Was Leute begeistert und zu Tränen rührt: Feuerwehr und Polizei erfreuen uns mit Gesang, gestern schon in Eilendorf. Mit einem Lautsprecherwagen fahren sie ab sofort immer um 17 Uhr durch Aachen, und es erschallt beziehungsreich der selbst intonierte Song „Immer wieder geht die Sonne auf“.
Also, so hatte ich mir die Apokalypse nicht vorgestellt. Das kann heiter werden, die Straße wird zur Bühne. Leute führen auf der Straße etwas auf, singen oder tanzen, und das „Publikum“ sitzt am Fenster, schaut zu und applaudiert.
Die Polizei schreibt: „Feuerwehrleute und Polizisten wissen, dass gerade in Krisenlagen, in denen soziale Kontakte reduziert werden, alleinlebende ältere Menschen besonders gefährdet sind, vergessen zu werden und im schlimmsten Fall einsam zu sterben. Um dieser Gefahr vorzubeugen, wird ein Song von Udo Jürgens ab sofort von Lautsprecherfahrzeugen der Feuerwehr in den Straßen der Stadt und StädteRegion zu hören sein.“
Der Polizist singt übrigens noch schöner als Udo Jürgens. Und das alles ist auch kein Aprilscherz.
Polizeipräsident Dirk Weinspach mahnt: „Achten Sie auf ältere Menschen in Ihrer Nachbarschaft! Kümmern Sie sich, wenn Sie den Eindruck haben, dass etwas nicht stimmt!“
Es gibt auch ein Begleitvideo. Da appellieren die Initiatoren an die Nachbarschaft, dass niemand vergessen wird. Das Video kann unter: https://youtu.be/GruM4cQ2VYw (das ist der YouTube- Kanal der Stadt Aachen) und bei verschiedenen Musik- Streamingdiensten abgerufen werden.
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Bitte seht euch diese Aktion-Seite an, es geht um Masken, die einen gewissen minimalen Schutz darstellen. https://maskeauf.de
Auf dieser Seite findet ihr außerdem einen gute Anleitung zum Bau von Masken. Man muss nicht zwingend nähen können.
Die Aachener Grünen schicken heute eine Stellungnahme – Anlass ist natürlich die gegenwärtige, vor sich hin galoppierende Pandemie und insbesondere die Klage eines Aacheners. Die Tatsache, dass jemand klagt, scheint die Grünen schwer zu empören. Ein unbekannter Aachener fordert nämlich das Recht auf öffentliche Treffen im Freundeskreis. Dazu der Text der Grünen in Auszügen:
Am Samstag in den ZDF-Nachrichten: Bei der live-Berichterstattung vom Mainzer Rheinufer tummeln sich einige Jugendliche im Hintergrund, das übliche Geschubse und Gejohle. Auch in Aachen lösen die Polizei und das Ordnungsamt immer noch Zusammenkünfte in Parks und kleinere Privatparties auf. Und ein Mann in Aachen klagt sein „Recht auf Zusammentreffen mit seinen Freunden“ in der Öffentlichkeit ein. Was genau ist eigentlich so schwer zu verstehen an „Bleibt zuhause“?
Wir sehen die Bilder von nächtlichen Leichentransporten in Militärlastern in italienische Krematorien. Wir sehen überfüllte Leichen-Kühlhäuser in New York. Wir sehen die Bilder aus dem syrischen Idlib und können doch nicht einmal im Geringsten die schrecklichen Ausmaße erahnen, die die Corona-Pandemie in den Ghettos, Slums und Flüchtlingslagern dieser Welt anrichten wird.
Und hier, mitten in unserer Aachener Stadtgesellschaft, die wir trotz aller Schwächen, trotz allem, was besser gemacht werden muss, trotz aller sozialer Ungerechtigkeiten im Großen und Ganzen eine Wohlstandsgesellschaft nennen können, hier klagt ein Mensch auf sein Recht, egoistisch zu bleiben.
Das Oberverwaltungsgericht in Münster muss nun die Rechtmäßigkeit dieser Klage prüfen. Wirklich? Ist es tatsächlich das, womit wir unsere Justiz im Moment beschäftigen sollten? Sind das die Fragen, die uns aus dieser Krise helfen?
Auf starke Demokratie bauen
Sicherlich müssen wir alle sehr wachsam sein, wenn der Staat Einschränkungen der persönlichen Freiheit verfügt. Dies ist nur dann gerechtfertigt, wenn es um Leben und Tod geht. Genau darum geht es aber gerade. Unsere Demokratie ist stark genug, hier „Wächter“ zu sein. Die Gründe für „Bleibt zuhause“ und für die Kontaktsperre von mehr als zwei Personen müssen wir nicht noch einmal aufzählen.
Alles ist gesagt, und die große Mehrheit der Aachenerinnen und Aachener hat es auch verstanden. Gut so! Querschläger und gedankenlose Egoisten sind das letzte, was wir in diesen Zeiten gebrauchen können. Haltet zusammen – auf Distanz – und bleibt zuhause!
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Mit einer Plakat- und Sharepic-Aktion wollen die GRÜNEN in Aachen nochmals bekräftigen, wie wichtig es ist, sich jetzt gemeinschaftlich an die Regeln zu halten. Bleibt zuhause – #BlievtZeheäm – in vielen Sprachen findet sich als Plakat zum Ausdrucken und Aufhängen sowie als share pic für die sozialen Medien hier:
Das Land und die StädteRegion Aachen haben die Empfehlung ausgesprochen, Kita- und OGS-Beiträge für den April nicht einzufordern. Das erscheint den Piraten in Aachen zu wenig, da der Schaden für viele Eltern bereits im März entstanden ist.
„Wir wollen Menschen, die von der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie besonders betroffen sind, hier zumindest finanziell entgegenkommen und behalten uns vor, im Rat zusätzlich eine Rückzahlung für den Monat März zu beantragen“, teilt Matthias Achilles, Kandidat der Piratenpartei für das Oberbürgermeisteramt, mit.
Auch in Ausnahmesituationen ist es generell wichtig, dass die Opposition in Aachen aktiv bleibt und kritisch begleitet, was die Mehrheit im Rat beschlossen hat. Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, so meinen die Piraten, ist für die Stadt Aachen eine wirtschaftliche Herausforderung, die zeigt, dass in den letzten Jahren in Aachen vielfach falsch investiert wurde.
Das Projekt „Neues Kurhaus“ sei quasi ein Paradebeispiel, bei dem Millionen Euro verplant, aber alle Debatten um die Verhältnismäßigkeit vermieden wurden. „In der aktuellen Lage ist hier nach unserer Ansicht ein drastisches Umdenken nötig.“
Und in der Tat: Das Geld, das dieses Sanierungsprojekt bindet, wird jetzt akut für die Bewältigung der aktuellen Krise benötigt. Die Piraten fordern deswegen, dieses Projekt auszusetzen und damit etwas Spielraum zu schaffen, um allen Aachener*innen zu helfen.
„Jetzt ist nicht die Zeit, um die Nostalgie einiger weniger mit einem 50 Millionen Euro teuren Prunkbau zu befriedigen.“
Matthias Achilles
Jetzt sei die Zeit, eine Krise zu meistern und dabei niemanden zurückzulassen. Durch einen Stopp oder Aufschub könnten zudem 2,5 Mio an Unterhaltskosten gespart werden, die zu 50 Prozent beim Eurogress und 50 Prozent bei der Kasse der Stadt Aachen anfallen werden.
Möchte die eingeplanten 50 Millionen Euro samt Folgekosten nicht für die Herrichtung des Neuen Kurhaus (ex-Spielcasino, Monheimsalle) ausgeben, sondern lieber in einen Nothilfefonds stecken: Matthias AchillesDas Neue Kurhaus ist kein bisschen neu, sondern alt. So alt, dass es für mindestens 50 Millionen Euro saniert werden soll. Es ist zudem ein Zankapfel geworden. CDU/SPD, FDP und sogar Die Linke wollen die Millionen in der Monheimsallee ausgeben. Grüne und Piraten können sich gerade jetzt eine sinnvollere Verwendung der Millionen vorstellen.
Das Reitturnier (Weltfest des Pferdesports) wird verschoben, es sollte eigentlich vom 29. Mai bis 7. Juni stattfinden. Aber – ehrlich gesagt – habe ich den Verdacht, dass es dieses Jahr ganz ausfällt. Sehr schade. Die ursprünglich für den 21. Mai 2020 vorgesehene Verleihung des Internationalen Karlspreis an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis wird ebenfalls verschoben. Und die RWTH (gegründet 1870) sagt ihr Fest zum 150jährigen Bestehen ab.
Was jetzt schön ist, und das sollte man auch mal sehen: Es gibt leere Straßen, es herrscht mehr Ruhe in der Stadt, die Luft ist viel besser als sonst und die vielen Hilfsangebote, die die Menschen einander machen, hatte man so auch nicht erwartet. Außerdem ist gut, dass jetzt mal die Arbeit der Frauen an den Discounter-Kassen, in den Krankenhäusern und in der Pflege wertgeschätzt wird. – Dass wir die Produktion von Medikamenten, Impfstoffen, medizinischen Hilfsmitteln nicht komplett ins Ausland verlagern dürfen! Haben wir kapiert.
Die Tafeln sind geschlossen, auch die Aachener Tafel. Es gibt beim Café Kittel, Pontstraße, einen Gabenzaun. Falls ihr schon erkennen könnt, dass das mit dem Hamstern von Dosensuppen etwas übertrieben war, könnt ihr dort die Lebensmittel hinbringen. Bedürftige holen sich die Beutel dann ab.
Am heutigen Montag war der Gabenzaun noch ziemlich schwach bestückt. Das muss nicht so bleiben.
Unendliche viele Infos zur aktuellen Pandemie finden sich im Internet. Wirklich erhellend und seriös sind nach Einschätzung aller, die etwas von der Sache verstehen, die Beiträge der beiden Virologen/Professoren Alexander Kekulé und Christian Drosten. – Vorsicht vor teuren und dubiosen Infektions-Tests (von der Bild-Zeitung angeboten) und wenn Kettenbriefe euch erzählen, mit Luftanhalten könne man testen, ob man infiziert ist oder nicht. Das ist alles Quatsch.
Für Sonntag, 29. März, 10 Uhr teilt die Stadtverwaltung folgendes mit:
Die Zahl der Todesfälle in der StädteRegion Aachen liegt weiterhin bei 14. Alle bislang gestorbenen, auf das Corona-Virus positiv getesteten Patienten gehörten zu den Risikogruppen, hatten multiple Vorerkrankungen und/oder geschwächte Immunsysteme nach Krebserkrankungen. Gezählt werden Bürgerinnen und Bürger, die in den Kommunen der StädteRegion Aachen beheimatet sind.
Bilanz von Ordnungsämtern und Polizei: Das Frühlingswetter hat am Samstag viele Menschen in der Region auf die Straße gelockt. Der ganz überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger hält sich aber weiterhin an das Kontaktverbot. Es gab nur wenige Verstöße, unter anderem auf Wochenmärkten, wo an vereinzelten Ständen nicht nur Lebensmittel verkauft wurden.
Zudem mussten im Einzelfall kleine private Feiern aufgelöst werden. Die Polizei verzeichnete in der gesamten StädteRegion am Samstag, 29. März, genau 13 Ordnungswidrigkeiten, die zur Anzeige gebracht wurden.
Abstrichzentren: Zwischenzeitlich ist es an den Kommunalen Abstrichzentren gelungen, die Wartezeit für Getestete von der Probenentnahme bis zur Mitteilung des Ergebnisses deutlich zu verkürzen.
Die Abstrichzentren in Eschweiler und am Aachener Tivoli sind wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten.
Bei der Vorprüfung wird abgeklärt, ob folgende Bedingungen grundsätzlich erfüllt sind:
· Als Grundbedingung, die immer erfüllt sein muss, müssen die Anrufenden entsprechende Krankheitssymptome aufweisen (Abgeschlagenheit, grippeähnliches Gefühl, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber).
Zudem muss noch eine dieser weiteren Bedingungen erfüllt sein:
· entweder die Anrufenden hatten innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum oder Kontakt mit Körperflüssigkeiten),
· oder die Anrufenden üben eine Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Rettungsdienst oder Krankenhaus aus,
Sollten die oben genannten Bedingungen für einen Test erfüllt sein, erhält man eine Einladung ins Abstrichzentrum per E-Mail.
Infos zu aktuellen Entwicklungen: Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen.
Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (an Werktagen und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr) eingerichtet.
Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.
Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.
Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!
Am heutigen Samstag, 28. März, ab 20.30 Uhr (Ortszeit) gehen wieder für eine Stunde die Lichter aus, so auch in Aachen. Während der Aktion Earth Hour des Umweltverbands WWF (World Wildlife Fund) werden unzählige Leute zu Hause das Licht ausschalten und viele Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen.
In Aachen wird die STAWAG an rund 50 Gebäuden oder Bauwerken die Beleuchtung abschalten, darunter sind: Dom, Stadttheater, Friedenskapelle und Friedenskreuz in Haaren, Altes Kurhaus, der Brunnen „Fischpüddelchen“ am Fischmarkt, Pont- und Marschiertor.
Bei der Earth Hour geht es nicht ums Stromsparen, sondern um den symbolischen Hinweis, dass jeder mitmachen und grundsätzlich weniger Energie verbrauchen kann. Die Straßenbeleuchtung bleibt in der Stunde aber an, so dass alle Wege weiterhin hell und sicher sind.
Die WWF Earth Hour findet in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal in Aachen statt. Was im Jahr 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen Ereignis aus.
Brücke, die auf Höhe des Finanzamtes über die Krefelder Straße führt, mit Transparent. „Pflege, Ärzte & Supermärkte, ihr seid da . . .“ steht auf dem Transparent.Seitlich am Fußballstadion befindet sich jetzt das neue Zentrum.
Die Stadt Aachen hat jetzt ein Kommunales Abstrichzentrum. Es wurde im Tivoli an der Krefelder Straße eingerichtet, ist von nah und fern gut zu erreichen und ist so weitläufig, dass Mindestabstände leicht eingehalten werden können.
Dieses Abstrichzentrum ist das zweite in unserer Region, das erste befindet sich in Eschweiler. In beiden Zentren zusammen können nun täglich 1100
Der Tivoli ist nahezu ideal als Abstrichzentrum. Es gibt jede Menge Platz. Das Stadion ist auch sehr gut mit dem Bus zu erreichen.
Menschen getestet werden. So gewinnen die Ärzte und Wissenschaftler Kenntnisse über die Verbreitung des Virus, sie können die Lage besser einschätzen und Maßnahmen ergreifen. Die Infizierten können in Quarantäne gehen und stecken keine weiteren Personen an.
Im neuen Tivoli-Abstrichzentrum wird – nach Terminvereinbarung – ein Abstrich gemacht. Die Probe wird dann in ein Analysezentrum (Köln) geschickt. Die Labore sind allerdings an den Grenzen ihrer Kapazität angekommen, und es dauert manchmal eine Woche, bis das Ergebnis mitgeteilt wird.
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Was den Mitteilungen des Stadtverwaltung zu entnehmen ist: In der StädteRegion (mit Stadt Aachen) gab es bis Freitag, 27. März, um 10.15 Uhr genau 746 positive Fälle, davon 376 in der Stadt Aachen.
Es gab bis Freitag (15 Uhr) 5 weitere Todesfälle in städteregionalen Krankenhäusern zu vermelden: Unter anderen sind bis Freitag ein 1934 geborener Mann aus Würselen und eine 1943 geborene Frau aus Aachen gestorben.
Es erhöhte sich die Zahl der Todesfälle in der StädteRegion Aachen auf 14. Alle bislang gestorbenen, auf das Corona-Virus positiv getesteten Patienten gehörten – nach den vorliegenden Informationen – zu den Risikogruppen, hatten multiple Vorerkrankungen und/oder geschwächte Immunsysteme nach Krebserkrankungen.
Seit Tausenden von Jahren leben Menschen und Viren zusammen auf dieser Welt. Wir Menschen brauchen die Viren NICHT, aber die Viren können ohne Menschen nicht existieren, und wenn keine Menschen da sind, nutzen Viren die Tiere um zu überleben und sich zu vermehren.
Die Pocken traten schon vor mindestens 3000 Jahren in Ägypten auf, denn man fand Mumien mit pockennarbigen Gesichtern. Der erste schriftliche Bericht über die Pockenepidemie stammt aus dem Jahre 430 v. Chr., ein gewisser Thukydides beschrieb die aufgehäuften Leichenberge, die in Athen zu sehen waren. Praktisch in jedem Jahrzehnt gab es ansteckende Krankheiten und Massensterben . . . bis sich die moderne Wissenschaft der Sache annahm.
Jetzt hat ein Virus von einem Markt in Zentralchina aus seine Reise um die Welt angetreten. Der Berliner Tagesspiegel veröffentlicht eine sehr interessante interaktive Kartenserie, wo ihr den Vormarsch des Virus erkennen könnt.
1. Was nun die Pandemie betrifft, so ist wohl das Schlimmste, was passieren kann: Dass viel mehr Schwerkranke vor den Türen der Krankenhäuser stehen oder dort eingeliefert werden, als dort behandelt werden können. Und dass dann ausgesucht werden muss, wer behandelt wird und wer nicht mehr. (s. Triage) So soll es im französischen Straßburg der Fall sein. Das ist das Grauenhafteste, was wir erleben könnten und was wir auf jeden Fall vermeiden müssen.
2. Sodann wird an den europäischen Universitäten nach Impfstoff gesucht. Da wird die Frage zu klären sein: Wenn wir meinen, einen Impfstoff gefunden zu haben, wie lang darf denn die Testphase sein, ehe wir mit diesem Impfstoff auf die Bevölkerung losgehen. Normalerweise dauert es mehrere Jahre, bis ein Impfstoff genehmigt wird. Er muss ungeheuer viele Testphasen durchlaufen, bevor man sicher ist: Es gibt kaum bis gar keine Nebenwirkungen und der Impfschutz funktioniert.
Eine lange Testphase können wir uns nicht erlauben. Wie kurz – das wird zu klären sein – darf die Testphase denn sein? Das gleiche gilt für Medikamente, die die Krankheit lindern (könnten).
3. Schutzkleidung samt Mundschutz und Desinfektionsmittel sind knapp geworden. Sie wurden nachbestellt, und die Lieferungen kamen nicht in Deutschland an, wurden unterwegs irgendwie/wo abgefangen und fehlen jetzt in Deutschland. Wie schaffen wir es, die Kliniken und Arztpraxen usw. mit Schutzkleidung und Desinfektionsmittel auszustatten, so dass diese Leute nicht ihrerseits erkranken, sondern gesund bleiben?
4. Eine lange Phase der Isolation, der Kontaktlosigkeit oder des Eingeschlossen-Sein mit der Familie schlägt aufs Gemüt. Wie schaffen wir es, seelisch fit zu bleiben, Depressionen fern zu halten?
5. Im Netz und bei Facebook ist der Hass verstummt, soweit ich es mitbekomme. Die Merkel-Hasser, die Greta-Hasser, die Feinde der Demokratie und die, die sehen wollen, dass alles zusammenkracht, sie sind zur Zeit still. Doch sie liegen auf der Lauer. Wie schaffe wir das, mit denen fertig zu werden, wenn sie aus ihren Löchern rauskommen und versuchen, Angst zu verbreiten? Vor den Hatern und Hetzern habe ich zumindest mehr Angst als vor dem Virus.
6. Wie schützen wir uns vor der Totalüberwachung, die uns die Privatsphäre nimmt? Grundrechte sind systemrelevant. Handy-Daten wurden für das Robert-Koch-Institut analysiert. Wie das geschah, erläutert Dirk Brockmann im Interview (dazu schreibe ich später noch mehr).
Ein Bauprojekt namens „Blue Gate“ wird hier gerade hochgezogen
Direkt neben den Schienen, zwischen Hauptbahnhof und Burtscheider Brücke, entsteht gerade eines der teuersten Bauprojekte, die Aachen jemals gesehen hat. Warum das Ganze den Namen „Blue Gate“ erhielt? Keine Ahnung, aber so heißt es nun mal. Hier sieht man es.
Ich weiß nicht, wie viele Jahre lang der Baubeginn immer unmittelbar bevorstand und verschoben wurde, aber 2019 kam es dann doch zum Ersten Spatenstich, und seitdem ist schon einiges passiert. 4 große Gebäuderiegel sollen errichtet werden. 90 Millionen Euro soll alles kosten und 2022 soll alles fertig sein.
Was die Bauherren (ein irischer Fonds) mitteilen, seht ihr auf der Bautafel. :
Hinten links sieht man das Dach des Hauptbahnhofs. Bis zur Burtscheider Brücke hin wird nun alles bebaut.
In einem der mittleren Häuser entstehen 300 Studentenapartements der etwas teureren Art. In einem anderen Teil wird es ein Hotel geben mit 160 Zimmern. Es gibt einen Bürokomplex, der 6000 Quadratmeter umfasst und Geschäfte und Gastronomie auf insgesamt 5000 Quadratmetern. Dazu ist ein Parkhaus in dem Projekt vorgesehen und eine Radstation für 400 Räder.
Das ist alles für Aachen eine Nummer zu groß, wirkt protzig und geradezu gigantisch, und man muss hoffen, dass es auch funktioniert – in unserer kleinen, alten Kaiserstadt, wo die Proportionen ganz andere sind.
Sei’s drum: Es ist sowieso nicht mehr zu verhindern, auch wenn es von den Proportionen her nicht ins verträumte Aachen passt, wo gerade im Zentrum noch mittelalterliche Kleinteiligkeit erlebbar ist.
Aber was weiß ich schon von Baukunst und Proportionen?
Durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten wurde das neue Gebäude vom Freibad Hangeweiher pünktlich zum 1. Mai fertig – trotz Verzögerungen in der Bauzeit. Zur Eröffnung gab es einen beherzten Sprung ins kühle Nass mit Dr. Sebastian Breuer, Vorsitzender des Sportausschusses und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (v.l.).
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Jugendumfrage
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehem. Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan, Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).