Kein Platz für Vielfalt

Unkrautfrei und pflegeleicht: eine ehemalige Grünfläche in Forst.

Die kleinen Grünflächen vor den Häusern werden auch in Aachen-Forst mehr und mehr mit Steinen belegt. Was vorher grün war, ist jetzt grau. Schade, aber so ist es wohl pflegeleichter. Garten bedeutet ja immer: Arbeit.

Unter diesem Trend leidet die Artenvielfalt in den Städten und Gemeinden. Da kann kein Vogel mehr picken und kein Insekt mehr brummen. Und: Nicht nur bei Gartenbesitzern, auch bei Stadtverwaltungen ist dieser Trend verstärkt zu beobachten. In Aachen wird man sich dem Trend entgegenstellen.

Der NaBu schreibt auf einer Seite: Gerade Vorgärten und kleine Grünflächen haben eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt.  Grünflächen liefern saubere, frische Luft. Kies- und Steinflächen heizen sich dagegen stärker auf, speichern Wärme und strahlen sie wieder ab. Für das Stadtklima wird die Zunahme an Kies- und Steingärten zum Problem, vor allem, wenn zusätzlich notwendige Kaltluftschneisen durch neue Bebauungen wegfallen.

Unnatürliche Helligkeit

Sieht schön aus, hält womöglich die Diebe fern, ist aber komplett unnatürlich: Dauerlicht in der Nacht.

Einjeder Organismus „denkt“ hier: Aha, es ist hell, es ist Tag.

Pflanzen werden durch eine künstlich aufgehellte Umgebung in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst. Nachtlicht stellt ein erhebliches Problem für die Navigation oder Orientierung von Insekten und auch für Zugvögel dar. Die Auswirkungen auf die Chronobiologie des menschlichen Organismus (wie auch auf andere Tiere) sind noch nicht abschließend erforscht.

Störungen im Hormonhaushalt des Menschen (Tag-Nacht-Zyklus, Menstruationszyklus der Frau) sind jedoch bereits nachgewiesen bzw. Gegenstand aktueller Forschung.

Ob es Folgen hat, dass Menschen das nicht mehr sehen können, was Generationen seit Urzeiten in der Nacht gesehen haben? Im Nationalpark Eifel ist der Sternenhimmel noch präsent.    Foto: Henning Brinkmann

Mehr über die sogenannte Lichtverschmutzung: hier

Bericht von Ursula Kals (FAZ), die sich einen Vorgarten angelegt hat. hier

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Abgründige Vorkommnisse

Die Journalistin Annette Bosetti interviewt beim Fest im Forum Investor Norbert Hermanns ( Landmarken AG) und viele andere.

Zum Abschied von Andreas Beitin, der gestern (31. 03.) im Ludwig Forum über die Bühne ging . . . zu dem Vorgang fällt mir nichts mehr ein. Nur noch das: Im Hintergrund könnte in der Verwaltung einer/eine oder etwas sein, das Material gesammelt hat, um Beitin irgendwelche ominösen Verfehlungen anzuhängen. (Es wurde zwar das Budget für einzelne Projekte, keinesfalls aber das Gesamtjahresbudget überschritten.)

Sodann war da wohl jemand in der Politik, der mitgemacht hat insofern, als er die angeblichen „Verfehlungs-Infos“ (gemeint sind nicht-öffentliche Vorlagen für den Rechnungsprüfungsausschuss) an einen nicht kulturbeflissenen, fachfremden Journalisten bei den „Aachener Nachrichten“ weitergeleitet hat.

Schließlich gab es möglicherweise dort seinen Chef, der das unterstützt hat, der jedenfalls nicht gesagt hat: „Halt, stopp, den Mann müssen wir in Aachen halten, der darf hier nicht medial geschlachtet werden. Der Mann ist für Aachen Gold wert.“

Was er auch war, Gold wert (siehe Preisverleihung: Bestes Museum), die Stadt Wolfsburg darf sich freuen. Immerhin: Wir durften drei Jahre lang Andreas Beitin und das erleben, was er mit seinen 16-Stunden-Arbeitstagen möglich machte.

Davon haben die Absäge-Dunkelmänner keine Ahnung. Verhängnisvoll ist das. Sie wissen nicht, dass die Leitung von so einen Ludwig-Forum Schwerarbeit ist. Sie können es sich allesamt nicht vorstellen.

Und sie können auch nicht ermessen, um was sie Aachen gebracht haben.

Das MovieAachen.de schreibt dazu unter anderem: „Gekostet hat das, nebenbei gesagt, den Steuerzahler vermutlich kaum mehr, als wenn man die Hütte einfach nur durchgehend beheizt und bewacht hätte.“

***

Den kompletten Text von Eckhard Heck, der genau wie ich über den Grund für diese  abgründigen Vorkommnisse nur spekulieren kann, lest ihr hier:

https://movieaachen.de/2019/04/01/abschied-beitin-ludwig-forum-fest/?fbclid=IwAR0QL3HfoyJgJUktOwyrT2DpvZf8St3b4HFV6LW6TOeweIsvxRoEcniHEj4

 

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Von wegen toller Digitalpakt . . .

Falls ihr das nächste Mal einen Jubelbericht zu diesem tollen Digitalpakt lest oder hört, wo es für die Schulen 5 Milliarden Euro (in 5 Jahren) geben wird und mehr, dann wäre das folgende Video ganz hilfreich für eine Einordnung. Das dort Dargestellte entspricht mit leichten Abweichungen dem, was ich in den Schulen wieder und wieder mitbekommen habe, die ich in den letzten 2 Jahren aufgesucht habe.

Auch wer gar nichts mit Schulen zu tun hat, bekommt eine Ahnung, was schief läuft in unserer Gesellschaft. Was schief läuft, d.h. warum wir bei der technologischen Entwicklung im internationalen Vergleich nicht mithalten können.

https://invidio.us/watch?v=0e0RD3b6oz0

 

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Im LuFo mal über Medienmacht und Meinungsvielfalt nachdenken

Werden wir mittels Tageszeitungen noch gut informiert und mit unterschiedlichen Meinungen konfrontiert? Hilft uns stundenlanges Surfen im Netz weiter, wenn wir über lokale Ereignisse im Bilde sein wollen?

„Medienmacht versus Meinungsvielfalt“ ist der bewusst spannungsreich gewählte Titel zu einem Thema, das uns alle angeht. Am kommenden Mittwoch, 3. April, lädt die GRÜNE Fraktion Aachen zur Diskussion ins Ludwig Forum ein.

Zum Thema: 22. Mai 2018, Die Anstalt.

Nur noch wenige große Verlagsgruppen kontrollieren inzwischen weite Teile des deutschen Zeitungsmarktes und damit auch die Themen, über die berichtet wird. Das betrifft auch lokale Medien: Es gibt weniger Lokalzeitungen, weniger Journalist*innen, jeweils nur noch eine Meinung zu lokalen Ereignissen. In manchen Regionen gibt es gar keine Lokalzeitung mehr.

Wie können Meinungsvielfalt und kontroverse Debatten dennoch weiterhin gewährleistet werden? Wie können politische Inhalte auch in Zukunft an die Öffentlichkeit gelangen? Und welche weiteren Kanäle müssen dafür geöffnet werden? Wie erreichen wir, so fragen sich nicht nur die Grünen, mit unseren Inhalten die junge Generation, die ja – etwa durch die „Fridays for Future“-Bewegung – zunehmend Interesse an politischen Sachzusammenhängen zeigt und sich engagiert – sich engagieren will?

Diskutiert wird am kommenden Mittwoch, es moderiert der Journalist Lothar Guckeisen.

„Die Kommunen werden gerne als Wiege der Demokratie bezeichnet. Insofern ist es ein Alarmzeichen, wenn jeder zweite Bürger in NRW de facto keine Möglichkeit mehr hat, Tageszeitungen mit unterschiedlicher Lokalberichterstattung zu wählen. Auf kommunalpolitischer Ebene kann man nur noch unter Vorbehalt von Pressefreiheit sprechen – zumindest dann, wenn man darunter die Vielfalt von journalistisch wahrhaftig und professionell aufbereiteten Informationen versteht. Die Veranstaltung greift also ein Thema auf, das für unsere offene, freie Gesellschaft essentiell ist, deshalb bin ich gerne dabei.“

Lothar Guckeisen, Journalist

Mit auf dem Podium: Dr. Bettina Lendzian, Professorin für Journalismus und Kommunikation an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft.
Amien Idries, stellvertretender Chefredakteur des Zeitungsverlag Aachen.
Merve Polat, Masterstudierende an der HMKW Köln und freiberufliche Journalistin.
Andreas Goral, Chefredakteur der Internetzeitung Report-K.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Hier der Link zur Seite der Grünen, auf der die Veranstaltung angekündigt wird: https://www.gruene-aachen.de/home/news/medienmacht-versus-meinungsvielfalt.html

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Eine seit Jahren engagiert gemachte Netzzeitung für die Nordeifel, allerdings Eifel-typisch etwas konservativ: eifelon.de

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Nachgehakt: Neues aus der Kindertagespflege

Der Kanal Trivial sendet wieder (via YouTube). Heute geht es um Tagesmütter und -väter und deren Situation in Aachen. Außerdem spielen Fragen wie die folgenden eine Rolle: Was sollen Kinder essen und wie geschlechtsspezifisch soll das Spielzeug sein, das man ihnen gibt? Tagesmutter Christine Frels gibt Auskunft. Kanal Trivial – das sind Marc Teuku und Andreas Müller.

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Schwer enttäuscht von der Europa-Abgeordneten der CDU

Freunde eines freien Internet versammelten sich nach der Abstimmung vor dem Büro der örtlichen CDU-Europa-Abgeordneten.

Die Freunde eines freien Internets versammelten sich gestern (28. 03.) Abend zu einer improvisierten Trauerfeier vor dem Büro der hiesigen Europa-Abgeordneten in Aachen. Der Grund: Sabine Verheyen (CDU) hat bei der entscheidenden Abstimmung im Parlament für eine Novelle gestimmt, die die Grundlagen für eine totale Kontrolle des Internet schafft.

Eine Demonstration mit rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Aachen wenige Tage vor der Abstimmung hatte offenbar keine Wirkung auf die Abgeordnete. Die Trauerfeier verlief unterdessen friedlich.

Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass demnächst Menschen in die Parlamente gewählt werden müssen, die sich mit dem „Neuland“ besser auskennen (als die von CDU/SPD). Außerdem sollte sich innerhalb dieser bundesweiten Protest-Bewegung selbst ein halbes Dutzend Leute finden lassen (das wird ja wohl nicht so schwer sein), die sich bei der Wahl (nach der jetzt kommenden Wahl) ins EU-Parlament wählen lassen. 200.000 waren bei der NoUpload-Demo auf der Straße. Unter diesen sind bestimmt im ganzen fünf oder sechs Personen, die große Lust und auch die Fähigkeiten haben für eine Job als Politiker im EU-Parlament.

(more to come, jetzt gerade leider keine Zeit)

 

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„Zeit zu verschenken – aber an wen?“

Ehrenamtlicher Einsatz – sei es für die Natur oder die Menschen oder für beide – kann eine außerordentlich sinnvolle Betätigung sein.

Du hast freie Zeit, Lust, etwas für andere zu tun, Interesse an einer neuen Herausforderung? Du willst wissen, was möglich ist, herausfinden, was für dich richtig ist und mal „hineinschnuppern“, bevor du dich entscheidest?

Dann kann – so teilt die Pressestelle der Stadt Aachen mit – der Informationsabend zum Thema „ Zeit zu verschenken!Aber an wen?“ das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen dir Orientierung geben. Und zwar am Mittwoch, 3. April, von 18 bis 20 Uhr im Forum der VHS in der Peterstraße. Geboten wird an diesem Abend die Chance zu entdecken, in welchem Bereich du dich engagieren möchtest. Es gibt Kontakte zu Einrichtungen, die Ehrenamtliche suchen sowie Informationen über Rahmenbedingungen.

Die Möglichkeiten, in Aachen ehrenamtlich zu arbeiten, sind sehr vielfältig. Manche wissen gar nicht, wo sie sich engagieren können und wo genau ihre Mitarbeit gefragt ist. Deswegen bietet der Infoabend die Gelegenheit, sich die eigenen Wünsche und Fähigkeiten bewusst zu machen und dient so der Vorbereitung auf das ehrenamtliche Engagement. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Julia Reda im Europa-Parlament

Julia Reda nennt Artikel 13: Verheerend für die Netzfreiheit und eine ganze Generation via

 

Eine Empfehlung: Merkt euch, wer heute bei der Urheberrechtsreform wie abgestimmt hat und geht im Mai wählen. Wer da nicht zu Hause ist, kann auch per Brief wählen. Es ist ganz einfach.

Jetzt erst recht. Demo Aachen Artikel 13 ART13 ARTIKEL13 ART.13 Piraten FKC ART.13 GEHT WÄ… via

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Babor baut ganz in Weiß und mit viel Glas.

Das neue Gebäude der Luxuskosmetik-Marke Babor an der Neuenhofstraße.

Auf dem Weg zum Recyclinghof komme ich an diesem Neubau vorbei. Alle Achtung, der schmückt die Neuenhofstraße ungemein. Zwar kann man so ein Gebäude quasi nur in einem Gewerbegebiet errichten, denke ich. Aber da steht es auch gut: Neuenhofstraße.

Babor ist ein Aachener Kosmetikunternehmen, die Cremes sind teuer (hier), es ist eine Luxusmarke. Falls ihr kaufen wollt: Es gibt einen Werksverkauf, aber Babor hat auch einen Shop in der Schmiedstraße am Dom. (Nicht jeder erkennt die Wirksamkeit solcher Cremes, aber es ist wohl Glaubenssache. Wer sich schön gepflegt fühlt, sieht vielleicht automatisch gut aus.) Gleich bei dem Neubau befinden sich auch die Produktions- und Logistikhallen. Babor soll jetzt 500 Mitarbeiterinnen haben, so berichteten die Tageszeitungen.

Vier Jahre wurde gebaut, verantwortlich zeichnet Joachim Kranendonck (K2 Architekten aus Aachen), ein Blick auf die Seite lohnt sich.

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Heute denke ich an Luise Otto Peters, die vor genau 200 Jahren geboren wurde. Als sie bei einer Zeitung arbeiten wollte, war es Frauen per Gesetz ausdrücklich verboten, Redakteurin zu werden und für eine Zeitung zu schreiben. Sie legte sich ein männliches Pseudonym (Otto Stern) zu und arbeitete weiter. Tja, was wir heute normal finden, war damals absolut skandalös.

„Nach der Hochzeit lebte das Ehepaar ab 1859 in Leipzig. Sie arbeitete in Bibliotheken Dresdens und Leipzigs, schrieb Artikel, Rezensionen und Romane und gab mit ihrem Mann bis zu dessen Tod 1864 die Mitteldeutsche Volkszeitung heraus, deren Feuilleton sie leitete.“ Aus der Wikipedia

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Ein freies Internet ist schön, für seinen Erhalt muss man aber gelegentlich auf die Straße gehen

 

Vor der Demo: Marc Teuku, Sprecher der Fraktion der Piratenpartei im Rat der Stadt Aachen, klärt mit der Polizei noch Einzelheiten zum Weg, den die Demonstration nehmen wird . . .

. . . und gibt noch schnell ein Interview. Dann . . .

. . . werden 80 bis 100 am Vortag gefertigte Schilder verteilt. Einige haben sich ihre Plakate zu Hause gebaut und mitgebracht.

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Ganz offensichtlich keine kleine Demonstration für ein freies Internet – ohne Uploadfilter und ohne die Einschränkung der Meinungsfreiheit unter dem Vorwand, Künstlern zu ihrem Recht und zu Einkünften zu verhelfen.

Die Spitze (von schätzungsweise  500 1000 Demoteilnehmer*innen) mit Transparent auf der Theaterstraße. „Wir sind keine Bots“ und „Wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut“ wird skandiert.

Ganz offensichtlich keine kleine Demonstration für ein freies Internet – ohne Uploadfilter. Ein Internet ohne die Einschränkung der Meinungsfreiheit unter dem Vorwand, Künstlern zu ihrem Recht und zu Einkünften zu verhelfen.

In der Franzstraße. Auf dem Weg zum Marktplatz. Das Ende des Zuges befindet sich da erst vor dem Gebäude des WDR.

Es gab mehrere vorbereitete Reden und auch einige spontane Wortbeiträge: In der Zollernstraße und auf dem Aachener Marktplatz (s. Foto unten). Nicht alle konnten das hören, denn die Verstärkeranlage war zu schwach, weil mit weit weniger Menschen gerechnet wurde.

Von der Rathaustreppe aus aufgenommen.

Drei Stunden, die keine verlorene Lebenszeit gewesen sind. Es ist nicht das Schlechteste, für Freiheit und besonders Meinungsfreiheit auf die Straße zu gehen.

Hier die Rede von Vitus, der den Eindruck hat, gewisse Politiker hätten das Internet „nicht so ganz verstanden“. Da hat er mit Sicherheit Recht.  https://www.piratenpartei-aachen.de/allgemein/save-your-internet-demo-in-aachen/

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