Online-Diskussion: Rückkehr des Westens oder neuer Kalter Krieg?

Der niederländische Historiker und Politikberater René Cuperus ist heute in einer Woche (5. April) um 19 Uhr zu Gast bei der nächsten Folge der Reihe „Europa am Dienstag“. In der Online-Veranstaltung wagt der Referent einen Blick auf das mögliche Europa nach dem Ukraine-Krieg.

Der von Putins Russland entfesselte Krieg hat eine „Zeitenwende“ ausgelöst, nicht nur in der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik, sondern auch für die Europäische Union insgesamt. Die russische Einkreisung Kiews hat das „geopolitische Europa“ auf einen Schlag näher zusammengebracht.

Welche Folgen wird dies für die Zukunft der Europäischen Union haben? Welche Spannung besteht zwischen einem geopolitischen Europa und der EU als Wertegemeinschaft? Erleben wir die Rückkehr des Westens oder gar einen neuen Kalten Krieg zwischen liberalen Demokratien und autoritären Mächten?

Bei der Online-Diskussion können die Gäste ihre Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben, und die Moderatorin Eva Onkels wird die Fragen aufgreifen. Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung erfolgt auf www.europa-dienstag.de.

Die Veranstaltungsreihe wird zusammen durchgeführt vom Informationszentrum EUROPE DIRECT, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne und der Bischöflichen Akademie Aachen. Direkter Link zur Anmeldung: https://ogy.de/Weg-fuer-die-EU

Facebook: https://www.facebook.com/events/359203905768521

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So ein Schwachsinn: In Aachen nachts acht Autos angezündet

Nicht jede/r mag Autos, und es gibt zweifellos zu viele davon in Aachen. Aber sie einfach anzuzünden, das kann nicht die Lösung des Problems sein. Eindeutig zu gefährlich. Foto: Polizei Aachen

Unbekannte Täter haben – so teilt die Polizei mit – in der Nacht von Freitag auf Samstag drei und in der Nacht von Samstag auf Sonntag (27. März) fünf Pkw sowie mehrere Mülltonnen im Frankenberger Viertel in Brand gesetzt und dadurch einen erheblichen Sachschaden verursacht.

Personen wurden nicht verletzt. Mindestens vier Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Alle Taten ereigneten sich jeweils in der Zeit zwischen Mitternacht und 4 Uhr.

Die Tatorte befinden sich in der Viktoriastraße, der Sophienstraße und auf dem Adalbertsteinweg. Die nächtlichen Fahndungen verliefen – trotz großem Kräfteaufgebot – ohne Erfolg. Die Kripo hat die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise auf die Täter*innen abgeben können oder verdächtige Wahrnehmungen zur Tatzeit hatten, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0241/9577-31101 oder (außerhalb der Bürozeiten) 0241/9577-34210 zu melden.

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Hier noch etwas Musik von dem wunderbaren Stromae. https://www.youtube.com/watch?v=eOZLDQm9c2E&t=5063s

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Wissenschaftler erklären und interpretieren – Aachen stellt große Zelte auf

Mehrere große Zelte werden auf einem Sportplatz in Burtscheid aufgestellt.

Krieg und kein Ende in Sicht. Rund 50 Geflüchtete kommen jeden Tag in Aachen an, sie brauchen ein Dach über dem Kopf und sei es auch nur ein Zeltdach. Zelte werden zur Zeit in Burtscheid an Siegel aufgebaut. Vier stehen schon, ein weiteres kommt noch hinzu.

Auf dem Sportplatz Siegel an der Robert-Schumann-Straße entsteht ein so genanntes „Ankunftszentrum“. Der Betrieb dieser temporären Großunterbringung wird voraussichtlich Anfang April beginnen. Wer möchte, kann sich über das Projekt informieren lassen. Am morgigen Dienstag, 29. März, um 19 Uhr gibt es auf dem Sportplatz Siegel, Robert-Schumann-Straße 50, ein Treffen mit den Zuständigen von der Stadtverwaltung (Oberbürgermeisterin Keupen kann nicht teilnehmen, sie befindet sich in Quarantäne).

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Wladimir Putin möchte ein Land auslöschen und nimmt dafür grenzenlose Zerstörung und unsägliches Leid der Zivilbevölkerung in Kauf. Allerdings ist es mittlerweile sehr die Frage, ob man diesen Krieg noch „Putins Krieg“ nennen kann. Ich meine: nein. Die Russen müssten langsam doch gemerkt haben, was los ist. Zumindest der etwas gebildetere Teil der Bevölkerung (diese Leute sind nicht doof). Aber man sieht jetzt nicht eine Million Menschen auf dem Roten Platz stehen und protestieren. Man sieht nur ganz wenige, vereinzelte Mutige.

Putin hat die Machteliten hinter sich, zusätzlich wird der Krieg von großen Teilen der Bevölkerung – die einfach nichts tut – getragen. Das Regime hat anscheinend eine breite Basis in der russischen Bevölkerung.

Eine Million oder mehr Menschen könnte Putin nicht festnehmen lassen. Allem Anschein nach stehen sie also zum Krieg und zu Putin. Wie außerordentlich unsympathisch. Man möchte auf Jahre hinaus nichts mehr mit irgendeinem Russen zu tun haben. Ob sie nicht merken, wie unmöglich sie sich in der Welt machen? Nicht merken, welcher gigantische Schaden ihnen selbst entsteht?

Es ist wahrscheinlich naiv, aber könnte nicht auch den russischen Soldaten langsam aufgehen, dass dieses Ausmaß an Zerstörung und Leid nicht zu rechtfertigen ist. Aber okay, es ist vermutlich so, dass, wer Kameraden fallen sieht, erst recht Hass entwickelt und umso verbissener kämpft.

Was auffällt ist, dass China nicht vermittelt, sich offenbar nicht einmischen will und wird. Große Nationen wie Indien, Südafrika und Brasilen wollen gar nichts mit dem Konflikt zu tun haben, trotz krassester Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen das Völkerrecht. Noch nicht mal bei der Suche nach einer Lösung wollen sie helfen. Und sogar Länder wie Ungarn und Bulgarien scheinen den Menschen in der Ukraine nicht wirklich beistehen zu wollen.

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Sehr zu empfehlen ist allen, die sich seriös informieren möchten, der Podcast von vier Expert*innen: https://sicherheitspod.de – Es diskutieren Ulrike Franke, Carlo Masala, Frank Sauer und Thomas Wiegold die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und die Lage in Europa und der Welt.

Im 2. Podcast erklärt der Politikwissenschaftler Carlo Masala die Lage. Kann man sich hier anhören. Masala ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr in München.

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Montag: Online-Diskussion über den Ukraine-Krieg

Die EUROPE DIRECT Zentren Duisburg-Niederrhein, Lüneburg, Steinfurt, Osnabrück und Aachen laden am Montag, 4. April, um 19 Uhr gemeinsam zu einer Online-Diskussion über den Ukraine-Krieg ein.

Neben einer starken Betroffenheit und länderübergreifender Solidaritätsbekundungen gegen die Aggression, wirft der Krieg viele Fragen auf.

1. Sind alle bestehenden Verträge über die Unverletzlichkeit der Grenzen in Europa, die einst noch die Sowjetunion unterschrieb, nur noch Schall und Rauch?

2. Wie geht die Politik in Europa mit der veränderten Lage um?

3. Wie werden unsere europäischen Nachbarn im Osten mit der Bedrohung durch diese neoimperiale Macht Moskau leben können?

4. Wie wirkt sich dies alles auf Deutschland und nicht zuletzt seine Energiesicherheit aus?

Unter der Moderation von Jochen Leyhe werden die Russland-Expertin Gemma Pörzgen sowie der Politologe und Historiker und Siebo Janssen das Geschehen einordnen und mit den Online-Gästen diskutieren. Frau Pörzgen ist Chefredakteurin der Zeitschrift „Ost-West-Perspektiven“ und Mitgründerin und Vorstandsmitglied des Vereins „Reporter ohne Grenzen“.

Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung erfolgt auf der Website von EUROPE DIRECT Aachen unter https://ogy.de/04-04-2022.

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Jetzt anmelden: Coca-Cola Real Talk im Live-Stream
Coca-Cola Deutschland und sein Medienpartner Handelsblatt laden am 4. April 2022 um 17 Uhr zum Live-Stream ein: Das Thema „Welt ohne Verpackungsmüll – Utopie oder Chance?“ diskutieren Vertreter:innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns!

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Für Geflüchtete: Infopoint am Aachener Hauptbahnhof eingerichtet

Ist denn schon wieder 2015? Nein, aber Deutschland ist praktisch über Nacht ein anderes Land geworden. Wir hatten gedacht, alles werden wir erleben, vielleicht sogar einen Cyber-War, aber einen altertümlichen 20.Jahrhundert-Krieg nicht mehr. Und jetzt haben wir es in Europa mit einem Regierungschef zu tun, der Grenzen einfach mit Panzern überschreitet (was für ein Tabu!), der Bomben auf Städte werfen lässt, auf Menschen, Krankenhäuser, Schulen, auf ein Theater, wo Menschen Schutz suchen. Ungeheuerlich. Das ist nicht mehr die Welt, wie wir sie kannten.

Die Flüchtenden kommen in Scharen. Müde und mit vollen Taschen bepackt stehen sie plötzlich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. Stadtverwaltung, Feuerwehren, Rotes Kreuz (DRK) und andere Hilfsdienste sind im Dauerstress. Niemand soll orientierungslos und hungrig auf der Straße übernachten müssen. – Wäre schön, wenn die katholische Kirche (wie 2015) wieder „Paten“ mit den Geflüchteten zusammenbringen könnte.

Die Stadt Aachen hat nun kurzfristig – zusätzlich zum „Engagement Center“ in der Talstraße – einen Infopoint auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs eingerichtet. Mitarbeiter*innen des (DRK) stehen bereit, um Geflüchtete in Empfang zu nehmen, sie mit ersten Informationen und einem Getränk zu versorgen, um sie anschließend an einen städtischen Erstunterbringungs-Standort zu vermitteln.

Der Infopoint ist werktags sowie am Wochenende von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr in der Nacht besetzt. Neben dem DRK sind wochentags auch städtische Angestellte als Ansprechpartner*innen vor Ort.

Direkt gegenüber vom Corona-Test-Container am Hauptbahnhof von Aachen steht jetzt zusätzlich ein Container, in dem sich Geflüchtete informieren können. Dachte man während der Pandemie schon: Schlimmer kann es nicht kommen! da war der Februar 2022 aber noch nicht in Sicht. Am 24. Februar startete Putin einen Krieg, angeblich um ein Nachbarland von Nazis zu befreien. Prompt ist die alte, hirntote (Macron) NATO quicklebendig und wie neu.

Die aktuelle Flüchtlingskrise sei „sehr dynamisch und verläuft ganz anders als das, was wir 2015 erlebt haben“, sagt Rolf Frankenberger, Leiter des Fachbereichs Wohnen der Stadtverwaltung. Die Menschen aus der Ukraine kommen zu nahezu jeder Tages- und Nachtzeit in Aachen an. Sie kommen oft einzeln oder in kleinen Gruppen.

Einige kommen mit dem Auto an, viele erreichen Aachen aber auch mit dem Zug. Die Feuerwehr hat ihren rund sieben Meter langen roten „Sozial-Container“, der ansonsten bei längeren Brand- und Hilfseinsätzen verwendet wird, auf dem Bahnhofsvorplatz positioniert. Ein großes Banner mit der Aufschrift „Infopoint Ukraine“, mit einer ukrainischen Flagge und dem Hinweis auf weitere Online-Infos unter www.aachen.de/aachenhilft zeigt, dass einem an dieser Stelle geholfen wird.

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Parallel entsteht – dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aachen – momentan auf dem Sportplatz Siegel eine Zeltstadt. Seit Donnerstag, 24. März, läuft der Aufbau des Ankunftszentrums für Geflüchtete auf Hochtouren.

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine haben sich in Aachen über 2000 Menschen bei der Verwaltung gemeldet. Das Ankunftszentrum in Burtscheid soll Anfang April in Betrieb gehen. Zuvor lädt die Stadt am Dienstag, 29. März, 19 Uhr, zu einer Bürger*innen-Information vor Ort ein (Sportplatz Siegel, Robert Schumann-Straße 50). Weitere Infos: www.aachen.de/aachenhilft

In Aachen „gestrandet“.
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Infos zum Abriss

Ab 2. Mai wird die Brücke Turmstraße für den Abriss und den anschließenden Ersatzneubau gesperrt. Die Vorbereitungen laufen seit Jahren, nun steht der Beginn der Arbeiten kurz bevor. 

Die Bauarbeiten an der Brücke sind wegen ihres irreparablen Zustands unvermeidbar. Der betroffene Straßenabschnitt muss während der gesamten Baumaßnahme gesperrt werden. 

Die Stadt lädt zu einer digitalen Veranstaltung am Donnerstag, 7. April, von 18 bis 20 Uhr ein. Interessierte können die Veranstaltung auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen (www.youtube.com/stadtaachen) verfolgen und dort auch Fragen einbringen.

Die Verwaltung wird bei der Veranstaltung die ausgearbeitete Planung vorstellen und mit der interessierten Öffentlichkeit in einen Dialog eintreten.

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Etwas Musik von Randy Crawford zum Wochenende: https://www.youtube.com/watch?v=tH2rgPqi8Ag

I’ll make it alone
When love is gone
Still you made your mark
Here in my heart

One day I’ll fly away 
Leave your love to yesterday
What more can your love do for me?
When will love be through with me?

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Soll das etwa witzig sein? Bäume im Stadtpark angezündet

Innerhalb von kurzer Zeit sind im Stadtgarten zwei hohle Bäume in Brand gesetzt worden.

Wer etwas gesehen hat, soll sich bitte bei der Polizei melden. Foto: Stadt Aachen

Gestern meldeten Passant*innen gegen 5 Uhr ein Feuer mit starker Rauchentwicklung. Es stellte sich heraus, dass Unbekannte ein Feuer im Inneren des Stammes einer historischen Esskastanie im Stadtgarten, nahe der Tennisplätze, gelegt hatten.

Da der Baum komplett hohl ist und nur über eine geringe Restwandstärke verfügt, ist es fraglich, ob die Baumkolonne des Aachener Stadtbetriebs den Baum wegen der erheblichen Hitzeschäden retten kann. Dies wird noch von den Kontrolleur*innen vor Ort überprüft.

Bereits vor zwei Wochen war es zu einem ähnlichen Vorfall im Stadtgarten gekommen. Unbekannte hatten am Abend des 10. März gegen 19 Uhr eine Esche auf dem alten Friedhof in Brand gesteckt, auch da musste die Feuerwehr tätig werden. 

Die Polizei hat ein Verfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet und nimmt sachdienliche Hinweise entgegen.

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Heute: große Demonstration in Aachen

Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für heute, Freitag, (25. März) eine Demonstration im Aachener Stadtgebiet angemeldet. Das teilt die Polizei in Aachen heute mit.

Die Polizei rechnet mit 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dadurch kann es in der Zeit von 9 bis 17 Uhr zu Beeinträchtigungen des Verkehrs in den Bereichen Theaterstraße, innerer Grabenring, Jakobstraße, Vaalser Straße, Schanz, Boxgraben, Lagerhausstraße, Römerstraße und Normaluhr kommen.

Es wird geraten, diesen Bereich – falls man überhaupt mit dem Pkw unbedingt in. die Stadt fahren will – großräumig zu umfahren. (am)

Der Aachener Stadtbetrieb ist am heutigen Freitag mit der Abfallsammlung in diesem Entsorgungsbereich beschäftigt. Ab 6 Uhr beginnen die Mitarbeitenden mit der Entsorgung an der Theaterstraße, um vor der Vollsperrung diesen Bereich abgearbeitet zu haben. Durch den Verlauf des Demonstrationszuges kann es aber auch zu einem späteren Zeitpunkt für die Abfallfahrzeuge zu Einschränkungen kommen. Eventuell wird die Abfallsammlung in einzelnen Neben- und Stichstraßen nicht durchgeführt werden können. 

Für diese Ausnahmefälle bietet der Aachener Stadtbetrieb eine kostenfreie Zusatzleerung an: Bürger*innen, deren Abfall heute nicht abgeholt wurde, können morgen handelsübliche Müllsäcke mit Abfall, der nicht mehr in die Tonne passte, mit an die Straße stellen.

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Infos zum Ankunftszentrum für Geflüchtete auf dem Sportplatz Siegel

Jetzt sind die Burtscheider gefordert. Der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung teilt mit, dass täglich rund 50 Menschen, meist Frauen und Kinder, von der Verwaltung untergebracht werden müssen, und dass die regulären Unterbringungsmöglichkeiten in der Stadt bereits erschöpft seien. So müssten die geflüchteten Menschen in Notunterkünften verbleiben.

„Mit Hochdruck werden bestehende Immobilien aktiviert. Trotzdem wird es noch einige Zeit dauern, bis sie tatsächlich zur Verfügung stehen“, so wird mitgeteilt.

Aus diesem Grunde hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, zur kurzfristigen Unterbringung von Geflüchteten auf dem Sportplatz Siegel an der Robert-Schumann-Straße ein so genanntes „Ankunftszentrum“ zu errichten. Der Betrieb dieser temporären Großunterbringung wird voraussichtlich Anfang April beginnen

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Dana Duikers, Leiterin des Fachbereichs Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung, sowie Rolf Frankenberger, Leiter des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, laden zu einer Bürger*innen-Information vor Ort ein. Das Treffen ist am Dienstag, 29. März, um 19 Uhr auf dem Sportplatz Siegel, Robert-Schumann-Straße 50. Die Burtscheider*innen, aber auch alle anderen interessierten Menschen werden über die geplante Einrichtung informiert. Es werden Fragen beantwortet, und mal will miteinander in einen Dialog kommen.

Mehr Infos zur Unterbringung von Geflüchteten gibt es hier: „Depot in der Talstraße ist ab sofort zentraler Anlaufpunkt für Geflüchtete aus der Ukraine“

Gesehen in einer Bäckerei in der Oppenhoffallee. – Unterdessen muss man sich fragen, was Putin noch alles einfällt, um sich selbst, sein Volk, die Ukraine und den Rest der Welt in die allergrößten Schwierigkeiten zu stürzen. Neuerdings will er Gas nur noch mit Rubel bezahlt haben. Das war so nicht verabredet und ist ein klarer Vertragsbruch. Foto: AachenNews Archiv
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Depot in der Talstraße ist ab sofort zentraler Anlaufpunkt für Geflüchtete aus der Ukraine

Ehrenamtliche Helfer*innen erhalten im Depot in der Talstraße (Nähe Blücherplatz) eine kurze Einweisung, bevor die ersten Geflüchteten ins Depot kommen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Das Depot in der Talstraße ist jetzt „Engagement Center“. An vielen Stellen wurden Spielangebote für die Kleinsten geschaffen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Einladende Tische, eine heller, großer Raum, Sitzgelegenheiten, Spielecken, Pflanzen, ein Spielplatz und ein Fußballfeld vor der Tür: „Wir haben hier eine Willkommensatmosphäre für die Geflüchteten aus der Ukraine geschaffen“, sagt Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die heute (Mittwoch, 23. März) im Depot an der Aachener Talstraße das „Engagement Center“ der Stadt Aachen eröffnet hat.

Es ist der zentrale Treffpunkt für alle Menschen, die Hilfe suchen oder anbieten. Dort können Geflüchtete sich beraten lassen, wo sie Geld bekommen, eine Wohnung, Kleidung, Krankenversorgung, Schulplätze, Kinderbetreuung. Neben einem Dach über dem Kopf und einem Bett sei dies „mit das Wichtigste“, so die Oberbürgermeisterin. Auch psychosoziale Unterstützung wird angeboten.

Im Depot haben schon Konzerte, Ausstellungen und große Feste stattgefunden. Jetzt wurden die weitläufigen Räume zum zentralen Anlaufpunkt für Geflüchtete und alle, die ihnen helfen wollen, hergerichtet. Foto: AachenNews Archiv

Zusätzlich hat das Kommunale Integrationsmanagement dort einen zusätzlichen Infopoint für die Menschen geschaffen, auch für Ehrenamtler*innen, die helfen möchten. Und Dana Duikers, Leiterin des Fachbereichs Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung ergänzt: „Es soll auch ein Wohnzimmer für die Ukrainer*innen sein, ein Ort, wo sie sich einfach treffen können, sich untereinander austauschen.“

Geöffnet ist das Haus an der Talstraße 2 grundsätzlich von 10 bis 22 Uhr. Das städtische Beratungsangebot gilt von montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Das Depot habe man gewählt, weil der Ort genug Platz biete und das Haus auch eine Nebenstelle der Stadtbibliothek beherbergt oder den Kinderschutzbund. Es werde das Potential, das dieses Haus bereits biete, genutzt, so teil die Stadtverwaltung mit.

Im Aufbau sei außerdem die Ausgabe von Kleidung oder Hygieneartikeln – ebenfalls ehrenamtlich organisiert. Julia Shporina, selbst Ukrainerin, die in den 1990er Jahre nach Aachen kam, will das im Depot koordinieren.

Sämtliche verfügbaren Informationen zu Angeboten in Aachen sind auf der Webseite www.aachen.de/aachenhilft zu finden. Neue Angebote können erst einmal zentral an helfen@mail.aachen.de geschickt werden. Die Seite wird laufend aktualisiert und erweitert. Petra Mahr rät allen Ehrenamtler*innen dringend, darauf zu achten, was sie leisten können und wie viel: „Wir müssen verhindern, dass denen, die helfen, ganz schnell die Puste ausgeht.“

„Es kommen weiterhin vor allem Frauen mit Kindern und Rentner*innen“, beschreibt Rolf Frankenberger, Leiter des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, die Situation. Stand gestern Abend (22. März) seien 850 Menschen aus der Ukraine in den Erstaufnahmeeinrichtungen registriert. Fünf Turnhallen seien komplett belegt, eine weitere werde gerade vorbereitet. 1.800 hätten den Bezug von Sozialleistungen beantragt. Mindestens 1.000 Geflüchtete seien insofern privat untergekommen. „Unser Kommunales Integrationsmanagement hat bereits rund 1.000 Beratungen absolviert“, sagt Frankenberger.

Was die Schulen angeht, so kann Sevim Dogan vom Kommunalen Integrationszentrum sagen, dass bereits mehrere hundert Kinder und Jugendliche an den Schulen angemeldet sind. Wichtig sei aber, dass das Kindeswohl derzeit vor Schulpflicht gehe. Heißt: Erst wenn die Kinder, die oft Traumatisches erlebt haben, bereit sind für den Schulbesuch, müssen sie gehen.

Die Bereitschaft der Schulen, zusätzliche Plätze zu schaffen, sei sehr groß. Ebenfalls die Bereitschaft der Kita-Träger oder von sozialen Institutionen Mutter-Kind-Angebote für die Kleinsten anzubieten.

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Seltener Karls-Denar ist jetzt im Centre Charlemagne zu sehen

„Die Sensation hat einen Durchmesser von 19 Millimetern und wiegt 1,51 Gramm“, schreibt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen. Die Sensation ist aus Silber und zeigt das angeblich einzige authentische, zeitgenössische Porträt Karls des Großen.

Wer es glaubt: So genau soll Karl der Große ausgesehen haben. Eine kürzlich entdeckte Münze zeigt sein Konterfei. Karl trug offenbar seine Haare zu Stacheln hochgegelt.

Es gebe weltweit keine 50 erhaltenen Exemplare dieser Silbermünze, wird mitgeteilt. Es handele sich um eine spezielle Prägung des Karls-Denars. Einer davon ist jetzt in einer Aachener Privatsammlung neu entdeckt worden und im Centre Charlemagne in Aachen am Kataschhof ausgestellt. Eine weitere Besonderheit: Die Forschung weist das Stück einer „Münzstätte Aachen“ zu.

Entstanden ist der Karlsdenar vermutlich in der Zeit nach der Krönung Ludwigs des Frommen zum Mitkaiser im September 813 bis zum Tode Karls des Großen im Januar 814. Der kurze Zeitraum erklärt, warum nur so wenige dieser Exemplare erhalten sind. Die vermutlich ebenfalls im September 813 startende Serie von Porträt-Denaren Ludwigs des Frommen „ist in weitaus mehr Exemplaren belegt“. 

Der Aachener Karls-Denar zeigt auf der Vorderseite neben der Kaisertitulatur ein Brustbild Karls in antikischem Gewand. Rückseitig (s. unten) ist eine Tempeldarstellung mit Kreuz und der Devise „Christiana religio“ zu sehen.

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