Es wird Frühling (und wir freuen uns, noch nicht in den Krieg unmittelbar einbezogen zu sein)

Auf dem Balkon in Aachen-Forst. Kirschenblüte.
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Der Himmel über uns, über Aachen

Wie schön ist doch das Morgenrot, wenn man es nur schafft, früh aufzustehen. Allein, die romantischen Anwandlungen schwinden schnell. Denn die Wikipedia sagt uns: In Gebieten mit hoher Luftverschmutzung und nach Vulkaneruptionen mit hohem Ascheausstoß sind die Phänomene von Morgenrot wie Abendrot wegen der Lichtstreuung an Schwebstoffen in der Luft besonders stark ausgeprägt.
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Vor dem Bahnhof Rothe Erde steht jetzt ein Büdchen

Montags, irgendwann zwischen 10 und 15 Uhr, stehen wir an der Kaffeebud und schütten uns „dr Kaffee in dr Kopp“ (BAP, Bläck Fööss). Mittwochs und donnerstags, wenn das Büdchen zwischen 6.30 Uhr 14 Uhr geöffnet ist, haben wir keine Zeit. Neulich stand auf dem Bahnhofsvorplatz noch ein großer Covid-Test-Container, wo wir uns auch haben testen lassen. Der Container ist weg, Corona wird uns erst im Spätherbst diesen Jahres wieder einholen und mit Homeschooling und Lockdown, Hamsterkäufen und überforderten Pflegekräften heimsuchen. Schließlich entgleitet gerade den Chinesen die Kontrolle über das Virus, was China in Ermangelung eines guten Impfstoffs zu einem Labor für Covid-Mutanten macht. Die kommen demnächst bei uns an – aber bis dahin ist es ja noch etwas hin. (Blumen: Team Querbeet)
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Städte verändern sich – so auch Aachen

Die Stadt Aachen (besonders die Innenstadt) ist – wie viele andere europäische Städte – in einem Umbruch begriffen. Die Menschen kaufen via Internet ein, nicht mehr allein und analog in Läden und Kaufhäusern. Viele Geschäftsräume stehen leer. Wer durch Aachen fährt, sitzt meistens in einem furchtbar großen Auto, das in keiner Weise zu den engen Straßen mehr passt. Das Tennen von Müll hat uns die Gelben Säcke beschert, die bei Sturm (also im Herbst, Winter und im Frühling) durch die Straßen fliegen und ihren Inhalt über das Pflaster ergießen (s. Foto).

Wohin man blickt gibt es Sauberkeitsdefizite. Sogar 100 Meter vom Rathaus entfernt. Foto: Thomas Buhr

Die Mieten in den Stadtzentren steigen und steigen. Familien und Geringsverdiener können sich dort nicht mehr halten, ziehen raus aus der Innenstadt. Es ist absehbar, dass einmal eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe in der Innenstadt sehr unter sich sein wird. Einzelhandel, Gastronomie und die Tourismusbranche sind im Umbruch – und zwar nicht auf ein Ziel hin, sondern unentwegt. Ein Ende und ein Ziel sind nicht abzusehen.

Was zu tun ist, hat die Stadtverwaltung in einem grundsätzlichen Text einmal aufgeschrieben:

  • Wir bringen als Innovationsmotoren und Fundament die großen Stadtentwicklungsprojekte auf den Weg, die die Innenstadt strukturell und strategisch nach vorne bringen – wie den Prozess Büchel und das Projekt Theaterplatz sowie die Entwicklung der östlichen Innenstadt vom Kaiserbad zum Kaiserplatz.
  • Wir schaffen kurz- und mittelfristige Lösungen für die drückenden Handlungsbedarfe aus den unterschiedlichen Fachlichkeiten, um das Heft des Handelns zurück zu erhalten – wie Sofortprogramme für den Einzelhandel, leistungsfähige Prozesse für eine geordnete Neustrukturierung, immobilien- und wohnungswirtschaftliche Lösungen für einen guten Nutzungsmix, ordnungs- und sozialpolitische Maßnahmen, aber auch dezentrale Kulturveranstaltungen zur Belebung und Mittel der Stadtgestaltung, um den Lebens- und Aufenthaltsort Innenstadt weiter zu attraktiveren.
  • Wir wenden die Instrumente des allgemeinen und besonderen Städtebaurechts an, um die gemeinsam identifizierten Ziele zu sichern und die im Rahmen der bevorstehenden Planungs- und Sanierungsprozesse erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen und auch innerhalb des zulässigen Rechtsrahmens durchzusetzen.
  • Wir realisieren Zwischenlösungen, Ermöglichungsräume und Reallabore, um Ideen aus der Stadtgesellschaft zu realisieren, Zukunftsvisionen zu erproben, Übergänge zu gestalten und Transformation sichtbar zu machen.
  • Wir aktivieren und kooperieren mit der Stadtgesellschaft – den Einzelhandel, die Hochschulen, die Verbände, Initiativen und Vereine sowie die Anwohner*innenschaft, die ihre Ressourcen, Ideen und Potenziale in die Entwicklung der Innenstadt einbringen.
  • Wir stärken ein enges Zusammenwirken der Akteur*innen und die Entwicklung einer gemeinsamen Vision der Innenstadt von Morgen.
  • Wir bringen die Fäden zusammen, vermitteln Aufbruchstimmung und binden die Bevölkerung ein.
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Aachen: Neue Bilder im öffentlichen Raum

Gesehen unter der Brücke Erzbergerallee in Aachen. Foto: Henning Brinkmann
Kinder haben vor den Ferien (in der Mataréstraße) den Zaun am Rand des Schulhofs mit Herzen und Friedenstauben geschmückt. So teilen die Kinder den Menschen im Viertel mit, womit sie sich gerade beschäftigen und was sie sich wünschen.
Zu den Bildern im öffentlichen Raum gehören ab sofort wieder die, die für Parteien werben. Aufgefallen ist dieses Foto, auf dem für eine gerechte Verteilung von Reichtum geworben wird. Allerdings wird keine Partei genannt, und das ist außergewöhnlich. Bezüglich der Wahl wäre zu wünschen, dass niemand gewählt wird, der/die in Zeiten höchster Not nach Mallorca fliegt um dort mit Familie und Freunden Geburtstag zu feiern. Minister*in zu sein, das bedeutet, dass man nun mal 5 Jahre in seinem Leben jederzeit für die Menschen, für das Gemeinwohl zur Verfügung stehen muss und auf sehr viele Annehmlichkeiten verzichtet. Das Gehalt ist insofern auch entsprechend.
Krasser Kommentar in Aachen zur Wahl in Frankreich. Ins Rennen um den Präsidentenposten gehen am Ende Emmanuel Macron und Marine Le Pen (Stichwahl: 24. April. TV-Duell: 20. April) . Das ist so, als hätte man in Deutschland zu wählen zwischen Christian Lindner (FDP) und Alice Weidel (AfD). Da kommt Frust auf, vollstes Verständnis. Es droht ein Erdbeben im Zentrum der Europäischen Union. Und was wir für Normalität hielten (Frieden, Demokratie), ist in Wirklichkeit die Ausnahme. Foto: Marc Teuku
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„Umbrüche – mit der Kamera durch Lüttich“

Die Stadt Lüttich war lange Zeit vom Niedergang gezeichnet. Strukturwandel und Misswirtschaft ließen die wallonische Metropole zusehends verkommen. Doch in den letzten Jahren hat sich das Bild gewandelt. Lüttich durchlebt einen sehr dynamischen und aufregenden Modernisierungsprozess. Sinnbild dafür ist der neue, vom spanischen Star-Architekten Santiago Calatrava entworfene, Bahnhof Liège-Guillemins, der 2009 eröffnet wurde.

Der Fotograph Arnd Gottschalk hat sich diesem  Prozess vor allem durch einen Blick auf die Architektur der Stadt genähert. So wie er durch Perspektivenwechsel die Bahnhofsarchitektur schrittweise entschlüsselt, so legt er nach und nach auch die Schichten des neuen Lüttich offen. Im Zeitungsmuseum in Aachen sind seine Fotos noch bis 26. Juni zu sehen.

Alle Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, und gerade die dadurch erzeugten scharfen Kontraste gewähren einen spannenden Blick auf die Stadt, die auf der Suche nach der neuen Zeit ist.

Das Bild hat sich gewandelt: Lüttich durchlebt einen dynamischen und aufregenden Modernisierungsprozess. Nach und nach werden die Schichten des neuen Lüttich sichtbar, Alt und Neu stehen in einem scharfen Kontrast. Die Ausstellung „Umbrüche“ zeigt einen spannenden Blick auf die Stadt, die auf der Suche nach der neuen Zeit ist.
Foto: Arnd Gottschalk

Gezeigt werden mehr als 30 Fotos von Arnd Gottschalk, der sich bei seinen zahlreichen Exkursionen durch die verschiedenen Stadtteile von Einheimischen deren Lieblingsorte hat zeigen lassen. Die Ausstellung im Zeitungsmuseum in der Pontstraße bietet auch Kennern und Liebhabern von Aachens belgischer Nachbarstadt neue Einblicke und Ausblicke.

Mehr Infos unter https://www.izm.de

Am Sonntag, 15. Mai, ist übrigens Internationaler Museumstag, Motto: „Museen mit Freude entdecken“. An diesem Tag ist freier Eintritt in allen Museen von 10 bis 18 Uhr.

Quelle: Zeitungsmuseum Aachen

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Weil es schwierig wird, „ruht“ die Freundschaft mit der russischen Partnerstadt

Ungeachtet der Tatsache, dass sich erst in schwierigen Zeiten beweist, was eine Freundschaft wirklich wert ist, hat der Rat der Stadt mit großer Mehrheit beschlossen, die Städtepartnerschaft zwischen Aachen und der russischen Stadt Kostroma bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

Die Stadtverwaltung teilt dazu mit: Die Zusammenarbeit müsse überprüft werden, „da die Partnerschaft auf russischer Seite eng von der Duma begleitet wird“.

Weiter ist in der Mitteilung zu lesen: Viele Partnerschaften deutscher und russischer Städte seien seit Beginn des Krieges ausgesetzt worden, um ein deutliches Signal zu setzen. Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine habe die Aachener Verwaltung in Abstimmung mit dem Partnerschaftsverein Aachen-Kostroma dem Rat der Stadt empfohlen, die Städtepartnerschaft derzeit ruhen zu lassen. „Dieser Empfehlung ist der Rat gefolgt.“

Aber es gibt – Gott sei dank – nicht nur „ein Aussetzen der Freundschaft“. Das Partnerschaftskomitee Aachen-Kostroma e.V. sei bestrebt, „auf der persönlichen Ebene die Kontakte in die bisherige Partnerstadt, insbesondere zu den zivilen Akteur*innen, aufrechtzuerhalten“. Das freut mich hier besonders. Denn eine richtige Freundschaft ist es nur, wenn man auch in Verbindung bleibt, wenn der Freund anfängt, nur noch Scheiße zu bauen. Gerade dann heißt es doch: Nicht fallen lassen, dran bleiben, bereit sein zu helfen, wenn der Gesinnungswandel kommen sollte.

Zur Info: Die offizielle Partnerschaft wurde 2005 besiegelt, nachdem die Bürgermeister von Aachen und Kostroma bereits 2001 einen Vertrag über freundschaftliche Beziehungen unterschrieben hatten. In Folge dieses Vertrags wurde „Der Verein Aachen-Kostroma e. V. – Verein zur Förderung der Partnerstadt und Freundschaft“ gegründet.

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Was wird eigentlich aus dem alten Horten-Haus?

Das ehemalige Kaufhaus „Lust for Life“ in der Komphausbadstraße. (Offenlage: Es ist gar nicht so einfach, neue Layouts für AachenNews auszuprobieren. Das hier gewählte ist echt häßlich. Wir lassen das aber jetzt einfach mal so.)
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Wohnen – unmittelbar an den Gleisen der Bahn

Ein Wohnhaus direkt an den Gleisen der Bahn? Alles kein Problem. Am Westbahnhof wird es gebaut.

Ganz lang und schmal ist das Wohnhaus, das in unmittelbarer Nähe zum Aachener Westbahnhof gebaut wird. Der Rohbau ist fertig, er steht dicht an den Bahngleisen und hat auf der Gleis-Seite keine Fenster. Anfang 2023 sollen die ersten Mieter einziehen. Investor ist die BBF Köln, die hier auch eine Ansicht des fertigen Gebäudes liefert. 

Auf der Seite von ZHAC sieht man es noch besser, auch wie nah das siebenstöckige Gebäude am Tunnel steht. Entworfen hat das Wohnhaus mit seinen 60 Einzelappartements und mehreren großen Wohnungen samt Fahrradkeller, Arbeitsraum und Dachterrasse der Aachener Architekt Christoph Helmus.

Wer so nah am Bahndamm baut, muss sich was einfallen lassen. Geräusche und Vibrationen müssen schließlich gänzlich reduziert werden. Dreifach Schallschutzfenster soll es einmal in dem Gebäude geben, zuvor eingerammte Bohrpfähle sowie Betonphähle müssen die Vibrationen aufheben.

Das Gebäude von der Seite an der Geschwister-Scholl-Straße.

Mehr Infos zu dem interessanten Bauwerk findet man in der Lokalpresse.

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Bei den MTMdigitalks am Donnerstag, 31. März 2022, 15:00 bis 17:00 Uhr, steht im Fokus, wie Medien mit dem Krieg in der Ukraine umgehen und was dieser Konflikt langfristig für die Medienwelt bedeuten könnte. Kostenlos anmelden!

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Online-Diskussion: Rückkehr des Westens oder neuer Kalter Krieg?

Der niederländische Historiker und Politikberater René Cuperus ist heute in einer Woche (5. April) um 19 Uhr zu Gast bei der nächsten Folge der Reihe „Europa am Dienstag“. In der Online-Veranstaltung wagt der Referent einen Blick auf das mögliche Europa nach dem Ukraine-Krieg.

Der von Putins Russland entfesselte Krieg hat eine „Zeitenwende“ ausgelöst, nicht nur in der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik, sondern auch für die Europäische Union insgesamt. Die russische Einkreisung Kiews hat das „geopolitische Europa“ auf einen Schlag näher zusammengebracht.

Welche Folgen wird dies für die Zukunft der Europäischen Union haben? Welche Spannung besteht zwischen einem geopolitischen Europa und der EU als Wertegemeinschaft? Erleben wir die Rückkehr des Westens oder gar einen neuen Kalten Krieg zwischen liberalen Demokratien und autoritären Mächten?

Bei der Online-Diskussion können die Gäste ihre Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben, und die Moderatorin Eva Onkels wird die Fragen aufgreifen. Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung erfolgt auf www.europa-dienstag.de.

Die Veranstaltungsreihe wird zusammen durchgeführt vom Informationszentrum EUROPE DIRECT, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne und der Bischöflichen Akademie Aachen. Direkter Link zur Anmeldung: https://ogy.de/Weg-fuer-die-EU

Facebook: https://www.facebook.com/events/359203905768521

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