Appell: Sucht die Gemeinsamkeiten!

Das dürfte einmalig sein in Nordrhein-Westfalen, wenn nicht sogar in der ganzen Bundesrepublik: Wichtige Vertreter der Religionsgemeinschaften, die in Aachen zu finden sind, haben heute zusammen einen Aufruf verfasst. Sie haben Worte gefunden, die jeder von ihnen unterschreiben kann. Das ist – im Falle von Religionen – schon außergewöhnlich. Dies ist geschehen angesichts der Verbrechen, die in den letzten Wochen die westliche Welt erschütterten.  Der Text im Wortlaut:

„Die Welt muss verrückt geworden sein …“

So kommt es uns vor, wenn wir die erschreckenden Nachrichten der letzten Tage hören. Wir fragen uns, wie Menschen zu so furchtbaren Taten fähig werden? Wir fragen, wieso solche Verbrechen geschehen können? Wir fragen uns, welchen Beitrag die Religion dazu haben kann? Kann der Glaube helfen, mit den Schicksalsschlägen umzugehen? Kann die Gemeinschaft des Glaubens irregeleitete Menschen von Bluttaten abhalten?

Wir verurteilen die Verbrechen. Sie werden durch keine Religion gerechtfertigt. Wir möchten den Opfern, den Hinterbliebenen und Trauernden, den Verletzten und Verunsicherten unser Mitgefühl ausdrücken. Wir suchen und ringen nach Antworten. Worte scheinen unzureichend zu sein. Es bleibt – vielleicht erst zu Beginn – die sprachlose Klage.

Und – es bleibt das Gespräch miteinander! Die Vertreter der Religionsgemeinschaften in Aachen, verschiedener Richtungen, ob Christen, Muslime, andere Religionen, wir möchten ausdrücken, dass wir von dem furchtbaren Geschehen berührt sind. Wir möchten gemeinsam verdeutlichen, wie wir dem Terror, der Angst und der Gewalt widerstehen wollen. Wir verurteilen die Taten und rufen auf: zu Besonnenheit, zu Vernunft und zum Dialog miteinander. Lasst uns Wege des Friedens suchen! Lasst uns nicht auseinander bringen, sondern zusammen stehen! Lasst keinen Raum für Hass und Gewalt! Sucht die Gemeinsamkeiten, die uns verbinden, versöhnen und trösten!“

Der Dialog der Religionen mit den zugehörigen Mitgliedern

Pfarrer Hans Christian Johnsen
Evangelische Kirche, Aachen

Idris Malik
Vorstand der Bilal Moschee, Aachen

Abdurrahman Kol
DITIB-Aachen, Yunus-Emre-Moschee

Rabbiner Mordecai Bohrer
Jüdische Gemeinde Aachen

Peter Quadflieg
Katholische Kirche, Region Aachen-Stadt
Pfarrer Markus Frohn
Katholische Kirche, Pfarrei St. Josef und Fronleichnam

Michael Hermanns und Laila Vannahme
Katholische Kirche, Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Ost/ Eilendorf

Mehmed Jakubovic
Imam der Bosnischen Muslimischen Gemeinde

Shahab Ebrahimi
Bahai-Gemeinde Aachen

H.N.Chatterjee
Hindu Gemeinde Aachen

Christian Licht
DRIKUNG SHERAB MIGCHED LING
Zentrum für tibetischen Buddhismus e.V.

Paul Shoju Daoqi Schwerdt
Zen-buddhistisches Zentrum Bambushain

Gehrt Hartjen
Religions for Peace

Heidemarie Ernst
Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen

Achim Kockerols
Kommunales Integrationszentrum der Stadt Aachen

Aachen, den 02.08.2016

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Geld für Kultur ist da. Stell mal einen Antrag!

kultur kunst Förderung

Gar nicht so schwer: Mal einen Antrag auf Förderung stellen.

„Kultur kostet Geld . . . doch woher nehmen?“, so lautete Ende Juni der Titel einer Veranstaltung im Zinkhütter Hof (Stolberg). Mehrere Vorträge und Workshops standen auf dem Programm.

Als Mitglieder der Fraktion Freie Wähler/Piraten des Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben Dr. Martina Flick und ich an der ganztägigen Veranstaltung teilgenommen. Und das war keine vergeudete Zeit.

Der Saal war voll im Zinkhütter Hof, in dem sich geradezu vorzüglich konferieren lässt. In diesem Fall gab es zunächst Vorträge und dann weitere

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Fragen/Antworten und Infos in Form eines Barcamps. Immer ging es darum, dass Leute mit Geld erklärten, wie freie Kunst- und Kulturschaffende und freie Initiativen an dieses Geld gelangen können.

Das wundert keinen: Es müssen Anträge gestellt werden. Aber diese Anträge haben es natürlich in sich. Dazu haben alle sieben „Geldverteiler“ wissen lassen, dass sie (genau wie die Kulturämter eurer Städte, Kreise und Gemeinden) Beratung anbieten. Und es war rauszuhören, dass man besonders gern neue Initiativen und Ideen unterstützen will, die das „Neuland“, also die digitale Welt, betreffen.

Konkret wurde gesagt, dass man zunächst vorab klären sollte, ob die eigene kulturelle Aktion/Idee/Initiative überhaupt potenziell grundsätzlich förderfähig ist? Danach bekommt man genau gesagt, was in dem Antrag drinstehen muss, ihr sitzt da nicht alleine vor den Sachen. Nehmt Kontakt auf.

Fördertöpfe gibt es national und international. Im Zinkhütter Hof waren sieben „Förderlinien“ vertreten. Ich nenne jeweils nur eine Person, obwohl immer mehrere zuständig sind. Manchmal ist für dieses Jahr schon alles Geld verteilt, dann sagen die euch, wie es für 2017 klappen kann:

1. Dr. Norbert Kühn, regionale Kulturförderung des Landschaftsverband Rheinland (LVR). Dort gibt es eigens einen Fachbereich regionale Kulturarbeit. Die warten auf euch, sind freundlich und großzügig. (norbert.kuehn@lvr.de)

2. Dr. Jochen Link, Bezirksregierung Köln. Hier gibt es Geld speziell für alles, was als interkulturelle Kulturförderung durchgehen kann. (jochen.link@bezreg-koeln.nrw.de)

3. Susanne Ladwein, Regionale Kulturpolitik NRW. Sie ist zuständig im sogenannten Zweckverband Region Aachen. Auch da sind eure Ideen willkommen. Könnte nur sein, dass für dieses Jahr kein Geld mehr da ist (Deadline: 30. September 2016). Dann verweist man euch eventl. an andere „Förderer“. (ladwein@regionaachen.de)

4. Mona Wehling, NRW-Stiftung. Das Referat Heimat- und Kulturpflege hat zwar einen komischen Namen, ist aber ebenfalls hilfsbereit und verfügt über money. (mona.wehling@nrw-stiftung.de)

5. Andrea Weiss, Fonds Soziokultur e. V. Hier gilt das gleiche wie unter 4. gesagt. (weiss@fonds-soziokultur.de)

6. Dirk Stute, Förderlandschaft Kulturelle Bildung. Dort gibt es eine „Arbeitsstelle kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“. (Stute@kulturellebildung-nrw.de)

7. Lin Verbrugge, grenzüberschreitende Kulturförderung. Auch in den Niederlanden möchte man euch fördern, falls ihr grenzüberschreitend arbeitet. Wendet euch an die Kulturabteilung Provincie Limburg/NL. (la.verbrugge@prvlimburg.nl)

Zur Förderung muss euer Projekt gewisse Bedingungen erfüllen. Beim oben erwähnten Zweckverband ist es zum Beispiel so, dass mindestens drei Partner dabei sein müssen und die die Hälfte der Projekt-Kosten (Minimum 2000 Euro) tragen. Die andere Hälfte wird euch dann gestellt. Der Zweckverband fördert zusätzlich nur, was aus den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen und aus der Städteregion kommt.

Die Stiftung wiederum fördert, was anerkannt gemeinnützig ist und das in ganz NRW, falls ihr nicht schon Geld aus der Kasse eurer Gemeinde/Stadt bekommt. Schaut hier nach: www.nrw-stiftung.de/foerderantrag

Denkt dran: Die Materie sieht nur kompliziert aus, ist es aber nicht, denn euch wird geholfen.

*

Die Kulturkonferenz wurde veranstaltet vom LVR und dem Zweckverband. Eingeladen waren allerlei kulturbeflissene Kommunalpolitiker, Museumsmitarbeiter, Volkshochschule-Leute, Lehrer/innen, Menschen aus Kunstwerkstätten, Kulturämtern und Initiativen, Kulturvermittler und Theaterinitiativen.

Zinkhütter Hof Stolberg

Nebenbei mal: Blick in einen Ausstellungsraum im Zinkhütter Hof (eine alte Produktionsstätte) in Stolberg. Das Museum wird viel besucht und besonders vom LVR gefördert.

 

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Die heilige Elisabeth findet das geil

Aachen, St. Elisabeth

Blick zur Decke: St. Elisabeth in Aachen.

Dieser Tage spazierte ich an der Kirche St. Elisabeth vorbei und Wehmut ergriff mein Herz. Als ich nämlich noch furchtbar jung war und noch lange keine Redakteurin, wurde ich zur ersten selbstständigen Berichterstattung zu einer Pressekonferenz (PK) in diese Kirche an der Jülicher Straße geschickt. Pfarrgemeinde und Pfarrer wollten irgendwas angekündigt oder mitgeteilt haben, heute weiß ich nicht mehr, worum es ging.

Immerhin nahm sich aber der Geistliche, ein älterer Herr, die Zeit, mir zu erzählen, wer eigentlich die heilige Elisabeth gewesen ist. Ich las danach noch etwas über die Dame und fand sie ultra-ultra-cool. Sie hatte sich gegen ihre Eltern durchgesetzt, wollte nicht so (in Saus und Braus) leben, wie es ihre komplette Umgebung von ihr erwartete, sie musste stark sein und kämpfen und hat erreicht, ihren sehr eigenwilligen, damals völlig unüblichen Lebensweg realisieren zu können.

Später fand sich in meinem Bericht für die Redaktion auch eine längere Passage über das Leben der Elisabeth, eine Thematik, die gar nichts mit der ursprünglichen Pressekonferenz zu tun hatte, die ich aber – wie ich meinte – geschickt in den Text eingewoben und mit Herzblut verfasst hatte. Um es kurz zu machen: Mein Text wurde redigiert, fand Anklang, nur die Passage mit der heiligen Elisabeth wurde – ratzfatz – vom Redakteur gestrichen.

Ein prägendes Erlebnis. Dazu muss ich sagen, dass ich damals noch ständig das Gefühl hatte: Wenn einer an meinem Text was ändert, das ist, wie wenn mir einer einen Finger abhackt. Geht ja gar nicht. Nach einem Studium der Germanistik dachte ich nämlich tatsächlich, kein Mensch auf der Welt sei so eng und vertraut mit der deutschen Sprache und der Literatur verbunden wie ICH.

Aber diesbezüglich war damals einfach nur kein Mensch so sehr auf dem Holzweg wie ich. Die Texte der Herren Kleist und Humboldt schwirrten mir dauernd im Kopf rum, ich hatte so viel von und über sie gelesen, dass eine gewisse Nähe entstanden war – einschließlich Übernahme altertümlicher Formulierungen in den täglichen Sprachgebrauch. OMG

Im Laufe meiner „Karriere“ als Feld-und-Wiesen-Journalistin bei einem lokalen Blättchen in Aachen habe ich dann später selber freien Mitarbeitern die Texte zusammengestrichen und erlebt, wie sich diese Mitarbeiter vor Schmerz fast krümmten. Es tat mir so leid, aber es musste sein.

Heute, nach ungefähr acht Metern feministische Literatur, weiß ich übrigens auch, dass damals mit der heiligen Elisabeth ein „Role Model“ meinen Weg kreuzte. Endlich, endlich mal ein Vorbild für mich, eine junge Frau, die krass ausschert, es gibt es also doch. Das mit dem „Role Model“ war mir aber damals keinen Millimeter weit bewusst.

Das sind immer so meine Gedanken, wenn ich an der Kirche vorbeigehe. Und weil ich Zeit hatte, ging ich dann dieser Tage einfach nochmal in das Gebäude rein. Und jetzt, nach dieser langen Einleitung, kommt erst das, was ich eigentlich mitteilen möchte:

Am Freitag, 5. August, um 18 Uhr wird in der Kirche St. Elisabeth, quasi schräg gegenüber vom Ludwig Forum, das „Hotel total“ eröffnet.

Die Kirche ist schon läääängst entwidmet, sie wurde von einem Aachener Investor gekauft und Künstler, Handwerker und Flüchtlinge dürfen dort offenbar machen, was sie wollen. Derzeit wollen sie für drei Monate ein Hotel (einschließlich Hotelbar) einrichten, dessen Aufbau gerade in vollem Gange war, als ich den Kirchenraum betrat.

Das „Hotel total“ soll ein Ort für Kunst, Kultur und Leben sein. Und ein kreatives, multikulturelles Zentrum in Aachen. „Von August bis Oktober 2016 lassen wir diese Vision Wirklichkeit werden“, so wird mitgeteilt. Und weiter: Für drei Monate eröffnet am 5. August ein Hotel mit allem was dazugehört – in der leer stehenden Kirche St. Elisabeth. Gastgeber sind Aachener und Menschen aus aller Welt.

Ich bin ziemlich sicher: Die heilige Elisabeth ist begeistert und findet das geil.

Blick in eine Koje, wo bald Menschen wohnen werden.

Blick in eine Koje, in der bald Menschen wohnen werden.

Die Hotelbar. Nehme an, dass dort demnächst eine Dame namens Gloria die Drinks serviert.

Die Hotelbar. Nehme an, dass dort demnächst eine Dame namens Gloria die Drinks serviert. Oben auf dem Kreuz befindet sich eine Kamera. (Gott sieht alles?) Mit der wird der Aufbau dokumentiert, die Kamera kommt aber bald wieder weg, habe mich eigens erkundigt. Auch der Künstler hat sich wegen der Kamera beschwert: Er sieht sein Kunstwerk (das Kreuz) ruiniert. Recht hat er.

Blick in die Kirche auf die Kojen. Mehr schief geht nicht.

Blick in die Kirche auf die Wohn-Kojen. Ich weiß, mehr schief geht nicht.

 

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Ein Abend, mitten in Aachen

pokemonGo Aachen

Auf dem Marktplatz von Aachen.

Immer, wenn die Dämmerung kommt versammeln sich viele, auffallend junge Menschen auf dem Aachener Markt. Sie lassen sich dort nieder oder stehen einfach rum und schauen gebannt und fasziniert auf ihre Handy-Displays. Klarer Fall: Die augmented Reality von PokemonGo hat sie im Griff. Leider hab ich dafür keine Zeit, ließ mir aber erklären, dass sich auf dem Markt besonders ausgefallene Pokemons befinden. Tja. Das wundert mich nicht. Wäre ich ein Pokemon, würde ich auch zum Markt gehen . . .  oder vielleicht mal zu einer Demo am Elisenbrunnen.

 

Erdogan Aachen

Vor dem Elisenbrunnen in Aachen.

Friedlich demonstrierten gestern etwa 100 Menschen und hörten sich an, was unter anderem Andrej Hunko (Die Linke) zum Putschversuch in der Türkei und zu Erdogan zu sagen hatte. Hunko ist Bundestagsabgeordneter und wusste, dass von der türkischen Regierung aus in Richtung Berlin die Bitte geäußert wurde, Auskunft zu erteilen über etwa 4000 Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Deutschland leben. Ungeheuerlich.

Grünoase Aachen

Der Elisengarten in Aachen.

Eine grüne Oase ist hier zweifellos der Elisengarten. Der wird aber so stark frequentiert, dass das Grün niedergetrampelt wird und nur spärlich wächst. Das sieht an vielen Stellen häßlich aus. Wie schön wäre es doch, wenn es in Aachen eine zweite Grünoase gäbe, wo ebenfalls Leute ohne den Zwang, etwas zu konsumieren, sitzen und relaxen könnten.

 

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Tolle Atmosphäre und ein prima Ausblick

rooftop bar Aachen

Hurra! Aachen hat jetzt auch eine „Rooftop“-Bar, kombiniert mit einem Restaurant. Sie befindet sich in dem neuen Hotel an der Sandkaulstraße. Da zu sitzen ist schon fast wie Urlaub.         Foto: Henning Brinkmann

Ein besonderer Blick über die Stadt wird denen gewährt, die sich in dem neuen Hotel (Sandkaulstraße) in Aachen in die 5. Etage begeben. WOW. Das ist nicht schlecht. Oben gibt es im „Innside by Melia“ nämlich eine neue Bar in Kombination mit einem Restaurant und einer feinen Terrasse.

Es gibt zwar nur wenige Speisen, die Karte ist klein, aber fein. Getestet habe ich allerdings noch nichts, lediglich bei einer Tasse Kaffe (zu 2,80 Euro) die Örtlichkeit inspiziert und die Aussicht genossen. Sehr angenehm, mal so über allen Dächern zu schweben und auf die Stadt runter zu blicken. Wie anziehend eine Hotelbar über den Dächern einer Stadt sein kann, hat die „Monkey Bar“ in Berlin bewiesen. Seit der Eröffnung ist sie eine Attraktion und immer, immer  voll.

Das Hotel in Aachen ist seit Mai in Betrieb, aber noch nicht offiziell eröffnet. Es gibt 158 Zimmer, und die sind zum CHIO (Reitturnier) auch so gut wie alle voll geworden. Das Personal ist jung und sehr freundlich. Zum Hotel gehört eine Garage mit Parkmöglichkeiten auf zwei Etagen. Wer sich im „Innside“ einquartieren will, kann das über diese Adresse tun: innside.aachen@melia.com

Geworben wird natürlich mit der Nähe des Hotels zu allen möglichen Aachener Attraktionen, aber besonders mit der Nähe zum Aachener Dom und (tadaaaaa:) zum Couven-Museum. Offenbar ist es für eine Hotel der Luxusklasse gewissermaßen wichtig, in der Nähe eines Museums zu sein. Vom Suermondt-Ludwig-Museum oder gar dem Ludwig Forum ist in der Hotel-Werbung nicht die Rede. Das finde ich bezeichnend. Und schade, denn in beiden Häusern sind viel sehenswertere und interessantere Objekte als im Couven-Museum.

Eine Kollegin war ebenfalls schon uptown und hat ihre Eindrücke hier hinterlassen.

Innside by melia aachen

Blick in die kleine Speisekarte vom „Innside by Melia“. Mir fällt auf: Ich hätte mal besser die Bar, also die großartige Theke fotografiert um euch einen Eindruck von der Lokalität zu vermitteln. Na ja. Vielleicht werde ich ja zur offiziellen Eröffnung eingeladen . . .  dann mach ich weitere Fotos.

rooftop bar Aachen

Update: Zweiter Besuch auf der Terrasse des „Innside by Melia“. Zwei leckere Getränke haben wir uns geleistet, jedes zu 8 (!!!) Euro. Mehr muss ich dazu nicht schreiben (s. auch den Kommentar) Beim zweiten Besuch haben wir weitere Fotos gemacht (s. unten) .

Innside Melia Aachen

„Innside by Melia“, 5. Etage, Blick nach innen. Es wirkt elegant, aber wegen der an der Decke offen sichtbaren Versorgungsleitungen auch wieder Werkstatt-mäßig.     Foto: Henning Brinkmann

Innside by melia aachen

Und zum Schluss: das neue Hotel von außen.     Foto: Henning Brinkmann

 

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In Aachen werden Wohnungen gebaut

Wohnungen bauen in Aachen

An der Stolberger Straße in Aachens Ostviertel wird gebaut. Die GeWoGe investiert mehrere Millionen Euro.

Wohnungen sind knapp, das weiß jeder. In Aachen wird an verschiedenen Stellen gebaut. Ein schönes Bauprojekt befindet sich in der Stolberger Straße. Dort (s. Foto oben) werden 77 barrierefreie Mietwohnungen errichtet, alle haben 2 bis 5 Zimmer, sind zwischen 52 und 120 Quadratmeter groß. 44 Wohnungen sind für Menschen mit sehr niedrigem Einkommen reserviert.

Drei Ladenlokale gehören ebenfalls zu dem Projekt und eine Tiefgarage mit 72 Stellplätzen für Autos. Ob auch an Fahrräder gedacht wurde, ist mir nicht bekannt. Bauherr ist die GeWoGe, das ist ein kommunales Aachener Wohnungsunternehmen. Die GeWoGe verwaltet die Wohnungen, die der Stadt gehören und ihre eigenen. Sie investiert in der Stolberger Straße 15 Millionen Euro.

Das Neubau-Projekt befindet sich zwischen einem Kindergarten und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium, direkt gegenüber von der neuen DITIB-Moschee. Diese Moschee wird seit vier Jahren gebaut, ein Ende ist nicht abzusehen. Schneller fertig werden wohl die 77 Wohnungen der GeWoGe. Noch 2016 im Herbst sollen die ersten Mieter einziehen. Die Planung liegt in den Händen der „pcb Architekten“.

Wohnungen in Aachen

Neubau in der Nähe des Aachener Ostfriedhofs.

Etwa 2 Dutzend Eigentumswohnungen (teuer und komfortabel) entstehen an der Stolberger Straße/Ecke Eifelstraße (s. Foto: oben). Noch sind offensichtlich nicht alle Wohnungen verkauft, Einzelheiten konnte ich aber nicht in Erfahrung bringen. Auf dem Grundstück, schräg gegenüber vom schönen Ostfriedhof, befand sich jedenfalls jahrzehntelang eine Kohlenhandlung. Die Ecke sah immer sehr unattraktiv aus, das wird sich bald ändern. Architekt Siegfried Gerich hat übrigens auch an Plätze für Fahrräder gedacht. 30 Stück gibt es angeblich im Keller des Gebäudes.

Feuerwehr Aachen Denkmalschutz

Die Hauptwache wird grundsaniert. Ein Neubau wäre preiswerter gewesen.

Die Hauptwache der Feuerwehr wurde vom Landschaftsverband (LVR) irrsinnigerweise unter Denkmalschutz gestellt. Dort fiel schon länger den Feuerwehrmännern buchstäblich die Decke auf den Kopf, das Gebäude bröckelte und bröselte wie bekloppt an allen Ecken und Enden. Da wären ein Abriss und ein Neubau nur konsequent gewesen. Doch das Gebäude (aus den 70er Jahren) muss erhalten werden. Das kostet jetzt wegen des Denkmalschutzes vorerst mehr als ein Neubau, nämlich 13,5 Millionen Euro, wird aber am Ende alles in allem sicher auf über 20 Millionen Euro hinauslaufen. Das wette ich.

bauen in Aachen

Am Hohenzollernplatz werden die Reste eines alten Bunkers entfernt. Auch dort sollen demnächst Wohnungen gebaut werden.

Nicht zuletzt – da wir schon mal in der Gegend sind – wird auf dem ehemaligen Bunker-Gelände an der Stolberger Straße/Ecke Joseph-Von-Görres Straße (Hohenzollernplatz) gearbeitet. Auch dieses Areal liegt – gefühlt – seit Menschengedenken brach und war ein echtes Drecksgrundstück. Schon sehr oft hieß es: In Kürze wird hier gebaut. Geschehen ist nie etwas. Aber jetzt ist die Rede von 170 Wohnungen, da glaub ich allerdings erst dran, wenn ich die Wohnungen sehe.

wohnen Aachen

Eisenbahnweg/Ecke Freunder Weg: Dort entsteht ebenfalls eine Wohnanlage.

Sagenhafte 248 Mietwohnungen werden derzeit auf dem Gelände Eisenbahnweg/Ecke Freunder Weg in Aachen-Forst gebaut. „Quartier Guter Freund“ soll das später mal heißen. Auch dieses Projekt wird mit Geld der öffentlichen Hand gefördert (183 der 248 Wohnungen) und das bedeutet, dort werden auch Menschen wohnen können, die wenig Geld zur Verfügung haben.

248 Mietwohnungen mit einem Park im Innenhof, Tiefgarage und Kindergarten mit Betreuung für Unter-Dreijährige (U3), mit Tagespflege für Senioren und lauter 2 bis 4 – Zimmer – Wohnungen wird es geben. Wer da wohnen möchte: Ab Herbst 2017 sollen die ersten Mieter einziehen. Vermietet wird ab Januar 2017, so ist den ausführlichen Infos an der Baustelle zu entnehmen.  Auch, dass die pbs Architekten verantwortlich zeichnen. Bauherr ist die „Guter Freund Vermögensverwaltung GmbH“, zu finden in der Karmeliterstraße 10 in Aachen, wo auch die Landmarken AG von Investor Norbert Hermanns residiert.

Das Gelände war mal eine häßliche Militärbrache, es ist 25.500 Quadratmeter groß. Auf die Idee, dort Wohnungsbau zu errichten, muss man erst mal kommen. Aber – alle Achtung – der Investor hat die Chance gesehen. Es ist wohl überhaupt eine gute Idee, in Forst zu wohnen: Zentrumsnah, und in der Eifel ist man von da in 20 Minuten.

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4,08 Milliarden Euro für das Rheinland

lvd Aachen

Blick in den Innenhof des LVR-Hauptgebäudes, in dem auch die Fraktion Freie Wähler/Piraten (18 Personen) tagt.

„Leistungen in Höhe von rund 4,08 Milliarden Euro flossen im Haushaltsjahr 2015 vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) in die rheinischen Städte, Kreise und die StädteRegion Aachen.“ Das teilte jetzt die Pressestelle des LVR mit.

Über 2,55 Milliarden Euro hiervon seien Eigenmittel des LVR und mehr als 1,53 Milliarden Euro stammen aus Bundes- und Landesmitteln sowie aus der Ausgleichsabgabe, heißt es weiter. Im gleichen Zeitraum hätten die Kommunen „über 2,49 Milliarden Euro als Landschaftsumlage an den LVR“ gezahlt.

Das geht aus der Leistungsübersicht 2015 hervor, die der LVR veröffentlicht hat.

*

Ganz kurz für alle, die nicht so genau wissen, was der LVR eigentlich ist:

Der LVR nimmt im gesamten Rheinland eine wichtige Rolle als Arbeitgeber ein. In den jeweiligen Städten, Kreisen und der StädteRegion Aachen stellt er einen wichtigen Standortfaktor dar: Der LVR arbeitet mit über 18.000 Beschäftigten für die rund 9,5 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen

  1. 41 Schulen,
  2. 10  Kliniken,
  3. 19 Museen und Kultureinrichtungen,
  4. 3 Heilpädagogischen Netzen,
  5. 4 Jugendhilfeeinrichtungen 
  6. und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden.

66 Prozent der Leistungen kommen Menschen mit Behinderung zugute: Circa 2,68 Milliarden Euro wurden gezahlt für die Sozialhilfeleistungen der Menschen mit Behinderung sowie für die Förderschulen, die Kriegsopferfürsorge und Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf. Wichtig, weil für manche Kulturinitiative im Rheinland existentiell: Mit rund 8,33 Millionen Euro förderte der LVR Aktivitäten im Rahmen der Kulturpflege (z. B. in Monschau das KuK, das kleine Stadtarchiv und das Rote Haus).

Der LVR ist als regionaler Kommunalverband zuständig für Aufgaben in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Schulen, Jugend sowie Kultur und Umwelt (die Biostationen im Lande sind beispielsweise Sache des LVR). Diese werden finanziert aus der Umlage der 26 Mitgliedskörperschaften im Rheinland sowie aus Bundes- und Landesmitteln, die vom LVR bewirtschaftet werden. (Zur Erklärung: Mit Mitgliedskörperschaften sind Städte z. B. Köln, Kreise z. B. der Kreis Düren und die StädteRegion Aachen gemeint.

Die Arbeit des LVR wird politisch gestaltet und kontrolliert von der Landschaftsversammlung Rheinland. In der Landschaftversammlung vertreten Politikerinnen und Politiker aus den Stadträten, Kreistagen und dem StädteRegionstag ihre Kommunen (Offenlage: Ich darf dort als sachkundige Bürgerin dabei sein). Bei LVR bilden CDU und SPD eine Große Koalition und als kleine Oppositionspartei ist die Arbeit dort ein hartes Brot. Der Fraktionsvorsitzende der CDU beim LVR ist der Aachener Politiker Rolf Einmahl.

Die Leistungsübersichten der 26 Mitgliedskörperschaften sind auf lvr.de abrufbar.

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Aachen: Was denkt ihr über die Luftqualität?

Studierende der RWTH Aachen befragen in den nächsten Tagen und Wochen Bürgerinnen und Bürger in Aachen und der Euregio Maas-Rhein. Wie steht es um die Sauberkeit der Luft in den Städten und Gemeinden in der Euregio Maas-Rhein? Was kann man tun, um die Luft sauberer zu machen? Und vor allem: Was denken die Bürgerinnen und Bürger über das Thema?

Die Studierenden sind Absolventen des Bachelorstudiengangs Angewandte Geographie an der RWTH Aachen. Im Rahmen ihres Projektes gibt es eine persönliche Befragung in der Aachener Innenstadt und in einigen Stadtteilen. Parallel dazu kann man an einer Online-Befragung teilnehmen, die neben Aachen auch alle anderen Städte und Gemeinden in der Euregio Maas-Rhein abdeckt. Die Online-Befragung findet auf Deutsch, Französisch und Niederländisch statt. Sie ist über folgende Adresse abrufbar: geo-rwth-aachen.limequery.org

Verantwortlich für das Projekt ist Paul Szabo-Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am RWTH-Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie. Telefonisch ist er unter 0241/80-96065 erreichbar, per E-Mail über die Adresse psm@geo.rwth-aachen.de

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Das LuFo ist jetzt 25

Von den Anfangsschwierigkeiten beim betrieb des neuen Ludwig Forums in Aachen schrieb damals eine junge Journalistin mit Doppelname.

Über die Anfangsschwierigkeiten beim Betrieb des neuen Ludwig Forums in Aachen schrieb damals eine Journalistin mit Doppelname.

Heute wurde das 25-jährige Bestehen des Aachener Ludwig Forums für Internationale Kunst gefeiert. Eine schöne, aber vergleichsweise kleine Feier, wenn man bedenkt, was bei der Eröffnung des Hauses los war. Damals reiste aus Düsseldorf Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) an, das weltberühmte Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig war als Leihgeber von hochkarätiger Kunst und als Namensgeber zugegen und die Kunstszene war prominent vertreten.

Das Ludwig Forum sollte, so wünschten es die Sozialdemokraten, nicht nur gute Kunst am laufenden Band zeigen, sondern zugleich auch noch – quasi nebenher – das heruntergekommene Arbeiterviertel, in dem es sich befindet, aufwerten und die dort lebenden, echt bildungsfernen Schichten zur Kunst bringen. Dies ist nicht gelungen. Im Gegenteil hat das Viertel es dem Forum immer sehr schwer gemacht, sich im Kranz der bundesdeutschen Häuser für moderne Kunst Anerkennung zu verschaffen. Viele denken noch heute: Es zeigt gute Kunst, aber es steht einfach im falschen Stadtviertel.

Heute, 2016,  gibt es übrigens gerade wieder ein ganz exzellent laufendes Projekt (eine Veranstaltungsreihe der StädteRegion Aachen), die die Sozialdemokraten unbedingt mit einer Förderaktion kombinieren (und damit schwächen) wollen. Sie wollen vor den Auftritten von Stars eine eher unbekannte Gruppe aus der Region auftreten lassen, um diese zu fördern. OMG. Diese Sucht, auf diese Weise Mindererfolgreichen unter die Arme greifen zu wollen, empfinde ich schon über Jahre hinweg als lästig und meistens fehl am Platz.

Im Forum: Zur Feier des Tages gab es heute vier Reden, von denen die vom neuen Leiter des Ludwig Forums, Dr. Andreas Beitin, ohne Zweifel die beste war. Er erlaubte sich beim Vergleich zwischen damals und heute einen Schlenker hin zur Situation des Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen, wo es ein weltweit operierender Konzern schafft, in die Stadtkasse so wenig Steuern einzuzahlen, dass die Stadt es nicht mal hinbekommt, ihr hochrenommiertes Museum am Laufen zu halten. Schloss Morsbroich muss wahrscheinlich geschlossen werden. (Firma Bayer, 46,324 Milliarden Umsatz, 116.800 Mitarbeiter)

Das Forum feiert jetzt 86 Tage lang seinen Geburtstag. Es gibt eine Kunstreise rund um den Globus. Heute glaubte ich, all die Werke wiedergesehen zu haben, die auch vor 25 Jahren bei der Eröffnung dabei waren und für Aufsehen sorgten, allen voran Jeff Koons mit seiner Cicciolina.

Im ersten Obergeschoss gibt es einige Archivalien, Fotos und Fernsehbeiträge Honnef Ludwig Forumzur leicht chaotischen Planungs- und Realisierungsphase des Ludwig Forums. Ich fand auch einen Text von Klaus Honnef, damals allerdings beim Zeitungsverlag schon gefeuert, was ihn auf die Idee brachte, ein berühmter Professor und ausgebuffter Experte für Fotokunst zu werden. Ich schrieb mir damals die Finger wund und hatte keine Ahnung, dass gerade das Internet angefangen hatte, die Welt zu erobern. Ich wurde später auch mal gefeuert, das passierte aber nur sehr wenigen beim Aachener Zeitungsverlag. Nach einiger Zeit wurde ich plötzlich wieder eingestellt.

Anlässlich des Geburtstages gibt es ein Begleitprogramm. Da werde ich euch auf die einzelnen Events noch aufmerksam machen (via twitter: @feuertinte). Außerdem habe ich mir die separat liegenden Räumlichkeiten angesehen, in denen bald eine Küche eingerichtet wird, damit es in dem Haus wieder ein Restaurant geben kann.

Und ansonsten: Herzlichen Glückwunsch Ludwig Forum. Es ist schön, dass es dich gibt. 

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Kommunalpolitik in dieser Woche

„Katastrophenschutzplanung Tihange“ steht am kommenden Dienstag, 28. Juni, im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz auf der Tagesordnung. Was den Aachener Politikern und den interessierten Zuschauern dazu (vermutlich vom Chef der Feuerwehr) mitgeteilt wird, weiß man nicht. In der Tagesordnung steht nur: „Es wird mündlich berichtet.“ Da dürfen wir mal gespannt sein (17 Uhr, Sitzungssaal, Reumontstraße 3).

Wer noch nicht weiß, was es mit dem „Raumordnungsverfahren Gasfernleitung Zeelink“ auf sich hat, schaue nach und lese. Es ist ein länglicher Text, aber ihr müsst euch damit befassen, denn sonst werdet ihr demnächst womöglich von gigantischen Erdarbeiten vor eurer Haustüre überrascht. Hier klicken.

Talkessel-Lage, sehr dichte Bebauung, teils hohe Schadstoffbelastung – das trifft auf Aachen zu und nimmt uns in der Innenstadt bisweilen die Luft zum Atmen. Deshalb wird im Ausschuss die RWTH-Untersuchung zur lokalen Kaltluft im Aachener Talkessel vorgestellt, als zusammenfassender Bericht. Hier nach unten scrollen und die Karte anschauen.

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Weiter geht es am Mittwoch, 29. Juni, mit einer Sitzung des Rates (Rathaus), wo alles das, was in den Ausschüssen vorentschieden wurde, endgültig beschlossen wird. Die Gasfernleitung Zeelink steht auch hier auf der Tagesordnung und – sehr wichtig – die Versorgung der Kinder in den Kindergärten mit Förderung durch Therapeuten.

Diese Therapeuten werden eingesetzt, damit Kinder, die schon im Kindergarten-Alter gewisse krasse Defizite aufweisen, auf den Stand gebracht werden, so dass sie mit guten Voraussetzungen einmal die Kita verlassen und eingeschult werden können.

Der LVR hat bisher diese Maßnahmen freiwillig gezahlt, demnächst muss die Stadt Aachen zahlen. Und da steht die Frage an: Werden wirklich alle Therapeuten weiterbeschäftigt, oder wird man sich einige Leute sparen, um die Stadtkasse im Gleichgewicht zu halten? Hoffentlich schauen deshalb am Mittwoch die Therapeuten und Eltern noch mal im Rathaus vorbei. Dann sehen sie, wer wie abstimmt.

Der Rat hat im öffentlichen Teil 31 Tagesordnungspunkt abzuarbeiten, mehr als die Hälfte wird ohne Diskussion entschieden, weil schon in den Ausschüssen alles besprochen und abgestimmt werden konnte.

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Die Sitzungswoche endet mit dem Ausschuss für Theater und Volkshochschule (VHS), wo allerdings nur die Vorstellung des VHS-Veranstaltungsprogramms für das 2. Halbjahr 2016 interessant ist. Hoffentlich sind wieder interessante Computerkurse dabei (Donnerstag, 30. Juni, 17 Uhr, VHS, Peterstraße).

So, das wars. Man sieht sich. 

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