Räder anketten und den Akku mitnehmen

Das rät die Polizei: Fahrräder immer an einen festen Gegenstand anketten und den Akku mitnehmen. Symbolbild: AachenNews Archiv

Die Polizei hat diese Woche mal wieder einen Fahrraddieb festgenommen und das gestohlene E-Bike dem Besitzer zurückgegeben. Alles dank eines aufmerksamen Aacheners, der den Dieb beobachtete und in Windeseile die Polizei anrief.

Nur ein paar Minuten habe das orangefarbene E-Bike abgeschlossen, aber unbeaufsichtigt vor einer Bankfiliale an der Jülicher Straße gestanden. Diese Gelegenheit, so teilt die Polizei mit, „nutzte offenbar ein Mann und trug das Rad in Richtung Hein-Janssen-Straße davon“. Ein Beobachter dieser Szene rief die Polizei.

Kurz darauf konnten zivile Polizisten den Dieb stellen. Bei seiner Festnahme versuchte sich der 35-Jährige loszureißen, so dass er zu Boden gebracht und mit Handschellen fixiert werden musste. Das E-Bike konnte dem rechtmäßigen Besitzer noch vor Ort zurückgegeben werden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls und wegen Widerstand gegen Polizeibeamte.

Die Ermittlungsgruppe Bike der Polizei Aachen dankt in diesem Zusammenhang allen, die als Zeugen bei der Behörde anrufen und ein schnelles Eingreifen möglich machen. Sie rät ausdrücklich:

   - Schließen Sie das Fahrrad immer an einen festen Gegenstand (zum Beispiel einen Fahrradständer oder einen Laternenmast) an, damit es nicht einfach weggetragen werden kann. Nehmen Sie - auch bei kurzem Abstellen des E-Bikes - den Akku mit. Der Akku ist in der Regel das teuerste Bauteil des E-Bikes. Ein provisorisches Mitnehmen macht das E-Bike uninteressanter und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls.   (kg)
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Ich komm zu nix

Lieber Leute, ich habe hier seit Tagen sehr interessante Bücher liegen. Aber komm ich etwa zum Lesen? NEIN. Kaum dass ich morgens um 6 Uhr aufgestanden bin, ist es auch schon wieder Nachmittag, 17 Uhr, und ich frage mich: Was habe ich eigentlich die ganze Zeit gemacht?

Ständig auf Achse statt der Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: Ruhig irgendwo sitzen und lesen, lesen, lesen.

Bald ist der 1. April und ich habe noch keinen einzigen Aprilscherz parat. Ein Kind in meiner Familie hat Geburtstag. Habe ich etwa ein originelles Geschenk? Natürlich nicht. Ehrlich, ich komm zu nix! Jetzt ist auch noch mein Fahrrad platt, und das Auto muss in die Werkstatt.

Kein Mensch hat so viel zu tun wie ich. Was die Nachrichtenlage betrifft, bin ich wahrscheinlich auch nicht auf dem Laufenden. König Charles 3. ist von Berlin direkt nach Brandenburg aufgebrochen. Schön, dass machen ja viele Superreiche. Einen Besuch in Frankreich soll er storniert haben. Klar, die Franzosen gehen mit Königen wie man weiß, eher ruppig um. Derzeit sind sie besonders ungehalten und demonstrieren recht ausgelassen, kriege ich noch mit. Aber was macht eigentlich die Israelis derzeit so wütend?

Alles Fragen, denen ich mal in Ruhe (im Internet) nachgehen müsste. Wenn ich doch schon Rentnerin wäre! Dann könnte ich mal einen Freund am Mittelmeer besuchen. Ach so, ich bin ja schon Rentnerin.

Mein Endgegner, das ist das Finanzamt mit seinem Elster. Wenn ich nicht bald mal Zeit „finde“, meine Steuersachen zu regeln, dann schicken die ihre Schergen in die Mataréstraße und schwupps bin ich im Knast.

Da – endlich – könnte ich doch bestimmt den ganzen Tag lesen, lesen, lesen – von morgens bis abends.

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Lindenplatz bald richtig schön

Mitten in der Innenstadt wird der Lindenplatz umgestaltet. Noch ist der Platz eingezäunt, seitlich kommt man als Fußgänger*in aber gut vorbei. Man kann sich freuen: Es wird Spielgelegenheiten für Kinder geben, und ein erster Blick auf das Ergebnis der Umgestaltung überzeugt. Der gute, alte Lindenplatz wird bald deutlich schöner sein als zuvor.
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Schwarze Glaskiste ist ein wettergeschützter Unterstand für 32 Fahrräder

Huch, was ist das für eine Kiste? Die Antwort: Anwohner der Schanz können sich über eine – edel aussehende – Fahrradgarage freuen.

Wie ein Fremdkörper wirkt die neue Fahrradgarage auf dem kleinen Parkplatz an der Schanz. Hier sollen einmal 32 Räder eine sichere und wetterfeste Unterkunft bekommen. Zu höchstwahrscheinlich 1,50 Euro am Tag, 15 Euro im Monat.

Das ist leider kein Fahrrad-Unterstand von der Stange. Der Aachener Unterstand sieht teuer aus und muss erst noch einige Monate getestet werden, um Mängel zu finden und zu beheben. Immerhin: Wer sein teures E-Bike (kostet gerne mal 3000 Euro) nicht zu Hause abstellen kann, könnte diesen sicheren Platz bevorzugen. Wertvolle Räder werden in Aachen geklaut wie nichts.

Platz für die neuen Rad-Garagen war in Aachen schwer zu finden. Die Stadt ist im Vergleich mit anderen Städten ungewöhnlich dich bebaut. Meistens müssen für neue Teile alte Bäume gefällt werden.

4 öffentliche Fahrradgaragen gibt es jetzt in Aachen. Eine kleine befindet sich in der Brabantstraße, jeweils eine weitere am Büchel und am Franziskushospital. Auch der Bahnhof Rothe Erde soll einmal eine bekommen. Laut Radentscheid von 2019 sollten diese Teile übrigens schon längst ihren Dienst tun. Pustekuchen. Genauso wie das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof (im Blue-Gate-Gebäude, 400 Stellplätze), das hoffentlich 2024 endlich eröffnet wird.

In München leistet man sich etwas schlichtere Modelle. Foto s. unten.

Foto: AachenNews Archiv

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UPDATE: Auch in einigen Aachener Parkhäusern gibt es Fahrrad-Unterstände: im APAG-Parkhaus Rathaus, im APAG-Parkhaus Galeria Kaufhof City, im APAG-Parkhaus Adalbertsteinweg. (Danke für die Info)

Neuer Fahrradunterstand auf dem Büchel-Gelände.

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Mobile Bäume

Wo sind eigentlich die Bäumchen hingekommen, die seinerzeit (Sommer 2021) in kleinen Kisten auf den Templergraben gerollt wurden? Wurden sie eingepflanzt, durften sie Wurzeln schlagen?

Als mobiler, kleiner Wald standen sie gegenüber vom Hauptgebäude der RWTH und sollten Ausdruck der Freiheit sein, die die Sperrung der Straße vom Kfz-Verkehr für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bringen sollte und auch tatsächlich gebracht hat. Schon als sie am Templergraben standen, sahen sie etwas mickrig aus. Jetzt wurden sie von AachenNews gefunden.

Auf einem städtischen Parkplatz an der Schanz gefunden: Die Bäumchen vom Templergraben.

Man weiß als Nicht-Experte nicht immer, was den Bäumen nutzt und was ihnen schadet. Aber ob es zum korrekten Umgang mit der Natur gehört, Bäumchen in Kisten irgendwo am Rand eines Parkplatz abzustellen, das darf doch bezweifelt werden. Die Bäume und die Kisten sehen arg heruntergekommen aus.

Weitere Bäumchen in Kisten: hier

UPDATE: Es gibt durchaus Menschen, die mobile Bäume für eine gute Sache halten. Zur umfassenden Information bitte auf diese Seite klicken. Es geht um die „Wanderbaumallee“ in Aachen. In Reaktion auf die Kritik von AachenNews an den mobilen Bäumen wurde mitgeteilt: Die provisorischen Bäume seien so gedacht, dass diese zeigen sollen, wie schön es mit permanenten Bäumen wäre.

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An der Schanz gesehen: Frau, Leben, Freiheit

Gerät langsam aus dem Blickfeld: der Aufstand der Frauen in Iran. An der Schanz wird in drei Sprachen an die Vorgänge erinnert.
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Schule ohne Abschluss verlassen? VHS hilft.

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung bringt es an den Tag. Die Studie kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Fast 50.000 junge Menschen verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss, das sind 6,2 Prozent (Jugendliche ohne Hauptschulabschluss (bertelsmann-stiftung.de)).

Eine zweite Chance bekommen viele von ihnen an den Volkshochschulen (VHS). Rund 2.500 Erwachsene haben 2021 an einer Volkshochschule in NRW ihren Schulabschluss nachgeholt, auch in Aachen.

Seit 45 Jahren gibt es diese Möglichkeit am College der vhs Aachen, aktuell in 17 Lehrgängen (https://www.vhs-aachen.de/programm/college-schulabschluesse/). Man kann sich in der VHS in Aachen, Peterstraße 21-25, erkundigen.

Ohne Schulabschluss ist ein vernünftiges Berufsleben nur schwer vorstellbar und möglich. Hier reinschauen.
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Die Pontstraße wird im mittleren Teil endlich deutlich schöner

Die Pontstraße war mal eine wunderbare Gastronomiemeile. Dort konnte man gut und preiswert essen.

Das Viertel dort ist studentisch geprägt. Seit es z. B. das schöne Restaurant Pera gab, ist viel Zeit vergangen. Das Pera ist weg, das Essen in den Imbissbuden mittlerweile nur preiswert, aber nicht gut. Genauer: Nicht mehr so gut, wie es mal war. Außerdem las man im Polizeibericht öfter von krassen Schlägereien, die nachts in der Gegend stattfanden und die Gastronomen verärgerten. Sie forderten mehr Polizeieinsätze. Jetzt fürchten sie wegen der langen Umbauzeit Verdienstausfälle.

Hier wird bald die Straße aufgerissen: die Pontstraße zwischen Marienbongard und der Kirche Heilig Kreuz. Von Driescher Gässchen an wird die Straße umgestaltet.

Seit gestern sind in einem oberen Teilstück der Pontstraße die Bauarbeiter aktiv. Die Fußgängerzone, deren Oberfläche aussieht wie ein Flickenteppich, wird bis zum September 2023 umgebaut.

Die Stadtverwaltung hat sich mit den Geschäftsleuten getroffen und mitgeteilt: „Die heutigen Bodenbeläge der Pontstraße und am Marienbongard werden komplett ausgetauscht.“ An der heutigen Querschnittsaufteilung der Pontstraße in einen Mittelteil und zwei Seitenräumen werde sich nichts ändern. Die Pflastersteine im mittleren Teil werden entnommen, geschnitten und anschließend wieder neu eingesetzt.

In beiden Seitenräumen werden Betonplatten in der Größe von 20 mal 20 Zentimeter diagonal verlegt. Die Gastronomie wird diese Flächen wie bisher für ihre Außenbewirtung nutzen können. 

Was geschieht im Marienbongard?

Die Baufirma hat die Arbeit aufgenommen.

Der Platz am Marienbongard (s. Foto) wird in seiner Aufteilung zukünftig anders als bisher gestaltet sein. Auf der einen (südlichen) Seite wird der Gehweg von heute 1,6 auf 2,2 Meter Breite aufgeweitet. Daneben entsteht ein durchlaufender Grünstreifen. Drei neue Bäume werden dort gepflanzt. Zwischen den Baumbeeten, die begehbar gestaltet werden, verlaufen in Längsausrichtung Rasenlamellen. 

In der Mitte des Marienbongards und zwischen den beiden Gehwegen entsteht ein kleiner Platz, der mit geschnittenem Natursteinpflaster ausgelegt wird. Am Rande stehen drei Tische mit Sitzbänken sowie zwei neue Müllbehälter.

Die Gesamtkosten für die vorgesehenen Maßnahmen belaufen sich auf rund 990.000 Euro. Die Maßnahme wird über die Städtebauförderung mit bis zu 100 Prozent gefördert. Weitere Infos: www.aachen.de/pontstraße

Mit Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Minister treffen sich heute und morgen in Aachen. Protest-Demos sorgen für Verkehrsstörungen.

Derzeit wird man in Aachen des öfteren von Demonstrationen überrascht. Am Mittwoch, 22. März, ist es mal nicht die Demo der Gewerkschaften Ver.di und Komba. Es demonstriert ein Bündnis mehrerer Verkehrsverbände und Klimaschutz-Initiativen.

Heute und morgen, 22. und 23. März, findet in Aachen die Frühjahrskonferenz der Verkehrsminister (VMK) an der Monheimsallee statt. Für beide Tage sind bei der Polizei Aachen Demonstrationen angemeldet worden. Das teilt die Pressestelle der Polizei mit.

Am heutigen Mittwoch wird es unter anderem eine Fahrraddemo unter dem Motto „Fahrraddemo zur Verkehrsminister*innenkonferenz für die Mobilitätswende“ geben (100 Teilnehmer*innen sind angemeldet). Am Donnerstag findet ein Demonstrationszug und eine Kundgebung unter dem Motto „VerkehrT“ statt. Dazu sind laut Polizei 600 Teilnehmer*innen angemeldet. Los geht es Donnerstag um 15 Uhr am Aachener Hauptbahnhof. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr am Quellenhof.

Wegen der Demos kann es vor allem in der Zeit zwischen 15 und 19 Uhr zu Verkehrsstörungen in den Bereichen Hansemannplatz, Monheimsallee, Heinrichsallee und Wilhelmstraße kommen. (sk)

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Was für eine geniale Idee: Bäumchen in transportablen Kisten

Großkölnstraße in Aachen

Ist das nicht genial?! Wo Bäume fehlen, werden einfach Bottiche aufgestellt und Bäumchen reingepflanzt. Mit dem Erdreich verbunden sind Bäume gern? Hä? Nix da, gar nicht nötig, so anspruchsvoll soll die Natur mal lieber nicht sein.

Wie man heute weiß, haben Bäume über ihr Wurzelwerk Kontakt miteinander. Ja gehts noch meine Herrschaften Bäume? Auch noch Kontakt haben wollen. Darauf kann keine Rücksicht genommen werden.

Die Stadt hat ein Problem, z. B. mit der Großkölnstraße, sie ist häßlich, unattraktiv. Da muss reagiert werden. Wie? Wir stellen einfach ein paar mobile Bäume hin und schon ist für deutlich mehr Aufenthaltsqualität gesorgt. Man kann sich kaum zurückhalten, in die Straße zu eilen und dort was einzukaufen. Schließlich wurde eigens die „Taskforce Innenstadtmorgen“ gegründet. Was für ein Name! Ja, um ein Dutzend Bäumchen in Containern aufzustellen, da braucht es in Aachen neuerdings eine Taskforce.

Wo früher keine Bäume waren, sind jetzt welche. Was will man mehr? Ist doch alles gut.

Wir wissen nicht, ob das bekannt ist, aber: Bäume haben Wurzeln. Die gehen in die Tiefe und in die Breite, bei den Feldahornbäumen etwa ein Meter jeweils. Und ob den Bäumen das gefällt, alle paar Monate woanders hingeschoben zu werden? Ein Baum ist doch eigentlich etwas, das immer an einem Ort stehen bleibt – in guten wie in schlechten Zeiten. Aber wer wird sich an diesen alten Denkmustern orientieren? Niemand.

„Potemkinsche Naturierung“ nannte dieser Tage jemand die Aktion. Das trifft es zwar genau, aber bitte! Wie kann man sich nur über ein paar Bäumchen aufregen, wo wir doch mit viel Schlimmerem klarkommen müssen. Potemkin hat etwas vorgetäuscht, was gar nicht da war. Aachen hingegen pflegt und schützt die Natur, wie man z. B. in der Großkölnstraße sehen kann. Oder etwa nicht? ODER ETWA NICHT?

Bäume in Containern aus Holz gab es schon auf dem Templergraben (s.unten). Wurde da wirklich die Aufenthaltsqualität verbessert? Die der Bäume wohl kaum.

Templergraben in Aachen, Sommer 2021. Foto: AachenNews Archiv
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