphasen durchlaufen, bevor man sicher ist: Es gibt kaum bis gar keine Nebenwirkungen und der Impfschutz funktioniert.  

Eine lange Testphase können wir uns nicht erlauben. Wie kurz – das wird zu klären sein – darf die Testphase denn sein? Das gleiche gilt für Medikamente, die die Krankheit lindern (könnten).

3. Schutzkleidung samt Mundschutz und Desinfektionsmittel sind knapp geworden. Sie wurden nachbestellt, und die Lieferungen kamen nicht in Deutschland an, wurden unterwegs irgendwie/wo abgefangen und fehlen jetzt in Deutschland. Wie schaffen wir es, die Kliniken und Arztpraxen usw.  mit Schutzkleidung und Desinfektionsmittel auszustatten, so dass diese Leute nicht ihrerseits erkranken, sondern gesund bleiben?

4. Eine lange Phase der Isolation, der Kontaktlosigkeit oder des Eingeschlossen-Sein mit der Familie schlägt aufs Gemüt. Wie schaffen wir es, seelisch fit zu bleiben, Depressionen fern zu halten?

5. Im Netz und bei Facebook ist der Hass verstummt, soweit ich es mitbekomme. Die Merkel-Hasser, die Greta-Hasser, die Feinde der Demokratie und die, die sehen wollen, dass alles zusammenkracht, sie sind zur Zeit still. Doch sie liegen auf der Lauer. Wie schaffe wir das, mit denen fertig zu werden, wenn sie aus ihren Löchern rauskommen und versuchen, Angst zu verbreiten? Vor den Hatern und Hetzern habe ich zumindest mehr Angst als vor dem Virus. 

6. Wie schützen wir uns vor der Totalüberwachung, die uns die Privatsphäre nimmt? Grundrechte sind systemrelevant. Handy-Daten wurden für das Robert-Koch-Institut analysiert. Wie das geschah, erläutert Dirk Brockmann im Interview (dazu schreibe ich später noch mehr).

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aachen: 90-Millionen-Bauprojekt in Angriff genommen

Ein Bauprojekt namens „Blue Gate“ wird hier gerade hochgezogen

Direkt neben den Schienen, zwischen Hauptbahnhof und Burtscheider Brücke, entsteht gerade eines der teuersten Bauprojekte, die Aachen jemals gesehen hat. Warum das Ganze den Namen „Blue Gate“ erhielt? Keine Ahnung, aber so heißt es nun mal. Hier sieht man es.

Ich weiß nicht, wie viele Jahre lang der Baubeginn immer unmittelbar bevorstand und verschoben wurde, aber 2019 kam es dann doch zum Ersten Spatenstich, und seitdem ist schon einiges passiert. 4 große Gebäuderiegel sollen errichtet werden. 90 Millionen Euro soll alles kosten und 2022 soll alles fertig sein.

Was die Bauherren (ein irischer Fonds) mitteilen, seht ihr auf der Bautafel. :

Hinten links sieht man das Dach des Hauptbahnhofs. Bis zur Burtscheider Brücke hin wird nun alles bebaut.

In einem der mittleren Häuser entstehen 300 Studentenapartements der etwas teureren Art. In einem anderen Teil wird es ein Hotel geben mit 160 Zimmern. Es gibt einen Bürokomplex, der 6000 Quadratmeter umfasst und Geschäfte und Gastronomie auf insgesamt 5000 Quadratmetern. Dazu ist ein Parkhaus in dem Projekt vorgesehen und eine Radstation für 400 Räder.

Das ist alles für Aachen eine Nummer zu groß, wirkt protzig und geradezu gigantisch, und man muss hoffen, dass es auch funktioniert – in unserer kleinen, alten Kaiserstadt, wo die Proportionen ganz andere sind.

Sei’s drum: Es ist sowieso nicht mehr zu verhindern, auch wenn es von den Proportionen her nicht ins verträumte Aachen passt, wo gerade im Zentrum noch mittelalterliche Kleinteiligkeit erlebbar ist.

Aber was weiß ich schon von Baukunst und Proportionen?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Ab morgen: Zweites Abstrichzentrum nimmt die Arbeit auf

Stadt und StädteRegion Aachen nehmen ab Donnerstag, 26. März, ein zweites Kommunales Abstrichzentrum (KAZ) in Betrieb. Das zweite KAZ wird in einem speziell hergerichteten Bereich des Aachener Tivoli eröffnet. Dazu teilt die Stadtverwaltung mit:

Bereits seit 4. März ist ein Abstrichzentrum in Eschweiler aktiv. Die beiden Zentren sollen Arztpraxen und Krankenhäuser von den Testungen entlasten und Informationen beim zuständigen Gesundheitsamt bündeln. Arztpraxen und Krankenhäuser können sich dadurch stärker auf die Behandlung der Patienten konzentrieren, können allerdings auch selbst weiter testen. 

Keine Gäste, kein Umsatz! Mitten in Aachen.

Im KAZ am Standort Eschweiler können derzeit maximal bis zu 600 Bürgerinnen und Bürger pro Tag getestet werden. „Da wir in den vergangenen Tagen diese Zahlen beinahe erreicht haben, wollen wir mit einem weiteren Abstrichzentrum rechtzeitig vorsorgen“, sagt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

In gleichem Umfang sind ab Donnerstag auch im Abstrichzentrum in Aachen Testungen möglich. „Dort sind wir zudem in der Lage, bei entsprechendem Bedarf die Kapazitäten kurzfristig deutlich zu erhöhen“, sagt Grüttemeier.

Die Kapazitäten des Callcenters für die Abstrichzentren werden ebenfalls deutlich aufgestockt. Weiterhin gilt: Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. Man kann nicht einfach zum Abstrichzentrum kommen. Und auch mit der Überweisung eines Arztes muss man vorher die Hotline anrufen. 

Beide Kommunale Abstrichzentren sind wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Sofern erforderlich können am Wochenende Abstriche in den Krankenhäusern und beim ärztlichen Notdienst gemacht werden. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten. An der Hotline wird dann geklärt, an welchem KAZ-Standort – Eschweiler oder Aachen – eine Person jeweils einen Termin erhält. Entscheidendes Kriterium wird hier die Nähe des jeweiligen KAZ zum persönlichen Wohnort sein.

Alle Infos und die Kriterien, wann man getestet werden kann unter: https://www.staedteregion-aachen.de/kaz

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Keine Ehre für einen einflussreichen Nazi-Kunstprofessor

Die Arthur-Kampf-Straße befindet sich in Burtscheid. Der Aachener Maler gehörte in der Nazi-Zeit (entsprechend der Nazi-Ideologie) zu den offiziell „unverzichtbaren“ Menschen. Das Straßenschild ist mittlerweile weg. Foto: Archiv

Das Bürgerforum ist ausgefallen und damit auch eine Diskussion über die Frage, ob es in Burtscheid wirklich eine Straße geben muss, die nach Adolf Hitlers Vorzeigekünstler Arthur Kampf benannt ist. 

Genauer: Die Straße muss es natürlich geben, aber muss sie ausgerechnet nach Arthur Kampf benannt werden? „Gottbegnadet“, den Titel verliehen die Nazis diesem Maler, und seine Bilder waren entsprechend.

Dieser Künstler hat sein zweifellos vorhandenes Talent in den Dienst von Verbrechern gestellt. Er malte im Stil der Blut-und-Boden-Ideologie und setzte sich als Präsident der Akademie der Preußischen Künste massiv dafür ein, avantgardistische Künstler aus dem Kulturleben auszuschließen. 

Dafür sollte niemand geehrt werden.

Die Straße in Burtscheid ist eine Stichstraße, sie hätte unverzüglich einen anderen Namen verdient. Die Anwohner (viele sind es nicht) wurden – soweit bekannt – aber noch nicht befragt.

Das Straßenschild ist jedenfalls schon mal weg. Es verschwand nach der Berichterstattung – hier und in den Aachener Tageszeitungen wie von Geisterhand. Ich persönlich vermisse es kein bisschen. Ich bin vielmehr dem Aachener dankbar, der dort mehrfach vorbeiging und sich fragte: Wer ist denn eigentlich dieser Arthur Kampf? Er recherchierte im Internet und fiel aus allen Wolken. Das war vor über einem Jahr.

Die Straße ist immer noch nicht umbenannt, denn man wollte auf die Düsseldorfer warten. Düsseldorf hat ebenfalls eine Arthur-Kampf-Straße und gab ein Gutachten in Auftrag. Das ist nun fertig und stellt fest: 1. dass Arthur Kampf aus Aachen einer der angesehensten Historienmaler und ein Kunstprofessor im Dritten Reich gewesen ist, dass 2. die Straße in Düsseldorf aber nicht umbenannt werden muss. 

Das Vorgehen der Düsseldorfer gibt Rätsel auf und kann in Aachen hoffentlich nicht als Vorbild dienen. In Aachen ist man eher geneigt, Straßen und Plätze nach Nazi-Gegnern zu benennen s. Anna-Sittarz-Platz und Adam-Kuckhoff-Straße.

Jetzt soll in Aachen ein eigenes Gutachten angefertigt werden.

s. dazu auch den Kommentar

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar