Mataréstraße – sieht plötzlich ganz anders aus

Aachen matarestraße

Rechte Seite: der Neubau. Linke Seite: die Altbauten aus den 60er oder 70er Jahren. Ganz hinten ein Parkhaus, in dem man für 41,38 Euro im Monat rund um die Uhr parken darf.

98 Wohnungen sind in Aachen-Forst gebaut worden, zwischen Mataréstraße und Bonifatiusweg. Fast alle Wohnungen wurden verkauft, jetzt (Mitte Oktober 2016) sind nur noch 12 übrig.

Wer da wohnen darf, so abseits der Trierer Straße, hat Vorteile. Von Lärmbelästigung kann keine Rede sein, ein Parkplatz ist preiswert zu haben und trotzdem lebt man nicht abgeschnitten „irgendwo da draußen“. Es gibt in der Nähe eine Bushaltestelle, von da fahren unentwegt diese großen roten Autos (wo mindestens 40 Leute drin Platz haben) zum Elisenbrunnen (und in die Eifel).

Leider können sich die Kommunalpolitiker in Aachen nicht dazu entschließen, die Tickets für die Busse wirklich preiswert zu machen. Im Gegenteil: Sie erhöhen die Preise für die Busfahrten in Kürze, besonders kräftig übrigens für die Empfänger von Hartz IV.  Was da der Sinn von sein soll, kann mir auch keiner erklären.

Aachen ist schon allein rein klimatechnisch darauf angewiesen, dass möglichst viele Menschen ihren privaten Pkw stehen lassen und mit dem Bus durch die Stadt gondeln. Eine Erhöhung der Busticket-Preise ist da nachgerade kontraproduktiv. Wenn man bedenkt, wofür sonst alles Geld da ist . . .  nur nicht genug für einen wirklich preiswerten ÖPNV. Ist das noch zeitgemäß?

Zum Thema „Luftqualität in Aachen“

http://www.aachener-nachrichten.de/mobile/lokales/aachen/aachens-luftqualitaet-laesst-weiter-zu-wuenschen-uebrig-1.1294902

http://www.aachener-nachrichten.de/mobile/lokales/aachen/saubere-luft-nun-doch-ein-fall-fuer-die-richter-1.1469610

Aachen eisenbahnweg

Neue Wohnanlage am Eisenbahnweg in Aachen.

„Guter Freund“ heißt die Anlage, die am Eisenbahnweg/Ecke Freunder Weg hochgezogen wird. 248 Wohnungen werden gebaut. Noch dieses Jahr sollen die Wohnungen bezogen werden. Wenn die Anlage fertig ist, stelle ich hier in meinem Blog einige Fotos davon ein.

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Morgens Krach, mittags Krach, abends nicht

Aachen klappergassh

Gruß aus der Klappergasse. Morgens um 7 Uhr nehmen die Bauarbeiter die Arbeit auf und sind nicht gerade leise. Maschinengeräusche sind auf die Dauer höchst unangenehm, Meeresrauschen in gleicher Lautstärke könnte man bestimmt leichter ertragen. Wer keine Baustelle vor der Nase hat: Freu dich. (Links im Bild: eine Maiglöckchen-Laterne, 70er Jahre Style, gefällt heute keinem mehr.)

Von der Klappergasse aus haben die Männer seit fast zwei Jahren unterirdisch den Kanal saniert. Wochenlang jeden Tag Unmengen von Lehm aus der Grube gebaggert und abtransportiert. Jetzt wird offenbar alles wieder verfüllt. Das kann dauern.

Aachen Klappergasse

So sah es gestern aus, als der Wagen versuchte, rückwärts in die Klappergasse reinzufahren, das gelang nach mehreren Versuchen mit rangieren am Ende tadellos. Links unten seht ihr den Zugang zur Kanalisation. Von da kommt die Füllmasse unter die Erde.

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Heute beginnt die Einführungswoche für Erstsemester

Diese Woche gibt es offiziell keine Politik – aber eine Einführungswoche für alle, die in Aachen an der RWTH ihr Studium beginnen. Tausende Erstsemester werden die Innenstadt bevölkern, zart besaitete Menschen sollten sich am Mittwoch zu Hause beschäftigen (Keller aufräumen, die ZEIT lesen, versuchen, den Enkeln Mails zu schreiben usw). Mittwoch ist ab 11 Uhr Ersti-Rallye, 5000 Erstsemester werden dann auf Katschhof und Markt bespasst.

Heute werden die Erstsemester schon mal von Rektor und Fachschaft offiziell begrüßt. Dann geht es weiter bis einschließlich Freitag. Aber keine Bange: Um die Exzesse vergangener Jahre zu verhindern, sind 1500 zuvor extra geschulte Tutoren im Einsatz. Polizei, Ordnungsamt, Hochschulwache und Müllabfuhr stehen parat. Achtung! Im Hochschulbereich werden Mittwoch verschiedene Straßen gesperrt sein.

Schade eigentlich: Den Studienanfängern wird ausdrücklich verboten sich komplett auszuziehen (in den vergangenen Jahren hatten immer einige vor lauter Lebensfreude, im neuen Lebensabschnitt angekommen zu sein, die Klamotten von sich geworfen).

Wer sich über die Kids ärgert, möge bedenken: Sie bringen viel, viel Geld in die Stadt. Unter anderem, indem sie sich hier anmelden, hier einkaufen, ausgehen und überteuerte Mieten bezahlen. Und an den Wochenenden sind sie sowieso alle wieder weg, ab „nach Hause“ zu den Eltern, und in den Semesterferien ebenfalls.

***

Das Presseamt teilt unterdessen mit: Noch bis einschließlich Freitag, 21. Oktober, von 8 bis 16 Uhr, bietet der Bürgerservice der Stadt Aachen den Studis, die nach Aachen ziehen und sich deshalb hier anmelden müssen, einen Sonderservice an: Während der so genannten „heißen Phase“ der Immatrikulation können die jungen Leute ihren neuen Wohnsitz  direkt im Sparkassenforum des Super C am Templergraben anmelden und die erforderlichen Änderungen des Personalausweises durchführen lassen.

Bei der Anmeldung darf allerdings die Wohnungsgeberbescheinigung nicht fehlen.

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Schaut doch mal in Richtung Blücherplatz

piraten aachen

Piraten-Foto der Woche: Es ist eng im Büro der Gegner einer uferlosen staatlichen Überwachung.

Wie kann das sein, dass für eine Thermalwasserroute 100.000 Euro in der Stadtkasse sind, für eine Halfpipe/Skater-Anlage aber nicht? Die Frage steht hier gerade im Raum (s. Foto). Beide Projekte sind interessant, beide haben Menschen aus Aachen auf den Weg gebracht: Auf die Idee, eine  Thermalwasserroute einzurichten kamen die Mitglieder einer Stiftung, und die Anlage mit Halfpipe wünschen sich Kinder aus dem Hangeweiher-Viertel.

Das Foto entstand aber aus einem anderen Grund. Es soll zeigen, dass das Büro der Piraten in Aachen (Hirschgraben 24) zu klein ist und ein Umzug geplant werden muss. Die Suche nach neuen Räumen hat auch schon begonnen, und es ist erstaunlich wie viele Ladenlokale in Aachen leerstehen – besonders in den Randbezirken der Innenstadt und dort in Gebäuden, die in den 50er Jahren errichtet wurden.

Schön wäre es, wenn das Büro in die Nähe vom „Hotel total“ (Blücherplatz, ehemalige Kirche St. Elisabeth) ziehen könnte. In dieser Ecke von Aachen

Ganz schön viele Veranstaltungen, die das "Hotel total" diesen Herbst anbietet. Allerdings ist völlig offen, wie es mit der neuen Einrichtung im November weitergeht.

Ganz schön viele Veranstaltungen, die das „Hotel total“ diesen Herbst anbietet. Allerdings ist völlig offen, wie es mit der neuen Einrichtung im November weitergeht.

verbreiten gerade kreative Leute eine gute Atmosphäre. Hunderte kommen bestimmt  heute wieder und morgen zur Modenschau (08. 10., 18 und 20 Uhr) mit Designern aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

120.000 Euro brauchen die Betreiber vom „Hotel total“ angeblich pro Jahr, um die neue Einrichtung zu betreiben. Gäbe die Stadt die eine Hälfte (60.000 Euro), könnte die andere Hälfte über Eintrittsgelder aufgebracht werden, wage ich mal einen (mit niemand abgesprochenen) Vorschlag. Nebenbei: Eigentlich ist das „Hotel total“ das, was das Straßenbahn-Depot in der Talstraße in Aachen-Nord einmal werden soll: ein für alle offenes, selbst verwaltetes Kultur- und Stadtteilzentrum mit schönen Veranstaltungen am laufenden Band. Beide liegen relativ nah beieinander, könnten sich ergänzen und das Viertel aufwerten. Die Herrichtung des Depots, das baulich einer Ruine glich, wurde übrigens mit Geld aus Düsseldorf möglich, sie hat über 10 Millionen Euro gekostet.

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Ratspolitik: Es geht um Bauland und Wohnungsbau

Aachen Wohnungsbau

In Aachen wird gebaut, wie hier am Veltmannplatz. Doch es könnte noch mehr sein. Nicht nur in Aachen-Nord.

Diese Woche wird in Aachen an drei Tagen Politik gemacht, aber nur ein Ausschuss soll hier erwähnt werden: der Planungsausschuss, dessen ehrenamtlich arbeitende Mitglieder sich am Donnerstag, 6. Oktober, (17 Uhr, Lagerhausstraße, Saal 170) treffen. Die Sitzung ist öffentlich.

Zunächst soll in diesem Ausschuss kurz über das Projekt „Revitalisierung Aachen-Nord“ informiert werden. Es handelt sich um das Gebiet an der Jülicher Straße, wo sich auch das Ludwig Forum befindet.

Dort gibt es viele weitläufige Gewerbeflächen, nicht wenige sind Brachen, aus denen sich gut noch etwas machen ließe. Denn insgesamt ist das Viertel innenstadtnah, da könnte man Firmen aus dem IT-Bereich ansiedeln. Deshalb wurden die Kadawittfeldarchitektur GmbH (kwa) und das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen beauftragt, eine Standort-und Marktanalyse des Bereichs anzufertigen.

Was diese Analyse ergeben wird, lässt sich leicht vorhersehen. Dass nämlich Aachen wächst, das Gebiet zu schade ist, um dort Flächen brach liegen zu lassen, dass wertvolles Potential ungenutzt bleibt und dass teils auch Wohnungsbau möglich wäre. Klar ist, dass die moderne Industrie durchaus schick in Innenstadtnähe aussieht und Sinn macht.

Was auch noch nicht jeder weiß: Senioren wollen in die Stadt, Studenten desgleichen und Flüchtlinge holen ihre Familien nach. In der tiefen Eifel  und im Dürener Land werden dagegen ganze Dörfer leerfallen, so sehr zieht es die Menschen in die Städte, wo das Leben pulsiert. Aber das ist ein anderes Thema und steht im Aachener Planungsausschuss nicht zur Diskussion.

Die Stadtverwaltung schreibt in ihrer Vorlage, die den Politikern bei Entscheidungen Hilfestellung geben soll: „Gefordert sind Top-Arbeitsplätze, innenstadtnah, eng vernetzt mit der Wohnumgebung und einer guten Nahversorgung, einem hohen Maß an Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Mobilität.“ Und diese Top-Arbeitsplätze ließen sich an der Jülicher Straße durchaus einrichten, zum Teil sogar in alten Bauten, die ja ihren Charme haben.

***

Im Planungsausschuss steht ein weiteres Thema auf der Tagesordnung: Die Aachener Wohnungsbau-Akteure haben sich zu einem Runden Tisch getroffen. Die Investoren haben der Verwaltung erklärt, was sie daran hindert, mehr Wohnungen für Menschen zu bauen. Und die Beamten haben ihrerseits erklärt, an welche Vorgaben sie sich zu halten haben und was trotzdem noch machbar ist. Ziel: Mehr Wohnungen bauen.

Aachen hat allein bis 2020 einen Neubaubedarf im Bereich der Mehrfamilienhäuser von etwa 2600 Wohneinheiten. Und, so steht es in der Vorlage: Einen besonderen Schwerpunkt sieht der Gutachter im Bereich des öffentlich geförderten/bezahlbaren Wohnungsbaus.“ Es ist so: Teure Wohnungen haben wir genug, preiswerter Wohnraum fehlt.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen könnten mal nicht so eng ausgelegt werden, sollen die Investoren gemeint haben. Außerdem: Der Baulandbeschluss sei zu kompliziert, kein Mensch würde verstehen, was gemeint ist. Mehr Geschosse und dichtere Bebauung möge die Verwaltung gestatten, so wurde angeregt. Auch die hohe Zahl von Stellplätzen sei ein Hinderungsgrund. Manchmal würden diese angelegt aber gar nicht gebraucht.

Die Verwaltung schlägt den Politikern vor, die kommenden Gesprächsrunden zu einem „Runden Tisch der Aachener Wohnungsmarktakteure“ zu erweitern. Neben den bisherigen Teilnehmern sollen auch Vertreter der Politik, des Mieterschutzvereins und Interessenvertreter der Hauseigentümer eingeladen werden.

***

Nur ganz kurz gehe ich auf den Punkt „Thermalwasserroute“, der ebenfalls auf der Tagesordnung steht, ein. Die Verwaltung meint, es ist dafür kein Geld da. Die Politiker von CDU und SPD meinen: Egal, wir machen das trotzdem.

100.000 Euro sollen für die „Thermalwasserroute“ aus der Stadtkasse kommen, der Landschaftsverband Rheinland (LVR) werde dann 65.000 Euro dazutun und eine Stiftung („Natur, Heimat, Kultur“) gibt 155.000 Euro. Die Aachener „Bürgerstiftung Lebensraum“ hat das Projekt erfunden, gibt aber angeblich nur 12.000 Euro. Alles in allem werden vorerst 330.000 Euro zusammengekratzt, anfangs sollte das Projekt sogar 900.000 Euro kosten.

Geplant ist eine Handy-App, ein Rundgang, bei dem virtuell die Thermal- und Bädergeschichte Aachens in der Innenstadt dargestellt wird. An den einzelnen Standtorten soll auch gebaut werden. Und es soll am Aachen-Fenster ein riesiger Wassertropfen mitsamt Geruchsdüse und Filmfenster hingestellt werden.

Wenn man sonst nichts hat, wofür man sein Geld für ausgeben kann, dann ist das sicher ein schickes Projekt. Wobei ich allerdings skeptisch bin, wenn wieder Sachen in der Innenstadt aufgestellt werden. Es steht schon genug Krempel herum, ein dicker Wassertropfen ist mMn vollkommen überflüssig.

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Stadtverwaltung informiert im Haus Löwenstein. Thema: der Hof

Im Herbst (also in Kürze), so teilt die Stadtverwaltung mit,  werden die Straßenbauarbeiten zur Umgestaltung des Hofs zwischen Krämerstraße und Körnergasse beginnen. Die Stawag hatte hier unterirdisch die Kanäle erneuert, also das Versorgungsnetz für Gas und Wasser. Jetzt soll die Oberfläche des Hofs mit geschnittenem Natursteinpflaster erneuert werden.

Stadt und Stawag werden am Mittwoch, 5. Oktober, um 19 Uhr in einer Bürgerinformation im Haus Löwenstein (am Markt gelegen) über die kommenden Arbeiten an den Versorgungsleitungen informieren. Ebenso sollen in der Bürgerinformation die Erreichbarkeit und die Fußgängerführung während der Baummaßnahme erläutert werden.

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Am Neumarkt gehen die Leute auf die Barrikaden

Die geplante Aufwertung des Neumarktes wirft im Frankenberger Viertel, insbesondere bei den Anwohnern und Benutzern des Neumarktes, Fragen auf. Den Neumarkt finden eigentlich alle schön

Schon bei der Bürgerversammlung vor mehreren Monaten betonten mehrere Anwesende, der Neumarkt solle, wenn überhaupt, dann nur geringfügig verändert werden. Foto: Archiv

Schon bei der Bürgerversammlung vor mehreren Monaten (Mitte März 2016) in einer Schule im Frankenberger Viertel betonten mehrere Anwesende, der Neumarkt solle, wenn überhaupt, dann nur geringfügig verändert werden. Foto: Archiv

und passend so wie er ist. Und nicht wenige haben Angst, dass er nach der „Aufwertung“ nicht mehr so schön ist wie zuvor. Neulich wurden sogar von Bürger*innen erste Abbrucharbeiten verhindert. Robert Peters-Gehrke ist verantwortlich für die Facebook-Seite „Neumarkt in Gefahr?“. Er möchte verschiedene Fragen von den zuständigen Kommunalpolitikern beantwortet haben, „damit auf der geplanten Bürgeranhörung im Oktober ein auf konkreten Fakten basierendes Gespräch möglich ist“.

Fragen, die das Klettergerüst betreffen, das vor vier Wochen wegen angeblich fehlender Sicherheit abgerissen werden sollte und nun doch bis nächstes Jahr stehen bleiben soll:

– Auf welcher Grundlage genau wurde über den dann doch abgesagten
Abbau des Gerüstes aus Sicherheitsmängeln entschieden? Am Telefon wurde
mitgeteilt, es gäbe kein Gutachten, wohl aber „Messungen“. Was ergaben
diese Messungen genau?

– Warum wurde das Gerüst im Frühjahr erst von Steuergeld überholt und
gestrichen, wenn dann ein paar Monate später ein Abrisskommando auftaucht?

– An dem Gerüst sind nun einige zusätzliche Bretter angebracht worden,
deren Sinn uns nicht klar ist. Verbessern diese Bretter die Stabilität
des Gerüstes oder dienen sie der Vermeidung von Unfällen?

– Durch was soll das Gerüst im nächsten Jahr ersetzt werden? Aus welchem
Material wird das neue Spielgerät sein?

 

Fragen, die den Neumarkt betreffen:

– Warum steht der genaue Plan für die „Aufwertung“ des Neumarktes nicht
im Internet, sodass sich die Anwohner und Benutzer ein genaues Bild
machen können?

– Im Raum steht eine Umbaudauer von einem halben Jahr, obwohl es nur
geringfügige Änderungen geben soll. Warum diese lange Dauer bei nur
geringfügigen Änderungen?

– Wie genau wird der Umbau vor sich gehen? Ist der Neumarkt ein halbes
Jahr Baustelle oder nur Teile des Marktes? Was ist mit Spielgelegenheiten, Wochenmarkt und Außengastronomie in dieser Zeit?

 

Fragen zu den Kosten des Umbaus

– Im Raume steht eine Verringerung der Spielfläche zugunsten von
Sitzgelegenheiten. Wenn man sich den benutzten Platz ansieht, sieht man
keinen Mangel an Sitzgelegenheiten. Warum dann die Verkleinerung der
Spielfläche?

– Was geschieht mit der kleinen Open-Air-Caféfläche des Wochenmarktes,
wenn der Markt in Gassen aufgestellt wird? Diese Fläche ist hochbeliebt
und ein funktionierender Mittelpunkt an jedem Markttag.

*

Robert Peters-Gehrke schreibt an die Fraktionen im Rat: „Allgemein gesagt ist die vorherrschende Meinung unter den Anwohnern und Benutzern des Neumarkts, dass es sich hier um einen funktionierenden Platz handelt, der Urbanität im besten Sinne darstellt. Verschiedenste Bevölkerungsgruppen kommen hier zwanglos zusammen und begegnen einander. Der Platz funktioniert. Ich habe noch niemanden getroffen, der diesen Platz grundlegend verändern will, auch und gerade um seinen Charme zu
erhalten.“

s. auch https://uebergangshymne.com/2016/03/15/neumarkt-moeglichst-wenig-veraenderung-gewuenscht/

Update:

Für die Stadtverwaltung hat vorerst Harald Beckers vom städtischen Presseamt auf die Fragen von Robert Peters-Gehrke geantwortet. Beckers teilt mit, dass die Bürgerinformation zum Thema Neumarkt am Donnerstag, 27. Oktober, ab 17 Uhr in der Burg Frankenberg stattfindet.

Bei der Veranstaltung werde, so Beckers, „die Planung vorgestellt, die sich nach den zwei beiden vorherigen Info-Veranstaltungen herauskristallisiert hat und als umsetzbar gilt. Der letzte Feinschliff an dieser Planung werde zurzeit in den beteiligten Fachabteilungen vorgenommen. (Wird hier durch die Blume gesagt, man wisse schon, was am Neumarkt gemacht wird und werde das auch durchziehen???)

Beckers weiter: Die Fragen würden erst bei der Bürgerinformation am 27. Oktober beantwortet.

***

Auf diese Aussagen hat Robert Peters-Gehrke seinerseits sofort reagiert. Er schreibt an die Stadtverwaltung: 

„Was genau bedeutet es, wenn Sie die Planung für den Neumarkt als „umsetzbar“ bezeichnen? Ist sie umsetzbar für die Verwaltung, umsetzbar für das Architekturbüro, umsetzbar im Sinne der Anwohner und Bewohner, von denen die meisten die Planung aber gar nicht kennen?

Warum wird den Anwohnern und Benutzern keine Skizze der Planung zur Verfügung gestellt? Dass die genaue Planung nicht bekannt ist, sorgt für Misstrauen am Neumarkt.

Warum bekommen wir die Antworten auf die gemailten Fragen erst auf der Bürgerinformation selber und nicht vorher? Dadurch entsteht ein Informationsgefälle zuungunsten der Anwohner und Benutzer. Ist es nicht gewünscht, dass die Anwohner und Benutzer sich auf die Bürgerinformation vorbereiten können?“

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Politik in der neuen Woche

In der neuen Woche habe die Aachener Kommunalpolitiker viel zu tun. Alles wird in langen Sitzungen ehrenamtlich behandelt, dafür muss man auch erst mal Nerven und Energie haben. Zumal auch die Vorbereitung auf die Sitzungen/Themen viel (Frei-)Zeit in Anspruch nimmt.

Im Mai hatten CDU und SPD die Verwaltung gebeten mal zu prüfen, wie die Verwaltung näher an die Bürger*innen ranrücken kann, bzw umgekehrt. Dies, so hatte man sich gedacht, sollte für die einen auf digitalem Wege möglich sein. Für die anderen, die lieber persönlich vorsprechen möchten, sollten die Bezirksämter und die Bürgerservicestellen so gestaltet werden, dass die Leute dort alles nur mögliche erledigen können.

Seit Mai wurde u. a. überlegt, 1. die Akten stärker zu digitalisieren und auf der anderen Seite 2. die Dienstleistungen der Bezirksämter und Servicestellen zu erweitern, so dass man dort mehr erledigen kann als bisher (z. B. Grundsicherung im Alter). Dienstag, 27. 09, ab 17 Uhr berichtet die Verwaltung im Personal- und Verwaltungsausschuss, was bei ihren Überlegungen rausgekommen ist (im Sitzungssaal des früheren ASEAG-Gebäudes, Adalbertsteinweg).

*

15 Kinder unter 3 Jahren werden bald im Vereinsheim der Kleingartenanlage Hangeweiher betreut. Darauf haben sich die Erzieherinnen und die Kleingärtner geeinigt. Im Kinder- und Jugendausschuss (Die., 27. 09. ab 17 Uhr, Raum 207, Verwaltungsgebäude Mozartstraße) wird der Antrag der Kindertagesstätten-Leiterin behandelt, die ihre Kita als „Gartenkinder Hangeweiher gUG“ anerkannt haben möchte und um die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe bittet. Was bestimmt gern genehmigt wird.

Die Kindertagesstätte besteht seit dem Jahr 2000 und ist aus einer Tagesmutterbetreuung hervorgegangen. Jüngst wurden der ehemaligen Tagesmutter die Räume gekündigt, sie konnte bei den Kleingärtnern unterkommen, was ja eine wunderbare Lösung ist.

In dem Ausschuss geht es außerdem um die Erneuerung des Basketballplatzes im Westpark (die wohl abgeschmettert wird) und um für Familien brisante Themen wie U3 und Ü3 Ausbau. Schaut auf die Tagesordnung und lest selbst.

*

Und schon sind wir bei Mittwoch, 28. September, wo über Aachen-Mitte diskutiert wird. Die Innenstadt hat nämlich für ihre Angelegenheiten einen eigenen Ausschuss, ganz wie die Stadtbezirke (z. B. Laurensbeg, Walheim, Haaren usw) jeweils auch.

Verhandelt werden kleine und große Veränderungen, die folgende Straßen betreffen: Stettiner Straße, Schönforst, Am Höfling, Prager Ring/Krefelder Straße/Eulersweg, Kapellenstraße und Kurbrunnenstraße/Bachstraße. Auch hier empfiehlt sich ein Blick auf die Tagesordnung und natürlich auf die Anhänge. (Beginn: 17 Uhr im Haus Löwenstein am Aachener Markt)

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Der Mobilitätsausschuss (Do., 29. 09., 17 Uhr im Saal 170 des Verwaltungsgebäudes Lagerhausstraße) ist immer einen Besuch wert. Die Tagesordnung umfasst 20 Punkte, und der wichtigste ist mMn die Erhöhung der Fahrkosten für Bus und Bahn im Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) zum Januar 2017.

Die Preiserhöhung ist bei den Wochen-, Monats- und Jahreskarten am höchsten: 3,1 Prozent im Durchschnitt. Die „School&Fun“-Tickets für Selbstzahler kosten ab Schuljahr 2017/2018 genau 28,50 Euro. Auch ganz schön teuer. Bei den Seniorenabos sollen vor allem die Preise für die Karten für das Aktiv-Duo mit 4,22 Prozent oder 3,60 Euro deutlich steigen.

An den Preisen für Einzeltickets wird, soweit ich sehe, nichts geändert. Auch die Vier-Fahrten-Tickets sollen stabil bleiben. Aber Ferientickets für Senioren sollen abgeschafft werden, sie wurden zu selten nachgefragt.

So schaufelt sich der AVV, ein per se defizitäres Unterfangen, immerhin zusätzliche 2,2 Millionen Euro in die Kasse. Insgesamt werden 88,5 Millionen Euro kassiert. Dabei entfällt der dickste Batzen auf die Wochen-, Monats- und Jahreskarten mit 67,3 Millionen Euro. Einzeltickets tragen rund 21 Millionen Euro zu den Erträgen bei. Das ist den Vorlagen zu entnehmen.

Die Tariferhöhung kommt ganz sicher. Der Grund: steigende Löhne, dringend nötige Investitionen, wieder ansteigende Spritkosten. Im Durchschnitt, so meine ich zu wissen, müssen bei uns – damit Busse und Bahn fahren – 40 Prozent der Kosten, die entstehen, aus der Kasse der Stadt Aachen kommen.

*

Was den Schulausschuss betrifft, verweise ich euch für heute an den Piraten-Kollegen @navelbrush (Michael Sahm) und seinen Blog. Dort wird nichts verschwiegen oder beschönigt, aber alles Wissenswerte zu Aachener Schulen mitgeteilt.

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Bleibt der Sozialausschuss (Ausschuss für Soziales, Integration, und Demographie), dessen Mitglieder sich am Donnerstag, 29. September, um 17 Uhr im großen Saal des Rathauses treffen.

Die Mütter-Cafés des Deutschen Kinderschutzbunds in Aachen-Ost und Aachen-Nord werden vorgestellt, die Mietpreisgestaltung im städtischen Wohnhausbestand thematisiert und über die Unterbringung von Flüchtlingen berichtet.

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Nachklapp: Es ist in Aachen wie auch in anderen Städten und Gemeinden die Verwaltung, die dafür sorgt, dass alles rundläuft und man sich in seiner Stadt wohlfühlen kann. Die deutsche Verwaltung ist so aufgebaut, dass sie von (ehrenamtlichen) Kommunalpolitikern kontrolliert und ein bisschen geleitet wird. Das ging viele Jahre lang gut. Allerdings leben wir jetzt in Zeiten, in denen es uns nicht mehr egal sein sollte, wer in den Räten und an der Spitze der Verwaltung sitzt. Deswegen müssen wir alle mehr Verantwortung übernehmen, manche zum ersten Mal. Meckern und sich sonst im Hintergrund zu halten, das reicht heutzutage nicht mehr.

Aachenerinnen und Aachener sollten sich mehr in den politischen Prozess einbringen. Und sei es nur mit einer Mail an die Ratsleute, um zu fragen, was sie gerade in einem ihrer Ausschüsse bearbeiten.

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Piraten erkennen IT-Sicherheitsmängel bei der Stadtverwaltung

Datensicherheit Aachen

Die Zeiten, in denen Daten nur so aufbewahrt wurden, sind vorbei. Daten werden elektronisch gesammelt und sind leicht einsehbar, wenn es – wie in Aachen – an der IT-Sicherheit mangelt.

„Wie einer unserer sachkundigen Bürger herausfand hatte die Stadt Ende Mai ein beträchtliches Sicherheitsproblem, bei dem ein Server mit einem extrem schwachen Passwort abgesichert war“, teilte jetzt Piraten-Fraktionsvorsitzender Udo Pütz mit. Dieses Sicherheitsproblem existiert auch heute noch, davon gehen die Piraten aus. Es werden leicht knackbare Passwörter verwendet (z. B. 12345678, Vorname der Gattin, qwertzui) – und das an wirklich zentralen Stellen.

Die Stadtverwaltung ist Eigentümer von hochsensiblen Daten von uns allen. Sie sollte ihre IT angemessen schützen, was zurzeit nicht der Fall ist. Die Piratenpartei in Aachen sorgt sich um die Sicherheit der Stadt und die Daten der Bürgerinnen und Bürger. Mehr noch: Sitzt man mit Piraten zusammen, erlebt man sie gleichzeitig erheitert und tief erschüttert über die Fahrlässigkeit der städtischen IT-Experten. Was da alles sichtbar ist . . .

Nach viel Vorarbeit wurden jetzt drei Ratsanträge mit den Themen „Signierter E-Mail Verkehr, Verschlüsselung personenbezogener Daten sowie Passwörter und IT Sicherheit“ eingereicht, die eben diese Sicherheit verbessern sollen. Mal sehen, wann diese Ratsanträge bearbeitet werden. (Die meisten Anträge der Piraten werden in der Verwaltung regelrecht verschleppt, monatelang nicht bearbeitet. Noch nie habe ich eine Fraktion erlebt, die dies mit so unendlicher Geduld hinnimmt. Aber das ist ein anderes Thema.)

Um die nichtöffentlichen Daten der Verwaltung und der Bürger*innen zu schützen und die Server vor Angriffen zu bewahren ist es von immenser Wichtigkeit, dass der Zugriff sicher gestaltet ist.

„Das Problem wäre mit einer 2-Faktor-Authentifikation gar nicht aufgetreten“, sagt Udo Pütz. Bei einer 2-Faktor-Authentifikation kombiniert man etwas, was man weiss, mit einem Gegenstand, den man hat. Es wird der Zugriff zum System zusätzlich zum normalen Passwort durch einen Sicherheitsschlüssel auf z.B. einem USB-Stick oder einer Smartcard abgesichert. Ein schwaches Passwort oder der Verlust eines Passworts wiegt durch den notwendigen zweiten Faktor, den Schlüssel, nicht schwer.

Wenn nach dem ersten sicheren Zugang alle weiteren Zugänge, auf z.B. ein Redaktionssystem oder weitere Datenspeicher, über ein gegenseitiges Vertrauen der Systeme passiert (sog. Single Sign On – SSO) ist der Komfort durch das nur einmalige Login hoch aber gleichzeitig ein hoher Sicherheitslevel gewährleistet.

Auch der E-Mail-Verkehr der Stadtverwaltung muss sicherer werden. Die Verwendung einer kryptografischen Signatur als erster Schritt dokumentiert die Echtheit des Absenders und unterstützt dadurch beispielsweise die Erkennung von E-Mails mit Schadsoftware. Sie dient auch der Vorbereitung auf eine vollständige Verschlüsselung des E-Mail-Verkehrs.

Wichtig: Das liest sich für Laien sehr kompliziert, ist es aber nicht.

Durch die Verschlüsselung mindestens der personenbezogenen Daten auf mobilen Endgeräten, wie zum Beispiel Handys, Laptops oder Tablets, sind diese bei Diebstahl oder Verlust geschützt. Sämtliche moderne Geräte bieten eine solche Verschlüsselung von Hause aus an, die ohne großen Aufwand genutzt werden kann.

Die Piraten in Aachen fordern, dass die Mitarbeiter der Stadt Aachen dazu angehalten und geschult werden, die sicherheitstechnischen Mittel zu nutzen, damit die Sicherheit der Daten der Stadt und somit auch ihrer Bürgerinnen und Bürger deutlich erhöht wird.

(Die 3 Anträge werden später hier noch wörtlich eingestellt.)

Erheblichen Anteil an der Arbeit der Piratenpartei in Aachen hat in dieser Hinsicht  übrigens  Matthias Achilles. @madgnome

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/hinweis-auf-luecke-in-it-sicherheit-der-stadt-1.1455359

Datenschrott Aachen

Daten können vernichtet werden, wenn man sie nicht sicher lagert. Hier ein Beispiel aus der analogen Welt: Was übrig blieb, als das Kölner Stadtarchiv in einen U-Bahn-Schacht stürzte.

 

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Eine positive Bilanz

Neulich auf der Fahrt nach Köln im Zug: Zwei mir zufällig gegenübersitzende Personen versuchen zusammenzuzählen, wo überall in Aachen derzeit Wohnungen gebaut werden. Eine stattliche Bilanz war das, die da zustande kam. Und ein paar ganz neue Kindergärten, eine komplett neue Gesamtschule und eine neue Sporthalle darf man da eigentlich auch dazuzählen.

Der Bedarf ist groß: Aachen wird bedingt durch die Hochschule immer mehr Einwohner bekommen. Ein paar Flüchtlinge werden ihre Verwandten nachholen. Senioren zieht es vom Land in die Stadt.

Sage und schreibe 400 Wohnungen entstehen allein in Rothe Erde in der Nähe der Aachen Arkaden. Das Viertel dort (ist das schon Forst?) wird sich entwickeln, all diese Menschen, die dort Wohnungen kaufen und mieten, werden etwas bewirken. Könnte spannend werden!

Dort gibt es einen guten Anschluss an die Bahn, es gibt direkt um die Ecke Aldi, eine Apotheke und einen Frisör, jede Menge Parkplätze in einem Parkhaus (monatliche Stellplatzmiete: 41,38 Euro) und zum entspannten Radeln den Vennbahnweg. Und es gibt die Nadelfabrik als Kulturzentrum. Im dortigen Stadtarchiv befindet sich ein Lesesaal, wo man in schöner Atmosphäre arbeiten kann, falls man zur schreibenden Zunft gehört. Was fehlt in der Ecke? Ein richtig gutes italienisches Restaurant zum Beispiel.

Matarestraße Aachen

Die neuen Wohnungen zwischen Mataréstraße und Bonifatiusweg. Im Hintergrund (l.) lugt das Parkhaus der Aachen Arkaden hervor. In der Ecke  werden bald viele hundert Menschen das Viertel verändern.

Blick ins innere der Wohnanlage.

Blick ins Innere der Wohnanlage. Um das Grün kümmert sich eigens ein Gärtner. Ist das nun schön oder doch nicht? 

 

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