Vom Sehen, Hinsehen und getäuscht werden

Im Ludwig Forum in Aachen: „Lust der Täuschung“. Die Ausstellung war in etwas anderer Form zuvor schon in München zu sehen.

Die Reden sind gehalten, die Ausstellung ist eröffnet. Jetzt können wir uns überlegen: Was sehen wir, was glauben wir zu sehen und was sind wir konditioniert zu sehen?

Museumschef Dr. Andreas Beitin hat seine letzte große Bilderschau abgeliefert, und viele wollten dabei sein. In seiner Rede bedankte er sich bei all denen, die ihn mit Mails und Anrufen unterstützten, als ihm von Seiten der Politik der Wind ganz heftig um die Ohren fegte. Er erhielt lang anhaltenden Beifall.

In seinen drei Aachener Jahren hat Beitin hier viele echte Fans gewonnen, bestimmt mehr, als er selber geglaubt hatte. Man hat ihm völlig zu Unrecht in groß aufgemachten Presseartikeln vorgeworfen, Geld nicht der Stadtkasse zugeleitet zu haben – das Preisgeld einer Stiftung, 1700 Euro für die besonders gut gelungene Mies-van-der-Rohe-Ausstellung, eine Summe, die ausdrücklich ihm als Kurator zugeeignet wurde.

Die CDU-Kulturausschussvorsitzende Margrethe Schmeer hielt eine merkwürdige Rede. Sie sprach davon, dass Kunst und Kultur in Aachen derzeit nicht gerade Hochkonjunktur hätten (sinngemäß), es müssten jetzt alle zusammenhalten, denen Kunst und Kultur etwas bedeute. – Wie sonderbar. Sorgt doch die CDU selbst am meisten dafür, dass Künstler klein (und arm) gehalten werden, zumindest die der freien Kulturszene. Die Damen und Herren Christdemokraten werden sich noch wundern, zu welcher Verrohung die Kultur in der Zukunft fähig sein wird. Da kann der ewig grinsende OB dann auch nichts mehr weglächeln.

Die Ausstellungsstücke selbst konnte man bei der Eröffnung nicht in Ruhe anschauen. Zu viele Leute. Bei einem Rundgang war es mir zudem schwer, nicht zuzugreifen, denn man will schließlich nach längeren Betrachten dann doch wissen: Ist das Teil nun dreidimensional oder wieder nur gemalt?

Die allgegenwärtigen Kameras, die dich erkennen und deine Wege verfolgen. Es sei denn, zu ziehst dir eine Maske über und spazierst – wie in früheren Tagen – anonym wohin es dich gerade treibt.

Volles Haus im Ludwig Forum. Besonders viel Applaus gab es für Noch-Museumschef Dr. Andreas Beitin.

Es folgen: 2 LeserInnenbriefe

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Aachen: Die „Virtual Reality“ im Ludwig Forum erleben

Hat das Zeug, in Aachen ein Publikumsmagnet zu werden: Die neue Ausstellung im Ludwig Forum, die heute um 19 Uhr eröffnet wird. Dann werden u.a. Dr. Roger Diederen, Direktor der Kunsthalle München,  sprechen sowie Dr. Andreas Beitin, Chef des LuFo selbst.

Täuschung als Konzept, schönes Video vom WDR:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-2698.html

Alle Besucherrekorde der letzten Jahre wird – wenn ich mich nicht total täusche – die neue Ausstellung im Ludwig Forum sprengen, die am heutigen Donnerstag, 21. Februar, eröffnet wird. Der Titel lautet: „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“. Ab morgen ist sie  als Gemeinschaftsproduktion der Kunsthalle München und des Ludwig Forum für Internationale Kunst (LuFo) in Aachen zu sehen. Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

„Die Welt will betrogen sein“, heißt es. Und sie will es nicht nur ganz besonders in unserer Zeit, sondern sozusagen schon immer. Nicht zuletzt mit Vergnügen – in den Künsten. Ob perfekte Material-Nachahmungen, ob Erzeugen von vermeintlicher Dreidimensionalität oder – höchst aktuell – von virtuellen Welten, in die man „eintauchen“ kann, statt sie nur zu betrachten: Mit rund 100 Werken aus Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Design sowie mit raumgreifenden Medien-Installationen bietet die Ausstellung im LuFo einen unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.

„In Zeiten von Fake News, alternativen Realitäten und einer allgemeinen Verunsicherung unserer Vorstellung von Realität regt sie zu einem höchst aktuellen Diskurs an.“ (Mitteilung der Ludwig Forums)

Erweitert wird die Aachener Ausstellung durch zahlreiche Werke aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig. In Aachen wurde sie  kuratiert von Dr. Andreas Beitin, der ja bekanntlich leider, leider Aachen in Richtung Wolfsburg verlässt,  und Dr. Annette Lagler, stellvertretende LuFo-Direktorin. (Kuratorische Assistenz: Dominik Bönisch, Ausstellungsassistenz: Marie Gentges)

Es handelt sich um ein gemeinsames Ausstellungs- und Publikationsprojekt des Ludwig Forums für Internationale Kunst Aachen und der Kunsthalle München. Gefördert von der Peter und Irene Ludwig Stiftung und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie der Rudolf-August Oetker-Stiftung. Zu sehen bis 30. Juni. 

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Unterwegs in Straßburg. Diskussion im EU-Parlament. Mikwe besichtigt.

Das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg (Frankreich).

Zu einer dreitägigen, politischen Informationsreise nach Straßburg hat sich Anfang Februar 2019 die Fraktion der Freien Wähler im Landschaftsverband Rheinland (LVR) aufgemacht*. Wie schon mehrfach in der Vergangenheit galt es, Fragen und Themen, die im LVR auf der Tagesordnung stehen, genauer ins Auge zu fassen, um später qualifiziert entscheiden zu können.

Der LVR wird die Trägerschaft für das Groß-Projekt „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ in der Kölner Innenstadt übernehmen. Dieses Kooperationsprojekt des LVR und der Stadt Köln stellt einen Rundgang durch 2.000 Jahre Stadtgeschichte vor und unter dem Kölner Rathaus in den Mittelpunkt. Künftig wird dort u. a. das mittelalterliche jüdische Viertel gezeigt. Die bauliche Verantwortung trägt die Stadt Köln, der LVR erarbeitet die Konzeption und übernimmt die Trägerschaft.

Entsprechend wurden in Straßburg das Archäologische Museum  und eine in Straßburg wiederentdeckte Mikwe (dort: Miqvé geschrieben) besichtigt. Es handelt sich um ein bei Juden übliches, rituelles Bad aus dem 12. Jahrhundert.

Die Mikwe beeindruckte, das archäologische Museum mit seinen hochinteressanten Ausstellungsobjekten bereitete auf Diskussionen über eine zeitgemäße (modernere) Art der Präsentation in Köln vor. Eine geführte Stadtbesichtigung brachte außerdem die Mitglieder der Fraktion zu den Orten heutigen und damaligen jüdischen Lebens in Straßburg.

Tags drauf stand im Hinblick auf die wichtigste Wahl des Jahres (26. Mai 2019) ein Besuch des EU-Parlaments auf dem Programm. Mit einem Referenten des Besuchsdienst und mit Ulrike Müller, die für die Freien Wähler Mitglied des EU-Parlaments ist und sich der Gruppe ALDE (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) angeschlossen hat, wurde über Fragen hinsichtlich des Image des EU-Parlaments diskutiert. Der Gruppe wurde unter anderem die Seite „Was tut die EU für mich?“ vorgestellt und an Beispielen erklärt. Diese Seite ist in der Tat „eine wegweisende neue Webseite, die die Vorteile der EU für den einzelnen Bürger aufzeigt“ und sollte im EU-kritischen Freundes- und Bekanntenkreis empfohlen werden.

Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals konnte die Gruppe schließlich einen Eindruck davon erlangen, mit welchen Themen sich die Abgeordneten zu befassen haben. Nahezu abstoßend war der Redebeitrag eines Mitglieds der rechtspopulistischen britischen Partei UKIP (UK Independence Party). Lautstark und in aggressiver Weise beschimpfte der Redner die Parlamentarier, in seinem Wortbeitrag (über Fragen der Fischerei) nannte er den Zustand der EU mehrfach „eine Hölle“.

Die Reise wurde wieder hervorragend vorbereitet von der Geschäftsführung der LVR-Fraktion der Freien Wähler, Beate Plötner und Heinz Schmitz. Vielen Dank dafür.

Die Sitzordnung im EU-Parlament in Straßburg. Bald wird sich zeigen, ob das geeinte Europa der wirtschaftlichen und politischen Macht Chinas und USA Paroli bieten kann. Wenn überhaupt, wird dies nur gemeinsam möglich sein.

*Als Mitglied der Piratenpartei bin ich im LVR ein Mitglied der Fraktion der Freien Wähler und dort im Schulausschuss aktiv.

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Sondersitzung in Walheim: Es geht rund

Du wohnst an einer Straße, die kaputt ist? Dann fang schon mal an zu sparen. Manche Politiker fordern nämlich und halten es für selbstverständlich, dass du dich mit bis zu 80 % an den Kosten für die Erneuerung beteiligst. Auch als Mieter, oder glaubt jemand, dass die Vermieter die Kosten nicht auf die Mieter umlegen? Foto oben (nur als Beispiel einer kaputten Straße hier abgebildet): Die Kurfürstenstraße im Frankenberger Viertel.Um diese Straße in Walheim geht es am kommenden Dienstag: Hasbach. Eine Rumpelstrecke. Dort sollen die Anwohner zur Kasse gebeten werden. Und die sind damit gar nicht einverstanden.

Kommenden Dienstag, 19. Februar, geht es in Walheim rund. Da findet um 18 Uhr im Foyer der Gemeinschaftsgrundschule Walheim, Kirchberg 14, eine Sondersitzung des Bürgerforums statt. Grund für die Sondersitzung: Die Straße Hasbach in Walheim weist erhebliche bauliche Schäden auf und kann nicht mehr saniert werden. Daher ist die Erneuerung des gesamten Straßenaufbaus notwendig. Und die Anwohner sollen zahlen.

Zum Hintergrund teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit: Im Juli 2016 ging es los. Da habe die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim die Empfehlung an den Mobilitätsausschuss formuliert, die Straße Hasbach zu erneuern und den Ausbau als dringend bezeichnet. Im September des gleichen Jahres habe es dazu eine Bürger-Info-Veranstaltung gegeben, bei der die Verwaltung ihre Ausbaupläne vorgestellte. Die Baukosten seien damals auf rund 800.000 Euro geschätzt worden.

Das ist bitter. Angesichts deutlich gestiegener Kosten im Baugewerbe ist

Gut und schön: „Recht auf Stadt“. Aber dazu muss Stadt auch bezahlbar sein.

nämlich inzwischen mit deutlich höheren Baukosten zu rechnen. Glückwunsch, liebe Bürgerinnen und Bürger. Die Straße, die euch die Busse der ASEAG auf neuer Route kaputtgefahren haben, kommt euch jetzt noch teurer (Ironie aus).

„Beim Ausbau von Straßen werden die Anlieger und Grundstücksbesitzer über die so genannten Straßenbaubeiträge mit bis zu 80 Prozent der entstandenen Kosten belastet“, teilt die Stadtverwaltung mit. Dies sei in Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern nun mal so, nicht aber z. B. in Bayern und Baden-Württemberg. Allerdings sei eine Änderung des Kommunalabgabengesetztes in NRW geplant. (Denn was alle benutzen können, das sollten in NRW – mMn – normalerweise auch alle bezahlen.)

In der Sitzung des Bürgerforums soll noch einmal der bisherige Stand der Planung vorgestellt und ein Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden. Die Sondersitzung ist öffentlich. Auch auf „die beitragsrechtliche Thematik“ und die Nahverkehrsplanung für Walheim soll im Rahmen der Sitzung des Bürgerforums eingegangen werden, verspricht die Verwaltung.Du wohnst an einer Straße, die nicht kaputt ist? Freu dich. Hier – wahllos rausgegriffen – die Forckenbeckstraße im Hochschulviertel.

Zur Info, Hasberg: Die Straße ist eine etwa 500 Meter lange Nebenstraße und gleicht in Teilen einer Kraterlandschaft. Die Verwaltung möchte mit der Erneuerung auch breitere Bürgersteige und Parktaschen anlegen lassen. Die Anwohner fragen sich: Wozu? Sie haben errechnet, dass auf jede Familie etwa 15.000 bis 20.000 Euro Kosten zukommen. Die ganze Situation gleicht sehr der vom Grauenhofer Weg.

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Radfahrerin tot, Büchel ohne Investoren und Kunstpreis-Jury entsetzt

In Strasbourg (Frankreich) verweilen die Europapolitiker an vier Tagen im Monat, um zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen.

1. Kaum ist man mal ein paar Tage in Sachen EU-Politik unterwegs, da tun sich in Aachen die schrecklichsten Dinge: Wieder ist eine Radfahrerin unter die Räder eines Lkw gekommen – dieses Mal auf der Vaalser Straße. Sie starb im Krankenhaus. Es sind einfach die Radwege zu wenig getrennt von den

Immer mehr weiße Fahrräder im Stadtbild von Aachen! Sie erinnern an Unfälle, bei denen die Radler zu Tode gekommen sind. Doch auch die Bus- und Lkw-fahrer sind Opfer.

Fahrbahnen der Lkw und Pkw. Ich bin erschüttert. Dies auch, weil ich weiß, dass in Aachen das Fahren mit Rädern/Leihrädern gefördert wird, dass aber für eine passende Radinfrastruktur keinesfalls gesorgt wird. Sehr, sehr schade. Wir müssen leider mit weiteren Unfällen rechnen.

2. Viel weniger schlimm ist es, dass die Investoren Sauren und Hermanns sich aus dem Projekt Büchel verabschiedet haben. Dass dies geschehen wird, hatte ich erwartet. Von dem Projekt, bei dem ein Teil der Aachener Innenstadt neu geplant und neu bebaut werden sollen, sagen die Investoren: Es sei quasi überambitioniert und von privaten Geldgebern nicht zu stemmen.

Die Piraten, im Stadtrat mit leider nur drei Abgeordneten in der Opposition, schreiben dazu: Die Stadt Aachen müsse sich ihrer Verantwortung für eine sachgemäße Stadtentwicklung stellen und die Realisierung des „Altstadtquartiers Büchel“ in die eigenen Hände nehmen! Das, was bisher an der mangelnden Kompromissbereitschaft und der überzogenen Erwartungshaltung der Investoren gescheitert sei, rücke durch einen städtischen Ankauf der angebotenen Grundstücke in sehr greifbare Nähe.

Die Piraten fordern deshalb die Stadt auf, die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, um die in Frage stehenden Grundstücke zu erwerben und die entsprechende Planung im Sinne der politischen Beschlussfassung voranzutreiben. Ratsherr Marc Teuku teilt mit:

„Die Stadt hat sich lange genug im Schwitzkasten der Investoren befunden. Jetzt muss man schnell handeln. An der Stelle können CDU und SPD nun auch zeigen, wie ernst sie ihren Antrag zur kommunalen Wohnungsbauförderung meinen.“

3. Die dritte schlechte Nachricht: Die Herrschaften, die Museumschef Dr. Andreas Beitin (und zwei weiteren Kuratoren) für hervorragende Arbeit ausgezeichnet hatten, haben jetzt erfahren, dass die Stadtverwaltung das Preisgeld (5000 Euro) für sich kassiert hat. Sie sind mächtig sauer und prangern – landauf, landab – das Verhalten der Aachener Verwaltung an. Der WDR  berichtete ausführlich. Der Deutschlandfunk auch. Und diverse Zeitungen und Kunstzeitschriften.

Für mich ist auch das keine Überraschung. Dass man in Aachen wegen hervorragender Leistungen im kulturellen Bereich keine Hochachtung erfährt, das ist hier an der Tagesordnung. Und von moderner Kunst denkt hier einjeder: „Das kann mein Kind auch.“ Museumschef Beitin hat sich längst einen anderen Arbeitgeber gesucht. Das Beste, was er machen konnte.

Mal sehen, wer jetzt noch in Aachen Leiter oder Leiterin des Ludwig Forums werden will. Wird sich schon jemand finden, und die Ausstellung-Besuche dort werden dann wieder im kleinen Kreis stattfinden, wie es vor dem Engagement von Andreas Beitin der Fall war.

Mit der LVR-Fraktion der Freien Wähler war ich in Strasbourg (s. EU-Parlament von innen). Was unterdessen in Aachen geschah, lest ihr oben.

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Am Notruftag: Die Aachener Feuerwehr stürzt sich ins Twittergewitter

Die Aachener Feuerwehr im Einsatz in der Charlottenstraße. Am Montag (11.02.) sind die Einsätze auf Twitter mitzuerleben. Foto: Henning Brinkmann

Ein „Twittergewitter“ zieht über Deutschland. Aus Anlass des europaweiten Notruftags am Montag, 11. Februar, lassen 38 Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland die Bevölkerung live über den Kurznachrichtendienst Twitter an ihrem Alltag teilhaben. Auch die Feuerwehr Aachen gibt an diesem Tag  Einblicke: von der Brandbekämpfung bis zum Rettungsdienst, von der Ausbildung der Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter bis in die Leitstelle.

Die Pressestelle der Stadt Aachen teilt mit: Unter den Hashtags #112live und #Aachen112 berichten wir von 7.30 Uhr bis 20 Uhr hautnah von den Feuerwachen aus dem „ganz normalen“ Alltag der Kolleginnen und Kollegen. Vom Morgenappell bis zum gemeinsamen Abendessen, von der Gerätepflege bis zum Einsatzruf, vom Fuhrpark bis zur Uniform ist alles dabei. Neben ganz persönlichen Geschichten und Informationen zur Ausbildung gibt es auch nützliche Tipps zum Verhalten im Notfall oder zum richtigen Absetzen eines Notrufs.

Das „Twittergewitter“ der Aachener Feuerwehr könnt ihr unter www.twitter.com/PresseamtAachen verfolgen. Außerdem kann man auch einen Blick auf www.facebook.com/unseraachen werfen, was hier aber nicht empfohlen wird wegen Vorbehalten gegenüber Facebook. Schließlich gibt es schöne Fotos auf: www.instagram.com/stadtaachen.

Und da wir schon mal beim Thema Twitter sind: Die Meldungen von AachenNews.org könnt ihr unter https://twitter.com/feuertinte mitverfolgen.

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Aachen: Bürgerinnen und Bürger löchern die Verwaltung

Die Lothringer Straße (Innenstadt-naher Teil) soll umgebaut und Teil einer Fahrrad-Vorrang-Route werden. Das vielbefahrene, schmale Stück Straße, an dem auch ein Parkhaus gelegen ist, soll aber auch nach dem Umbau an beiden Seiten immer noch Pkw-Parkplätze aufweisen. Das birgt für Radfahrerinnen und Radfahrer die Gefahr, dass sie von aussteigenden Autofahrer*innen via Autotüren umgehauen werden. Weg mit knapp 30 Parkplätzen, muss insofern die Forderung lauten.

Das gibt es auch nicht alle Tage: 90 Minuten lang löcherten Bürgerinnen und Bürger vor der Sitzung der Bezirksvertretung-Mitte im Aachener Rathaus die Vertreter der Stadtverwaltung. Diese hatten Mühe, die Umbaupläne für die Lothringer Straße in der von ihr bevorzugten Variante zu erklären.

Weitere Infos aus der Stadtverwaltung hier. Und vermutlich morgen (08. 02.) innerhalb ausführlicher Berichterstattung in euren Lokalzeitungen. Der WDR macht ja leider meistens einen großen Bogen um lokale Themen, die den Menschen auf den Nägeln brennen.

Update 08. 02. (Das Schrägparken auf der Wilhelmstraße – spontan und nicht ganz ernst vorgeschlagen von Lasse Klopstein und Matthias Achilles – ist mMn eine Option und mindert den Parkdruck): https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/nur-spott-und-aerger-fuer-die-planung-von-aachens-erster-fahrradstrasse_aid-36617209

Nebenbei: Wie überall in Aachen so auch in der Lothringer Straße. Räder müssen in Ermangelung von Bügeln an Straßenschildern angekettet werden. Sieht beschissen aus, wird sich aber wohl niemals ändern. Mal ein paar Euro für Bügel auszugeben, schon das ist in Aachen anscheinend undenkbar.

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Zur aktuellen politischen Lage

Hier mal ein Beitrag zur aktuellen politischen Lage bezüglich Russland/USA und die aufgekündigten Verträge:

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Eine gute Nachricht: An der Roermonder Straße sollen neue Wohngebäude entstehen

„Knapp 120 neue Wohnungen – vorrangig Studentenappartements und geförderter Wohnraum – sollen auf einem Grundstück an der Roermonder Straße entstehen.“ Das teilt heute die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Auf einem Gelände gegenüber der Agentur für Arbeit gelegen, seien zudem im hinteren Bereich zur Grünfläche an der Rütscher Straße Wohnungen in vier Stadtvillen und sechs Reihenhäusern geplant. Stellplätze für Pkw würden in einer Tiefgarage untergebracht. „Der öffentliche Fußweg bleibt erhalten und soll aufgewertet werden“, so wird weiter mitgeteilt.

Das zuständige Politiker-Gremium (Planungsausschuss) habe bereits die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.

Bürgerinnen und Bürger können von Montag, 11. Februar, bis Freitag, 15. März, den Vorentwurf zum Bebauungsplan „Roermonder Straße/Rütscher Straße“ im Foyer des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, einsehen: mo. bis do. von 8 bis 18 Uhr, fr. bis 15 Uhr. Zudem findet am Dienstag, 12. Februar, um 18 Uhr eine öffentliche Anhörung im Foyer des Verwaltungsgebäudes Lagerhausstraße statt.

Infos unter www.aachen.de/bauleitplanung. Dort kann man auch den Newsletter „Bauleitplanung“ abonnieren, um stets über aktuelle Bebauungsplanverfahren der Stadt Aachen informiert zu werden.

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Airbnb in Aachen: Aus Wohnungen werden Ferienwohnungen

Wer ein wenig Kontakt zu seiner Nachbarschaft hält, hat es möglicherweise schon bemerkt: In etlichen Aachener Straßen werden Wohnungen privat an Tagesgäste vermietet. Ganz normale Wohnungen sind plötzlich preiswerte Ferienwohnungen. Airbnb macht’s möglich. Wie viele es sind, das weiß niemand genau, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben es zu errechnen versucht.

In der heutigen (5. Feb.) Sitzung des zuständigen Politiker-Gremiums (Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, öffentliche Veranstaltung) gibt es einen „Sachstandsbericht über Airbnb in Aachen“. Diesen Bericht kann man hier einsehen. Lesen lohnt sich.

Wie fast alle Internet-Portale arbeitet Airbnb weitgehend intransparent. Die Entwicklung auf dem Homesharing-Markt gilt es allerdings zu beobachten, denn nicht selten werden komplette Wohnungen ausschließlich dazu genutzt, immer wechselnd neue Gäste dort einzuquartieren. Ganz normaler Wohnraum wird so zweckentfremdet, weil dort – wie in einem Hotel – dauernd neue Mieter unterkommen. Der Hotelbranche entgehen Umsätze, Wohnungssuchende schauen in die Röhre, der Stadt entgehen Steuereinkünfte.

Die Nachbarschaft dieser Airbnb-Wohnungen hat es mit ständig wechselnden Leuten zu tun, dauernd begegnet man fremden Menschen im Treppenhaus, in der Garage und im Garten, die nicht selten nachts ihre Ferien mit feucht-fröhlichen Partys feiern. Schlüssel für die Gäste werden nicht persönlich überreicht, sondern irgendwo draußen befestigt.

Die Politiker aller Parteien werden, das nehme ich an, sich den Bericht anhören und sich dann gegenseitig versichern: „Tja, blöde Entwicklung, aber machen können wir nichts.“ Dabei könnte der Rat eine Zweckentfremdungs-Satzung beschließen, die die gewerbliche Nutzung von Wohnraum eindämmen oder sogar verhindern könnte. (s. Wohnungsaufsichtsgesetz, NRW, § 10)

Aber wer weiß? Mal sehen, wie sich die Ausschussmitglieder entscheiden.

Die Sitzung findet statt im Verwaltungsgebäude, Lagerhausstraße, Saal 170. Beginn ist heute, 5. Februar, um 17 Uhr. Es soll auch über die rund 40 leerstehenden Wohnungen in der unteren Adalbertstraße geredet werden.

Zum Weiterlesen: https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/sharing-economy-teilen-tauschen-airbnb-uber-trend

Das Teilen war mal sehr angesagt, ist aber jetzt durch Kommerzialisierung teilweise unbeliebt geworden. Man kennt u. a.: Carsharing, Booksharing, Food-Sharing und Foto-Sharing.

In Aachen wird das Fahrradfahren gefördert. Und auch e-Bikes kann man gut gemeinsam benutzen.

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